Hauptmenü öffnen

Wikivoyage β

Niedersachsen

Land der Bundesrepublik Deutschland
Welt > Eurasien > Europa > Mitteleuropa > Deutschland > Niedersachsen

Das Bundesland Niedersachsen mit der Hauptstadt Hannover liegt im Norden Deutschlands. Niedersachsen ist überwiegend flach mit viel Weideland (Marschen) an der Nordseeküste, im Osten leicht gewellt mit sandigen Böden (Lüneburger Heide) und im Süden liegen schon die nördlichen Ausläufer der deutschen Mittelgebirge mit dem Weserbergland. Im Südosten wölbt sich der westliche Harz auf – mit mehreren Stauseen und dem höchsten Berg Niedersachsens, dem 971 m hohen Wurmberg bei Braunlage.

Lage
Schleswig-HolsteinHamburgBremenBremenBerlinMecklenburg-VorpommernBrandenburgSachsenSachsen-AnhaltThüringenNiedersachsenNordrhein-WestfalenHessenRheinland-PfalzSaarlandBaden-WürttembergBayernDeutschland Lage von Niedersachsen.svg
Flagge
Flagge von Niedersachsen
Kurzdaten
Hauptstadt Hannover
Staatsform Bundesland der Bundesrepublik Deutschland
Fläche 47.624 km²
Bevölkerung 7.996.942
Sprachen Deutsch

Inhaltsverzeichnis

RegionenBearbeiten

 
Spiekeroog, eine der ostfriesischen Inseln

Niedersachsen ist ein für deutsche Verhältnisse dünn besiedeltes Flächenland mit unterschiedlichen Regionen. Das Land lässt sich in folgende wichtige Regionen aufteilen, die touristisch jeweils ihren eigenen Reiz haben:

An der Nordseeküste:

 
Blühende Heide bei Schneverdingen

Im inländischen Tiefland:

Im Hügelland und Mittelgebirge:

StädteBearbeiten

GroßstädteBearbeiten

 
Die Herrenhäuser Gärten in Hannover

Acht Großstädte hat Niedersachsen, von denen vier sechs nahe beieinander liegen, in der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg - lediglich Göttingen weicht hier räumlich etwas nach Süden ab. Im Westen ist Osnabrück die einzige Großstadt des Landes, im Norden ist es Oldenburg.

  • Hannover - Die Landeshauptstadt an der Leine liegt zwar nicht ganz in der geografischen Mitte des Landes, ist aber dennoch in fast jeder Hinsicht das Zentrum Niedersachsens. Ein breites Kultur- und Einkaufsangebot lockt neben dem Zoo, dem Maschsee und jährlichen Großevents wie dem Schützenfest oder dem Hannover Marathon auch Kurzbesucher in die Stadt.
  • Braunschweig - Die zweitgrößte Stadt Niedersachsens steht gelegentlich in Konkurrenz zur Landeshauptstadt, auch wenn die beiden Städte schon seit Zeiten des Königsreichs Hannover durch die erste Bahnlinie des Landes miteinander verbunden waren. Auch Braunschweig hat ein sehr breites kulturelles Angebot und lohnt für eine ausgiebige Shopping-Tour. Insbesondere Burg und Dom mit dem Löwen, dem Symbol Heinrichs des Löwen, als dessen Stadt sich Braunschweig bis heute bezeichnet, sollte man nicht verpassen bei einem Besuch.
 
Markt in Göttingen
  • Göttingen - Die südlichste Großstadt Niedersachsens ist in erster Linie als Universitätsstadt bekannt. Ihre über 275 Jahre alte Universität bietet dem Reisenden das lebendige Treiben einer großen Studierendenschaft mit einer ausgeprägten Kneipenszene, einem sehr differenzierten Kulturangebot sowie der gut erhaltenen Fachwerkaltstadt mit vielen kleinen, ausgefallenen Geschäften in ihren Seitenstraßen und Gassen. Spektakuläre touristische Highlights findet man in Göttingen nicht, aber die Stadt zeigt sich rund um ihr Wahrzeichen, das Gänseliesel, als Stadt, die Wissen schafft vielfach eher von einer anspruchsvollen Seite - von den Händel-Festspielen bis zu einem großen Angebot an wissenschaftlichen Vorträgen für jedermann und zahlreichen kleinen wissenschaftlichen Museen und Ausstellungen.
 
Schloss Oldenburg in Oldenburg
  • Oldenburg - Die ehemalige Residenzstadt liegt etwa 90 km südlich der Nordseeküste und ist als einzige Großstadt Nordwestniedersachsens sowohl der wirtschaftliche, kulturelle als mit der Carl-von-Ossietzky-Universität auch der wissenschaftliche Mittelpunkt der Region. Sehenswert sind neben dem Schloss Oldenburg, dem großen gelben Renaissance-Bau an der Alten Hunte, u.a. das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und das Landesmuseum Natur und Mensch, außerdem zahlreiche weitere bedeutende Museen und neben dem Oldenburgischen Staatstheater auch einige weitere kleinere, innovative Bühnen.
  • Osnabrück - Die Friedensstadt Osnabrück, benannt nach dem hier und in Münster 1648 geschlossenen Westfälischen Frieden, hat mit dem fürstbischöflichen Barockschloss das größte Schloss dieses Baustils in Niedersachsen, das heute von der Universität genutzt wird. Imposant ist auch der Dom St. Peter mit seinen beiden Westtürmen, ebenso wie die frühgotische Johanniskirche. Die im Krieg zu über 90 % zerstörte mittelalterliche Altstadt bietet gute Möglichkeiten zum Einkaufsbummel, während in der ehemals mittelalterlichen Neustadt viel der alten Bausubstanz erhalten blieb und so einen Eindruck des alten Osnabrücks vermittelt.
 
VW-Werk Wolfsburg
  • Wolfsburg - Die jüngste Großstadt Niedersachsens ist untrennbar mit der Geschichte von Volkswagen verknüpft, was nicht nur für Bahnreisende sichtbar ist, wenn sie bei der Einfahrt in den Ort mit dem Zug an der riesigen Werksanlage des VW-Werks am Kanal vorbeirollen. Die Auto-Stadt des Volkswagen-Konzerns gehrt zu den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt, daneben aber zieht das Phaeno Zentrum für Naturwissenschaft und Technik vor allem auch jüngere Menschen, Familien und Schulklassen in die Stadt. Gelegen an Mittellandkanal und Aller bietet sie Reisenden darüberhinaus aber auch viel Natur, ein breites Spektrum an kulturellen Sehenswürdigkeiten und Angeboten und ein gutes Einkaufsangebot.
 
Marktplatz mit Bäckeramtshaus und Knochenhauer-Amtshaus in Hildesheim
  • Hildesheim - Die geschichtsreiche Stadt ist bereits seit dem Frühmittelalter Bischofssitz. Sie zeichnet sich durch eine sehr sehenswerte, mittelalterlich bis frühneuzeitlich geprägte Altstadt aus. Die vorromanische Michaeliskirche aus der Ottonenzeit ist eine der wichtigsten Kirchen des frühen Christentums in Deutschland und gehört gemeinsam mit dem romanischen Mariendom zum Weltkulturerbe.
  • Salzgitter - Salzgitter ist, ähnlich wie Wolfsburg, eine Gründung des 20. Jahrhunderts, wenngleich die einzelnen Stadtteile eine wesentlich ältere Geschichte haben. Als Industriestandort ist es vor allem für seine Eisen- und Stahlwerke bekannt.

Weitere größere StädteBearbeiten

 
Die Kugelbake markiert die nördlichste Landstelle Niedersachsens bei Cuxhaven.

Die folgenden Städte gehören zu den größeren Städten in Niedersachsen:

  • Celle, am südlichen Rand der Lüneburger Heide und an der Aller gelegen bietet die Stadt den Reisenden eine sehenswerte, vollständig erhaltene Fachwerkaltstadt, das Schloss mit dem ältesten noch bespielten Barocktheater Deutschlands, und mit dem Niedersächsischen Landesgestüt das Zentrum der Hannoveraner Warmblutzucht
  • Cuxhaven, an der Elbmündung in die Nordsee steht die Kugelbake als eines der markanten Symbole der Stadt, die als Nordseeheilbad Badeurlauber und Kurgäste anzieht, und auch Städtereisenden mit dem Ringelnatz-Museum, dem Museums-Feuerschiff Elbe 1 und den Hapag-Hallen, welche die Geschichte der Amerika-Auswanderer dokumentieren, Sehenswertes zu bieten hat.
  • Goslar am Nordrand des Harzes wurde mit Altstadt und Bergwerk Rammelsberg in das Unesco-Welterbe aufgenommen. Daneben lohnt die Kaiserpfalz und im Nachbarort Hahnenklee die Stabkirche einen Besuch.
  • Hameln an der Weser hält bis heute die Sage vom Rattenfänger von Hameln lebendig und hat sich damit als Rattenfängerstadt, aber auch durch seine gut erhaltene Fachwerkaltstadt und die Lage an der Weser, seine Bedeutung als einer der bekanntesten Orte Niedersachsens, insbesondere bei ausländischen Touristen, erhalten.
  • Lingen
  • Lüneburg
  • Wilhelmshaven
  • Wolfenbüttel

Darüber hinaus gibt es u.a. mit den zahlreichen Fachwerkstädten viele weitere sehenswerte Mittel- und Kleinstädte, die in den Regionsartikeln vorgestellt werden.

Weitere ZieleBearbeiten

KüstenlandschaftenBearbeiten

InselnBearbeiten

 
Lage der Ostfriesischen Inseln

Vorgelagert vor der niedersächsischen Nordseeküste liegt die Kette der Ostfriesischen Inseln, die eine sehr beliebte Ferienregion sowohl für die Niedersachsen selbst als auch für Urlauber aus allen Regionen des Landes darstellen. In den Sommermonaten ist eine Vorbuchung der Unterkunft auf den recht kleinen Inseln angeraten. Aber auch in der Nebensaison und selbst in den Wintermonaten kann ein Urlaub auf den Ostfriesischen Inseln seinen Reiz haben, den viele Reisende auch als Kuraufenthalt im Reizklima der Nordseeluft nutzen.

Von West nach Ost liegen Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge und schützen als Inselgürtel die ostfriesische Küste vor den Fluten der Nordsee.

HeideBearbeiten

MooreBearbeiten

Charakteristisch für Niedersachsen sind die weiten Moore in der norddeutschen Tiefebene. In der ländlich geprägten Region südlich von Bremen findet man eine ganze Anzahl von touristisch erschlossenen Moorgebieten. Einen Besuch wert ist zum Beispiel das Naturschutz- und Informationszentrum am Geldenstedter Moor. Hier gibt es neben der Ausstellung einen Moortunnel, Aussichtsturm, Fahrten mit der Moorbahn und natürlich auch einen Steg mit Infotafeln durch einen kleinen Teilbereich des riesigen Moores. Infos siehe www.niz-goldenstedt.de. Weitere Moorbahnen und Naturerlebniszentren zum Thema Moor sind in der Rubrik "Moorerlebnis" auf der Seite des Dümmerweserlandes zu finden. Auch im Norden der Lüneburger Heide findet man eine sehenswerte Moorlandschaft im Tister Bauernmoor bei Sittensen an der A1. Mit einer ehemaligen Torfbahn kann man in das Moor fahren. Die Fahrt mit ausführlichen Erklärungen zum Moorabbau dauert eine Stunde. Es führt aber auch ein Wanderweg in das Gebiet. Ein sechs Meter hoher Aussichtsturm im Moor bietet die Möglichkeit der Beobachtung der Vogelwelt.

BergeBearbeiten

Während im Norden des Bundesland das "platte Land" vorherrscht und die bergigen Erhebungen wie der Wilseder Berg in der Lüneburger Heide (162,9 m ü. NN) oder die Harburger Berge im Landkreis Harburg (154,9 m ü. NHN) direkt südlich der Landesgrenze zu Hamburg doch eher seltene Erhebungen im Terrain sind, so wird es Richtung Süden hin immer hügeliger und schließlich gar bergig in Südniedersachsen, wo der Harz im Osten und der Solling im Westen das Land begrenzen.

HarzBearbeiten

Der Harz ist Niedersachsens höchstes Gebirge und zieht vor allem Wanderer auf die ausgedehnten Wanderrouten unter anderem im Nationalpark Harz. Aber auch Camper und Wohnmobilisten zieht es auf die vielen ruhigen Stellplätze an den vielen Talsperren wie der Oker- oder der Odertalsperre. Mountainbiker finden zahlreiche gesonderte Trails und Bikeparks. Für norddeutsche Wintersportler ist der Harz zudem die ersten Anlaufstelle für Wintersport. Bekannt und beliebt ist bei Alpinisten zum Beispiel das Skigebiet am 971 m hohen Wurmberg, dem höchsten Berg des Bundeslandes bei Braunlage. Langläufer finden dagegen in den weiten Wälder des Hochharzes ein weitverzweigtes Loipennetz vor.

Winter an der Wolfswarte zwischen Altenau und Torfhaus im Harz: links zwischen den Felsen ist Altenau zu sehen, ganz rechts liegt der Brocken.

SollingBearbeiten

Der Solling begrenzt als Höhenzug im Weserbergland den südlichen Teil Niedersachsens nach Westen. Er ist nach dem Harz flächenmäßig der zweitgrößte Höhenzug des Bundeslandes. Hier findet man ebenfalls ein ausgedehntes Wandergebiet durch Wälder und über Hochmoore, Trails für Mountainbiker und im Winter ein kleines Loipennetz. Der höchste Berg des Sollings ist die Große Blöße (527,8 m ü. NN) im Landkreis Northeim, der nach dem Haferberg (580,4 m ü.NN) des im äußersten Süden nach Niedersachsen hineinreichenden Kaufunger Waldes auch der dritthöchste Berg Niedersachsens ist. Der Solling und auch der nördlich angrenzende Höhenzug Vogler sind Teil des Weserberglands.

WelterbestättenBearbeiten

Welterbestätten in Niedersachsen
 
Michaeliskirche in Hildesheim

Sehenswert sind insbesondere auch die Gebäude und Landschaften in Niedersachsen, die als Welterbe der UNESCO anerkannt sind:

  • in Hildesheim die Michaeliskirche und der Mariendom (Weltkulturerbe seit 1985)
  • in Goslar das Bergwerk Rammelsberg und die Altstadt (Weltkulturerbe seit 1992)
  • das Niedersächsische Wattenmeer (Weltnaturerbe seit 2009)
  • die Anlagen des Oberharzer Wasserregals im Harz, dazu wird ebenfalls das Kloster in Walkenried gezählt (Weltkulturerbe seit 2010)
  • in Sankt Andreasberg die Grube Samson (Weltkulturerbe sei 2010)
  • das Fagus-Werk in Alfeld (Weltkulturerbe seit 2011)

Der in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek und in der Niedersächsischen Landesbibliothek in Hannover aufbewahrte Briefwechsel von Gottfried Wilhelm Leibniz (mehr als 15.000 Briefe) zählt seit 2007 zum Weltdokumentenerbe.

HintergrundBearbeiten

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

 
Flughafen Hannover

Mit der BahnBearbeiten

Hannover Hauptbahnhof ist der zentrale Bahnknotenpunkt in Niedersachsen. Hier kreuzen sich im Fernverkehr die zentrale Nord-Süd-Route der Deutschen Bahn, die Schnellfahrstrecke Würzburg-Hannover, die weiter in den Norden nach Hamburg führt, mit der West-Ost-Route von Amsterdam über das Ruhrgebiet nach Hannover und weiter über Braunschweig bzw. Wolfsburg nach Berlin.

Eine wichtige Fernverkehrsstrecke der Bahn führt vom Ruhrgebiet aus über Osnabrück nach Bremen oder Hamburg, außerdem gibt es die ebenfalls wichtige Verbindung von Hannover aus nach Bremen.

ICE-Haltebahnhöfe in Niedersachsen sind neben Hannover u.a. Braunschweig, Celle, Göttingen, Hildesheim, Lüneburg, Uelzen, Wolfsburg,

Ergänzt wird das Fernverkehrsnetz durch ein z.T. sehr gut ausgebautes Netz an Regionalbahnlinien, die oftmals von Privatbahnen betrieben werden.

Mit dem BusBearbeiten

Die Entwicklung des Fernbusmarktes unterliegt derzeit einem raschen Wandel, sowohl hinsichtlich Anbieter als auch hinsichtlich Routen. Eine gezielte Suche ist bei Busliniensuche möglich.

Auf der StraßeBearbeiten

 
Die Werratalbrücken nahe der südlichen Landesgrenze - links die ICE-Strecke Würzburg-Hannover, rechts die  

Die   von Bielefeld kommend führt über Hannover, Braunschweig und Helmstedt als zentrale Ost-West-Verbindung quer durch Niedersachsen und weiter über Magdeburg nach Berlin.

Die   als die längste Nord-Süd-Autobahn in Deutschland führt von Hamburg kommend über Hannover und Hildesheim durch den westlichen Harzrand weiter nach Göttingen, bis sie bei Hann. Münden niedersächsisches Gebiet Richtung Kassel verlässt.

Das südliche Niedersachsen erreicht man von Osten kommend auf der   aus dem Raum Leipzig.

Und im Norden führt die   einmal von West nach Ost durch das Land.

Mit dem SchiffBearbeiten

  • Anreise mit Sportbooten ist über die Nordsee sowie über Elbe, Weser, Ems sowie einige Binnenkanäle möglich. Sporthäfen sind vorhanden; ihre genaue Lage ist zu prüfen.

Mit dem FahrradBearbeiten

Niedersachsen ist hervorragend für Reisen mit dem Fahrrad geeignet. Dabei ist zu beachten:

  • beschilderte Radwege führen oft über Nebenstraßen mit dem Rang einer Kreisstraße ohne zusätzlichem Radweg. Nur in seltenen Fällen führen die Strecken auch über "höherwertige Straßen" ohne begleitendem Radweg.
  • innerorts fallen oftmals die Radwege weg.
  • Radrouten werden auch über witterungsabhängig befahrbare Wege geführt. Das gilt besonders für die Region Lüneburger Heide. Bei feuchter Witterung muss man ggf. Ausweichrouten wählen.

Eine Übersicht der Radfernwege und Regionalrouten ist im Themenartikel "Radrouten in Niedersachsen und Bremen" zu finden.

MobilitätBearbeiten

Mit dem ZugBearbeiten

 
Metronom vor den Sieben Bergen bei Alfeld

Mit dem "Niedersachsen Ticket" kann man innerhalb Niedersachsens, Bremen und Hamburg einen Tag ab 9 Uhr lang unbegrenzt Bahn fahren, Sa., So. und feiertags ab 0 Uhr. Das Ticket gilt nicht in Fern- (EC, IC, ICE), sondern nur in den Regionalzügen (RE, RB, S-Bahn, Metronom). Es gibt 5 Varianten für 1 bis 5 Personen zwischen 22 und 38 €. Die Tickets sind auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln einiger Städte (u. a. Hannover, Hamburg, Bremen, Braunschweig) gültig (Stand 06-2014). Dabei kann man bereits vom Zug aus viele Sehenswürdigkeiten entdecken, z.B. auf der Fahrt auf der historischen Strecke der Hannöverschen Südbahn einmal längs durch Südniedersachsen.

Mit dem SchiffBearbeiten

Sowohl mit der Personenschifffahrt als auch als Wasserwanderer kann man Niedersachsen gut auch vom Wasser aus entdecken:

Mit dem FahrradBearbeiten

 
Weser-Harz-Heide-Radweg auf der alten Bahnstrecke der Dransfelder Rampe

Niedersachsen hat ein breites Angebot an Radwanderwegen, auf denen man das Bundesland geruhsam entdecken kann. Bekannte Routen sind u.a.

SpracheBearbeiten

Den Bewohnern der Region Hannover wird nachgesagt, dass sie Hochdeutsch in der reinsten Form der gesamten Bundesrepublik sprechen. Doch auch in allen anderen urban geprägten Regionen Niedersachsens trifft man weitgehend nur noch auf die hochdeutsche Sprachvariante.

 
Deutsch-Saterfriesisches Ortschild im Landkreis Cloppenburg

Dennoch sind in Niedersachsen neben der Amtssprache Deutsch auch die Minderheitensprache Saterfriesisch und die niederdeutsche Sprache für den offiziellen Gebrauch zugelassen. Reisende begegnen diesen beiden Sprachen unter anderem in den Ortsschildern der betreffenden Regionen, in denen die Ortsnamen meist in beiden gebräuchlichen Sprachen geführt werden, aber auch zunehmend wieder im alltäglichen Sprachgebrauch. Während vor einigen Jahren nur noch die älteren Einwohner die verschiedenen Varianten des Niederdeutschen (umgangssprachlich auch Plattdeutsch oder Plattdüütsch genannt) sprachen, wird wieder zunehmend darauf geachtet, Sprache und Brauchtum zu bewahren.

Saterfriesisch begegnet einem nur noch in der Gemeinde Saterland im Landkreis Cloppenburg. Diese letzte Sprachvariante des Ostfriesischen wird nur noch von etwa 1500 Menschen gesprochen, womit die Region eine der kleinsten Sprachinseln Europas ist.

Niedersächsisch als Untergruppe der niederdeutschen Sprache wird mit einigen Unterarten noch in mehreren Regionen des Landes gesprochen:

Da jedoch Amtssprache und Alltagskommunikation in allen Regionen zumindest auch auf Hochdeutsch funktionieren, muss sich kein Reisender Sorgen machen, dass man ohne Kenntnisse des Niederdeutschen (das sich für Ortsfremde zuerst einmal wirklich sehr fremd anhören kann) nicht weiterkommen könnte.

Daneben spricht und versteht man in Niedersachsen in der Regel fast grundsätzlich Englisch, dies sollte zumindest für alle Tourismusinformationen gelten. Französisch-Kenntnisse sind aufgrund der langjährigen Praxis des schulischen Sprachunterrichts nicht selten, zudem wird Niederländisch in den grenznahen Regionen zu den Niederlanden wie z.B. in der Grafschaft Bentheim meist verstanden und vielfach auch gesprochen.

EinkaufenBearbeiten

KücheBearbeiten

Ein besonders typisches niedersächsisches Gericht ist der Grünkohl, in einigen Regionen Niedersachsens auch Braunkohl genannt. Man isst ihn im Braunschweiger Land, in der Region Hannover und im Hildesheimer Umland traditionell mit Bregenwurst, deren Bezeichnung vom ursprünglich dafür verwendeten Schweinehirn (Bregen oder Brägen genannt) stammt. In anderen Regionen, in Ostfriesland wie auch in Bremen, wird der Grünkohl traditionell mit Pinkel, einer Grützwurst serviert. Auch Kasseler, Schweinebauch und grobe Bratwürste sind regional abhängig üblich. Als Reisender in Niedersachsen sollte man sich im Spätherbst - Grünkohl wird erst nach dem ersten Frost geerntet - bis in den Spätwinter hinein die Gelegenheit nicht entgehen lassen, in einem ländlichen Gasthof den traditionellen Grünkohl zu probieren - oder in den extravaganteren Restaurants eine der vielen modernen Varianten dieses vitaminreichen Gemüses.

Eine kulinarische Spezialität aus Niedersachsen ist auch die weiß-gelbe Welfenspeise nach den Farben des Adelshauses der Welfen.

StintBearbeiten

Der Stint (lat. Osmerus eperlanus) gehört zur gleichen Familie wie Lachs und Meerforelle. Wie seine großen Geschwister zieht der Stint zur Laichzeit je nach Wassertemperatur, für ein paar Wochen von Ende Februar bis April die Elbe hinauf, ein Fest für Fischliebhaber. Der Fisch ist in der Regel 15 bis 18, maximal 30 Zentimeter lang. Kennern ist bekannt, der Stint schmeckt nur, wenn er nicht älter als einen Tag ist, das soll man mit der Nase feststellen können, er hat einen leichten Gurkenduft. Die Fische werden ausgenommen und der Kopf entfernt. Vor dem Braten werden sie gesalzen und dann in Roggenmehl gewendet. Traditionell wird der Stint mit warmen Speck-Kartoffelsalat gegessen. Während der Stintsaison wird die Spezialität in Restaurants an der Elbe von der Mündung hinauf über Hamburg bis etwa Lüneburg angeboten.

Braunschweiger MummeBearbeiten

Die Braunschweiger Mumme war im Mittelalter der Exportschlager Braunschweigs. Das zähflüssige Starkbier war durch seinen hohen Alkohol- und Zuckergehalts lange haltbar und wurde deshalb als Proviant für die Seefahrt in alle Welt verkauft. Mit ihren Vitaminen und hohen Nährwert trug sie zur Ernährung der Seefahrer bei und schützte außerdem vor Skorbut. Im 18. Jahrhundert wurde dann auf den Alkohol verzichtet und es entstand der dickflüssige Malzextrakt, der heute vor allem zum Verfeinern von Speisen und Getränken verwendet wird. Die Mumme kann zum Beispiel mit Wasser, Milch, Tee und Bier gemischt werden, oder Soßen, Wurst, Käse, Kuchen verfeinern, es gibt inzwischen sogar Kochbücher zum Thema. Die Mumme wird in einigen Lebensmittelgeschäften in und um Braunschweig angeboten und auch in einem Teil der Gastronomie wird sie genutzt. Kaufen kann man die Mumme z.B. bei der Touristinfo, Kleine Burg 14 und es werden auch Führungen zu dem Thema angeboten.

NachtlebenBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

LernenBearbeiten

 
Das Welfenschloss in Hannover - Sitz der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität

Niedersachsen bietet für bildungsinteressierte Reisende viele Möglichkeiten für Studienreisen, Bildungsurlaub oder Studienaufenthalte an einer der vielen Universitäten.

Die bekanntesten Universitäten des Landes sind die Georg-August-Universität in Göttingen, die Gottfried-Wilhelm-Leipniz-Universität und die Medizinische Hochschule in Hannover und die Technische Universität in Braunschweig, gefolgt von den Universitäten in Hildesheim, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück. Universitätsstandorte sind ferner Elsfleth, Emden, Leer, Salzgitter, Suderburg, Vechta, Wilhelmshaven, Wolfenbüttel und Wolfsburg.

 
Akademie Waldschlösschen in Südniedersachsen

Niedersachsen ist zudem das Bundesland mit den meisten Heimvolkshochschulen, die ursprünglich aus der (dänischen) Arbeiterbewegung und aus der kirchlichen Bildungsarbeit heraus entstanden und in den ländlichen Strukturen Niedersachsens besonderen Erfolg hatten: Die insgesamt 23 niedersächsischen Heimvolkshochschulen bieten Bildungsulaub und Seminare mit Hotelcharakter (unterschiedlichen Standards) an, wobei die verschiedenen Bildungshäuser stets eigene Schwerpunkte haben. In Niedersachsen sind dies z.B. das Evangelische Bildungszentrum in Hermannsburg bei Celle, die älteste Heimvolkshochschule in Niedersachsen, die Katholische Akademie St. Jakobushaus in Goslar, die aus der Schwulenbewegung heraus entstandene Akademie Waldschlösschen bei Bremke in Südniedersachsen, die Politische Bildungsstätte in Helmstedt und das Internationales Haus Sonnenberg bei Sankt Andreasberg. Alle Häuser bieten neben den Seminarinhalten und Lernerfahrungen auch die Möglichkeit, auf Ausflügen den Ort und die Region kennenzulernen.

ArbeitenBearbeiten

Wer unterwegs auf Reisen Arbeit sucht, um seine Reisekasse wieder aufzubessern, wird im ländlich geprägten Niedersachsen insbesondere in der Erntezeit nicht lange nach Arbeitsmöglichkeiten suchen müssen - vorausgesetzt, man scheut weder körperlich anstrengende Arbeit noch lange Arbeitszeiten. So werden in der Spargelsaison z.B. in der Region Celle, während der Obsternte im Alten Land, aber auch während der Erdbeerzeit oder auch der Getreideernte im ganzen Land von vielen Höfen Erntehelfer gesucht - Anlaufstellen für Arbeitssuchende sind entweder die lokalen Arbeitsämter oder die Landwirtschaftskammern.

In allen touristischen Regionen werden zudem in der Urlaubszeit Aushilfskräfte gesucht, insbesondere trifft dies auf die Ostfriesischen Inseln zu, wo man den Bedarf an Küchenkräften und Reinigungspersonal nicht aus einheimischen Arbeitskräften decken kann und eigentlich immer auf Personalsuche ist. Auch im Bereich Animation und Sport werden in den Urlaubszentren an der Nordseeküste, in der Lüneburger Heide oder im Harz saisonale Mitarbeiter gesucht, im Harz auch im Bereich Wintersport.

Qualifizierte Mitarbeiter als Aushilfe oder auch für längerfristige Beschäftigungsverhältnisse sucht man in Niedersachsen zudem im Bereich der Altenpflege, hier ist ein großer Arbeitskräftemangel insbesondere in den ländlichen Regionen zu verzeichnen, so dass man auch als vorübergehende Kraft gerne eingestellt wird. Fachkräftemangel gibt es auch in vielen anderen Wirtschaftszweigen, besonders ausgeprägt auch hier oftmals in den ländlichen Gebieten. Ansprechpartner für Jobsuchende sind wie überall zuerst einmal die lokalen Arbeitsagenturen.

FeiertageBearbeiten

Nächster Termin Name Bedeutung
Montag, 1. Januar 2018 Neujahr Neujahrstag
Freitag, 30. März 2018 Karfreitag höchster christlicher Feiertag, Gedenken an die Kreuzigung Christi
Sonntag, 1. April 2018 Ostersonntag Ostern, Gedenken an die Auferstehung Christi
Montag, 2. April 2018 Ostermontag Ostern, Gedenken an die Auferstehung Christi
Dienstag, 1. Mai 2018 Maifeiertag Internationaler Tag der Arbeit
Donnerstag, 10. Mai 2018 Christi Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern, Gedenken an die Himmelfahrt Christi
Sonntag, 20. Mai 2018 Pfingstsonntag 7 Wochen nach Ostern, Gedenken an die Ausschüttung des heiligen Geistes
Montag, 21. Mai 2018 Pfingstmontag 1 Tag nach Pfingstsonntag, Gedenken an die Ausschüttung des heiligen Geistes
Mittwoch, 3. Oktober 2018 Tag der Deutschen Einheit Nationalfeiertag
Montag, 25. Dezember 2017 1. Weihnachtstag Weihnachten, Gedenken an Christi Geburt
Dienstag, 26. Dezember 2017 2. Weihnachtstag Weihnachten, Gedenken an Christi Geburt

Keine gesetzlichen Feiertage sind Heiligabend (24. Dezember) und Silvester (31. Dezember). Dennoch sind an diesen Tagen viele Betriebe ganztägig und viele Läden und Freizeiteinrichtungen ab mittags geschlossen. Je nach Stadt kann der öffentliche Nahverkehr ab dem Nachmittag stark eingeschränkt oder sogar eingestellt sein. Heiligabend ist auch der Großteil der Restaurants geschlossen.

SchulferienBearbeiten

Schulferien in Niedersachsen
Ferien 2015 2016 2017 2018
Winter 02.02.-03.02. 28.01.-29.01. 30.01.-31.01. 01.02.-02.02.
Ostern 25.03.-10.04. 18.03.-02.04. 10.04.-22.04. 19.03.-03.04.
Himmelfahrt /
Pfingsten
15.05. /
26.05.
06.05. /
17.05.
26.05. /
06.06.
30.04. /
11.05. /
22.05.
Sommer 23.07.-02.09. 23.06.-03.08. 22.06.-02.08. 28.06.-08.08.
Herbst 19.10.-31.10. 04.10.-15.10. 02.10.-13.10.
und 30.10.
01.10.-12.10.
Weihnachten 23.12.-06.01. 21.12.-06.01. 22.12.-05.01. 24.12.-04.01.

In Niedersachsen gibt es keine beweglichen Ferientage. Die langfristig festgelegten Sommerferientermine können bei der Kultusministerkonferenz nachgelesen werden.

SicherheitBearbeiten

GesundheitBearbeiten

KlimaBearbeiten

Hannover Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C 3.0 4.1 7.9 12.7 17.7 20.9 22.2 22.3 18.6 13.8 7.7 4.1 Ø 12.9
Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C -2.2 -2.0 0.3 2.9 7.0 10.3 12.0 11.7 9.4 6.0 2.3 -0.7 Ø 4.8
Niederschläge in mm 52 37 48 50 62 73 62 64 53 42 52 60 Σ 655
Regentage im Monat 11 9 10 10 10 11 10 10 9 9 11 12 Σ 122
Sonnenscheindauer pro Tag 1.3 2.2 3.4 4.8 6.7 6.7 6.4 6.4 4.5 3.4 1.7 1.1 Ø 4.1
Quelle: Wetterkontor

RespektBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.