Bayern

Freistaat und Land der Bundesrepublik Deutschland
Bundesland Bayern

Bayern ist das südlichste Bundesland Deutschlands. Es ist weitgehend hügelig bis bergig. Die Landeshauptstadt ist München. Bayern grenzt an die Bundesländer Baden-Württemberg im Westen, Hessen im Nordwesten, Thüringen und Sachsen im Norden sowie an Tschechien im Osten und Österreich im Osten und Süden. Über Vorarlberg oder den Bodensee ist es im Südwesten nicht weit in die Schweiz.

Typisch bayerisches Dorf

RegionenBearbeiten

 
Karte von Bayern

RegierungsbezirkeBearbeiten

GeographieBearbeiten

  • Bayerische Alpen
  • Bayerische Voralpen und Münchner Hausberge
  • Mittelgebirge
  • Weitere Regionen
    • Chiemgau am Chiemsee
    • 1 Hallertau (Holledau).     . Hopfenanbaugebiet nördlich von München.
    • Nördlinger Ries in Nordschwaben

StädteBearbeiten

 
München
 
Schloss Linderhof
 
Regensburg, Steinerne Brücke
  • Amberg - Schöner Altstadtkern
  • Aschaffenburg - das Tor zum Spessart
  • Augsburg* - Alte Römerstadt, mittelalterliche Stadt, Heimat der Fugger
  • Bad Reichenhall - Kurort in den Alpen
  • Berchtesgaden mit dem Nationalpark Berchtesgaden.
  • Bamberg* - Weltberühmter Dom (Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe)
  • Bayreuth - Stadt der Richard-Wagner-Festspiele
  • Burghausen - Schöne Altstadt im Inn-Salzach-Stil, längste Burg Europas
  • Coburg - historische Innenstadt und Veste Coburg.
  • Dinkelsbühl* - Komplett mittelalterliche Altstadt
  • Eichstätt - Schöne Barockstadt im Altmühltal
  • Freising - Alte Bischofsstadt mit romantischer Altstadt
  • Garmisch-Partenkirchen - Wintersportort in den Bayerischen Alpen, Ausgangspunkt zur nahen Zugspitze
  • Hof* - Kulturstadt mit Biedermeier-Innenstadt und dem Theresienstein, dem schönsten Park Deutschlands 2003.
  • Ingolstadt - Jüngste Großstadt Bayerns, ehemalige Residenz der Baiernherzöge
  • Kelheim - Befreiungshalle und schöne Altstadt
  • Kulmbach - Die heimliche Hauptstadt des Bieres
  • Landshut* - Mittelalterliche Stadt, alte Residenz der Baiernherzöge
  • Lindau* - Inselstadt am Bodensee, Bürgerhäuser aus der Renaissance
  • München* - Landeshauptstadt, Museen, Kultur
  • Neuburg an der Donau*, die Altstadt mit zahlreichen historischen Bauten aus allen Epochen zählt zu den schönsten in ganz Bayern;
  • Neu-Ulm - Die kleine Schwester von Ulm
  • Nördlingen* - Rundum begehbare Stadtmauer, Gerberviertel, Rieskrater
  • Nürnberg* - größte Stadt und kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Frankens. Bekannt für Spielzeugindustrie und Christkindlesmarkt
  • Passau* - Alte Römerstadt an der österreichischen Grenze, schöne romantische Altstadt
  • Regensburg* - Alte Römer- und Reichsstadt am Ufer der Donau (Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe)
  • Rosenheim - Schöne Altstadt im Inn-Salzach-Stil
  • Rothenburg ob der Tauber* - Komplett erhaltener mittelalterlicher Stadtkern und Stadtmauer
  • Schweinfurt - ehemalige Reichsstadt am Main
  • Wasserburg am Inn* - Kleine alte Stadt auf einer Inn-Halbinsel
  • Weißenburg in Bayern - Römische Geschichte mit Römischen Thermenanlagen
  • Wörth an der Donau - Stadt zwischen Strom und Berg (Donau und Bayerischer Wald)
  • Würzburg* - Fürstbischöfliche Residenz mit Garten ist UNESCO-Weltkulturerbe

* besonders sehenswert

Weitere ZieleBearbeiten

 
St. Bartholomä am Königssee, dahinter die Watzmann-Ostwand

HintergrundBearbeiten

Die Bayern lieben es, sich idealtypisch als die Besten darzustellen:

Die Bayern sind die traditionsbewusstesten unter den Deutschen. Die Einheimischen bewahren und pflegen im Vergleich zu anderen deutschen Stämmen ihren Wurzeln und ihren Traditionen viel stärker, weshalb sie auch manchmal als konservativ angesehen werden. Es ist wohl auch das eigenwilligste deutsche Bundesland. Bayern hat eine sehr starke Identität, da es (zunächst) ohne Bayerisch Schwaben und Franken ein Land ist, das als das Älteste noch heute in seinen angestammten Grenzen bestehende Staatsgebilde der Welt gilt. Viele Bayern sehen sich zuerst als Bayern und dann erst als Deutsche.

Kulturell sind die Bayern d.h. die Altbayern (d.h. Bayern ohne Franken und Bayerisch Schwaben) am nähesten mit den Österreichern verwandt, die (außer in Vorarlberg) auch einen baierischen Dialekt sprechen und ebenso hauptsächlich von Bajuwaren abstammen.

Über 80 % der Bayern sind katholisch. Vor allem Altbayern (Ober-, Niederbayern und die Oberpfalz) ist fast gänzlich katholisch geprägt. In Franken sind die Konfessionen jedoch ziemlich ausgeglichen vertreten. In Bayerisch Schwaben ist auch eine bedeutende Gruppe von Protestanten vertreten, vor allem in Augsburg, das seit der Reformation eine bedeutende protestantische Rolle spielt. Ein Ausnahme in Bayern bildet die Hauptstadt München, das eine internationale Stadt ist und prozentual in Deutschland den höchsten Ausländeranteil aufweist und auch sehr viele Nichtbayern beheimatet.

In bayerischen Gemeinden mit überwiegend Angehörigen der katholischen Kirche ist nach dem Gesetz Mariä Himmelfahrt (15. August) ein gesetzlicher Feiertag. Dies trifft für alle Gemeinden in Altbayern zu und für etwa die Hälfte der fränkischen Gemeinden. Für geplante Aktivitäten und auch Einkaufen sollte man sich vorher erkundigen, ob am Urlaubsort ein Feiertag ist.

BrauchtumBearbeiten

 
Leonardiritt in Benediktbeuern

Oberbayern, Niederbayern und die Oberpfalz sind mit gemeinsamen Traditionen und Brauchtum der Kulturraum Altbayern auf der Fläche des ehemaligen Kurfürstentums Bayern.

 
Osterbrunnen in Rossdorf

Der fränkische Teil Bayerns gehört erst seit dem frühen 19. Jahrhundert zum politischen Bayern und war bis dahin politisch und kulturell völlig unabhängig von Bayern.

Das bayerische Schwaben gehört zum schwäbisch-alemannischen Sprach- und Kulturraum.

Es gibt im gesamten Bayern verbreitetes Brauchtum:

MaibaumBearbeiten

Der Maibaum und dessen Aufstellung ist ein Brauch, der in Bayern vom kleinsten Weiler bis in die Landeshauptstadt München gepflegt wird.

Der Brauch hat keltische und germanische Wurzeln in der Vorzeit. Das Aufstellen des Maibaums erfolgt üblicherweise am Vortag des ersten Mai als großes Dorf- oder Stadtfest mit Blaskapelle und oft auch einem Maibaumumzug vorweg und anschließendem Maitanz.

Varianten des Maibaums sind zum Beispiel die nur einmal gebrauchte einfache, oft geschälte Fichte, die dann aber möglichst groß sein soll, oder der aufwändig bemalte und mit den Schildern der im Ort vorhandenen Gewerke versehene Zunftbaum.

Das traditionelle Maibaumstehlen erfolgt nach strengen Regeln: So ist nur das Stehlen des noch liegenden Baums erlaubt, die Auslösung des Diebesgutes durch die Bestohlenen erfolgt nicht mit Geld, sondern mit Freibier und einer Brotzeit und die Maibaumdiebe müssen den Maibaum dann auch wieder selbst zurückbringen.

Im tieferen Sinn steht das Aufstellen des Maibaums für Zusammenhalt und Gemeinschaft und wird daher in der traditionellen Form von Burschenschaften und Vereinen, oft speziellen "Maibaumvereinen") ohne maschinelle Hilfe händisch durchgeführt. Als Werkzeuge dienen lange, paarweise zu Zangen verschnürte sogenannte Scherstangen.

In der Neuzeit haben Sachzwänge oft zu Ausnahmen von dieser Tradition geführt. Viele Maibäume werden heute aus Sicherheitsgründen mit Autokränen aufgestellt. Den bekannten Münchner Maibaum am Viktualienmarkt stellen mangels großstädtischer Burschenschaft die Münchner Brauereien auf.

FronleichnamsprozessionenBearbeiten

Die feierlichen Fronleichnamsprozessionen sind ein im gesamten katholischen Bayern weit verbreiteter Brauch, das Fronleichnamsfest wird immer am Donnerstag der zweiten Woche nach Pfingsten gefeiert. Die erste Prozession in Deutschland fand 1273 in Benediktbeuern statt.

Der Prozessionsweg ist meist mit Birkenbäumchen festlich geschmückt und die Wege mit frischem Gras und einem Blumenteppich ausgelegt. Hinzu kommen oft aufwändig mit Blütenblättern gestaltete Bilder an den Stationen. Je nach Region wird die Prozession von Musikanten, Gebirgs- oder Böllerschützen begleitet. Die Teilnehmer sind oft in Tracht gekleidet.

  • Die größten Prozessionen finden in den bayerischen Großstädten mit oft mehreren Tausend Besuchern statt, die ältesten hier belegten sind die in München (1343), Würzburg (1381), Bamberg (1390) und in Freising (1407).
  • Als besonders stimmungsvoll gilt die einzige bayerische Seeprozession auf dem Staffelsee in Seehausen. Auch die in Schliersee führt bis an den See.

SchafkopfBearbeiten

Der Schafkopf ist ein traditionelles Kartenspiel und gilt in Bayern mit einer eigenen Schafkopf-Sprache als Teil des Kulturguts und als Teil der bayerischen Lebensart.

Das Kartenspiel wird von vielen Privatrunden (Männer, Frauen, oft auch gemischt) in den Dorfgasthäusern gepflegt, das oft in Komödien über Bayern gebrauchte Klischee von der Schafkopfrunde im Wirtshaus kommt der Wahrheit noch mit am nächsten. Neben der Wirtshausrunde stehen auch noch viele Schafkopfturniere, auch Preisschafkopf oder Schafkopfrennen, die in der Regel von den ortsansässigen Vereinen organisiert werden. Extremvarianten sind das Dauerschafkopfen und das Unterwasserschafkopfen.

Auch rechtlich hat das Spiel in Bayern eine Sonderstellung: es ist das einzige in der Öffentlichkeit erlaubte Glücksspiel um Geld (§ 284 StGB gilt nach Sonderregel hier nicht).

Für alle Nicht-Bayern: Skat ist dem Schafkopf in vielen Aspekten ähnlich und wird auch in Bayern von überzeugten Schafkopfern gerne gespielt, wenn der für den Schafkopf erforderliche vierte Spieler fehlt. Wer richtig Skat spielen kann, kommt meist auch sehr schnell mit dem Schafkopf zurecht. Doppelkopf wiederum ist ursprünglich eine Schafkopf-Variante mit doppeltem Blatt, in Bayern jedoch fast gänzlich unbekannt. Die Teilnahme an einem Kartenspiel im Wirtshaus oder an einem Schafkopfrennen kann auch eine recht nette Urlaubserinnerung sein.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Internationale Flughäfen sind in München der Flughafen "Franz Josef Strauß" und in Nürnberg der "Albrecht Dürer Airport".

Da Nürnberg nur eine begrenzte Anzahl internationaler Flüge hat und die ICE-Verbindung nach Würzburg exzellent ist, kann es auch sinnvoll sein, zum Flughafen Frankfurt am Main zu fliegen und von dort den Zug zu nehmen. Rail&fly bietet sich hier besonders an.

Regionaler Verkehrsflughafen in Memmingen idt der Allgäu Airport.

Verkehrslandeplätze gibt es in Augsburg, Ingolstadt und Hof.

Mit der BahnBearbeiten

Bayern ist sehr gut an das Schnellfahrnetz der Deutschen Bahn angebunden. Von München starten mehrere ICE-Linien, u.a. über Stuttgart nach Frankfurt am Main oder über Nürnberg nach Berlin bzw. Hamburg. Internationale Verbindungen, z.B. nach Wien und neuerdings per TGV (französischer Hochgeschwindigkeitszug) nach Paris.

Mit dem BusBearbeiten

Hauptartikel: Fernbusse in Deutschland

Wie in ganz Deutschland ist auch in Bayern Fernbusverkehr ein eher jüngeres Phänomen und der Markt daher noch immer in Bewegung. Von wenigen Ausnahmen abgesehen ist die Infrastruktur an den Fernbushaltestellen unzureichend oder überlastet. Jedoch gibt es vielerorts Pläne, dies zu ändern. Internationale Linien fahren die größeren Städte an.

Auf der StraßeBearbeiten

Bayern ist über das deutsche und europäische Fernstraßennetz hervorragend angebunden (z.B. von Nord nach Süd über die   und  , von West nach Ost über die  ).

Auch in Bayern sind mittlerweile für verschiedene Städte Umweltzonen ausgewiesen, in denen nur Fahrzeuge mit einer Umweltplakette erlaubt sind. Dies gilt für München, Augsburg und Neu-Ulm. Eine Umweltzone ist geplant für Regensburg. Verstöße werden mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet. Der Preis für die Plakette beträgt in der Regel 5 bis 10 Euro.

Mit dem SchiffBearbeiten

Da Bayern nicht gerade von Ozeanen umgeben ist, gibt es nur wenige Möglichkeiten der Anreise mit dem Schiff.

Ein kleiner Teil des Bodensees bei Lindau grenzt an Bayern. Hier kann man mit der Bodenseeschifffahrt übersetzen.

Eine weitere Möglichkeit bieten die schiffbaren Flüsse Main und Donau mit dem Main-Donau-Kanal. Linienverkehr wird hier nicht angeboten, aber Flusskreuzfahrten und Ausflugsverkehr sind zu finden.

MobilitätBearbeiten

Mit der BahnBearbeiten

Die Bahnen in Bayern bieten bis auf wenige Ausnahmen im Nahverkehr mindestens einen Stundentakt an. Zwischen München und Nürnberg wird sogar der schnellste Nahverkehr Deutschlands angeboten (200 km/h). Sehr gute Angebote gibt es auch in den größeren Städten. Auf dem Land gibt es gerade im Busverkehr aber doch größere Lücken im Fahrplan.

Das Bayernticket erlaubt die eintägige Nutzung der Regionalzüge in ganz Bayern, vieler in den Städten angeschlossener Verbundverkehrsmittel (S-, U-, Straßenbahnen, Busse) und fast aller Linienbusse auf dem Land. Für Fernverbindungen muss etwa gut die doppelte Fahrzeit im Vergleich zum mit dem Ticket nicht erlaubten ICE gerechnet werden.

Bayern-Ticket Single oder Bayern-Ticket Nacht 26 € (2. Klasse) bzw. 38,50 € (1. Klasse) (Stand 2020, Automatenpreis, am Fahrkartenschalter: 2,- € mehr). Bis zu 4 Mitfahrer zahlen jeweils nur 8 € (Nacht: 24 €, bzw. 35,50 € und 5 €); Gültigkeit: Mo. - Fr.: 9.00 bis 3.00 Uhr des Folgetages, Wochenende bereits ab 0.00 Uhr, Bayernticket Nacht: 18.00 bis 6.00 Uhr des Folgetages.

Das Bayern-Böhmen-Ticket für bis zu 5 Personen kostet für die 1. Person 29 € und je weitere Person 8,60 € (2020). Damit kommt man bis nach Pilsen oder Budweis.

Mit dem FahrradBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • In Schwaben ist vor allem das Allgäu mit dem Alpenvorland sehenswert. Auch die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau befinden sich in dieser Region. Außerdem ist die Fuggerstadt Augsburg mit ihrem historischen Wassersystem nennenswert. Weiter nördlich liegt das Nördlinger Ries mit einer einzigartigen Geologie.

SpracheBearbeiten

Das Fränkische im Norden hat eine eher weiche Aussprache und ist in vielen Punkten den mitteldeutschen Dialekten im Westen und Norden ähnlicher als dem bairischen im Süden. Im (Süd-)Westen spricht man den schwäbischen Dialekt sowie ganz im Süden das Allgäuerische (auch ein schwäbischer Dialekt). Ganz im Norden, nämlich in Ludwigsstadt wird Thüringisch gesprochen.

Im Osten und Südosten spricht man das eigentliche "typisch Bairische", nämlich das Niederbairische und in Oberbayern das Oberbairische. Außerdem spricht man in der Oberpfalz den Oberpfälzer Dialekt. Sprachwissenschaftlich gehören das Nieder-, Oberbaierische und das Oberpfälzische (alle drei zusammen bilden das Altbayerische) zur großen Baierischen Sprachfamilie, zu der auch fast alle Dialekte in Österreich (nur Vorarlberg spricht einen schwäbischen Dialekt) sowie das Südtirolerische in Italien gezählt werden.

Dies ist nur eine Grobeinteilung. Diese Dialekte unterscheiden sich untereinander noch je nach Region. So ist der alte Münchner Dialekt, den nur noch sehr wenige sprechen, anders als der, den ein Rosenheimer spricht.

Gerade in Franken gibt es (zumindest historisch) teilweise erhebliche Unterschiede zwischen den Dialekten benachbarter Dörfer, da diese als ehemalige Bestandteile verschiedener souveräner Territorien auch aufgrund der konfessionellen Spaltung zwischen Protestanten und Katholiken wenig Kontakt untereinander hatten. Dies hat sich jedoch spätestens mit dem Zustrom der Heimatvertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg, sowie der Arbeitsmigration in jüngerer Zeit immer mehr abgeschliffen. Erlangen ist ein gutes Beispiel hierfür, da durch Siemens und Universität viele "Zugereiste" keinen oder nur ihren heimatlichen Dialekt sprechen.

AktivitätenBearbeiten

Baden
Die Badeverordnung in Bayern lief im Herbst 2013 aus und wurde nicht weiter verlängert, demnach ist das Nacktbaden in Bayern nicht mehr grundsätzlich verboten. Geregelt wird das dann durch Verordnungen der jeweiligen Kommunen. Zahlreiche Seen und Flüsse laden zum Baden ein. Besonders bekannt ist die Isar bei München, sowie der Starnberger See
Rafting
Wildwasserrafting ist in Bayern auf den Flüssen Iller im Allgäu und Isar in Oberbayern möglich.
Canyoning
Die einzige deutsche Region, die Canyoning Touren ermöglicht, ist das Allgäu.
  • Wandern
  • MTB
  • Skifahren
  • Langlaufen
  • Reiten
  • Tauchen
  • Klettern

EinkaufenBearbeiten

Bayern hat eines der striktesten Ladenschlussgesetze Deutschlands. Von wenigen Ausnahmen in größeren Bahnhöfen (Nürnberg, München und einigen Geschäften in anderen Bahnhöfen) sowie Tankstellen abgesehen, machen alle Geschäfte spätestens um 20 Uhr zu. Samstags darf zwar ebenfalls bis 20 Uhr geöffnet werden, doch gerade auf dem Land gibt es viele kleinere Geschäfte, die teilweise deutlich früher zu machen. Bäcker haben teilweise auch sonn- und feiertags am Vormittag geöffnet. Wenn Bäckereien über Sitzgelegenheiten verfügen dürfen sie auch den ganzen Sonntag öffnen. Von Zeit zu Zeit gibt es verkaufsoffene Sonntage. Während solcher Ereignisse muss mit vollen Geschäften Straßen und Parkplätzen gerechnet werden. Teilweise gilt allerdings im ÖPNV ein Sonderfahrplan, um dem Verkehrschaos Herr zu werden.

KücheBearbeiten

 
Schweinshaxe mit Klößen

Die traditionelle bayerische, schwäbische und fränkische Küche ist im Allgemeinen deftig, würzig und herzhaft. Dies ist vor allem auf die ländlich, bäuerlich geprägte Vergangenheit des Volkes zurückzuführen, welches nach anstrengender körperlicher Arbeit nahrhafte Mahlzeiten brauchte. Eine Gelegenheit, fränkische Küche näher kennen zu lernen bieten neben den Wirtshäusern auch die Bierkeller in Franken, wo es meist mindestens kalte, oft aber auch warme Speisen zu fairen Preisen gibt. Da die Bayern ein sehr "barockes" Volk sind, sind sie den leiblichen Genüssen sehr zugetan und der Geschmack und Genuss ist vor allem in den katholisch geprägten Gegenden ein fest verankerter Bestandteil der Kultur. In den Städten entwickelte sich schon sehr früh eine verfeinerte Version der bayerischen Küche. So wurden z.B. in Regensburg die vielen Gäste aus ganz Europa aufgrund des Immerwährenden Reichstages zu Regensburg (1663 – 1806) durch eine gehobene Gastronomie verköstigt. Und auch die bayerischen Herzöge und später Könige waren den leiblichen Genüssen sehr zugetan und gaben wichtige Anstöße für die bayerische Küche, so die Bayerische Crème. Heutzutage gibt es eine starke Bewegung die traditionellen Rezepte leichter zu gestalten, um sie an die veränderten Lebensweise anzupassen. Ein bekannter Vertreter für die "neue bayerische Küche" ist der bekannte Star-Koch Alfons Schuhbeck.

Eine Übersicht über die von der EU geschützten bayerischen Erzeugnisse und Spezialitäten gibt es auf www.spezialitaetenland-bayern.de (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten).

NachtlebenBearbeiten

Tanzverbot an stillen TagenBearbeiten

Die aktuelle Regelung stammt aus dem Jahre 2012: Stille Feiertage sind laut bayerischem Gesetz Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Allerheiligen, der Volkstrauertag, Buß- und Bettag, der Totensonntag und der Heiligabend von 14 Uhr an. Nach der Regelung darf in den Nächten an diesen stillen Feiertagen vom Vortag bis in die Nacht am stillen Feiertag um 02 Uhr getanzt werden. Ausnahmen sind der ganztägig geschützte Karfreitag und Karsamstag mit komplettem Tanzverbot. An Fronleichnam gibt es in Bayern, im Unterschied zu Hessen und Baden-Württemberg, kein Tanzverbot.

An den stillen Feiertagen sind öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen nur erlaubt, wenn der entsprechende ernste Charakter gewahrt ist: eine dezente Hintergrundmusik ist demnach zulässig. Am Karfreitag ist außerdem in Räumen mit Schankbetrieb „musikalische Darbietung jeglicher Art“ verboten.

UnterkunftBearbeiten

Im Fremdenverkehrsland Bayern gibt es viele Möglichkeiten zu übernachten, vom Fünf-Sterne-Hotel bis hin zur Übernachtung im Heu auf einem Bauernhof. Es wird sich für jeden Gusto und jeden Geldbeutel etwas finden. Auskünfte über Übernachtungsmöglichkeiten geben die örtlichen Fremdenverkehrsämter.

LernenBearbeiten

Bayern hat trotz Pisa einen guten Ruf in der Schullandschaft Deutschlands.

Auch die Hochschulen, von großen Universitäten wie in München bis zu kleinen Hochschulen wie in Deggendorf, bieten eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten.

ArbeitenBearbeiten

Mit Baden-Württemberg hat Bayern die geringste Arbeitslosenquote in Deutschland. Gerade nach München zieht es viele Arbeitnehmer aus anderen Regionen. Wichtige Konzerne von Weltruf haben in Bayern und Franken ihre Hauptsitze oder zumindest wichtige Zweigstellen, als da wären: Allianz und BMW in München, Adidas Puma und INA Schäffler in Herzogenaurach, Siemens in Erlangen. Auch die Universitäten und Forschungseinrichtungen in Erlangen, Nürnberg, München und anderswo ziehen weltweit Arbeitnehmer an. In Nürnberg befindet sich darüber hinaus der Hauptsitz der Bundesagentur für Arbeit.

FeiertageBearbeiten

Bayern hat die meisten öffentlichen Feiertage in Deutschland. Die Stadt Augsburg überbietet dies sogar noch um einen Tag, durch das jährlich am 8. August stattfindende Hohe Friedensfest.

Nächster Termin Name Bedeutung
Samstag, 1. Januar 2022 Neujahr Neujahrstag
Donnerstag, 6. Januar 2022 Heilige Drei Könige Epiphanie
Freitag, 15. April 2022 Karfreitag höchster christlicher Feiertag, Gedenken an die Kreuzigung Christi
Sonntag, 17. April 2022 Ostersonntag Ostern, Gedenken an die Auferstehung Christi
Montag, 18. April 2022 Ostermontag Ostern, Gedenken an die Auferstehung Christi
Sonntag, 1. Mai 2022 Maifeiertag Internationaler Tag der Arbeit
Donnerstag, 26. Mai 2022 Christi Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern, Gedenken an die Himmelfahrt Christi
Sonntag, 5. Juni 2022 Pfingstsonntag 7 Wochen nach Ostern, Gedenken an die Ausschüttung des heiligen Geistes
Montag, 6. Juni 2022 Pfingstmontag 1 Tag nach Pfingstsonntag, Gedenken an die Ausschüttung des heiligen Geistes
Donnerstag, 16. Juni 2022 Fronleichnam Katholisches Hochfest der leiblichen Gegenwart Christi in der Eucharistie
Sonntag, 8. August 2021 Hohes Friedensfest (auf Augsburger Stadtgebiet beschränkt) Die Augsburger Protestanten feiern das 1648 durch den Westfälischen Frieden eingeleitete Ende ihrer Unterdrückung
Sonntag, 15. August 2021 Mariä Himmelfahrt (gilt nur für 80% der Landkreise Bayerns) Katholisches Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel
Sonntag, 3. Oktober 2021 Tag der Deutschen Einheit Nationalfeiertag
Montag, 1. November 2021 Allerheiligen Christliches Fest, zu dem aller Heiligen gedacht wird
Samstag, 25. Dezember 2021 1. Weihnachtstag Weihnachten, Gedenken an Christi Geburt
Sonntag, 26. Dezember 2021 2. Weihnachtstag Weihnachten, Gedenken an Christi Geburt

Früher hatten alle Dörfer, egal ob evangelisch oder katholisch, jeweils einen eigenen Termin zur Kirchweih. Der Obrigkeit wurde zu viel gefeiert, so führte sie, statt der Feiern zu unterschiedlichen Terminen, die Allerweltskirchweih ein, einen Kirchweihtag für alle. Der dritte Sonntag im Oktober wurde als Termin für die Allerweltskirchweih festgesetzt. In weiten Teilen Bayerns und Frankens wird der Festtag heute noch begangen.

Keine gesetzlichen Feiertage sind Heiligabend (24. Dezember) und Silvester (31. Dezember). Dennoch sind an diesen Tagen viele Betriebe ganztägig und viele Läden und Freizeiteinrichtungen ab mittags geschlossen. Je nach Stadt kann der öffentliche Nahverkehr ab dem Nachmittag stark eingeschränkt oder sogar eingestellt sein. Heiligabend ist auch der Großteil der Restaurants geschlossen.

SchulferienBearbeiten

Schulferien in Bayern
Ferien 2020 2021 2022 2023 2024
Winter 24.02.-28.02. 15.02.-19.02. 28.02.-04.03. 20.02.–24.02. 12.02.–16.02.
Ostern 06.04.-18.04. 29.03.-10.04. 11.04.-23.04. 03.04.–15.04. 25.03.–06.04.
Pfingsten 02.06.-13.06. 25.05.-04.06. 07.06.-18.06. 30.05.–09.06. 21.05.–01.06.
Sommer 27.07.-07.09. 30.07.-13.09. 01.08.-12.09. 31.07.–11.09. 29.07.–09.09.
Herbst 31.10.-06.11. 02.11.-05.11. 31.10.-04.11. 30.10.–03.11.
Weihnachten 23.12.-09.01. 24.12.-08.01. 24.12.-07.01. 23.12.–05.01.

In Bayern gibt es keine beweglichen Ferientage. Die langfristig festgelegten Sommerferientermine können bei der Kultusministerkonferenz nachgelesen werden.

SicherheitBearbeiten

Bayern gilt als sicherste Region Deutschlands, wenn nicht ganz Europas. Nichtbayern fällt auch oftmals die stärkere Präsenz der Polizei auf bayerischen Straßen auf. Die größte Gefahr für Ihre Brieftasche stellen nur die hohen Preise vor allem in München dar.

Dennoch kann es auch hier, vor allem an stark frequentierten touristischen Brennpunkten (Christkindlmärkte, Oktoberfest …) zu Taschendiebstählen kommen. Wie auf der ganzen Welt sollte man immer die nötige Sorgfalt walten lassen und seine Taschen nicht offen stehen lassen und Wertsachen gut verstauen.

Ein Wort zur bayrischen Polizei: Sei es aufgrund der vorherrschenden konservativen politischen Stimmung oder aus "Langeweile" wegen der geringen Kriminalitätsrate, ist diese - selbst für deutsche Verhältnisse - extrem streng und rigoros was zum Beispiel kleinere Mengen Cannabis zum Eigengebrauch oder auffälliges Verhalten unter Alkoholeinfluss in der Öffentlichkeit angeht. Auch Gesetze wie das oben erwähnte Tanzverbot werden in Bayern rigoros durchgesetzt. Vieles, was in Hamburg oder Berlin - wenn überhaupt - einen tadelnden Blick der Polizei einbringt, wird in Bayern mit der ganzen Härte der Staatsgewalt verfolgt. Auch und besonders in Großstädten wie München oder Nürnberg.

GesundheitBearbeiten

  • bundesweite Bereitschaftsdienstnummer 116 117 (kostenfrei)
  • Große Gebiete Bayerns sind als FSME-Risikogebiet eingestuft. Dabei handelt es sich um Gebiete, in denen zwischen 1985 und 2004 mindestens fünf Erkrankungen durch Frühsommer-Meningoenzephalitis oder mindestens 2 FSME-Erkrankungen innerhalb eines Jahres registriert wurden. Einzige Ausnahme ist das Allgäu.

Praktische HinweiseBearbeiten

RauchenBearbeiten

Nach einigem politischen Wirrwarr und einem Volksentscheid im Juli 2010 gilt in Bayern das bundesweit schärfste Rauchverbot ohne Ausnahmen für alle öffentliche Bereiche: In Diskotheken, Kneipen (einschließlich der Nebenräume, Eckkneipen und Vereinsheime) und auch in den Festzelten auf dem Oktoberfest darf nicht mehr geraucht werden.

KlimaBearbeiten

Nach Klimazonen besteht Bayern im südlichen Teil aus den alpennahen Regionen, den Mittelgebirgsregionen in ganz Bayern und den geschützten Flusstälern an Main, Donau und am Bodensee. Am Alpenrand im Süden Oberbayerns erreicht Bayern alpine Klimazonen. An einigen Stellen in den Berchtesgadener Alpen, im Karwendel und im Wetterstein wird sogar die hoachalpine Zone über 2000 m überschritten.

Haupteinfluss auf ganz Bayern üben ganzjährig die fast ungebremsten Staulagen der atlantischen Tiefs mit kalter Nordseeluft und die durch die Alpenbarriere abgeschirmten Mittelmeertiefs mit ihren Föhnlagen vorwiegend im südlichen Teil Bayern aus.

Die Folge sind bei einem Störungseinfluss aus einem Tiefdruckgebiet starke Niederschläge auf der dem Wetter zugewendeten Seite des Gebirges (Alpen und Mittelgebirge) und deutlich geringere Niederschläge oder sogar Föhn auf der dem Wetter abgewendeten Seite der Berge. Föhn kommt auch in den bayerischen und fränkischen Mittelgebirgen vor, ist dann aber meist nur von kurzer Dauer ("ein halber Tag"), verglichen mit den oft mehrtägigen Föhnlagen im Voralpenraum als Folge eines ausgeprägten Mittelmeertiefs.

Insgesamt gilt, das einheitliche Wetterlagen in Bayern eher selten sind. Es ist häufig der Fall, dass im Süden Bayerns Sonne ist und im Norden bewölkt oder umgekehrt.

Allgemein erhält der im Stauraum der hohen Alpenbarriere gelegene Süden Altbayerns wesentlich mehr Niederschläge als das trockenere Franken. Die westliche und atlantiknahe Region bei Aschaffenburg am Untermain gilt als eher mild, während der östliche Teil Oberfrankens mit seinen strengen Wintern schon mal als bayerisch Sibirien tituliert wird.

Im Schnitt scheint an 1750 Stunden im Jahr die Sonne in Bayern. Deutschlandweit gesehen liegt der Freistaat damit auf dem zweiten Platz. Der jährliche Niederschlag in Bayern beträgt rund 700 mm und liegt damit fast auf dem Niveau des bundesweiten Durchschnitts (730 mm).

AusflügeBearbeiten

Empfehlenswerte Ausflugsziele sind z.B. Salzburg, das unmittelbar an der bayerischen Grenze liegt und natürlich ganz Österreich. Von München ist es nicht weit nach Italien. So scheinen Bozen und Südtirol, der Gardasee oder Venedig nur einen Katzensprung entfernt zu sein. Im Osten lockt auch das goldene Prag und Tschechien.

LiteraturBearbeiten

  • Daniel Burger: Festungen in Bayern. Regensburg: Schnell + Steiner, 2008, Deutsche Festungen / Band 1, ISBN 978-3-7954-1844-1; 208 Seiten. 16,90 €
  • Jürgen Kaiser: Klöster in Bayern, 1200 Jahre Kunst, Kultur und Alltagsleben. Stuttgart: Theiss, 2005, ISBN 3-8062-1897-8; 160 Seiten.
  • Karl Gattinger: Genuss mit Geschichte, Einkehr in bayerischen Denkmälern - Gasthöfe, Wirtshäuser und Weinstuben. München: Volk, 2009, ISBN 978-3-937200-70-5; 192 Seiten.

WeblinksBearbeiten

MuseenBearbeiten

NationalparksBearbeiten

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