Berlin

Hauptstadt und Land der Bundesrepublik Deutschland

Berlin ist die Hauptstadt und seit 1999 auch Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland und mit über 3,6 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands und Mitteleuropas. Berlin ist ein eigenständiges Bundesland, das komplett vom Land Brandenburg umschlossen ist.

Berlin
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Berlin ist nicht nur das politische Zentrum Deutschlands, sondern auch ein bedeutender Kultur-, Wissenschafts-, Forschungs- und Messestandort. Mit über 30 Millionen Übernachtungen ist Berlin darüber hinaus Touristenmagnet in- und ausländischer Besucher, die zu einem steigenden Wirtschaftsfaktor werden. Auch wenn Berlin sein Alleinstellungsmerkmal als geteilte Stadt des Kalten Krieges seit der Wiedervereinigung verloren hat, ist der Zustrom an Besuchern ungebrochen, die das breite Kulturangebot, die lebendige Szene und nicht zuletzt die gegenüber anderen Metropolen Europas nach wie vor moderaten Preise schätzen.

StadtteileBearbeiten

 
Karte von Berlin

 
Karte der Berliner Bezirke, in schwarzer Schrift und Grenzen Bezirke seit 2001, in roter Schrift/Grenzen zusätzlich die Bezirke 1920-2001

Berlin ist eine vergleichsweise junge Stadt. In seiner heutigen Ausdehnung entstand es vor 100 Jahren (genau am 1. Oktober 1920) durch die Eingemeindung von Städten, die älter als Berlin selbst waren wie Spandau oder Köpenick, aus im 19. Jahrhundert rasch zu Städten gewachsenen Gemeinden wie Charlottenburg, Schöneberg, Wilmersdorf, des weiteren aus insgesamt 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirken (sic!) auf Grundlage infolge des Groß-Berlin-Gesetz. Dies erklärt die auch heute noch deutliche dezentrale Struktur Berlins. Am scherzhaften Ausspruch, Berlin sei eigentlich keine Stadt, sondern „eine Ansammlung von Dörfern“, ist daher ein wahrer Kern. Die seinerzeit gegründeten 20 Bezirke prägen bis heute die städtische Struktur, Bahnhöfe sind nach ihnen benannt (z.B. "Charlottenburg", "Rathaus Steglitz"), markante Gebäude (z.B. "Rathaus Schöneberg"). Auch viele Wegweiser im Straßenbild nutzen noch die alten Bezirksnamen.

Eine weitere Gebietsreform 2001 gliederte Berlin in jetzt zwölf Bezirke. Etwas verwirrend ist, dass diese Gebietsreform einerseits einige der bestehenden Bezirke unberührt ließ (Neukölln, Reinickendorf, Spandau), andererseits jeweils zwei Bezirke zu neuen "Bindestrich-Bezirken" zusammenfasste und dann auch drei alte Bezirke zu einem zusammenlegten, der den Namen eines der ehemaligen Bezirken trägt. So gibt es Berlin-Mitte und Berlin-Pankow als Namen mit völlig unterschiedlichen Gebietszuschnitten. Jeder neue Bezirk hat zwischen 200.000 und 400.000 Einwohner und könnte für sich genommen selbst eine Großstadt sein. Die Bezirke haben jeweils mehrere Ortsteile, die weiter in Ortslagen, Stadtteilquartiere und Kieze gegliedert werden können. Berliner fühlen sich bis heute eher ihren Ortsteilen zugehörig – so würde jemand aus Prenzlauer Berg nie sagen, dass er in Pankow wohnt, und ein Grunewalder nicht in Charlottenburg-Wilmersdorf. Nur Immobilienmakler und Hoteliers freuen sich, auch noch die letzte Kaschemme im Moabiter Hinterhof als Berlin-Mitte anpreisen zu können.

Für Reiseinformationen werden häufig die alten Bezirke verwendet – auch dieser Reiseführer orientiert sich mit seinen Stadtteilartikeln weitgehend daran. Interessant für Touristen sind vor allem die Innenstadtteile Mitte, Tiergarten, Charlottenburg und Westend, da sich hier die meisten Sehenswürdigkeiten und Museen befinden. Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg sind wegen der vielen Kneipen, Restaurants und Ausgehmöglichkeiten bekannt.

 
Berlin-Mitte
  • Mitte: DAS historische Zentrum Berlins zwischen Brandenburger Tor, Reichstag und Alexanderplatz mit den stattlichen historischen Bauten der einstigen preußischen Hauptstadt des Kaiserreichs entlang des Prachtboulevards Unter den Linden, dem eleganten Gendarmenmarkt, dem Weltkulturerbe der Museumsinsel, aber auch den Neubauten der heutigen Hauptstadt und den quirligen Quartieren rund um den Hackeschen Markt, der Friedrichstraße oder dem alten Scheunenviertel.
  • Tiergarten: Der einstige Bezirk Tiergarten westlich des historischen Zentrums reichte von den opulenten Villen des Diplomatenviertels am Rande des gleichnamigen Parks, den in der Nachkriegszeit erbauten Kulturtempeln von Philharmonie und Nationalgalerie im Osten (Tiergarten und Hansaviertel) bis zu den Industriegeländen und Mietskasernen Moabits im Westen.
  • Wedding: Nördlich des historischen Zentrum schließt sich der von Industrie und dichter Wohnbebauung dominierte Wedding an mit seiner einst starken Arbeiterbewegung, die ihm den Namen "Roter Wedding" gaben. Heute trägt der Wedding einen wesentlichen Anteil bei, dass Berlin viertgrößte türkische Stadt ist.

Zusammen bilden Mitte, Tiergarten und Wedding den heutigen Bezirk Mitte. Es ist einer von zwei Stadtbezirken, die aus ehemals Ost- (Mitte) und West-Berliner Bezirken (Tiergarten und Wedding) zusammengesetzt wurden.

 
Vorne Wohnen, hinten Arbeiten: Mehringhof (Kreuzberg)
  • Friedrichshain: Arbeiterbezirk im Osten des historischen Zentrums, in dem später die DDR architektonisch ihre Hauptstadt präsentierte (Karl-Marx-Allee) und der heute quicklebendige Kieze rund um das Frankfurter Tor, Boxhagener Straße, Boxhagener Platz, Simon-Dach- und Warschauer Straße hat.
  • Kreuzberg: Den Kreuzberg gibt es wirklich, er erreicht bemerkenswerte 66 m Seehöhe und überragt seine Umgebung um rund 30 Meter, genug, um über die Dächer zu blicken. Man überschaut dicht bebautes Stadtgebiet, in der früher die "Kreuzberger Mischung" aus Wohnen und Arbeiten im selben Haus entstand. Später entwickelte sich seit den 1970er Jahren im Schatten von Mauer und Landwehrkanal eine Mischung aus orientalischen Arbeitsmigranten und schwäbischen Kriegsdienstmigranten, die ein, bis heute nachwirkendes, lebendiges multikulturelles Milieu etablierte mit Galerien, Kneipen, Kleinkunst, Straßenfesten und die sich gelegentlich gegen die um sich greifende Gentrifizierung wehrt.

Friedrichshain und Kreuzberg formen heute den anderen Ost- (Friedrichshain) und West (Kreuzberg) gemischten Bezirk.

  • Prenzlauer Berg: Dieses einstige und im Zweiten Weltkrieg wenig zerstörte Arbeiterquartier entlang der Schönhauser, Prenzlauer und Greifswalder Allee war in der DDR das Gegenstück zu Kreuzberg, etwas aufmüpfiger, etwas weniger FDJ-Blauhemden, etwas längere (oder buntere) Haare als anderswo. Selbst bei den Wahlen in der DDR gelegentlich offiziell unter 99% Zustimmung zu den Kandidaten der Nationalen Front. Seit der Wende griff mit der Sanierung der Altbauten eine Gentrifizierung um sich, die die einstige Bewohnerstruktur aus alteingessenen Berlinern, Arbeitern und Alternativen sprengte. Heute bekommt man leichter einen veganen Fleischkäse auf Weizeneiweißbasis als eine normale Schrippe oder einen Parkplatz für den SUV.
  • Weißensee und
  • Pankow: Einst als Pankofff Synonym für die DDR-Staatsmacht (und es gab wirklich in den 1950er Jahren die gated communities der DDR-Funktionärselite im Majakowskiring in Niederschönhausen), franst Berlin hier allmählich nach Norden aus. Die Mietshäuser sind meist nur noch dreigeschossig, selbst an urbanen Kernen wie rund um den Antonplatz in Weißensee. Die Breite Straße in Pankow erinnert noch an den einstigen Dorfanger und je weiter man Richtung Norden kommt, breiten sich ausgedehnte Einfamilienhaussiedlungen aus, die in Felder übergehen.

Heute sind diese drei Bezirke als Bezirk Pankow administrativ zusammengefasst.

 
Auf der Sonnenseite des Kaiserreichs am Kurfürsten-damm (Charlottenburg)
  • Charlottenburg: Das Dorf Lietzow nahe des seit dem Ende des 17. Jahrhunderts noch als Lietzenburg gebaute Schloss Charlottenburg wuchs langsam zu einer Kleinstadt westlich von Berlin heran, seit Mitte des 19. Jahrhunderts explosionsartig. Seit 1875 wurde der Kurfürstendamm weitab von der Enge und dem Gestank der Mietskasernen Berlins geplant, ein Boulevard mit 53 m Breite, nur wenig schmaler als Unter den Linden. Prachtvoll bebaut, reichte er von der östlichen Grenze Charlottenburgs (heute Budapester Straße) bis zum Grunewald. Während im Westen um den Breitscheidplatz bereits kräftig gebaut wurde, bot sich weiter östlich noch ein "von Spargelfeldern und Eisenbahndämmen durchsetztes Wüstenpanorama", so Theodor Fontane 1892. Das änderte sich rasch, Charlottenburg war bei seiner Eingemeindung zwölftgrößte Stadt Preußens und wurde zur Zeit der Teilung Berlins das Zentrum West-Berlins rund um Zoo und Kudamm mit zahlreichen Nachbarschaften mit diversem Charakter.
  • Wilmersdorf Je weiter westlich, desto besser ist die Stadtluft. Das ist in der gesamten Westwindzone so und in Berlin nicht anders. So sind auch die Wohnungen Schönebergs besser als Kreuzberg und Wilmersdorf besser als Schöneberg. Teils noch Mietshäuser, sind die großen und hohen Wohnungen am Kurfürstendamm (den sich Charlottenburg und Wilmersdorf teilen) oder Schmargendorfs nicht nur über ein opulentes Treppenhaus nach vorne, sondern auch über Dienstboteneingänge im Seitenflügel erreichbar. Gewerbe findet sich kaum noch. Rund um Halensee und Grunewald folgen stattliche Villen in schattigen parkähnlichen Gärten für diejenigen, die es sich leisten können.

Seit 2001 bilden Charlottenburg und Wilmersdorf einen gemeinsamen Bezirk.

  • Spandau: Nach der These der Westwinde stünden in Spandau im äußersten Westen Berlins die größten Villen, aber Spandau ist eben nicht Berlin. Stattdessen ist Spandau ein Mikrokosmos mit eigener Altstadt, einer Fußgängerzone, einer Zitadelle und Allem, was eine Stadt mit einer Einwohnerzahl wie Chemnitz auch hat. Spandau hat dazu noch mit Havel und Anteil an Havelseen zahlreiche Gewässer.

Spandau war groß genug, die Bezirksreform unverändert zu überstehen.

  • Steglitz: Aufgrund der guten Bahnanbindungen entwickelten sich die Dörfer wie Steglitz, Lichterfelde, Lankwitz zu gehobenen Wohnlagen des Mittelstandes mit den großzügigen Mietshäusern im Norden Steglitz, und weiter außerhalb, besonders in Lichterfelde, gepflegten Villenkolonien, unterbrochen von einigen Gewerbegebieten entlang des Teltowkanals. Entsprechend der Kaufkraft des Publikums entwickelte sich die Schlossstraße Steglitz zu einer gehobenen Einkaufsmeile. Im Übergangsbereich zum benachbarten Dahlem befinden sich einige Forschungsinstitute, deren Geschichte in die Kaiserzeit zurückreicht wie auch der Botanische Garten.
 
Einfamilienhaus auf Schwanenwerder
  • Zehlendorf: Der Südwesten von Berlin ist grün. Zwischen Havel mit ihren Buchten wie dem Wannsee und einer Seenkette zwischen Nikolassee und dem bereits in Wilmersdorf gelegenen Halensee erstreckt sich der Grunewald, größtes zusammenhängendes Waldgebiet Berlins. Hier wohnt es sich gut und die Eliten von Kaiserreich bis heute bauten sich hier ihre Villen - je näher am Wald und/oder einem der Seen, desto üppiger. Die Havelinsel Schwanenwerder wurde Schlossallee im Berlin-Monopoly. Zu Zehlendorf gehören die Ortsteile Dahlem, Nikolassee und Wannsee. Neben den aus Potsdam herüberreichenden Gärten und Schlössern wie Glienicke und Pfaueninsel, die zum Weltkulturerbe gehören, locken zahlreichen Museen in Dahlem und nicht zuletzt zahlreiche Ausflugslokale in den Bezirk.

Heute sind Steglitz und Zehlendorf zu dem gleichnamigen Bindestrichbezirk fusioniert.

 
Crellestr., Schöneberg
  • Schöneberg: Das einstige Dorf Schöneberg wurde etwas später in der Gründerzeit als Kreuzberg eng bebaut, auch hier mischt sich Wohnen und Gewerbe. Eine Besonderheit ist die Schöneberger Insel, ein dreieckiger Stadtteil, der allseitig von Eisenbahnlinien eingeschlossen ist und eine eigene Geschichte entwickelte. Ausgeprägte Szene rund um Nollendorf- und Winterfeldtplatz, bestens erschlossen durch U-Bahn teils im Keller teils oben, S-Bahn oben und Bussen und kleine Geschäfte überall. Da leistet man sich Blumenrabatte statt Parkplätzen, die grüne Nahverkehrsvision ist hier fast schon Realität und macht Schöneberg, erst recht den Ortsteil Friedenau im südwestlichen Teil des Bezirks zur bevorzugten Wohnlage der im Marsch durch die Institutionen Angekommenen.
  • Tempelhof: Das klingt nach Flugbenzin und Luftbrücke, auch wenn der Flughafen Tempelhof lange Geschichte ist und um das große Flugfeld lange gestritten wurde, neuer Stadtbezirk oder Naherholung. Nach Volksabstimmung bleibt das Tempelhofer Feld Grünfläche. Der Bezirk hat mit Industrie entlang Ringbahn und Teltowkanal und mehr und mehr Siedlung Richtung Stadtgrenze mit Mariendorf, Marienfelde bis Lichtenrade viel Suburbia und wenig Spannendes für Besucher.

Schöneberg und Tempelhof sind heute auch mit Bindestrich fusioniert.

  • Neukölln: Einst der einwohnerreichste Beszirk West-Berlins, hat Neukölln neben Wedding und Kreuzberg seinen Anteil an der viertgrößten türkischen Stadt, zu sehen an einem der buntesten Märkte Berlins entlang des Maybachufers. Einst vor den Toren Berlins gelegen, hatte Rixdorf, wie es damals hieß, einen derart schrägen einen Ruf als Vergnügungsviertel, dass es mit der Eingemeindung seinen Namen verlor und zu Neukölln umbenannt wurde. Auch Neukölln, das des südöstlichen Rand West-Berlins markierte, hat seine Gewerbehöfe und dichte Mietskasernenbebauung, Industrieareale und Vorstadt. Die Gropiusstadt im südöstlichen Teil Neuköllns ist neben dem etwas jüngeren Märkischen Viertel in Reinickendorf ein weiterer Versuch die Platzprobleme West-Berlins durch Nutzen der Vertikalen zu lösen. Trotz des prominenten Planers wurde Gropiusstadt aber, im Gegensatz zur benachbarten Wohnanlage der Hufeisensiedlung Britz kein Weltkulturerbe, sondern sozialer Brennpunkt. Die zu Kleinstädten herangewachsenen Dörfer Britz, Buckow, Rudow schließen den Bezirk nach Südosten ab.

Neukölln blieb als eigenständiger Bezirk erhalten.

 
Altstadt Köpenick
  • Treptow: Der Bezirk Treptow erstreckt sich im Südosten radial von der Ringbahn bis zur Stadtgrenze, teilweise entlang der Spree. Dies ergibt unterschiedlich dichte Bebauung, Wohn- und Industriegelände wie Adlershof, aber auch ausgedehnte Erholungsflächen entlang der Spree, im Treptower Park mir dem einstigen Vergnügungspark Plänterwald. Richtung Stadtgrenze nimmt der Vorort- und Siedlungscharakter überhand.
  • Köpenick: Was Zehlendorf im Westen, ist Köpenick im Osten - ein stark von Wasser- und Waldflächen geprägter Bezirk. Die Spree und ihr Zufluss Dahme bilden ausgedehnte Seenflächen, u.a. mit dem Müggelsee den größten See Berlins. Die Wuhlheide ist ein Waldgebiet, Köpenick hat aber auch in Schöneweide oder Spindlersfeld markante Industriegebiete und mit dem ehemaligen Ortskern Köpenick mit Schloss und Rathaus ("Der Hauptmann von Köpenick") seine eigene suburbane Struktur. Ein Wassergrundstück in Rahnsdorf, Grünau oder Schmöckwitz ist damals wie heute nicht die schlechteste Adresse und in Friedrichshagen gibt es das sogar mit verknüpft mit einem beinahe städtischem Boulevard, der Bölschestraße.

Köpenick und Treptow bilden heute den gleichnamigen Bindestrichbezirk.

 
Springpfuhlpark, Marzahn
  • Marzahn und
    * Hellersdorf
    : waren erst in den 1970er und 80er Jahren als neue Bezirke ausgegliedert worden, um dem massiven Zuzug in diese auf der grünen Wiese entstandenen Neubaugebiete im Osten und Nordosten Berlins Rechnung zu tragen. Es gibt noch dörfliche Kerne wie Biesdorf, Kaulsdorf oder Mahlsdorf, aber sonst überwiegen Plattenbausiedlungen mit einem Hang zu sozialen Brennpunkten. Daran ändern auch manche Neuanlagen wie die Gärten der Welt in Marzahn wenig.

Marzahn und Hellersdorf bilden heute einen gemeinsamen Bezirk.

  • Lichtenberg: Vom städtischen Lichtenberg wird es nach Osten immer dörflicher. So dörflich, dass zu DDR-Zeiten derart viele Rieselfelder mit Plattenbauten überzogen wurden, dass Hohenschönhausen, Marzahn und später Hellersdorf als neue Bezirke ausgewildert wurden. Für Lichtenberg blieben genügend Platte, eine Trabrennbahn, der Tierpark Friedrichsfelde, der Zentralfriedhof Friedrichsfelde mit der Gedenkstätte der Sozialisten und das Offizierskasino, in dem die Siegermächte das Oberkommando der Wehrmacht zum erneuten Protokollieren der Kapitulation zitierten.

Der heutige Bezirk Lichtenberg umfasst wieder Hohenschönhausen.

  • Reinickendorf: Viele Berlinbesucher dürften in der Vergangenheit Reinickendorf betreten haben, ohne dies wirklich zu realisieren, der Flughafen Berlin-Tegel liegt hier. Ansonsten gibt es die größte Trabantenstadt des ehemaligen West-Berlins, viel Vorstadt, manchen Vorort bis zu einzelnen Dörfern. Aber auch Felder, Wiesen und Wälder, die selbst zu Mauerzeiten einen Eindruck von Einsamkeit vermitteln konnten.

Reinickendorf war groß genug, als Bezirk allein zu überstehen.

HintergrundBearbeiten

Die seit 1990 wiedervereinigte Stadt hat besonders im Ostteil mit seiner Stadtmitte eine radikale Umwandlung erfahren. Berlin hat seine historische Mitte wieder aufgebaut und teils rekonstruiert. Das ursprüngliche Zentrum hat sich mit neuem Leben gefüllt. Heute zeigt sich ganz Berlin jung, pulsierend, multikulturell und immer in Bewegung.

Die Stadt ist mit über 420.000 Straßenbäumen - Parkanlagen nicht mitgerechnet - eine der grünsten Hauptstädte Europas.

GeschichteBearbeiten

Die historisch gesehen erste Vereinigung von Berlin fand schon 1307 aus den Städten Cölln und Berlin statt. Cölln lag auf der Spreeinsel, wo heute auch die Museumsinsel und der Dom liegen; Berlin lag auf der anderen Seite. 1197 wurde Spandau erstmals urkundlich erwähnt, das erst 1920 zu Berlin eingemeindet wurde. Köpenick wurde 1209 erwähnt, Cölln 1237 und schließlich Berlin im Jahre 1244.

Die beiden wichtigen Handelsstraßen von der Elbe zur Oder und von Sachsen und Böhmen kreuzten sich hier. Der Flussübergang war so schmal wie nirgends sonst in der weiteren Umgebung. Von diesem Kreuzungspunkt, dem Molkenmarkt, konnte sich Berlin als Handelsstadt entwickeln.

In der folgenden Zeit strebten die durch die Spree getrennten Städte nach Unabhängigkeit, kauften Ländereien und kleine Siedlungen in der Umgebung, beschlossen den Zusammenschluss und traten als Berlin-Cölln der Hanse bei. Kurfürst Friedrich II. (Eisenzahn) nahm der jungen Stadt jedoch die Selbstständigkeit und machte sie gegen den Willen der Bevölkerung zur Residenzstadt der Hohenzollern. Die Vorstädte Spandau, Georgen und Stralauer Vorstadt sowie die Köpenicker und die Teltower Vorstadt spielten für die Versorgung eine große Rolle. Hier gab es Weinberge, Meiereien, Schäfereien, Holzmärkte und vieles mehr.

Der zwanzigjährige Kurfürst Friedrich Wilhelm verfolgte mit Regierungsantritt 1640 das Ziel, die durch den Dreißigjährigen Krieg zerrüttete Stadt neu zu ordnen und in Europa neu zu positionieren. Eine starke Armee und entsprechende Befestigungen sollten den Grundstein dazu bilden, was sowohl den Räten, aber vor allem den Untertanen schwere Lasten auferlegte. Ganze Ländereien wurden umgewidmet, viele Häuser abgerissen, die Stadtmauer dem Kurfürsten übereignet, neue Stadttore und Wehranlagen errichtet und ein Festungsgraben angelegt.

Unter Friedrich dem Großen wurden diese Anlagen mit Kolonnaden geschmückt oder wieder abgerissen. Prachtstraßen entstanden. Es wurde versucht, die vielen benötigten Handwerker in Berlin anzusiedeln. Das Brandenburger Tor bekam seine heutige Form, die besser zum neuen Selbstbewusstsein der Stadt passte als das alte Tor, welches mehr das Tor eines Soldatenkönigs gewesen war.

Trotz der finanziellen Nöte der Nachkriegszeit nach 1815 erforderten die ständig steigenden Bevölkerungszahlen dringend die Schaffung von Wohnraum. Ganze Wohngebieten wurden neu gebaut, neue Straßen nach Bebauungsplänen angelegt. Die ersten Bahnhöfe für die inzwischen an Bedeutung gewinnende Eisenbahn wurden errichtet. Mit der Reichsgründung 1871 hatte Preußen seinen Höhepunkt erreicht, und 1888 bestieg der letzte deutsche Kaiser und König von Preußen Wilhelm II. den Thron. Die Entwicklung Berlins wurde nun von technischen Erfindungen geprägt. Industrialisierung und Reformen ersetzen preußisches Bewusstsein mit deutschem Nationalgefühl.

Bis zum Ersten Weltkrieg 1914 wurde das Verkehrsnetz, vor allem auch die U-Bahn, ausgebaut, um die einzelnen Stadtteile zu verbinden. Die folgenden Jahre waren durch Entbehrungen geprägt. Durch die Russische Revolution 1917 wurden innenpolitische Veränderungen in Gang gesetzt, die letztendlich 1918 zum Ausruf der Republik führten.

Die Folgen des verlorenen Krieges und Bedingungen des Versailler Friedensvertrages, Inflation und Wirtschaftskrise trugen zur Radikalisierung bei. 1933 ernannte Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. 1936 inszenierte das „Dritte Reich“ die Olympischen Spiele in Berlin als Propagandaveranstaltung. Mit dem Überfall auf Polen 1939 begann der Zweite Weltkrieg, was ab 1943 die umfangreiche Zerstörung Berlins nach sich zog. Am Ende des Krieges waren über 500.000 Wohnungen total zerstört und rund 100.000 schwer beschädigt. Am stärksten betroffen waren die zentralen Bezirke Mitte und Tiergarten (samt Hansaviertel und Moabit).

Berlin wurde nach der deutschen Kapitulation 1945 durch die Alliierten besetzt und in der Folge in vier Sektoren aufgeteilt. Durch die unterschiedlichen Ansichten der Besatzer konnte keine Einigung bei Währungsreform und politischer Entwicklung gefunden werden, was zur Bildung zweier Lager führte: Ost und West, mit der Sowjetunion auf der einen und den Alliierten Frankreich, USA, Großbritannien auf der anderen Seite. Die wirtschaftliche Spaltung und politische Teilung wurden mit Gründung der DDR und dem Inkrafttreten des Grundgesetzes 1949 endgültig.

Die beiden Teile Ost und West erfuhren – geprägt vom Kalten Krieg – unterschiedliche Entwicklungen. West-Berlin war marktwirtschaftlich-kapitalistisch orientiert, auch wenn sich durch die Lage als „Frontstadt“ und den Zuzug von Wehrdienstverweigerern und anderen Unangepassten aus „Westdeutschland“ ein eigenes gesellschaftliches Klima entwickelte. In Ost-Berlin, der Hauptstadt der DDR, herrschte dagegen sozialistische Planwirtschaft. Dies führte am 17. Juni 1953 zum Aufstand, der blutig niedergeschlagen wurde, und trieb etwa eine Million Menschen zur Flucht in den Westen. Die Regierung antwortete am 13. August 1961 mit dem Bau der Mauer und hinderte damit ihre Bevölkerung, in den Westteil der Stadt zu gelangen. Auf die Wohnungsnot reagierte man in Ost wie West in den 1960er- und 70er-Jahren mit dem Bau ausgedehnter Großwohnsiedlungen in Plattenbauweise, in denen hunderttausende Berliner ein neues Zuhause fanden.

1989 war die DDR wirtschaftlich und politisch am Ende; am 9. November 1989 wurde die Mauer geöffnet. 1990 wurde die Grenze aufgehoben und am 3. Oktober 1990 wurde die Stadt und beide Staaten wiedervereinigt. Einige Jahre später wurde Berlin wieder die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Nach der Wiedervereinigung zogen viele ältere Berliner „ins Grüne“ außerhalb der Stadtgrenzen, andererseits gibt es einen stetigen Zuzug von Neu-Berlinern aus dem In- und Ausland. Im Jahr 2015 wurde die Schwelle von 3,5 Millionen Einwohnern überschritten, Tendenz weiter steigend. Eine weitere Million lebt im „Speckgürtel“.

Berühmteste Sätze der Nachkriegsgeschichte:

  • Ernst Reuter „Ihr Völker der Welt – schaut auf diese Stadt“ (1948)
  • John F. Kennedy „All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin. And therefore, as a free man, I take pride in the words: Ich bin ein Berliner!“ (1963)
  • Ronald Reagan „Mister Gorbachev, tear down this wall!“ (1987)

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

1 Flughafen Berlin Brandenburg   (Willy Brandt, IATA: BER), Willy-Brandt-Platz, 12529 Schönefeld. Tel.: +49 (0)30 609 16 09 10.        . In unmittelbarer Nähe des ehemaligen Flughafens Schönefeld ist im Oktober 2020 nach mehreren Verschiebungen der neue internationale "Flughafen Berlin Brandenburg" (IATA CodeBER) eröffnet worden. Der Flughafen Tegel wurde zum 8. November geschlossen. Der ehemalige Flughafen Schönefeld wird als Terminal 5 weiterbetrieben, da angenommen wurde, dass die Abfertigungskapazitäten des neuen BER nicht reichen werden.

Der Flughafen Berlin Brandenburg ist sowohl per Bahn als auch per Bus zu erreichen.

Am Hauptterminal gibt es den Bahnhof "Flughafen BER - Terminal 1-2", von hier verkehren die Regionallinien

  • FEX (Berlin-Ostkreuz, Berlin-Gesundbrunnen, bis Berlin Hbf. von 3:30 - 23:30 alle 30 Minuten), der
  • RE 7 nach Wünsdorf-Waldstadt, Berlin-Ostkreuz, Berlin-Alexanderplatz, Berlin-Friedrichstraße, Berlin Hbf, Berlin-Zoo und Dessau, die
  • RB 14 nach Berlin-Ostkreuz, Berlin-Alexanderplatz, Berlin-Friedrichstraße, Berlin Hbf, Berlin-Zoo, Berlin-Spandau und Nauen, die
  • RB 22 nach Königs Wusterhausen und Potsdam, die
  • S9 über Flughafen BER Terminal 5 (Schönefeld) nach Schöneweide, Ostbahnhof, Alexanderplatz, Friedrichstraße, Hauptbahnhof, Zoo und Spandau, sowie die
  • S45 über Flughafen BER Terminal 5 (Schönefeld) nach Schöneweide, Neukölln und Südkreuz.

Mit dem Bus
Linien X7 und X71 alle 5 Minuten nach Rudow (Anschluss an die U7), X71 auch noch weiter nach Alt-Mariendorf (Anschluss an die U6).

Zudem gibt es zuschlagpflichtige "Airportshuttle", die mehr Platz fürs Gepäck bieten sollen, Linie BER1 nach Rathaus Steglitz (+8€) (stündlich) und Linie BER2 über Stahlsdorf und Teltow nach Potsdam (+6€) (alle 60 bis 90 Minuten).

Mit der BahnBearbeiten

 
Berlin Hauptbahnhof

Am 2006 eröffneten Hauptbahnhof kreuzen sich Züge der Stadtbahn in West -Ost-Richtung (obere Bahnsteige) mit den Zügen aus Nord, West und Süd unten im Keller. Hier halten alle ICEs, ICs und Regional-Expresszüge, außerdem die Ost-West-S-Bahn. Man erreicht Berlin im Fernverkehr stündlich mit ICEs aus den Richtungen Köln/Düsseldorf (über Ruhrgebiet und Hannover), Frankfurt am Main, München (über Leipzig/Halle) und Hamburg, zweistündlich aus Stuttgart oder Basel. IC/EC-Verbindungen gibt es im Zweistundentakt aus Prag (über Dresden) sowie Amsterdam. Nur einmal oder wenige Male am Tag gibt es Direktverbindungen von/nach Emden, Münster und Warschau (über Posen). Fernverkehrsscheine mit City-Ticket gelten auch im öffentlichen Nahverkehr innerhalb des S-Bahnrings (Tarifzone A).

Neben Fernzügen der Deutschen Bahn halten der private Fernzug Flixtrain. Nachtzugverbindungen (mit Schlaf- oder Liegewagen) gibt es täglich mit dem ÖBB-Nightjet von/nach Zürich (Basel, Freiburg i. Br.) sowie nach Wien über Breslau. Nur während der Sommersaison gibt es auch ein Nachtzugangebot zwischen Berlin und Malmö.

Regionalverkehrslinien führen von allen Teilen Brandenburgs sowie aus Magdeburg, Dessau, Wismar, Schwerin, Rostock und Stralsund nach Berlin. Der Interregio-Express von Hamburg (über Lüneburg) gilt als Regionalzug und kann mit den einschlägigen Angeboten des Nahverkehrs genutzt werden.

Am Hauptbahnhof besteht Anschluss an folgende Linien des Nahverkehrs: S3, S5, S7, S9, U55, Tram M5, M8 und M10, Bus M41, M85, 120, 123, 142, 147, 245, Nachtbus N20, N40 und M41.
eingeschränkt barrierefrei  Der Hauptbahnhof ist für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Je nach Abfahrtsgleis müssen mehrere Ebenen überwunden werden, wofür man jeweils den richtigen Fahrstuhl finden muss. Rolltreppen gehen nicht durchgehend z. B. zu den Fernverkehrsgleisen im Tiefgeschoss. Die Bahnsteige in der obersten Ebene haben zudem Engstellen über der Bahnhofshalle, an denen der Bahnsteig nur sehr schmal ist. Wer hier mit Rollator und Gepäck oder auch mit Kleinkindern vorbei will, während der Zug bereits einfährt, bleibt schnell in der Menschenmenge stecken und hat keine Ausweichmöglichkeit. Mobilitätseingeschränkte Menschen oder alleinreisende Eltern mit Kleinkindern sollten daher beim Ein-, Aus- oder Umstieg am Hauptbahnhof unbedingt den Mobilitätsservice der Bahn unter Tel. (0)180 6 512 oder msz@deutschebahn.com in Anspruch nehmen.
 
Fern-, Regional- und S-Bahnhof Berlin-Spandau
  • 3 Bahnhof Berlin-Spandau, Seegefelder Straße 1, 13597 Berlin.     . ICE von Hamburg, Hannover, Frankfurt und München, IC von Amsterdam, RE von Wismar, Rathenow, Pritzwalk, Cottbus und Ludwigsfelde, RB von Nauen, Wustermark und Flughafen Schönefeld.Am Bahnhof Spandau besteht Übergang zur S-Bahn S3 und S9. Der Endbahnhof Rathaus Spandau der U-Bahn U7 liegt vor der Tür. Der Bahnhof befindet sich gegenüber dem Rathaus Spandau und der Spandauer Altstadt.
  • 4 Bahnhof Berlin Gesundbrunnen, Badstraße 1-3, 13357 Berlin.     . In Berlin-Gesundbrunnen werde ICE-Züge Richtung München und Stuttgart eingesetzt. Fahrgäste ohne Platzkarte können überlegen hier einzusteigen. Sie sparen üblicherweise keine Zeit, haben aber die Chance auf einen noch nicht vergebenen Sitzplatz, die Züge füllen sich erst am Hauptbahnhof. Des Weiteren fahren hier Regionalzüge Richtung Stralsund, Rostock, Schwedt, Stettin und Wittenberge bzw. Falkenberg, Wittenberg, Elsterwerda in Richtung Süden.
Am Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen besteht Anschluss an die Linien S1, S2, S25, S26, S41, S42, U8, 247 und N8.
  • 5 Ostbahnhof, Koppenstraße 3, 10243 Berlin.     . Merkmale:  .
Am Bahnhof Ostbahnhof besteht Anschluss an die Linien S3, S5, S7, S9 sowie zu den Buslinien 140, 142, 147, 240, 248, 347 und N40
barrierefrei  Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sollten zur Anreise möglichst den Ostbahnhof nutzen, da dieser übersichtlicher und ruhiger ist; zudem sind die Bahnsteige des Fernverkehrs durchgehend breit genug und es ist in der Regel mehr Zeit für Ein- und Ausstieg, da zumindest die Züge Richtung Süden und Westen hier erst eingesetzt werden und meist schon einige Minuten früher einfahren.
Am Bahnhof Südkreuz besteht Anschluss an folgende Linien: S2, S25, S26, S41, S42, S45, S46 sowie zu den Buslinien M46, 106, 184, 204 und 248
Lichtenberg war zu DDR-Zeiten der Fernbahnhof mit den meisten Verbindungen. Heute halten hier nur noch Züge aus Polen und Regionalbahnen.
Es besteht Anschluss an die Linien S5, S7, S75, U5 zur Innenstadt, Straßenbahnen 21 und 37, Busse 108, 240, 256, 296, N5, N50, N94

Im Regionalverkehr sind außerdem die Bahnhöfe Zoologischer Garten, Charlottenburg, Friedrichstraße, Alexanderplatz , Potsdamer Platz, Lichterfelde-Ost, Wannsee und Jungfernheide von Bedeutung.

Bei der Anreise mit Nahverkehrszügen ist der deutschlandweit im Nahverkehr gültige Netzfahrschein Quer-durchs-Land-Ticket eine kostengünstige Alternative. Das Quer-durchs-Land-Ticket gilt ebenso in Nahverkehrszügen und S-Bahnen in Berlin (nicht aber in U-Bahn, Tram und Bus), gültig Montag bis Freitag ab 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages.

Der südlich der Stadtgrenze liegende Bahnhof „Flughafen Berlin-Schönefeld“ wird bei Eröffnung des neuen Flughafens in „Schönefeld“ umbenannt und die Strecke nach „Flughafen Berlin-Brandenburg“ verlängert.

Mit dem BusBearbeiten

Hauptartikel: Fernbusse in Deutschland

Verschiedene Unternehmen bieten Busverbindungen nach Berlin an, die meist am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Funkturm enden.

Anbindung an den Nahverkehr mit den Bussen A05, 139, 218, M49, X34 und X49, dem S-Bahnhof „Messe-Nord/ICC“ (S41, S42, S46) und dem U-Bahnhof „Kaiserdamm“ (U2)

Daneben gibt es noch Fernbushalte an den Flughäfen Tegel, Schönefeld, an den S-Bahnhöfen Ahrensfelde, Alexanderplatz, Ostbahnhof, Pankow-Heinersdorf, Südkreuz, Treptower Park, Wannsee, Zoologischer Garten und am U-Bahnhof Tegel.

Auf der StraßeBearbeiten

 
Dreieck Funkturm

Um Berlin herum gibt es den äußeren Autobahnring  , den Berliner Ring, der zumeist außerhalb der Stadtgrenze verläuft. Von ihm führen einige Autobahnzubringer zur oder nahe an der Stadtautobahn, in Teilen ein innerer Autobahnstadtring ( ), der etwa einen Halbkreis vom Nordwesten bis zum Südosten bildet.

  •   vom Autobahndreieck Oranienburg im Norden zur   am Dreieck Charlottenburg
  •   vom Schönefelder Kreuz im Südosten zur   am Dreieck Neukölln
  •   vom Autobahndreieck Pankow im Nordosten nach Pankow-Heinersdorf
  •   vom Autobahndreieck Nuthetal im Südwesten zur   am Dreieck Funkturm. Dies ist in Teilen die ehemalige Autorennstrecke AVUS.

Zahlreiche Ausfahrten vom Berliner Ring führen über Bundesstraßen in die Vororte von Berlin, Routenplaner und Verkehrslage mit Stauanzeige

Grundsätzlich gibt es viele Anwohnerparkzonen, die Parkraumbewirtschaftung mit Preisen ab 2 € pro Stunde wird ständig ausgedehnt und immer stärker überwacht. Daher empfiehlt es sich das Auto nur zur An- und Abreise zu nutzen und mit Bussen und Bahnen die Stadt zu bereisen.

Die teilweise schlecht ausgeschilderte Park & Ride-Angebote sind für Tagesausflüge nach Berlin geeignet.

Die Umweltzone umfasst den gesamten Bereich innerhalb des S-Bahn-Ringes. Ein Verstoß wird mit 80 € Geldbuße geahndet. Weitere Infos, auch zu den Ausgabestellen der Feinstaubsticker, siehe Berlins Umweltzonen

Mit dem SchiffBearbeiten

Berlin erreicht man mit Flusskreuzfahrtschiffen. Das 9 Terminal für Flusskreuzfahrtschiffe befindet sich in Berlin-Spandau unweit der Spreemündung in die Havel am Spandauer Burgwall 23.

Mit dem FahrradBearbeiten

Innerhalb Berlins und an den Zubringerstraßen befinden sich Radwege, die die Anreise aus dem Land Brandenburg ermöglichen. Allerdings ist die Beschilderung im Übergang zum Land Brandenburg und zum Teil auch innerhalb Berlins lückenhaft. Radwege sind oft auch unkomfortabel gepflastert.

Berlin ist Station und Endpunkt mehrerer Radwanderrouten. Die wichtigsten Fernradrouten sind:

  • der Europaradweg R1 kommt aus Richtung Potsdam über die Glienicker Brücke nach Berlin, führt entlang der Havel, die Ost-West-Achse (Heerstraße, Straße des 17. Juni, Unter den Linden) zum Berliner Dom, dann entlang der Spree Richtung Treptower Park, Friedrichshagen, Müggelsee und weiter nach Erkner.
  • der Radfernweg Berlin–Kopenhagen startet am Brandenburger Tor Richtung Norden entlang des Spandauer Schiffahrtskanals, vorbei an Plötzensee und dem Flughafen Tegel, kreuzt die Havel und verlässt Berlin entlang der Havel Richtung Hennigsdorf.
  • der Radfernweg Berlin - Usedom startet am Berliner Dom und führt Richtung Norden durch Mitte, Prenzlauer Berg, Pankow und verlässt Berlin im Vorort Berlin-Buch Richtung Bernau.
  • der Spree-Radweg kommt von Erkner im Südosten und folgt der Spree parallel zum R 1 über Müggelsee, Friedrichshagen, Köpenick, Treptow, Friedrichshain zum Berliner Dom. Die Weiterführung bis zur Mündung der Spree in die Havel ist noch nicht fixiert.
  • der Radweg Berlin - Leipzig erreicht Berlin aus Süden (Zossen) und trifft in Lichtenrade auf die Stadtgrenze. Er wird parallel zum Mauerrundweg bis Marienfelde geführt und dann über Lankwitz, Schöneberg entlang der Anhalter Bahn und endet am Brandenburger Tor.

Daneben gibt es noch viele weitere touristische Radrouten, die nach Berlin führen. Siehe auch Radrouten in Berlin und Brandenburg

MobilitätBearbeiten

 
S-Bahn und U-Bahnnetz Berlin
 
U-Bahnhof Heidelberger Platz. Auf der Linie U3 gibt es weitere sehenswerte Bahnhöfe.
 
Doppeldeckerbus

Berlin verfügt über ein großes Bus- und Bahnnetz, zusammengesetzt aus Regionalbahnen, S-Bahnen, U-Bahnen, Straßenbahnen, Bussen und Fähren, die innerhalb des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mit einem Fahrschein genutzt werden können. Ortsunkundigen ist daher zu raten, das Auto stehen zu lassen und die Öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Einen mobilen Fahrplan gibt es mit der BVG-App, mit der auch Fahrscheine gekauft werden können. Einen Übersichtsplan zum Download bietet ebenfalls die BVG an (pdf).

Berliner Autofahrer sind nicht für ihre Empathie gegenüber schleichend ihren Weg suchenden auswärtigen Kennzeichen bekannt.

Bus und BahnBearbeiten

Regionalbahnen erlauben schnelle Fortbewegung innerhalb der Stadt und ins Umland, z.B. nach Potsdam oder Oranienburg. Herzstück ist die Stadtbahn, die Berlin in West-Ost-Richtung quert und bei einer Fahrt zwischen Ostkreuz und Charlottenburg an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Regionalbahnen fahren, je nach Linie, im Halb- bzw. Einstundentakt, auf manchen Strecken überlagern sich mehrere Linien zu engeren Takten. Gegenüber S-Bahnen haben Regionalbahnen den Vorteil, dass sie über Toiletten verfügen.

S-Bahnen nutzen mit wenigen Ausnahmen dieselben Trassen wie Regionalbahnen, halten allerdings wesentlich öfter. Herzstück der S-Bahn ist die komplett oberirdische Ringbahn, die neben ihrer Bedeutung für den städtischen Nahverkehr auf ihrer einstündigen Runde ein Berlin abseits der Reiseführer vorstellt, ergänzt durch die Ost-West-verlaufende Stadtbahn und die Nord-Süd-Bahn. In den Aussenbezirken ist das S-Bahnnetz im ehemaligen Ostteil dichter, da die DDR als Erbe der Deutschen Reichsbahn auch Betreiber der Berliner S-Bahn war. In Westteil wurde die S-Bahn nach dem Mauerbau boykottiert, was zu einigen Streckenstillegungen führte, die bis heute bestehen. S-Bahnen fahren im 10- bis 20- (Ringbahn 5-)Minutentakt, die sich bei Bündelung mehrerer Linien zu dichteren Taktfrequenzen überlagern, so dass man nur selten lange auf den nächsten Zug warten muss. Zu beachten ist, dass zumeist mehrere S-Bahnlinien denselben Bahnsteig nutzen und manche Verstärkerzüge nicht bis zum Endbahnhof der Linie fahren. Lohnt also auf Ansagen und Anzeigen am Bahnsteig zu achten.

Das U-Bahnnetz ist, vor Allem im ehemaligen Westteil, dicht und erschließt, teilweise in Kombination mit der S-Bahn, weite Teile des Stadtgebietes. Dabei fahren die U-Bahnen auch in den äußeren Bezirken überwiegend unterirdisch. Nur in Kreuzberg, Schöneberg, Tegel und Prenzlauer Berg hat sie längere Hochbahnstrecken. Die U-Bahnen fahren generell im 5-Minutentakt.

Straßenbahnen waren in den 1960er Jahren im Westteil komplett abgeschafft worden und fahren daher fast ausschließlich im ehemaligen Ostteil. Einige Linien werden als "Metrolinien" betrieben in stärkerer Taktfrequenz, erkennbar am M vor der ein- oder zweistelligen Nummer. Diese fahren tagsüber mindestens im 10-Minuten-Takt.

Busse decken das komplette Stadtgebiet ab. Das Busnetz ist unterteilt in Expressbusse, erkennbar am X vor der Nummer oder Buchstabenkombination. Expressbusse halten nur an ausgewählten Stationen und sind mithin schneller als normale Busse. MetroBusse, erkennbar am M vor der zweistelligen Nummer sind das Rückgrat des Busnetzes, die als wichtige Linien mindestens im 10-Minuten-Takt verkehren und auch in den bei der BVG erhältlichen Netzplänen verzeichnet sind. Die übrigen Busse, erkennbar an dreistelligen Nummern, decken das gesamte Stadtgebiet ab. Für die Nummern gibt es einen Code, den zu lernen aber für Besucher nicht lohnt. Die früher weitverbreiteten Doppeldecker fahren noch, zumeist in den innerstädtischen Bezirken.

Touristisch interessant sind die Buslinien 100 und 200 (s. Sightseeing-Touren). Sie fahren auf unterschiedlichen Strecken vom Alexanderplatz durch Berlin-Mitte bis zum westlichen Zentrum zum Zoologischen Garten und führen an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Die Routen sind dabei denen der kostenpflichtigen Sightseeing-Busse sehr ähnlich.

Für den Nachtverkehr existieren diverse Nachtbus- und Nachtstraßenbahnlinien, die auch in der Woche zwischen 1 und 5 Uhr im 30-Minuten-Takt fahren. Alle Metrolinien verkehren durchgehend. Am Wochenende fahren die meisten S- und U-Bahnlinien die ganze Nacht hindurch. Für den Nachtverkehr sind keine gesonderten Fahrscheine notwendig. Tageskarten verlieren ihre Gültigkeit jedoch am Folgetag um 3 Uhr.

Fahrräder können zu jeder Zeit in S-Bahnen, U-Bahnen und Straßenbahnen mit einem Zusatzfahrschein mitgenommen werden (Preise sie Abschnitt "Mit dem Fahrrad"). In Bussen dürfen Fahrräder nur in Nächten ohne U-Bahn-Verkehr auf den Linien N1 bis N9 mitgenommen werden.

Fahrscheine und KostenBearbeiten

 
Tarifzonen Berlin

Das Bus- und Bahnnetz Berlins ist in drei Tarifzonen aufgeteilt. Tarifzone A umfasst die Berliner Innenstadt innerhalb (und einschließlich) des S-Bahn Rings. Tarifzone B umfasst das Stadtgebiet zwischen (ebenfalls einschließlich) S-Bahnring und Stadtgrenze. Tarifzone C ist das Umland bis ca. 15 km (z.B. Potsdam, Oranienburg oder auch der Flughafen Schönefeld). Fahrkarten existieren für die Kombinationen AB, BC und ABC. Fahrkarten nur für Zone A oder B werden nicht angeboten (Fahrscheine gültig nur in Zone A gibt es als "City-Ticket" in Kombination mit einem Fernverkehrsfahrschein der Deutschen Bahn). Fahrscheine für Zone C gibt es als Anschlussfahrschein zu einem gültigen Fahrschein im Tarifgebiet AB (z.B. entsprechende Wochenkarten). Der Anschlussfahrschein gilt immer für zwei Stunden.

Kinder von 6 bis einschließlich 14 Jahren können den Ermäßigungstarif in Anspruch nehmen.

Fahrscheine gelten in allen Regionalzügen, S-Bahnen, U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen der jeweiligen Zonen. Fahrkarten, die in Bussen und Straßenbahnen erworben werden, sind entwertet und zum sofortigen Fahrtantritt gültig. Wer sein Ticket am Automaten oder Kiosk kauft, muss in der U-Bahn, S-Bahn und in Regionalzügen VOR Fahrtantritt seine Karte entwertet haben. Der Kauf oder Entwertung in Zügen ist nicht möglich. In Bussen bzw. Straßenbahnen wird an Bord des Fahrzeugs entwertet.

Fahrpreise Berlin Stand Januar 2020

  • Kurzstrecke (3 S-Bahn, 3 U-Bahn oder 6 Bus-Stationen - kein Umsteigen möglich): 1,90 €, ermäßigt 1,40 €
  • Gesamte Stadt AB • Einzelfahrschein : 2,90 €, ermäßigt 1,80 €, • 4 Fahrten: 9,00, erm.: 5,60 € • Tageskarte: 8,60 €, ermäßigt 5,50 €, • KleinGruppenkarte bis 5 Personen: 23,50 €
  • Außerhalb S-Bahnring und Umland BC: • Einzelfahrschein : 3,30 €, ermäßigt 2,30 €, • Tageskarte: 9 €, ermäßigt 5,80 €, • KleinGruppenkarte bis 5 Personen: 24,30 €
  • Gesamt-Berlin und Umland ABC: • Einzelfahrschein : 3,60 €, ermäßigt 2,60 €, • Tageskarte: 9,60 €, ermäßigt 6 €, • KleinGruppenkarte bis 5 Personen: 24,90 €
  • 7-Tage-Karte VBB-Umweltkarte AB: 34 €, ABC: 41 €. Sie gilt an 7 aufeinander folgenden Tagen. Ab 20 Uhr, sowie ganztägig an Samstagen, Sonn- u. Feiertagen können 1 Erwachsener und bis zu 3 Kinder kostenlos mitgenommen werden.

Für manche Touristen gewöhnungsbedürftig ist, dass man in Berlin bei Bussen nur vorne einsteigen darf und dem Fahrer seinen Fahrschein zeigen muss.

  • Die WelcomeCard bietet freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und Ermäßigungen bei rund 200 kulturellen, kulinarischen und touristischen Angeboten. Meist sind es 25 % Ermäßigungen, mitunter auch bis zu 50 %. Die Museen der Museumsinsel sind nicht dabei.
Für 48 Stunden kostet die Karte (AB): 23 €, mit Potsdam und Umgebung Berlin (ABC): 28 €, für 72 Stunden: 33 € / 38 €, für 4 Tage 40 € / 45 €, für 5 Tage: 46 € / 49 € und für 6 Tage 49 € / 52 €. Bei der ABC-Variante können Kinder unter 14 Jahren kostenlos mitfahren. Die Tickets gibt es auch an jedem Fahrscheinautomaten. Die Broschüre kann später bei der Touristinformation abgeholt werden.
  • Die WelcomeCard Museumsinsel bietet freie Fahrt in Berlin (AB) und Berlin mit Umland (ABC), Ermäßigungen bei rund 200 Attraktionen und an 3 aneinanderfolgenden Tagen freien Eintritt in die Museen der Museumsinsel:
Preis für 72 Stunden: 51 € / 55 €. (Preise für 2020)
  • Die weniger interessante City Tour Card bietet freie Fahrt in Berlin, Potsdam und dem Berliner Umland. Man spart 15% bis 50% bei rund 40 touristischen Attraktionen der Stadt und dem Umland. Meistens betragen die Ermäßigungen nur 1–2 €. Hauptattraktionen wie Museumsinsel oder Zoo sind nicht dabei. Diese Karten gibt es ebenfalls für 48 Stunden, 72 Stunden, 4, 5 oder 6 Tage. Kosten zwischen 19,90 € (48 h AB) und 47,90 € (6 Tage ABC).

Wer also diesen Zeitraum ohne Museumsbesuche in der Stadt verbringen will, fährt mit drei Tageskarten preiswerter. Wer fünf bis sieben Tage in Berlin bleibt, für den empfiehlt sich die Sieben-Tage-Karte (ab 34 €), Spätaufsteher, die mindestens zehn Tage bleiben, sollten über die 10-Uhr-Monatskarte nachdenken, die einen Monat lang ab Ausstellung gültig ist (ab 58 €). Großes Gepäck und Hunde sind bei vielen der genannten Tarife im Preis inbegriffen.

Für den umwelt- und preisbewussten Berlinbesucher bleibt also das vorherige Studium der Tarifübersicht unerlässlich. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass die 48- bzw. 72-Stunden-Fahrscheine stundengenau nach Entwertung gelten, Ein- oder Mehrtageskarten nach Kalendertagen.

Familien und KleingruppenBearbeiten

Familien und Kleingruppen, die aus 3 bis 5 Personen (Kinder unter 6 nicht mitgezählt, weil die ohnehin umsonst fahren) bestehen und auf Museumsrabatte verzichten können, fahren am günstigsten mit der Kleingruppen-Tageskarte. Die Karte gilt für maximal 5 Personen und kostet 19,90 € (AB), 20,60 € (BC) oder 20,80 € (ABC) (Stand: Januar 2017). Kaufen kann man sie am Automaten oder am BVG-Verkaufsschalter; sie muss bei Fahrtantritt entwertet werden. Der Kauf von Kleingruppen-Tageskarten ist für Familien und Kleingruppen auch dann die preiswerteste Option, wenn sie längere Zeit, d.h. 1 oder 2 Wochen, in Berlin bleiben.

Kleine Familien, die nicht mehr als 2 bis 3 Fahrten pro Tag haben, können einmal durchrechnen, ob sie mit Einzelfahrscheinen (bzw. den preiswerteren 4-Fahrten-Karten) oder Kurzstreckenfahrscheinen vielleicht noch billiger durchkommen als mit einer Kleingruppen-Tageskarte. Bei 4 und mehr Fahrten pro Tag lohnt sich die letztere aber auf jeden Fall.

VerkaufsstellenBearbeiten
 
Fahrscheinautomat

An den Kartenverkaufsstellen der S-Bahn-Stationen kann auch mit den üblichen Kreditkarten bezahlt werden; Fahrscheinautomaten (an allen S- & U-Bahn-Stationen, manchen Bushaltestellen) akzeptieren Debit- und Kreditkarten oder Bargeld (in den Straßenbahnen sogar nur Münzen). Einzelfahrscheine können bei Busfahrern erworben werden, allerdings nur gegen Barzahlung (keine Akzeptanz großer Geldscheine). Fast alle Fahrkarten können auch über die BVG-App gekauft werden - für den Kauf wird eine Internetverbindung benötigt, während der Fahrt nicht. Für den Kauf in der App ist eine Registrierung (Kreditkarte oder Kontoverbindung) notwendig.

TaxiBearbeiten

In Berlin fahren über 7000 Taxen, die der Fahrgast am Taxistand oder an der Straße ordern kann. Auch Bestellungen per Telefon oder App sind möglich. Taxen haben eine Beförderungspflicht, d.h. sie haben jedes gewünschte Fahrtziel im Stadtgebiet anzufahren.

Per Handy und vom Hotel bestellt oder auch an den vielen Halteplätzen steigt man bei 3,90 € ein und zahlt dann 2 € pro km. Großraumtaxis mit mehr als vier Personen, oder sperriges Gepäck kosten extra, ebenso Wartezeiten. Bezahlt werden kann bar, mit Debit-(EC)Karte oder gängigen Kreditkarten. Winkt man ein Taxi auf der Straße heran, kann man für 5 € eine Kurzstrecke fahren, die kürzer als 2 km sein muss. Dies ist dem Fahrer vor Fahrtantritt anzusagen. Ist die Fahrt weiter, steigt das Taxameter sehr schnell auf den Normaltarif von ca. 7 €.

Den aktuellen Taxitarif kann man auf der Seite der Taxiinnung nachlesen. Dort gibt es auch einen Tarifrechner.

Mit dem AutoBearbeiten

 
Grosser Stern mit Str. d. 17. Juni und Altonaer Str.

Wer es nicht lassen kann, sei darauf vorbereitet, dass dies keine Übung für Nervenschwache ist. Auch wenn Berlin keinen Altstadtkern mit verwinkelten Gassen, sondern im Gegenteil vergleichsweise breite Straßen hat, ist der oft mehrspurige Verkehr mit erhöhten Durchschnittsgeschwindigkeiten und Abbiegespuren für viele Fahrer ungewohnt. Der Aufbau des Berliner Straßennetzes ist, wenn man einmal das System durchschaut hat, vergleichsweise simpel. Es gibt verschiedene konzentrische Ringe (nicht alle bestehen über 360 Grad), die von radialen Straßen gekreuzt werden. Die Verkehrsdichte hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Vor Allem in den Hauptverkehrszeiten sind viele Straßen verstopft, die Stadtautobahn fast ganztags.

Parkplätze sind unterschiedlich gut zu bekommen. In der City gibt es Parkhäuser oder Tiefgaragen. Am Straßenrand ist Parken zeitlich begrenzt und teuer, das kann schnell mal 4 Euro pro Stunde kosten. Dafür sind dort Parkplätze zu bekommen. In den dicht bebauten Wohngebieten sind Parkplätze hingegen Mangelware. In den Außenbezirken wiederum ist es eher unproblematisch einen Parkplatz zu finden, sieht man von den Ortskernen ab. Insgesamt ist es ratsam (und wesentlich stressfreier) das Auto am Quartier zu lassen und das gut ausgebaute Nahverkehrssystem zu nutzen.

Mit dem Fahrrad oder RollerBearbeiten

Es bestehen Radwege, auch entlang der Flüsse Havel und Spree und der wichtigsten Kanäle. Leider sind die Radwege oft unkomfortabel gepflastert, teilweise auch an ungünstigen Stellen unterbrochen. Auch ist die Beschilderung lückenhaft, besonders im Übergang zum Land Brandenburg. Interessant ist der "Berliner Mauerweg" (Radkarte mit Beschreibung), er führt entlang der ehemaligen Grenzen des Westteils von Berlin. Teilweise ist die Beschilderung besonders im Bezirk Mitte verwirrend. • Radrouten

Es gibt in Berlin keine Fahrradparkhäuser oder andere gesicherten Unterstellmöglichkeiten. Evtl. sollte man die Besichtigungstouren, die es erfordern, das Fahrrad unbeaufsichtigt zu lassen, ohne Fahrrad durchführen.

S-Bahnen, U-Bahnen, Straßenbahnen und Fähren bieten Fahrradmitnahme an. Es ist eine zusätzliche Fahrradkarte zum Preis von 1,80 − 2,40 €, Tageskarte: 4,70 − 5,30 €, Monatskarte: 10,20 - 12,70 € erforderlich. In U-Bahnen können allerdings laut den Beförderungsbedingungen nur wenige Fahrräder mitgenommen werden; Gruppen sollten also die S-Bahnen oder auch die Regionalbahnen bevorzugen. In U-Bahnen darf nicht mit Fahrrädern in den ersten Wagen eingestiegen werden. Einige Fahrer achten sehr genau darauf.

LeihfahrräderBearbeiten

Neben dem klassischen Fahrradverleih von Fahrradläden oder direkt bei den Unterkünften gibt es eine Vielzahl App-basierter verschiedener Leihfahrradsysteme.

 
Nextbike / Deezer bike in der Hasenheide, Berlin.
  • Nextbike / Deezer: Dieses Fahrradleihsystem befindet sich gerade im Aufbau. Das Ziel sind rund 5500 Zweiräder an 725 Stationen. Es ist auch ohne Kreditkarte möglich, sich anzumelden, und Inhaber einer VBB Umweltkarte können damit ebenfalls die Fahrräder nutzen.
  • LIDL-Bike: Die Deutsche Bahn kooperiert mit dem Discounter LIDL und will an 700 Stationen bis Ende 2019 5000 Räder bereitstellen.

Neben den beiden etablierten Fahrradleihsystemen kamen seit 2017 noch Mobike aus Shanghai, Byke aus Berlin und Donkey Republic Bikes aus Dänemark hinzu.

ElektrorollerBearbeiten

Mit der Freigabe von Elektrorollern 2019 sprossen zahlreiche Vermieter dieser Roller aus dem Boden. Die Anmietung erfolgt i.d.R. über App sowohl an festen Anmietstationen wie auch von zufällig abgestellten Rollern. Entgegen der ursprünglichen Annahme, die E-Roller dienten zum Überbrücken kurzer Wege zur nächsten Bahnstation, sind sie in der Alltagsnutzung überwiegend Spaßobjekt für Besucher(-gruppen). Zu beachten sind die Verkehrsregeln: Elektroroller dürfen, ähnlich wie Fahrräder, nicht auf Bürgersteigen, sondern nur auf Fahrradwegen bzw. der Fahrbahn genutzt werden.

FährenBearbeiten

Einige Fährverbindungen werden von den Berliner Verkehrsbetrieben angeboten; dort gelten die üblichen Tarife des VBB, also auch die Fahrkarten für die übrigen Verkehrsmittel. Als Geheimtipp gilt die Linie F10 (Wannsee-Kladow). Sie verkehrt in Wannsee immer zur vollen Stunde im 60-Minuten-Takt. Nach 20minütiger Überfahrt wird Kladow mit seinen Cafés erreicht.

BarrierefreiBearbeiten

Mit dem Schlagwort Barrierefreies Berlin versucht die Stadt, Menschen mit Behinderungen, Senioren und anderen teilweise, dauerhaft oder zeitweise in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen den Zugang zu Museen, Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Kinos, Clubs, Kaufhäusern, Shoppingcenter, Läden und natürlich dem öffentlichen Nahverkehrsnetz zu ermöglichen. Entsprechende Stadtpläne und Infos gibt es bei mobidat und der wheelmap. Die wheelmap ist zusätzlich als Smartphone-App verfügbar.

Rollstuhlfahrer können in fast allen Bahnhöfen Aufzüge oder Rampen benutzen (Liste von defekten Aufzügen: brokenlifts, S-Bahn, BVG). Einige Busse und Straßenbahnen (Metrolinien) nutzen Niederflurtechnik. Nicht unter den Bestandsschutz fallende Gaststätten, Restaurants und Hotels wurden verpflichtet, behindertengerechte Toiletten einzubauen. Museen, Spielstätten und Sehenswürdigkeiten sind entsprechend auch auf eine Gruppe Rollstuhlfahrer technisch eingerichtet. Trotzdem hat man es aber nach wie vor schwer, gerade in nicht so touristisch erschlossene Gebiete vorzustoßen, da viele Bürgersteige noch immer nicht abgesenkt sind und die Berliner zwar sehr tolerant, aber durch Großstadthektik auch gleichgültig sein können. Verschiedene private Anbieter, die auch für den Sonderfahrdienst Berlin arbeiten, bieten für Berlin-Besucher Abholung von Flughäfen, Transfer, Stadttouren und vieles mehr in entsprechend ausgerüsteten Bussen an. Der Rollstuhl-Pannendienst hilft bei Problemen wie Weitertransport, Reparatur/ Ersatz-Rollstuhl unter 84 31 09 10 oder auch 0180 111 47 47 (24 h) weiter.

Sehbehinderte und Blinde können sich durch viele entsprechend ausgerüstete Ampeln und akustische Hinweise in Aufzügen und Bahnen orientieren. Auf vielen Bahnhöfen gibt es Leitstreifen mit rauher Oberfläche, die die Bahnsteigkante markieren. In manchen Bahnhöfen (u.a. Hauptbahnhof) gibt es an den Handläufen taktile Handlaufbeschriftungen mit Hinweisen in Braille. Informationen und spezielle Ausflugsziele für Blinde und Sehbehinderte gibt es hier.

Gehörlose können sich hier über spezielle Angebote informieren.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

HighlightsBearbeiten

Berlins Sehenswürdigkeiten
 
Brandenburger Tor

Berlin besitzt eine sehr große Zahl verschiedener Sehenswürdigkeiten, wobei sich die Bedeutendsten im alten Zentrum (Bezirk Mitte), Zoo/Ku'damm sowie im Gebiet um das Kulturforum und den Potsdamer Platz befinden. Zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen die Museumsinsel mit u.a. dem Pergamonmuseum, der Alten Nationalgalerie, dem Bode-Museum, ferner die Siedlungen der Berliner Moderne aus den 1920er Jahren und die von Potsdam herüberreichenden Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin. Weitere Sehenswürdigkeiten, die bei einem Berlinbesuch nicht fehlen dürfen, sind das Brandenburger Tor, das Reichstagsgebäude, das Holocaust Mahnmal, der Alexanderplatz mit dem Fernsehturm, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche sowie die Schlösser Charlottenburg und Pfaueninsel.

Kirchen und SynagogenBearbeiten

  • 1 Berliner Dom, Am Lustgarten 1.     . · Der Berliner Dom ist ein zentraler Ort der evangelischen Kirche in Deutschland und liegt auf dem nördlichen Teil der Spreeinsel, die Museumsinsel genannt wird. Der 78 m hohe Kuppelbau wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Anlehnung an den Petersdom in Rom erbaut. Geöffnet: Mo. - Sa.: 9-19 Uhr, So. 12 -19 Uhr, April - Sept: bis 20 Uhr. Preis: Eintritt: 7,- € einschl. Kinder bis 18 J., ermäßigt: 4,- €, Audioguide: 3,- €.
  • 2 ev. Marienkirche        beim Fernsehturm. Das einzige Bauwerk des Marienviertels, das die Bomben und die Planierraupen überstanden hat. Wegen der Nähe zum Fernsehturm mutmaßlich meistphotographierte Kirche Berlins.
 
Neue Synagoge Oranienburger Str.
  • 3 Neue Synagoge, Oranienburger Straße 30.     . Das jüdische Gotteshaus wurde von Knoblauch 1859-66 erbaut, 1938 teilweise zerstört und erst zwischen 1988 und 1995 wiederhergestellt. Deutschlands größte und prächtigste Synagoge stelle eine Meisterleistung der damaligen Ingenieurkunst dar. Die 50 m hohe Kuppel besitzt kleine Seitentürme ("Miniminarette"). Diese und die Fassade des Gebäude verleihen dem Bau ein maurisches Aussehen. Im Gebäude ist eine Ausstellung untergebracht. Die Kuppel kann von April − Sept. bestiegen werden. Geöffnet: So. − Fr. von 10 − 18 Uhr, im Winter Fr. bis 15 Uhr. Preis: 5,- €, erm.: 4,- €, Kuppel: 3,- € / 2,50 €.
  • 4 Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.     . Historismusschinken mitten auf dem (damaligen) Kurfürstendamm. Diese Kirche wäre wohl nie zu überregionaler Bekanntheit gekommen, wäre sie nicht im 2. Weltkrieg teilzerstört worden und hätte, nun im West-Berliner Zentrum gelegen, nicht als Mahnmal gegen den Krieg gedient. Neben der Turmruine wurden 1961 der achteckige Kirchensaal und ein neuer Turm eingeweiht, die mit ihren blauen Glasmosaiksteinen ein weich-diffuses Licht im Innenraum erzeugen. Geöffnet: täglich von 9:00 − 19:00 Uhr. Gottesdienst: So.: 10:00 und 18:00 Uhr.

Weitere Kirchen sind in Stadtteilartikeln beschrieben.

Schlösser und PalästeBearbeiten

  • 5 Schloss Charlottenburg        ist neben dem Zeughaus, in dem das Deutsche Historische Museum untergebracht ist, das bedeutendste Barockgebäude Berlins. Es wurde während des Zweiten Weltkrieges erheblich stärker beschädigt als das 1950 gesprengte Berliner Stadtschloss. Dagegen wurde die Hohenzollernresidenz in Charlottenburg vollständig wieder aufgebaut. Während des Umbaus des Schlosses Bellevue war Charlottenburg die Residenz des Bundespräsidenten. Zeitweise kann das Schloss bei Staatsbesuchen und Empfängen für den Publikumsverkehr geschlossen sein. · Bedeutend ist nicht nur das Schloss, sondern auch der Schlosspark nördlich den Schlosses. Teils Rokoko, teils englischer Park mit einigen Kleinarchitekturen und Ausstellungsgebäuden
 
Humboldtforum 2019
  • 6 Humboldt-Forum.     . An der Stelle stand das Stadtschloss der Hohenzollern, das 1950 gesprengt wurde. Das im Bau befindliche Gebäude in den rekonstruierten Fassaden wird nach Fertigstellung 2020 mehrere Museen unterbringen
  • 7 Pfaueninsel.     . Sie ist ein Landschaftspark im Berliner Bereich der Havel. Sie steht seit 1990 zusammen mit den Schlössern und Parks von Sanssouci in Potsdam und Glienicke in Berlin als Weltkulturerbe auf der Liste der UNESCO. Die 67 Hektar große Pfaueninsel, die Friedrich Wilhelm II. 1793 erwarb, zeichnet sich durch landschaftsgärtnerische Gestaltung sowie einen uralten Baumbestand von etwa 400 malerischen Eichen aus. Eyserbeck, Lenné und Fintelmann brachten sie mit der Wegeführung und Gehölzgruppierung zur Geltung. Freilaufende Pfauen können bestaunt werden. Die Insel ist nur einer Fähre zugänglich. Das Weiße Schloss auf der Pfaueninsel wurde 1794 erbaut und gehört mit seinen charakteristischen Türmen und der sie verbindenden Brücke zu einem Wahrzeichen der Stadt Berlin. Das Schloss ist wegen Sanierungsarbeiten "bis auf weiteres" geschlossen! Geöffnet: Fährzeiten täglich März: 9-18 Uhr, April: 9-19 Uhr, Mai − August: 9–20 Uhr, September: 9–19 Uhr, Oktober: 9–18 Uhr, Nov. − Febr.: 10-16 Uhr. Preis: Fähre Hin- und Rückfahrt 3,- €, ermäßigt 2,50 €, Familienkarte: 8,- €., Schloss 3€.
  • 8 Schloss Glienicke.     . Das Schloss Glienicke gehört ebenso zum Unesco-Weltkulturerbe. Es war Sommerschloss des Prinzen Carl von Preußen. Die heutige klassizistische Form geht auf Karl Friedrich Schinkel zurück. Heute wird das Gebäude als Schlossmuseum genutzt. Der Park Klein Glienicke, irrtümlich auch Volkspark Glienicke genannt, ist ein großer englischer Landschaftspark zwischen Havel, Moorlake, der Königsstraße (B 1) und der Glienicker Brücke. Schloss und Park Glienicke gehören ebenfalls zum Weltkulturerbe. Geöffnet: Apr-Okt: Di-So 10:00−18:00, Di−Fr Besichtigung nur mit Führung, letzte Führung: 16:00 Uhr; Nov-Mär: Sa-So mit Führung 10:00-16:00 Uhr. Preis: 6,- €, ermäßigt: 5,- €, Fotoerlaubnis: 3,- €.
  • 9 Schloss Bellevue      − frühklassizistische Dreiflügelanlage von 1785/86 · Seit 1957 zweiter, seit 1994 erster Amtssitz des Bundespräsidenten. Nur von aussen zu besichtigen, Eintritt nur auf Einladung.

Zu weiteren Schlösser und Burgen siehe auch die Stadtteilartikel.

BauwerkeBearbeiten

 
Die moderne Reichstagskuppel

Als Hauptstadt mit jahrhundertealter Tradition hat Berlin eine Vielzahl repräsentativer Gebäude aller Epochen bis zur Jetztzeit. Der Konkurrenzkampf während der Teilung hatte zur Folge, dass viele Institutionen von Flughafen über Universitäten bis Zoos doppelt entstanden. Hier sind nur die wichtigsten Gebäude aufgeführt. Zahlreiche weitere Eintragungen finden sich in den Stadtteilartikeln.

  • Regierungsviertel mit dem 10 Reichstagsgebäude    und dem benachbarten Palais des Reichstagspräsidenten (heute Jakob-Kaiser-Haus, beide von 1894), und den modernen Gebäuden für die Bundestagsabgeordneten (Marie-Elisabeth-Lüders-Haus) und dem in dieselbe Flucht gebauten Bundeskanzleramt. Architektur der Macht aus Kaiserreich und Jetztzeit
  • 11 Haus der Kulturen der Welt (Kongresshalle).     . von den Amerikanern nach dem Krieg 1956 erbaut, von den Berlinern wegen der schwungvollen Dachform als „Schwangere Auster“ bezeichnet. Das 1980 eingestürzte Dach begrub einige Menschen.
  • 12 Brandenburger Tor        - DAS Berliner Wahrzeichen und Symbol der deutschen Einheit, selbst zu Zeiten der Teilung liegt am westlichen Ende der Straße Unter den Linden am Pariser Platz und am Übergang zur Straße des 17. Juni im Tiergarten.
 
Flughafen Tempelhof
  • 13 Fernsehturm       - höchstes Gebäude der Stadt mit Aussichtskanzel in 203 m und 207 m Höhe.
  • 14 Flughafen Tempelhof - Das Flughafengebäude, ein 1.200 m langer bogenförmiger mehrgeschossiger Bau, war zu seiner Fertigstellung 1941 das größte Gebäude der Welt (nach Nutzfläche). Es war in seiner Geschichte nicht nur Terminalgebäude, sondern unter Anderem auch Flugzeugwerft, Konzentrationslager, US-Militärstützpunkt, Messehalle und Sportstätte. Vor dem Gebäude das an die Berlin-Blockade 1948/49 erinnernde Luftbrückendenkmal.
 
Hufeisensiedlung Britz
  • Siedlungen der Berliner Moderne. Sechs verschiedene Miethaussiedlungen aus den 1910 und 1920er-Jahren im Stil des Neuen Bauens, geplant von Architekten wie Bruno Taut, Otto Salvisberg, Martin Wagner und Hans Sharoun, sind in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Dies sind:
    • 1 Gartenstadt Falkenberg in Bohnsdorf (ehem Bezirk Treptow): Seit 1912 entstanden rund 120 Wohnungen durch den Architekt Bruno Taut, aufgrund ihrer Farbigkeit als Tuschkastensiedlung bekannt. Wegen des Ersten Weltkriegs unvollendet.
    • 2 Schillerpark in Wedding Etwa 300 genossenschaftlich finanzierte Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, 1924 bis 1930 von ebenfalls Taut Bruno Taut geplant.
    • 3 Hufeisensiedlung Britz in Neukölln Siedlung mit 1300 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern wie auch Reihenhäusern, Ende der 1920er Jahre durch Bruno Taut und Martin Wagner mit einer markanten hufeisenförmigen Häuserzeile im Zentrum.
    • 4 Wohnstadt Carl Legien in Prenzlauer Berg - Sechs langgestreckte U-förmige Wohnblocks mit großen Loggien, um begrünte Innenhöfe geplant, geplant 1928 von Bruno Taut.
    • 5 Weisse Stadt in Reinickendorf - Großsiedlung mit 1.300 Wohnungen in lockerer Bauweise von 1928 - 1931. Planer waren Salvisberg, Ahrends, Büning.
    • 6 Großsiedlung Siemensstadt in Charlottenburg-Nord - Werkswohnungen der Siemens AG für mehrere Tausend Familien, geplant u.a. von Scharoun und Gropius.
  • 15 East Side Gallery - zusammenhängendes Mauerstück entlang der Mühlenstrasse, das seit 1990 als Großleinwand für Grafittikünstler umfunktioniert wurde

AussichtspunkteBearbeiten

 
Blick vom Grunewaldturm über die Havel

Berlin ist vergleichsweise eben. Dennoch gibt es einige natürliche Erhebungen, auf die auch die Bezirksnamen wie Kreuzberg oder Prenzlauer Berg hindeuten. Etwas höhere Erhebungen sind die Müggelberge im Südosten und im Grunewald im Westen. Dort stehen auch Aussichtstürme, der

  • 1 Müggelturm, und der
  • 2 Grunewaldturm. Beide Türme ragen etwa 30 Meter auf und erlauben einen Rundumblick. Der Blick umfasst die umgebenden Wälder und Gewässer, die Silhouette der Stadt entfernt am Horizont.

Stadtnähere Erhebungen sind als natürliche Erhebung der

  • 3 Kreuzberg mit dem Denkmal für die Befreiungskriege an der Spitze, ein gusseisernes Monstrum, das man beim Blick über die Stadt im Rücken hat. Im umgebenden Victoriapark ein künstlicher Wasserfall, Nachbau des Zackelfall bei Schreiberhau im Riesengebirge.

Nachgeholfen hat man durch Trümmeraufhäufungen am

  • 4 Teufelsberg im Westen der Stadt. Auf dem höchsten Trümmerberg Berlins stand eine bis in die 1990er Jahre betriebene Abhörstation der US-Streitkräfte, die von hier bis an den Ural lauschten. Die Abhörstation steht noch und ist jetzt Gegenstand einer der skurrileren Stadtführungen Berlins. Weiter Rundumblick, vor Flugdrachen wird gewarnt.
  • 5 Humboldthain in Gesundbrunnen und
  • 6 Volkspark Friedrichshain liegen vergleichsweise stadtnah. Beide sind Trümmerberge, die um einen Flakhochbunker herum angeschüttet wurden. Am Humboldthain schaut der oben noch heraus.
 
Aussichtsterrasse Park Inn

Es gibt in Berlin zahlreiche hohe Gebäude, die Aussichtspunkte anbieten. Dies sind neben dem

  • Fernsehturm - höher hinaus geht es nicht. Aussichtskanzel in 203 m und 207 m Höhe. Lange Schlangen, Vorbuchung ratsam
  • Kuppel des Reichstagsgebäudes mit Blick ins Regierungsviertel und den Tiergarten. Eintritt frei, aber Voranmeldung erforderlich
  • Kuppel des Berliner Doms, die sich im Rahmen eines Rundganges im Dom ersteigen lässt
  • 7 Dachterasse Park Inn - am Alexanderplatz preisgünstige und schlangenfreie Alternative zum Fernsehturm, 270-Grad-Blick an
  • 8 Europacenter - Aussichtsplattform in der City West unterm Mercedesstern
  • 9 Telefunkenhochhaus - Am Ernst-Reuter-Platz (Charlottenburg). Im 20. Stock betreibt die Mensa der Technischen Universität eine Cafeteria. Eintritt frei und Snack mit Getränk kosten dort soviel wie anderswo der Eintritt.
  • Panoramapunkt Potsdamer Platz auf dem Kollhoff-Tower
  • 10 Funkturm - Höher geht es nicht an der frischen Luft. Etwas ausserhalb im Westend auf dem Messegelände

Straßen und PlätzeBearbeiten

 
Alexanderplatz
  • 16 Unter den Linden.     . Die barocke Achse der Residenz führt vom Schloss (heute Humboldt-Forum) zum Brandenburger Tor. Darüber hinaus setzt sie sich gut 10 km nach Westen bis zum Scholzplatz im Westend fort. Prachtstraße Berlins mit repräsentativen Gebäuden u.a. mit der Humboldt-Universität und Staatsbibliothek, der Hedwigskathedrale, dem Bebelplatz, der Staatsoper, der Neuen Wache und dem Zeughaus und einer Reiterstatue Friedrich des Großen. Ferner Hotels, Showrooms von Nobelkarossen, Cafes und Restaurants.
  • 17 Gendarmenmarkt.     . Eleganter Platz mit dem Deutschen Dom, dem Französischen Dom und dem Schauspielhaus (offiziell: "Konzerthaus") in Mitte.
  • 18 Potsdamer Platz  .     . Einst verkehrsreichster Platz Berlins mit einer frühen Ampel schon in den 20er Jahren. Später Brache im Niemandsland zwischen Ost- und West-Berlin und um die Jahrtausendwende größte Baustelle Europas. Heute Hochhaus- Film-, Einkaufs- und Wohnkomplex mit Filmhaus mit dem Filmmuseum und Sonycenter
  • 19 Breitscheidplatz.     . in den 1950- und 60er Jahren zum Schaufenster West-Berlins hochgebaut mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Zoopalast (Kino) und Europacenter mit weithin leuchtendem Mercedesstern auf dem Dach
  • 20 Kurfürstendamm.     . Charlottenburger Gegenstück zu dem Boulevard Unter den Linden mit weniger Repräsentieren und mehr Flanieren. Auch wenn der Ku-damm die Konkurrenz der Linden, der Friedrichstrasse spürt, sind hier immer noch viele Nobelboutiquen und Läden anzutreffen, sodass selbst Windowshopping lohnen kann.
  • 21 Alexanderplatz      Einkaufszentrum und Verkehrsknotenpunkt. Vom Flair des Vorkriegs-Berlins ist hier nichts mehr erhalten, Krieg, sozialistische Stadtplanung und Nachwende-Immobilienspekulation haben ganze Arbeit geleistet. Leicht ins Ramschige neigende Massen- und Durchschnittswaren, dafür gelegentlich noch Hütchenspieler.
  • 22 Chamissoplatz - So schön wie jetzt nach der Sanierung wohnte es sich in Kreuzberg nie. Alt-Berlin vom Feinsten ebenso wie nahebei in der Bergmannstrasse mit viele kleinen Läden und Cafes.
  • 23 Karl-Marx-Allee.     . in den 1950er Jahren als Stalinallee erbauter ehemaliger Prachtboulevard der DDR mit Palästen für die Avantgarde der Arbeiterklasse
  • 24 Friedrichstrasse.     . Geschäftige, in Teilen edle Einkaufs- und Amüsiermeile. Für Berliner Verhältnisse vergleichsweise eng und damit urbaneres quirligeres Flair als anderswo.
  • 25 Bölschestraße - Vorstadtflaniermeile zwischen Müggelsee und und S-Bahn JotWeeDee, in Friedrichshagen, knappe halbe Stunde mit der S-Bahn. Aber schön.

DenkmälerBearbeiten

 
Holocaust-Mahnmal
  • 26 Holocaust Mahnmal (im OT-Mitte am Rande zum Tiergarten).     . begehbares Labyrinth aus Betonstelen
  • 27 Siegessäule (auf dem Großen Stern im Tiergarten).     . mit vergoldeter geflügelter Viktoria in Erinnerung an 70/71. Stand bis 1938 vor dem Reichstag, wurde 1939 bei der Versetzung zum Großen Stern von 50,66 Meter auf 66,89 Meter erhöht.
  • 28 Marx-Engels-Forum (im OT-Mitte am Rand der Grünfläche zur Liebknechtbrücke).     . Karl Marx und Friedrich Engels überlebensgroß und mit Gehrock, der Volksmund nennt sie Sacco und Jacketti, beliebte Figurengruppe für Selfies
  • 29 Sowjetisches Ehrenmal (im Tiergarten).     . Monument zur Erinnerung und Grabstätte für gefallene Rotarmisten
  • 30 Sowjetisches Ehrenmal (im Treptower Park).     . Grösste der vier monumentalen Gedenkstätten mit Soldatengräbern
  • 31 Luftbrückendenkmal (vor dem Flughafen Tempelhof).     . Skulptur, die an die Berliner Luftbrücke mit ihren Opfern erinnern soll
  • 32 Gedenkstätte Hohenschönhausen, Genslerstrasse 66.       . ehemaliges Untersuchungs- und Foltergefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR

BrunnenBearbeiten

 
Märchenbrunnen mit Schneewittchen
  • 33 Neptunbrunnen.     . von 1891 - vom Platz vor dem Berliner Schloss demontiert und 1969 restauriert auf die Grünanlage vor dem Roten Rathaus wiederaufgestellt.
  • 34 Weltkugelbrunnen.     . (Wasserklops) auf dem Breitscheidplatz am Zoo.
  • 35 Märchenbrunnen      im Volkspark Friedrichshain. Der 1913 erbaute Brunnen mit Märchenfiguren ist eine beliebte Selfie-Kulisse bei Kindern und Verliebten.

MuseenBearbeiten

Berlin verfügt über eine breit aufgestellte Museumslandschaft. Von Abguss-Sammlung Antiker Plastik bis Zuckermuseum laden über 200 Häuser ein. Eine Übersicht gibt es hier. Wer mehrere Mussen besuchen möchte, hat die Möglichkeit Kombitickets in verschiedenen Varianten zu erwerben. Hier ist genau darauf zu achten, welche Museen enthalten sind und der dazugehörige Zeitraum (schafft man das sinnvoll ohne Hetzerei).

  • Museumspass - Die 3-Tage-Karte für 29,- € (ermäßigt: 14,50 €) ermöglicht den freien Zugang zu rund 30 Museen. Es sind die Museen der Museumsinsel und die wichtigsten Museen des Kulturforums und rund um das Schloss Charlottenburg enthalten.
  • Die Bereichskarte Museumsinsel kostet: 18,- €, ermäßigt 9 € und lohnt ab dem zweiten Museumsbesuch .
  • Ermäßigungen mit der „Berlin WelcomeCard“ in Verbindung mit Bus- und Bahn-Tageskarten siehe: Touristen-Karten

Gut zu wissen für Familien: Bei allen staatlichen Museen haben Kinder bis 18 Jahren freien Eintritt.

Weitere Übersichtsseiten sind die Gemeinschaftsseite Staatliche Museen zu Berlin und Gemeinschaftsseite Stiftung Stadtmuseum Berlin.

 
Museumsinsel mit Bodemuseum und Pergamonmuseum (rechts)
 
Pergamonmuseum am Kupfergraben (Spreekanal)

MuseumsinselBearbeiten

Die Museen auf der 36 Museumsinsel gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO.

  • Das Pergamonmuseum beherbergt heute drei Museen: die Antikensammlung mit den Architektursälen und dem Skulpturentrakt, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Die eindrucksvollen Rekonstruktionen archäologischer Bauten wie Pergamonaltar, Markttor von Milet und Ischtar-Tor mit Prozessionsstraße von Babylon und Mschatta-Fassade haben das Museum weltweit bekannt gemacht. Der Saal mit dem Pergamonaltar ist wegen einer umfangreichen Gebäudesanierung bis voraussichtlich 2023Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren geschlossen.
  • Das Bode Museum auf der Museumsinsel stellt vorwiegend Skulpturen aus. Nach Zerstörung im 2. Weltkrieg ist das Museum seit 2006 mit seiner Skulpturensammlung, dem Museum für Byzantinische Kunst, dem Münzkabinett und Werken der Gemäldegalerie wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
  • Altes Museum Ursprünglich wurde das Gebäude für die Berliner Kunstsammlungen geschaffen. Zwischen 1943 und 1945 brannte das Gebäude aus und wurde schwer beschädigt. Der Wiederaufbau dauerte bis 1966. Seit 1998 zeigt die Antikensammlung im Alten Museum ihre griechische Sammlung mit der Schatzkammer im Erdgeschoss des Gebäudes.
  • In der Alten Nationalgalerie werden Werke des Klassizismus, der Romantik, des Biedermeier, des Impressionismus und der beginnenden Moderne ausgestellt.
  • Das Neue Museum beherbergt die Papyrussammlung und das Ägyptische Museum mit der Büste der Nofretete, das Museum für Vor- und Frühgeschichte mit Objekten aus dem Schatz des Priamos sowie Teile der Antikensammlung.

KulturforumBearbeiten

 
Neue Nationalgalerie

Im 37 Kulturforum im Tiergarten unweit des Potsdamer Platz entstand seit den 1960er Jahren im Westteil auf einer Brachfläche in Mauernähe ein Ensemble von Kulturtempeln mit der Philharmonie und Kammermusiksaal, Staatsbibliothek sowie einige Museen. Diese umfassen:

  • Die Neue Nationalgalerie ist das Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts der Nationalgalerie Berlin. Der 1968 eröffnete Bau des Museums stammt von Ludwig Mies van der Rohe und gilt als Ikone der Klassischen Moderne.
  • Die Berliner Gemäldegalerie zeigt Bestände alter europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert
  • Das Kupferstichkabinett ist das größte Museum der /grafischen Künste in Deutschland und zugleich eine der vier wichtigsten Sammlungen dieser Art weltweit. In seinen Beständen befinden sich mehr als 500.000 Drucke und etwa 110.000 sonstige Werke der Kunst auf Papier, also Zeichnungen, Pastelle, Aquarelle und Ölskizzen.
  • Kunstgewerbemuseum
  • Das Musikinstrumenten-Museum Berlin umfasst mit rund 3.500 Instrumenten eine der größten und repräsentativsten Musikinstrumenten-Sammlungen Deutschlands.

Etwas abseits vom Kulturforum liegen

  • 39 Bauhaus-Archiv.     . Ausstellung zur Geschichte des berühmten Architekturstils, weltweit größte Sammlung zum Thema Bauhaus.

Museen im und am Schloss CharlottenburgBearbeiten

Rund um das

  • Schloss Charlottenburg, das selbst ein bedeutender Museumsstandort ist, gibt es eine Reihe feiner Museen der Malerei.
  • Das Berggruen Museum (Schloßstraße 1, gegenüber vom Schloss) stellt Bilder von Picasso und seiner Zeit aus. Neben Werken von Picasso ist Kunst der klassischen Moderne von zahlreichen anderen namhaften Künstlern zu sehen – darunter Cézanne, Klee, Braque und Matisse.
  • Die Sammlung Scharf-Gerstenberg zeigt hochkarätige Werke der Surrealisten und ihrer Vorläufer aus den Beständen der „Stiftung Sammlung Dieter Scharf zur Erinnerung an Otto Gerstenberg“. Das Spektrum der Künstler reicht von Piranesi, Goya und Redon bis zu Dalí, Magritte, Max Ernst und Dubuffet.
  • Bröhan-Museum mit Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889–1939)
  • Abguss-Sammlung Antiker Plastik zeigt 2.000 Gipsabgüsse griechischer und römischer Skulpturen aus der Zeit vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis etwa 500 n. Chr.

Museumszentrum DahlemBearbeiten

Im 40 Museumszentrum Dahlem in Dahlem sind die ethnologischen Museen untergebracht, Lansstraße 8 oder Arnimallee 25, U3 Dahlem-Dorf. Nach Eröffnung des Humboldtforums im wiederaufgebauten Stadtschloss sollen sie dorthin umziehen.

  • Museum für Asiatische Kunst
  • Ethnologisches Museum
  • Museum Europäischer Kulturen. Alle drei Museen gehören zu den weltweit umfangreichsten Sammlungen ihres Genres.

Museen für GeschichteBearbeiten

  • 41 Deutsches Historisches Museum (DHM), Unter den Linden 2 Berlin-Mitte. Tel.: +49(0)30-20 30 40.      . Museum für deutsche Geschichte und Ort der Aufklärung und Verständigung über die gemeinsame Geschichte von Deutschen und Europäern. Umfangreiche Sammlungen zur deutschen Geschichte, nahe dem Berliner Dom und der Museumsinsel. Geöffnet: Mo-So 10-18. Preis: 8 €, ermäßigt 4 €, Kinder unter 19 Jahren frei. facebook-URL verwendet
  • 42 Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9-14 in Kreuzberg. Tel.: (0)30 2599 3300.     . Judenverfolgung 1933-1945, jüdisches Leben in Deutschland seit der Spätantike, Bedeutung des Judentums in Deutschland für die kulturelle Entwicklung in Deutschland, Sonderausstellungen. Interessante Architektur. Geöffnet: Mo. 10 - 22 Uhr, Di. - So. 10 - 20 Uhr. Preis: 8,- €, ermäßigt: 3,- €, Familie: 14,- €.
 
Mauerstreifen an der Bernauer Straße
  • 43 Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 119 und 111, Gesundbrunnen / Mitte. Tel.: +49(0)30-467 98 66 66, E-Mail: .      . In der Bernauer Straße war die deutsche Teilung am krassesten. Die Straße gehörte zum West-Berliner Bezirk Wedding, Häuser im Ost-Berliner Bezirk Mitte. Nachdem die Erdgeschosse am 13. August 1961 zugemauert wurden, sprangen die Flüchtlinge aus den oberen Fenstern auf die Straße. Auch Fluchttunnel wurden gegraben. Auf einem 1,3 km langem Stück der ehemaligen Grenze wird die Grenzanlage und die damalige Situation mit den Menschenschicksalen dargestellt. Geöffnet: Außengelände: ganzjährig begehbar; Besucherzentrum: Apr-Okt Di.-So. 10 - 18 Uhr. Das Dokumentationszentrum Bernauer Straße 111. Preis: Eintritt frei. facebook-URL verwendet
  • 44 Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin Mitte/Kreuzberg. Tel.: +49(0)30 - 25450950, E-Mail: .     . Das Dokumentationszentrum der Stiftung "Topographie des Terrors" zeigt Dauerausstellungen zur Zeit des Nationalsozialismus: Mittelpunkt ist die Dauerausstellung im Gebäude zur Gestapo, SS und dem Reichssicherheitshauptamt und den von ihnen verübten Verbrechen. Im Außenbereich findet sich die Ausstellung "Berlin 1933-1945" an einem Stück der ehemaligen Berliner Mauer. Sonderausstellungen und Führungen ergänzen das Programm. Auf dem Gelände lag in der NS-Zeit das Hauptquartier der Geheimen Staatspolizei (Gestapo). Geöffnet: täglich 10 bis 20 Uhr, geschlossen 24.12., 31.12., 1.1. Preis: Eintritt frei.
  • 45 Haus am Checkpoint Charlie (Mauermuseum), Friedrichstraße 43, 10969 Berlin-Kreuzberg. Tel.: +49(0)30 - 253 7250, E-Mail: .      . Geschichte der Berliner Mauer und der deutschen Teilung. Das private Museum auf dem ehem. Grenzübergang zeigt eine lebendige Ausstellung zur Berliner Mauer und wird von vielen Besuchern aus aller Welt besucht. Geöffnet: Mo-So 9-22. Preis: 12,50 €, Studenten: 9,50 €, Kinder 7-18 Jahre: 6,50 €. facebook-URL verwendet
  • 46 Museum in der Kulturbrauerei (im Prenzlauer Berg).     . mit der Dauerausstellung "Alltag in der DDR" Geöffnet: Di − So u. feiertags von 10.00 − 18.00 Uhr, Do. bis 20.00 Uhr. Preis: Eintritt frei.

Museen für Technik und NaturwissenschaftBearbeiten

 
Deutsches Technikmuseum
  • 47 Deutsches Technikmuseum      Berlin-Kreuzberg - Ausstellungen zur Luft- u. Raumfahrt, Schifffahrt, Schienen-, Straßen- und Kommunalverkehr und Foto- u. Filmtechnik, sowie Energietechnik, Produktionstechniken, Rechen- u. Automationstechnik, Nachrichtentechnik, Schreib- und Drucktechnik, Papiertechnik, Textiltechnik, Historische Brauerei und Sonderausstellungen.
  • 48 Museum für Kommunikation, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin-Mitte. Tel.: +49(0)30-202 94 205, E-Mail: .         . Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Kommunikation, Dauerausstellung: Kommunikation ist Alltag. Wie verändern Medien die Wahrnehmung von Raum und Zeit? Welche Auswirkungen hat die Beschleunigung des Personen-, Waren- und Datenverkehrs? Wie werden Nachrichten geschützt? Wie ändert sich die Selbstdarstellung von Institutionen und Nationen? Besondere Exponate: Blaue und die Rote Mauritius, Fernsehröhren aus der Zeit vor der Fernsehära, die ersten Telefonapparate von Philipp Reis. U. a. Ausstellung über die Post Geöffnet: Di 9–20, Mi−Fr 9–17, Sa-So 10–18. Preis: 4 €, ermäßigt 2 €, Kinder unter 18 Jahre frei.
  • 49 Museum für Naturkunde   (Naturkundemuseum, Humboldt-Museum), in Mitte.         . Das Museum für Naturkunde in Berlin ist (neben dem Senckenbergmuseum in Frankfurt) das größte Naturkundemuseum in Deutschland. Das Museum ist vor allem wegen eines ursprünglich als Brachiosaurus brancai eingeordneten Skeletts bekannt, des weltweit größten aufgebauten Skeletts eines Dinosauriers. Im Lichthof zu sehen ist außerdem das sehr gut erhaltene Original eines Archaeopteryx („Berliner Exemplar“), des weithin als ältester Vogel bekannten Paraves aus den Solnhofener Plattenkalken Süddeutschlands. Das Museum zeigt des Weiteren: Minerale, Fossilien, Huftiere und Einheimische Tiere. Als kulturhistorisch wertvoll gelten die Dioramen, die verschiedene Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigen.
 
Elefantentor Zoologischer Garten
  • 51 Tierpark, Am Tierpark 125.     . Der Tierpark Berlin ist der Ost-Berliner Zoo mit viel Platz in Friedrichsfelde. Er gehört mit über 160 ha zu den größten Zoos Europas und ist für Besucher sehr zu empfehlen. Ein Besuch im Dickhäuterhaus empfiehlt sich am Wochenende gegen 12 Uhr, wenn die Elefanten baden. Geöffnet: 8. Sept. - 26. Okt. 2014: 9:00 – 18:00 Uhr, 27. Okt. - 31. Dez.: 9:00 – 17:00 Uhr · Eintritt: 12,- €, ermäßigt 9,- € bzw. 6,- €, Familientickets: 20,- €, bzw. 32,- €. · Erreichbar mit der U5.
  • 52 Zoologischer Garten. im Tiergarten beim Bahnhof Zoo mit dem Aquarium. Einer der ältesten und artenreichsten Zoos und grüne Oase in der geschäftigen City-West

Parks, Gärten, Seen und WälderBearbeiten

  • 53 Großer Tiergarten      - Hier jagten einst die Brandenburger Kurfürsten. Jetzt flanieren Spaziergänger, joggen Jogger, und radeln die Radfahrer durch den ausgedehnten Park, die grüne Lunge der Stadt
  • 54 Tempelhofer Park    - auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof. Im Mai 2010 wurde das Tempelhofer Feld für die Allgemeinheit geöffnet und steht tagsüber für Freizeit, Sport und Erholung zur Verfügung.
  • 55 Treptower Park - Park am Westufer der Spree mit dem angrenzenden Plänterwald. Sowjetisches Ehrenmal und ehemaliger, jetzt verwilderter Vergnügungspark
  • 56 Grunewald      - in Wilmersdorf mit nahegelegenen Havelseen. Grösstes zusammenhängendes Waldgebiet in Berlin zwischen Stadtgebiet und der Havel im Südwesten der Stadt
 
Großer Wannsee, eine Bucht der Havel im Berliner Ortsteil Wannsee
  • 57 Tegeler See      - mit Tegeler Forst. Der Tegeler See ist eine grosse Ausbuchtung der Havel, an deren Nordsufer ein ausgedehntes Waldgebiet angrenzt
  • 58 Müggelsee      - Berlins größter See. Siehe Artikel: Köpenick, Friedrichshagen.

Berlin mit Kindern - Sehenswürdigkeiten für KinderBearbeiten

Berlin bieten eine große Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten, Museen und Ausstellungen, die, über die beiden Zoos hinaus, speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet sind. Im folgenden ein paar besonders lohnenswerte Ziele für Kinder ab 3 Jahren.

  • 59 Mach Mit Museum, Senefelder Str. 5, Prenzlauer Berg. Das MACHmit! Museum für Kinder ist ein ganz besonderes Museum: Zahlreiche MACHmit!-Angebote zum Entdecken, Ausprobieren und Erforschen animieren Kinder dazu, spielerisch zu lernen und nicht ganz alltägliche Erfahrungen zu sammeln.
  • 60 Labyrinth, Osloer Str 12, Wedding. Ob durch Anfassen, Ausprobieren, Hüpfen, Klettern, Falten, Kneten, Riechen, Rennen, Hören, Sehen, Fragen, Schreien, Nachdenken oder Entspannen: Lernen durch Selbermachen ist der Weg, auf dem nicht nur Kinder am besten vorankommen.
  • 1 FEZ Wuhlheide, Strasse zum FEZ 2, Köpenick. Das FEZ-Berlin ist Europas größtes gemeinnütziges Kinder-, Jugend- und Familienzentrum. Es bietet kreatives Spiel, Spaß, Erholung und Kultur für die ganze Familie.
  • 2 Legoland Berlin, Potsdamer Straße 4. E-Mail: .   . Touristenfalle am Potsdamer Platz Geöffnet: Montag - Sonntag 10.00 – 19.00 (letzter Einlass 17.00).
  • 61 Jugend Museum, Hauptstr 40/42, Schöneberg. ein experimentierfreudiges Geschichtsmuseum für junge Leute. Sitz ist die „Millionenvilla“ im Berliner Stadtteil Schöneberg. Ungewöhnliche Ausstellungs- und Werkstatträume und ein lebendiges Programm
  • 1 Ritter Sport Bunte Schokowelt, Französische Str 24, Mitte (nahe Gendarmenmarkt). Auf drei Etagen und fast 1000 m² können große und kleine Schokoladenliebhaber nach Lust und Laune genießen, entdecken und kreieren. Eintritt frei.
  • 2 Fassbender & Rausch, Charlottenstr 60, Mitte. Hier kann man Qualitätsschokolade genießen und im Schaufenster Berlins Sehenswürdigkeiten aus 300 kg Schokolade betrachten.

AktivitätenBearbeiten

Feste/FestivalsBearbeiten

Festival of Lights
 
Der Französische Dom mit den Wächtern der Zeit während des Festival of Lights 2011.
  1. Berlinale - Internationale Filmfestspiele Berlin zumeist in der zweiten Februarhälfte in zahlreichen Berliner Veranstaltungsorten. Alle Filme des Wettbewerbs haben ihre feierliche Premiere im Theater am Potsdamer Platz, das sich zu dieser Zeit „Berlinale Palast“ nennt. Auch die Eröffnungsfeier und Vergabe der offiziellen Preise finden hier statt.
  2. Karneval der Kulturen − Straßenfest in Kreuzberg mit großem Umzug. Immer am Pfingstwochenende, vom Freitag bis Montag. Interessante Überlagerung mit dem Fussballpokal-Finale, ebenfalls meist am Pfingstsonntag.
  3. Fete de la Musique, jedes Jahr immer am Sommeranfang am 21. Juni mit zahlreichen Bühnen und Bands in der Stadt.
  4. Christopher Street Day (CSD) - Am letzten Wochenende im Juni findet der CSD Berlin statt.
  5. Open Air Gallery auf der Oberbaumbrücke über der Spree zwischen Kreuzberg und Friedrichshain − jährlich im Frühsommer aufgrund von Bauarbeiten nicht in 2020.
  6. Berlin leuchtet − Lichtkünstler setzen Gebäude der Stadt mit Licht und Projektionen spektakulär in Szene - Termine im Frühjahr und Herbst.
  7. Festival of Lights − Anfang Oktober verwandelt das Festival of Lights viele bekannte Bauwerke der Metropole erneut in eine glitzernde, farbenprächtige Stadt.
  8. Silvesterparty am Brandenburger Tor − Am Silverstertag wird um 12 Uhr mittags die 2 km lange Partymeile auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule eröffnet. Zwischen 13:30 und 18:30 Uhr finden Musikproben der am Abend auftretenden Künstler statt. Um 19 Uhr beginnt das Bühnenprogramm mit diversen Live-Bands und DJ's. Ab 00:30 Uhr steigt dann die große Party mit DJ Unterhaltung. Bis zu 1.000.000 Menschen, die in das neue Jahr feiern.
  9. Lange Nacht der Museen Im Sommer findet jährlich die Lange Nacht der Museen statt, an der sich ca. 80 Häuser beteiligen. Kombiticket einschließlich der Shuttle-Busse und öffentlichen Verkehrsmittel ab 15 Uhr: 18,- €, ermäßigt 12,- €, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt, benötigen aber einen Fahrschein für die Verkehrsmittel.

MessenBearbeiten

Berlin ist ein vielgenutzter Messestandort. Die grossen Messen finden auf dem 3 Messegelände im Westend statt. Zu den bekannten Publikumsmessen zählen die Grüne Woche Mitte Januar, die Internationale Tourismusbörse (ITB) Anfang März und die IFA Anfang September.

Oper, Musical, Konzerte, Ballett und SchauspielBearbeiten

Oper, Musical, Konzerte & Schauspiel
 
Musical: Theater des Westens in der City West

Berlin hat ein unübersehbares Angebot an Bühnen und klassischen Konzerten, Varietes. Veranstaltungshinweise finden sich in den Print- oder Onlineausgaben wie Zitty oder tip. Auch auf der offiziellen Stadtseite gibt es Veranstaltungshinweise.

Karten gibt es im Vorverkauf an den jeweiligen Theaterkassen, online oder auch im Zentralen Ticketverkauf Hekticket am Zoo − Kartenverkauf im Foyer der Deutschen Bank, vis a vis Bhf. Zoo in der Hardenbergstraße 29 D (Mo – Sa 10–20, So + feiertags 14–18 Uhr) oder bei Hekticket am Alex im Kulturkiosk am Berlin Carré, U+S Bahn Alexanderplatz, Karl-Liebknecht-Straße 13 (Mo – Sa 10–20 Uhr). Es lohnt sich, sich dort von den Mitarbeitern beraten zu lassen. Tel.: +49 (0)30 – 230 9930. Eintrittskarten zum halben Preis für Veranstaltungen am gleichen Abend gibt es täglich ab 14 Uhr.

Hier werden nur die grössten regelmässig bespielten Häuser aufgeführt. Für detaillierte Angaben und weitere Häuser siehe auch die einschlägigen Stadtteilartikel.

OperBearbeiten

  • 4 Staatsoper Unter den Linden (Deutsche Staatsoper, Staatsoper Berlin), Unter den Linden 5-7, 10117 Berlin-Mitte.      . Die Staatsoper Unter den Linden ist das bedeutendste Opernhaus Berlins. Das Gebäude war Teil des Forum Fridericianum und wurde als Königliche Hofoper von 1741 bis 1743 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichtet. Das Bauwerk war das erste freistehende Opernhaus Deutschlands und seinerzeit das größte Europas. facebook-URL verwendet
  • 5 Deutsche Oper Berlin, Bismarckstraße 35, 10627 Berlin-Charlottenburg. Tel.: +49(0)30-343 8401, E-Mail: .      . Die Deutsche Oper Berlin ist das größte der drei Opernhäuser in Berlin. Das Gebäude Bismarckstraße 34–37 in Charlottenburg wurde 1961 eröffnet und war Ersatz für die an gleicher Stelle im Zweiten Weltkrieg 1943 zerstörte Deutsche Oper. Das Charlottenburger Haus ist mit 1859 Sitzplätzen eines der größten Theater in Deutschland. facebook-URL verwendet
  • 6 Komische Oper Berlin, Behrenstraße 55, 10117 Berlin-Mitte.       . Die Komische Oper Berlin ist die kleinste der drei Berliner Opern. Im 1892 errichteten Theaterbau spielte zunächst das Theater unter den Linden, ab 1898 das Metropol-Theater. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile des Gebäudes sowie der Eingangsbereich und das Deckengemälde völlig zerstört. Der Zuschauerraum blieb nahezu unbeschädigt. Im Jahr 1947 gründete Walter Felsenstein hier die Komischen Oper Berlin. Mit der Arbeit von Walter Felsenstein, der bis zu seinem Tode 1975 Intendant und Chefregisseur des Hauses war, erlangte die Komische Oper Berlin weltweite Anerkennung als Geburtsstätte des modernen Musiktheaters. facebook-URL verwendet twitter-URL verwendet

Musical und VarietéBearbeiten

  • 7 Friedrichstadt-Palast, Friedrichstraße 107, Berlin-Mitte.     . Revuetheater 1984 erbaut in der Friedrichstraße. Berlins größte Show mit über 100 Künstler auf der größten Theaterbühne der Welt.
  • 8 Theater des Westens, Kantstr. 12, Berlin-Charlottenburg.     . Ehemaliges Opern- und Operettenhaus, 1895/96 im Stil des wilhelminischen Historismus gebaut . Seit 2003 Musicaltheater der Stage Entertainment. Es wurden eine Vielzahl verschiedener Musicals bereits aufgeführt, unter anderem "Mamma Mia", " Tanz der Vampire" und "Gefährten".
  • 10 Admiralspalast.     . Im geschichtsträchigen Haus beim Bahnhof Friedrichstraße werden Musicals, Shows und Konzerte aufgeführt.

KonzerteBearbeiten

  • 11 Philharmonie        Herbert-von-Karajanstr. 1, Berlin-Tiergarten. Im Kulturforum in Tiergarten − Geniale Konstruktion eines Konzertsaales, das Orchesterpodium steht mitten im Raum. Angrenzend der Kammermusiksaal, 24 Jahre später neben die Philharmonie gebaut.
  • 12 Konzerthaus      auf dem Gendarmenmarkt, Berlin-Mitte

SchauspielBearbeiten

  • 13 Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin(-Mitte). Tel.: +49(0)30 - 284 080.     . Das Berliner Ensemble wurde durch Aufführungen der Werke seines Gründers Bertolt Brecht berühmt und gilt als eine der führenden deutschsprachigen Bühnen. Seit 1954 ist das Theater am Schiffbauerdamm in Berlin-Mitte Spielstätte des Berliner Ensembles.
  • 18 Maxim Gorki Theater        − Mit 440 Plätzen ist es das kleinste der Berliner Theater. Der Spielplan umfasst die ganze Breite des gegenwärtigen Theaters. Es residiert in dem von der Chorvereinigung der Sing-Akademie zu Berlin errichteten Gebäude hinter der Neuen Wache am Boulevard Unter den Linden. Es ist benannt nach dem russisch-sowjetischen Schriftsteller Maxim Gorki.
  • 19 Renaissance-Theater      in der Knesebeckstraße in Charlottenburg ist das einzige gut erhaltene Art-Déco-Bühnenhaus in Europa.

KabarettBearbeiten

VeranstaltungsarenenBearbeiten

Grossveranstaltungen wie Konzerte, Gastpiele von Rockbands, können u.a. stattfinden im

  • Olympiastadion
  • Waldbühne - Freilichtbühne für 20.000 Besucher
  • Mercedes-Benz-Arena - 15.000 Besucher
  • Velodrom
  • Max-Schmeling-Halle

StadtrundfahrtenBearbeiten

Es gibt in Berlin zahllose Veranstalter, die Besuchern die Stadt zu Lande, zu Wasser und in der Luft zeigen, übertage, untertage, mit und ohne Fahrrad, Segway, Kneipentouren, selbst mit Hund.

RundflügeBearbeiten

Rundflüge mit der Cessna werden ab Strausberg angeboten, Hubschrauberrundflüge ab Flughafen Berlin-Schönefeld. Der Spass kann schnell dreistellig werden.

Mit dem SchiffBearbeiten

 
Ausflugsschiff auf dem Landwehrkanal

Zahlreiche Anbieter befahren die Flüsse und Kanäle Berlins, nicht nur Spree und Havel. Klassiker ist eine etwa drei- bis vierstündige Rundfahrt über Spree und Landwehrkanal, die im Herzen Berlins z.B. an Museumsinsel, Reichstag(-sufer), Jannowitzbrücke beginnt. Die Rundfahrt geht über Spree unter Oberbaumbrücke bis zum Landwehrkanal durch Kreuzberg und Schöneberg, am Potsdamer Platz vorbei durch Tiergarten, am Zoologischen Garten vorbei bis zur Spree in Moabit und auf der Spree vorbei am Hauptbahnhof zurück zu Reichstag und Museumsinsel. Verschiedene Anbieter befahren die Rundtour oder Teilstücke davon, v.a. auf der Spree. Die grössten Anbieter sind Reederei Riedel und Stern- und Kreisschifffahrt.

Dazu gibt es diverse Themenfahrten wie Brücken-, Spreefahrt-, Stadtkernfahrten sowie Sonderfahrten, bsp. Aquarella, krimimobil, Icke in Berlin, aber auch Charterfahrten. Längere Fahrten fahren die Spree bis zur Mündung in die Havel in Spandau und weiter bis Wannsee (das wäre eine Ganztagestour). Auch die Havel vom Tegeler See bis Wannsee über Spandau werden befahren. Von Treptow aus befahren Ausflugsschiffe spreeaufwärts Richtung Müggelsee. Eine Übersicht über die Reedereien erhält man vom Reederverband Berlin.

Auch Kanutouren werden angeboten, z.B. Walking on Water. Wer selbst schippern möchte und darf, wird ebenfalls fündig. Eine individuelle Planung ermöglichen diverse Bootsverleihe in Berlin und Umgebung. Zu diesen zählen u. a. Yachtcharter Werder, ALS Bootsverleih und Bootscharter Keser.

BustourenBearbeiten

Verschiedene Anbieter betreiben Hop-on-Hop-off-Fahrten mit Doppeldeckerbussen, vielfach mit bei schönem Wetter zu öffnenden Faltdach. Die Routen unterscheiden sich kaum und berühren die wichtigsten touristischen Ziele. Auch die Taktfrequenz (zumeist 15 Minuten) und die Preise unterscheiden sich kaum. Tagestickets liegen zwischen 27 und 30 Euro, Zweitagestickets um 50 Euro. Es gibt auch Kombiangebote mit Schiffstouren oder Museumsbesuchen.

 
Stadtrundfahrt mit dem BVG-Doppeldecker

Eine preisgünstige Alternative zu den kommerziellen Hop-on-Hop-off-Fahrten ist das Tagesticket der BVG mit über 7.000 Hop-on-Hop-off-Punkten in Stadtgebiet. Diese schliesst eine Sightseeingtour mit dem gelben Doppeldecker-Bus 100 und 200 ein.

Am S- u. U-Bahnhof Zoo oder Alexanderplatz einsteigen, an den wichstigsten Sehenswürdigkeiten vorbeifahren und an beliebigen Haltestellen die Fahrt unterbrechen. Für die Linie 100 ist sogar ein Audiokommentar als MP3 oder iPhone-App verfügbar. Das Berliner Start-Up "City Pirates" bietet einen kostenlosen Audioguide (deutsch und englisch, Android und iOS) für den Bus 100 an, an Sehenswürdigkeiten wird während der Fahrt automatisch per GPS ein passender Audioinhalt auf dem Smartphone abgespielt.

Der Linienverlauf der Linie 100

  • Haltestelle Hertzallee • Wer einen Platz ganz vorn oben im Bus ergattern möchte, sollte bereits hier (nördlich des Bahnhofs Zoo, unter der Bahnbrücke hindurch laufen) einsteigen.
  • Regional-, S- u. U-Bahnhof Zoologischer Garten
  • Breitscheidplatz • Zoo-Aquarium; Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche; Europa-Center
  • Lützowplatz• Bauhaus-Archiv
  • Nord. Botschaften/Adenauer-Stiftung • Zugang zum Tiergarten
  • Großer Stern Siegessäule • Bundespräsidialamt
  • Schloss Bellevue • Schloss Bellevue – Sitz des Bundespräsidenten
  • Haus der Kulturen der Welt • Kongresshalle - Haus der Kulturen der Welt
  • Platz der Republik • Fußweg zum Bundeskanzleramt
  • Reichstag/Bundestag • Reichstagsgebäude; Paul-Löbe-Haus; Fußweg zum Brandenburger Tor
  • S + U-Bahnhof Brandenburger Tor • Fußweg zum Brandenburger Tor; Fußweg Holocaust-Mahnmal; Boulevard Unter den Linden
  • Unter den Linden/Friedrichstr. • Staatsbibliothek; Fußweg zum Gendarmenmarkt
  • Staatsoper • Staatsoper; Neue Wache; Fußweg zur Museumsinsel
  • Lustgarten • Altes Museum (Museumsinsel); Lustgarten; Schlossplatz (Standort des ehemaligen Palastes der Republik und des geplanten Stadtschlosses); Fußweg zum Berliner Dom und zum DDR-Museum
  • Spandauer Str./Marienkirche • Marienkirche; Fußweg zum Hackeschen Markt/Hackesche Höfe; Fußweg zum Roten Rathaus
  • Regional-, S- u. U-Bahhnof Alexanderplatz • An der Endstation müssen alle aussteigen, auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist die Haltestelle für den Rückweg • Fußweg zum Fernsehturm und zum berühmten Einkaufszentrum „Alexa“.

­ Der Bus 200 hat einen abweichenden Linienverlauf. Sie fährt zwar ebenfalls zwischen Zoo und Alex aber an der Philharmonie vorbei und über den Potsdamer Platz. Man kann also bequem mit der 100 am Zoo oder Alex starten und vom anderen Ende mit der 200 zurück zum Ausgangspunkt fahren. Der Bus 100 fährt alle 5 min. und abends alle 10 min., der Bus 200 fährt alle 10 min.

Für individuelle Berliner Stadtrundfahrten zum Wunschtermin vom Startpunkt nach Wahl für Gruppen in allen Größen im komfortablen Reisebus, Panorama Kleinbus oder im Minivan: Berlin City Tour

Weitere VerkehrsmittelBearbeiten

Ausflugsfahrten im "U-Bahn-Cabrio"'
Die BVG bietet in ihrem Tunnelnetz Rundfahrten in einem speziellen Zug ohne Dach an. Während der Rundfahrt auf den drei offenen Plattformwagen werden 35 km zurückgelegt. Die Fahrgäste werden mit Schutzhelmen ausgerüstet. Während der Rundfahrt informiert ein Moderator rund um das Berliner U-Bahn-Netz. Die Kosten für die zweistündige Rundfahrt betragen 50 €, ermäßigt 35€ (Stand 2020). Buchungen und weitere Infos Seite der BVG

Für Kleingruppen, aber auch als Individualtour gibt es Rundfahrten im dem PKW, von (Stretch-)Limousine über Kleinbus bis Trabant auf festen oder individuell zu vereinbarenden Routen. Für kürzere Strecken gibt es geführte Touren mit allem, was rollt - Fahrrad, Elektroroller, Segway.

  • Finding-Berlin-Tours bietet alternative Berlin-Führungen mit restaurierten klassischen Fahrrädern an. Die Touren sind auf Englisch oder Deutsch und stellen vor allem die Alternativkultur Berlins dar.
  • berlin trails Touren - hier gibt es eine Auswahl an Stadtrundfahrten in deutsch, englisch und spanisch im Kleinbus ab 4 Personen oder auch für große Gruppen. Das Angebot reicht von der klassischen Stadtrundfahrt bis zu einer "Made in DDR" Ostberlintour oder Tagestouren inkl. Bunkerführung, Bierverkostung, Essen, nach Potsdam, Sachsenhausen uvm.
  • Berlin Cycling Tours, Reichstagufer 19, 10117 Berlin. Das Traditionsunternehmen Berlin Cycling Tours bietet geführte Radtouren in Berlin, spezielle Stadtführungen in Berlin Mitte, Berlin Prenzlauer Berg und Stadtrundfahrten in der wunderschönen Landeshauptstadt Potsdam an. Die Städtereisen werden für Familien, Paare, Studenten, Firmen, Vereine, Gruppen und Schulklassen angeboten. Berlin Cycling Tours vermietet außerdem diverse Fahrräder und E - Bikes in Berlin und Potsdam. Für die geführten Fahrradtouren in Berlin und Stadtführungen durch Potsdam ist eine rechtzeitige Anmeldung erforderlich. Geöffnet: Mo - So ab 10:30 Uhr bis 19:00 Uhr nach Absprache, Termin, Anmeldung erforderlich!.

StadtführungenBearbeiten

Es gibt in Berlin zahlreiche Veranstalter, die geführte Stadterkundungen anbieten. Dies können öffentliche Führungen über und untertage, aber auch Angebote für Gruppen, sein, Übersichtsführungen, Führungen in einzelnen Stadtbezirken, aber auch thematische Führungen (wie Mauer, jüdisches Leben, politisches Berlin, kulinarische Führungen oder Kneipentouren), aber auch Apps, mit denen der Besucher allein loslaufen kann. Neben deutschsprachigen Führungen werden öffentliche Führungen auch fremdsprachig angeboten, zumeist dann Englisch oder Spanisch. Viele öffentliche Führungen werden in den Stadtmagazinen oder deren Onlineausgaben angezeigt. Auch die Seite der Stadtinformation bietet eine Übersicht mit Suchfunktion.

Anbieter sind unter Anderem

  • Stadtspaziergänge mit den Berlin Greetern Unter dem Motto “Komm als Gast, geh als Freund“ bieten die Berlin Greeter kostenlose Stadtrundgänge an. Dabei lernen die Gäste die Stadt abseits der üblichen Pfade aus Sicht von Einheimischen kennen. Die Greeter freuen sich, den Gästen ihre Stadt mit allen Ecken und Kanten authentisch zu zeigen. Auch persönliche Geschichten und Erlebnisse oder Ausgeh- und Freizeit-Tipps kommen zur Sprache. In der konkreten Absprache zwischen Gast und Greeter werden Themenwünsche berücksichtigt, die somit diese Spaziergänge zu einer persönlichen und individuellen Begegnung mit der Stadt werden lassen. Um die Individualität zu wahren, werden die Greets nur in Kleingruppen bis max. 6 Personen durchgeführt. Die Berlin Greeter sind Mitglied der International Greeter Association (vormals Global Greeter Network).
  • Sightseeing Point Berlin - bietet öffentliche Stadtführungen und Schiffahrten in Berlin und Potsdam zu festen Daten an, Gruppen auf Vereinbarung.
  • Stattreisen Berlin - hintergründige Stadtführungen und thematische Führungen. Öffentliche Termine s. Webseite
  • Berlin on Bike - Geführte Fahrradtouren z.B. entlang der Mauer, Termine siehe Webseite

Apps, AudioguidesBearbeiten

  • stadt-im-ohr.de bietet Stadtführungen in Berlin mit Audioguides. Mit einer Audio-Stadtführung kann die Hauptstadt auf eigene Faust erkundet werden. Die Touren sind auf Deutsch, Englisch und Italienisch.

Stadt-AusflügeBearbeiten

  • Auf den Spuren des Berlin-Monopoly-Spielfeldes von 1936: Turmstrasse und Huttenstrasse in Moabit waren die billigsten Felder, Grunewald und Schwanenwerder die Teuersten. Dazwischen Schönhauser Allee, Köpenicker Strasse, Oranien- und Friedrichstrasse. Originelle Geocaching-Tour, etwa 70 km, die auch einen Eindruck vermittelt, wie die Stadtbezirke damals bewertet wurden im Vergleich mit dem Eindruck von heute.
  • Berliner Mauerweg Auf den Spuren der Berliner Mauer einmal Berlin umrunden, 160 km am Stück oder in Teiletappen.

Berlin hat mehrere große Stadtwälder und Seenketten, die weit in das Umland reichen:

SportBearbeiten

 
Olympiastadion Berlin

Berlin ist die Heimat verschiedener Profimannschaften in den höchsten deutschen Ligen.

Bundesliga-Fußball der Herren gibt es bei Hertha BSC im Berliner 23 Olympiastadion und bei Union Berlin im 24 Stadion Alte Försterei in Köpenick. Außerdem finden im Olympiastadion gelegentlich Länderspiele der Nationalmannschaft und jährlich das Fußball-Pokalendspiel der Damen und Herren statt. Hierfür sind jedoch nur schwer Karten zu erhalten.

Ein Erlebnis für Sportfans sind jedoch auch die Spiele der Basketballmannschaft Alba Berlin, im Eishockey die Spiele der Eisbären Berlin, die beide in der 25 Mercedes-Benz-Arena in Friedrichshain spielen. Im Volleyball finden die Spiele der BR Volleys und im Handball die Spiele der Füchse Berlin in der 26 Max-Schmeling-Halle in Prenzlauer Berg statt.

Bekannte sportliche Großereignisse sind auch:

Trabrennen gibt es in der 27 Trabrennbahn Mariendorf und der 28 Trabrennbahn Karlshorst, Galopprennen in 29 Galopprennbahn Hoppegarten, knapp ausserhalb des östlichen Stadtrands. Renntage sind zumeist an den Wochenenden.

BadenBearbeiten

 
Ein kleiner Teil des Wannsees

Hallen- und Freibäder sind in den jeweiligen Ortsteil-Artikeln beschrieben. Bei schlechtem Wetter kann man auch eines der spektakulären, zum Teil historischen Hallenbäder von Berlin besuchen. Folgende Freibäder und Badestellen sind besonders empfehlenswert:

  • 30 Freibad Tegeler See (Strandbad Tegelsee, Strandbad Tegel, Strandbad Tegeler See, Beste Wasserqualität in Berlin), Schwarzer Weg 21, 13505 Berlin-Tegel. Tel.: +49(0)30-4341 078.     . Ausstattung: Sandstrand, Strandkörbe, Rutschen, Sprungturm, Imbiss, Beachvolleyball, Kinderspielplatz, Tischtennisplatten Preis: 5,50 EUR, ermäßigt 3,50 EUR.
  • 31 Strandbad Plötzensee, Nordufer 26, 13351 Berlin-Wedding. Tel.: +49(0)30-4502 0533, E-Mail: . . Ausstattung: Sandstrand, Liegewiesen, Kinderspielplätze, FKK-Bereich Strand- und Wasserrutsche, Strandkörbe, Tischtennisplatten, Stege, Strandliegen, Seilzirkus, Strandvolleyball, Basketball, Fußballplatz, Restaurant, Imbiss, Grill Geöffnet: 1.Mai - Sept. 9:00-19:00. Preis: 4,00 EUR, ermäßigt 2,50 EUR. facebook-URL verwendet
  • 32 Strandbad Wannsee, Wannseebadweg 25, 14129 Berlin-Nikolassee. Tel.: +49(0)30-803 5450, E-Mail: .      . Größtes Binnenseebad Europas. Ausstattung: 1 km Sandstrand, FKK-Bereich, Strandkörbe, Rutschenanlage im Tiefwasser, Beachvolleyball, Fußball, Park, Uferpromenade, Bootsverleih, Kinderspielplatz, Imbisse Preis: 5,50 EUR, ermäßigt 3,50 EUR. facebook-URL verwendet
  • 33 Strandbad Müggelsee.     . Strandbad Müggelsee am nordöstlichen Ufer des Sees ist ein beliebtes Erholungsgebiet mit Textil- und FKK-Zonen.

EinkaufenBearbeiten

In Berlin dürfen Geschäfte von Montag bis Samstag rund um die Uhr öffnen. An zwei Adventssonntagen und an sechs weiteren Sonn- und Feiertagen darf von 13:00 bis 20:00 Uhr geöffnet werden. Eine aktuelle Auflistung der geplanten Öffnungszeiten für viele Geschäfte findet sich auf den Seiten der Stadt Berlin. Viele Supermärkte/Kaufhallen haben bis 22:00 oder 24:00 Uhr offen.

EinkaufsstraßenBearbeiten

Der dezentrale Aufbau Berlins zeigt sich, dass fast jeder Bezirk seine eigene Einkaufsstrasse hat. Einige haben überregionale Bedeutung, andere nur lokal. Das epidemieartige Verbreiten von Einkaufspassagen drängt teilweise die Bedeutung der alten Einkaufsstrasse zurück. Das zeigt sich besonders im ehemaligen Ostteil, in dem sich zu DDR-Zeiten kaum Shoppingboulevards entwickeln konnten und nach der Wende sofort die Einkaufszentren übernahmen. Die wichtigsten Boulevards sind:

  • Kurfürstendamm (etwa bis Olivaer Platz) und Tauentzienstraße in Charlottenburg
  • Friedrichstraße in Mitte zwischen Bahnhof Friedrichstrasse und Mohrenstrasse
  • Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg zwischen Kantstrasse und Bismarckstrasse
  • Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg zwischen Eberswalder und Bornholmer Strasse
  • Schloßstraße in Steglitz zwischen Walter-Schreiber-Platz und Rathaus Steglitz


KaufhäuserBearbeiten

Die wichtigsten Kaufhäuser Berlins sind das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in Schöneberg, als Gegenstück im Osten das nach der Wende, in der Friedrichstraße in Mitte, neu erbaute französische Kaufhaus Galeries Lafayette, das ehemalige Centrum Warenhaus Galeria Kaufhof am Alexanderplatz in Mitte, Karstadt am Kurfürstendamm, am Hermannplatz und in der Steglitzer Schloßstraße.

3 Kaufhaus des Westens (KaDeWe), Tauentzienstraße 21–24, am Wittenbergplatz in Schöneberg. Tel.: +49(0)30-21 210, E-Mail: .      . Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) ist ein Warenhaus in Berlin mit einem gehobenen Sortiment und Luxuswaren, das 27. März 1907 eröffnet wurde. Es ist das bekannteste Warenhaus Deutschlands. Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte wurde das Kaufhaus des Westens viele Male aus- und umgebaut, sechsmal wechselte der Mutterkonzern und im Zweiten Weltkrieg brannte es aus. Heute ist das KaDeWe mit 60.000 Quadratmetern Verkaufsfläche das größte Warenhaus Kontinentaleuropas. Eine besondere Attraktion ist seit Ende der 1920er Jahre die Feinkostabteilung, die sogenannte „Feinschmeckeretage“. Nach einer Erweiterung ist sie seit 1978 die zweitgrößte Lebensmittelabteilung eines Warenhauses weltweit. Besonders empfehlenswert ist daneben das Restaurant in der oberen Etage des Warenhauses. Von hier genießt man bei Kaffee und Kuchen oder aber auch bei Champagner und Lachsschnittchen die schöne Aussicht und das hektische Treiben auf der Tauentzienstraße und dem Wittenbergplatz. Geöffnet: Mo-Do 10-20, Fr 10-21, Sa 9:30-20.
 
Galeries Lafayette, Friedrichstraße
4 Galeries Lafayette, Friedrichstraße 76-78, Friedrichstadt in Mitte. Tel.: +49(0)30-209 480, E-Mail: .      . Das Kaufhaus Galeries Lafayette Berlin wird von der französischen Kaufhauskette Galeries Lafayette betrieben. Das Kaufhaus ist eine der wenigen Niederlassungen der Galeries Lafayette außerhalb des französischen Mutterlandes – die anderen befinden sich in Dubai, Casablanca und Jakarta. Das Gebäude des französischen Architekten Jean Nouvel wird auch Quartier 207 genannt und gilt als einer der wichtigsten Bauten der 1990er Jahre in Berlin. Geöffnet: Mo-Sa 10–20.
5 Galeria Kaufhof Berlin Alexanderplatz, Alexanderplatz 9, Berlin-Mitte. Tel.: +49(0)30-247430. Seine heutige Gestalt erhielt das ehemalige Kaufhaus Centrum durch Umbauten nach Plänen des Architekten Josef Paul Kleihues von 2004 bis 2006. Eindrucksvoll sind das zentrale Treppenhaus und der Blick von der obersten Etage über den Alexanderplatz. Auf 35.000 m² werden Waren aus dem mittelpreisigen Segment angeboten. Im hinteren Teil des Erdgeschoss liegt eine gut ausgestattete Feinkostabteilung. In der 5. Etage befindet sich ein gehobenes Selbstbedienungsrestaurant mit großen Panoramafenstern. Geöffnet: Mo-Mi 9:30-20:00 Do-Sa 9:30-22:00.
6 Humana Secondhand & Vintage Kaufhaus, Frankfurter Tor 3, 10243 Berlin. Tel.: +49 30 4222018. Europas größtes Secondhand-Kaufhaus. Es gibt auf fünf Etagen Kleidung für Damen, Herren und Kinder und auch Accessoires. In der Vintage-Abteilung findet man gut erhaltene Originalkleidung der 1950er bis 90er. Geöffnet: Mo bis Sa 10:00 - 20:00 Uhr.

EinkaufszentrenBearbeiten

Die großen Kaufhäuser stehen unter wachsendem Konkurrenzdruck durch vielerorts entstehende große Einkaufszentren, mittlerweile gibt es in Berlin über 70 Stück. Die bedeutendsten hiervon sind im Osten das Alexa am Alexanderplatz und die East Side Gallery nahe der Warschauer Brücke sowie im Norden das Gesundbrunnen-Center am U-, S- und Fernbahnhof Berlin-Gesundbrunnen. Im Zentrum Berlins besteht die Mall of Berlin am Leipziger Platz. Sie ist mit 270 Geschäften und mit 76.000 m² flächenmäßig größer als das KaDeWe mit 61.000 m². Am Leipziger Platz stand vor dem 2. Weltkrieg Deutschland schönstes Kaufhaus, heute langweilen die hohen Häuser der Platzbebauung.

7 Alexa, Am Alexanderplatz, Grunerstraße 20, Berlin-Mitte. Tel.: +49(0)30-269340121. . Das Alexa am Berliner Alexanderplatz ist 56.200 m² groß und zählt zu den großen Einkaufszentren in Berlin. Geöffnet: Mo-Sa 10-21. facebook-URL verwendet
8 Das Schloss, Schloßstraße 34, Steglitz. Tel.: +49(0)30-6669 120, E-Mail: . . Das Schloss begrenzt das Rathaus Steglitz an zwei Seiten, dessen überdachter Innenhof als Restaurantfläche ins Einkaufszentrum integriert wurde. Es beheimatet 90 Einzelhandelsgeschäfte. Geöffnet: Mo-Do 10-20, Fr-Sa 10-21. facebook-URL verwendet

Weitere Einkaufszentren in der Schloßstraße sind: Boulevard Berlin, Forum Steglitz und Schloss-Straßen-Center, sowie die Kaufhäuser Karstadt und Naturkaufhaus in der Galleria.

9 Potsdamer Platz Arkaden, Alte Potsdamer Straße 7, Berlin-Mitte. Tel.: +49(0)30-2559270.      . Das 1998 eröffnete Einkaufszentrum mit 133 Geschäften, Restaurants und Cafés ist rund 180 m bei 40.000m² Verkaufsfläche. Die Arkaden sind mit Bus, U+S- und Regionalbahn gut zu erreichen. Geöffnet: Geöffnet: Mo.-Sa. 10 - 21 Uhr. facebook-URL verwendet
10 Gropiuspassagen, Johannisthaler Chaussee 295, Neukölln. Tel.: +49(0)30-67066640, E-Mail: . . Die ab 1994 umgebauten Gropius Passagen ist mit 85.000 m² Verkaufsfläche das größte Einkaufszentrum der Stadt sowie eines der größten Einkaufszentren Deutschlands. Hier sind über 140 Geschäfte, das Warenhaus Galeria Kaufhof, mehrere Gastronomiebetriebe und ein Multiplex-Kino. Es hat einen direkten Zugang zum U-Bahnhof Johannisthaler Chaussee der Linie U7. Geöffnet: Mo-Fr 10-20 Sa 10-22. facebook-URL verwendet

OutletsBearbeiten

11 Fassbender & Rausch Werksverkauf, Wolframstraße 95, 12105 Berlin (nahe U-Bahnhof Ullsteinstraße). Werksverkauf der Fassbender & Rausch Manufaktur mit dem Rausch-Sortiment, sowie günstige Pralinen, Trüffel und Schokolade Geöffnet: Mo-Fr 10-18, Sa 10-14.

12 Ulla Popken Lagerverkauf, Oudenarder Straße 16, 13347 Berlin (nahe U-Bahnhof Nauenerplatz). Lagerverkauf der Übergrößenmarke Ulla Popken Geöffnet: Mo-Fr 09.30-19.00, Sa 09.30-16.00.

13 Leiser Outlet, Grenzallee 9, 12057 Berlin (nahe S-Bahnhof Köllnische Heide). Führender deutscher Schuhhändler mit zahlreichem Markenschuhen

14 Fashionart Outlet Berlin, Eberhard-Roters-Platz 4, 10965 Berlin. Exklusive Damenmode: Abendkleider, Brautkleider, Businesskleider, Abiballkleider und Cocktailkleider Geöffnet: Fr 12-20, Sa 10-18.

15 Bahlsen Werksverkauf, Oberlandstraße 52, 12099 Berlin. Süße und salzige Backwaren aus der Bahlsen Produktpalette Geöffnet: Mo-Fr 9-18, Sa 9-13.

16 KPM Werksverkauf (Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin), Wegelystraße 1, 10623 Berlin. Tel.: +49(0)30-39009215. Geschirr und Dekorationsartikel aus Porzellan, 2. Wahl und Restposten Geöffnet: Mo-Sa 10-18.

WeihnachtsmärkteBearbeiten

 
Weihnachtsmärkte

In der Adventszeit gibt es in der festlich geschmückten Hauptstadt etliche Weihnachtsmärkte. Eine kleine Auswahl:

  • Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz, Besondere Attraktion: Schlittschuhbahn
  • 18 Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin–Mitte. Besondere Attraktion: 50 m hohes Riesenrad mit geschlossenen Panoramagondeln Geöffnet: 24. 11. – 28. 12. 11-22 Uhr.
  • 19 Spandauer Weihnachtsmarkt in der Altstadt, Carl-Schurz-Straße, 13597 Berlin–Spandau. Besondere Attraktion: Freitags Platzkonzerte Geöffnet: 24.11.–23.12. So-Do 11-20, Fr 11-21, Sa 11-22. Preis: Freier Eintritt.
  • 20 Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz, Alte Potsdamer Straße 1, 10785 Berlin–Tiergarten. Besondere Attraktionen: Rodelbahn, Eisbahn, Eisstockschießen Geöffnet: 01.11.–04.01. 10-22 Uhr. Preis: Freier Eintritt.

Internationale SpezialitätenBearbeiten

In Kreuzberg, Neukölln, Moabit und Wedding gibt es viele Geschäfte mit türkischen und arabischen Spezialitäten. In den östlicheren Ortsteilen Lichtenberg und Friedrichshain und im zentralen Charlottenburg existieren etliche russische Geschäfte. Im östlichen Ortsteil Lichtenberg gibt es ein großes vietnamesisches Outlet.

KücheBearbeiten

GetränkeBearbeiten

Berliner Brauereien
 
Die Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg ist heute ein Zentrum mit Kinos, Theater, Diskotheken und Veranstaltungsräumen. Bis 1967 wurde hier von der VEB Schultheiss-Brauerei Schönhauser Allee Bier gebraut. Die über 20 Gebäude auf dem Gelände wurden zwischen 1871 und 1926 gebaut.
 
Berliner Weiße mit Schuss

Vor 100 Jahren war das preußische Berlin für seine vielen Brauereien und Biere, inklusive der erfrischenden Berliner Weiße, ausgeschenkt in damals noch zahlreichen Biergärten, bekannt. Als nach 1871 zahlreiche Brauereien entstanden, wurde Berlin weltgrößter Brauereistandort mit annähernd 100 Brauereien, darunter so große wie Berliner Kindl Brauerei, Engelhardt Brauerei, Jostysche Brauerei, Patzenhofer Brauerei, Schultheiss Brauerei. Das Bier war von höchst unterschiedlicher Qualität, der Volksmund sprach von Dividendenjauche. Zuletzt nach dem Ende der DDR, folgte nach einer Re-Privatisierungswelle Anfang der Neunziger die Schließung mehrerer Brauereistandorte.

Die Brauereien produzierten nebst der „Molle“ (wie die Berliner ihr Bier nennen) auch die „Brause“ (Kohlensäurehaltige Limonade) als Erfrischungsgetränk, wobei die „Faßbrause“ noch zusätzlich Kräuter- sowie Malzextrakte enthält. Das Wort „Molle“ stammt von dem norddeutschen Wort „Mulde“ ab. Neben der „Molle“ gibt es in Berliner Kneipen und Biergärten noch den Ausdruck „ene Blonde“ - gemeint ist dann ein Berliner Weißbier; „Pulle“ für Flasche und nur in West-Berlin den Ausdruck „Futschi“ für ein Weinbrand mit Cola.

SpeisenBearbeiten

 
Ketwurst

In allen Berliner Stadtteilen gibt es reichlich preiswerte gastronomische Angebote in Restaurants und Imbiss-Betrieben mit heimischer und internationaler Küche. Die Boulette und auch Grilletta sind Fleisch-Frikadellen, die nebst Grillhähnchen (in Ostberlin: Broiler) und Ketwurst, die im Gegensatz zum Hot-Dog mit warmer Tomatentunke ausgegeben wird. In Ost-Berliner Schnell-Imbissständen ist sie ein weiterhin gefragtes Produkt, trotz amerikanischer Konkurrenz von «Burger King» und «Mc Donalds».

Berliner Kreationen sind zum Beispiel „Berliner Luft“ beim Dessert oder auch der „Hoppelpoppel“, ein einfaches Berliner Gericht aus Kartoffeln, Bratenresten, Eiern und Sahne.

 
Currywurst mit Pommes

Auch die berühmte Currywurst soll nicht unerwähnt bleiben, denn sie wurde in Berlin erfunden. Die Erfindung der Currywurst geht auf Herta Heuwer (* 1913 − † 1999) zurück. Nach eigenen Angaben hat sie ihre neue Kreation erstmals am 4. September 1949 an ihrem Imbiss an der Ecke Kant-/Kaiser-Friedrich-Straße in Berlin-Charlottenburg angeboten, wo eine Denktafel an sie erinnert. Ihre Schöpfung bestand damals aus gebratener Brühwurst (ohne Darm) in Kombination mit einer Sauce aus Tomatenmark, Currypulver und Worcestershire-Sauce. Für die beste Currywurst gibt es etwa so viele Geheimtipps wie Imbissbuden. Überregional bekannt sind Konnopke (Prenzlauer Berg) und Curry 36 Curry 36 (diverse Standorte). Weitere gute Adressen findet man hier und hier.

 
Döner Kebap

Der Döner Kebab ist eines der bekanntesten Gerichte der türkischen Küche. Wann der erste Döner-Imbiss in Deutschland eröffnete, ist ungewiss, es soll der Legende nach zu Anfang der 1970er Jahre in Berlin am Kottbusser Damm gewesen sein. Nach anderer Darstellung, bestätigt durch den Verein türkischer Döner-Hersteller, soll der Döner – damals als Grillfleisch im Fladenbrot bloß mit Zwiebeln – einschließlich seiner Zubereitung am rotierenden Metallspieß von dem türkischen Einwanderer Kadir Nurman erfunden worden sein; sein erster Döner-Imbiss sei Anfang der 1970er Jahre am Bahnhof Zoo gewesen.

Eine Liste von typisch Berliner Speisen findet man auf Wikipedia: Berliner Küche.

SpeisegaststättenBearbeiten

Berlin hat ein breites Angebot von Gastronomie, die von einfachen Speisegaststätten über Biergärten, internationaler Küche (fast) aller Nationalitäten, Erlebnisgastronomie bis hin zu Sterneküche. Mit Stand März 2020 hatte Berlin 31 Michelinsterne, verteilt auf 18 Ein-Stern, 5 Zwei-Sterne- und ein Drei-Sterne-Haus.

In Berlin gibt es etliche außergewöhnliche Restaurants, wie zum Beispiel: Dunkelrestaurants; der Gast ertastet und riecht die Speisen in völliger Dunkelheit, Restaurants in Privatwohnungen ("Underground-Supperclubs"), Restaurants mit ungewöhnlicher Einrichtung wie Waschsalon, interaktive Dinner ("Kriminalmenü"). Dazu historisches Ambiente, hoch oben in div. Skybars, auf einem Schiff, die Auswahl ist breit.

Es wird nicht weiter überraschen, dass die Restaurantdichte einerseits in den touristisch interessanten Ortsteilen wie Mitte, Teilen von Tiergarten bzw. Charlottenburg, andererseits in den Szenebezirken wie Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Teilen von Friedrichshain oder Schöneberg höher ist als und dort wiederum in den Altbaugegenden höher ist als anderswo bzw. in Neubaugebieten.

Detaillierte Empfehlungen zur Gastronomie finden sich in den Artikeln zu den Bezirken bzw. Stadtteilen sowie im Übersichtsartikel Essen und Trinken in Berlin.

NachtlebenBearbeiten

  • Week-end, Haus des Reisens, Alexanderplatz Nr. 5, Berlin-Mitte. Electro
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