Schweiz

Staat in Mitteleuropa

Die Schweiz (frz. Suisse, ita. Svizzera, rät. Svizra; amtlich Schweizerische Eidgenossenschaft) ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Sie ist nicht Mitglied der Europäischen Union, ist jedoch am 1. November 2008 dem Schengener Abkommen beigetreten. Nachbarländer sind Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien und Liechtenstein. Die Schweiz ist in 26 Kantone unterteilt, davon 6 Kantone mit halber Standesstimme (früher Halbkantone genannt).

Die Alpen spielen für die Schweizer Identität und Kultur sowie den Tourismus und die Kommunikation eine wichtige Rolle. Die Schweizer Alpen machen ungefähr 60 % der Landesfläche aus. Das Mittelland, wo alle großen Städte (außer Basel) liegen, macht rund 30 % aus. Es ist dicht besiedelt, aber auch von Landwirtschaft und Industrie geprägt. Die restlichen 10 % belegt der Schweizer Jura, eine Gebirgskette, die sich von Genf bis Schaffhausen erstreckt.

Eine Besonderheit ist die Schweizerische Eidgenossenschaft auch ihrer weltweit einzigartigen halbdirekten Demokratie und Vielfalt an Landessprachen wegen. Gemäß Artikel 70, Absatz 1 der Verfassung sind Deutsch, Französisch und Italienisch gleichberechtigte Amtssprachen, wobei Rätoromanisch im Verkehr mit Rätoromanisch sprechenden Personen auch Amtssprache des Bundes ist.

RegionenBearbeiten

 
Schweizer Verwaltungsgliederung

Die Schweiz kann grob in die Regionen Mittelland, Jura, Alpen und Südschweiz eingeteilt werden. All diese Regionen haben ganz klare Unterschiede. So sind die Alpen und der Jura gebirgig, während das Mittelland mehrheitlich hügelig ist. Die Südschweiz hat eine große Zahl von Alpenausläufern und ist vor allem bekannt für ihre Seen, die geographisch zur oberitalienischen Seenplatte gehören.

Das Land gliedert sich in die folgenden Regionen, die sich teilweise auch überschneiden:

KantoneBearbeiten

Die Schweiz setzt sich aus sechsundzwanzig Kantonen zusammen. Davon gelten sechs, nämlich Appenzell Ausserrhoden/Appenzell Innerrhoden, Basel-Stadt/Basel-Landschaft und Nidwalden/Obwalden als Kantone mit halber Standesstimme, früher "Halbkantone" genannt.

Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Bern, Freiburg, Genf, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Uri, Waadt, Wallis, Zug, Zürich

StädteBearbeiten

Die grössten Städte der Schweiz sind

Beliebte Touristenziele sind ausserdem Luzern, Lugano, Montreux, Interlaken, Zermatt und Sankt Moritz.

Neben den großen Städten sind auch viele kleinere einen Besuch wert. Eine Auswahl davon ist: Aarau, Appenzell, Ascona, Bellinzona, Biel, Chur, Estavayer, Freiburg, Locarno, Martigny, Rapperswil-Jona, Neuenburg, St. Gallen, Sitten, Solothurn, Thun, Vevey Winterthur, Schaffhausen, Schwyz.

Weitere ZieleBearbeiten

In den Hochalpen liegen erstklassige Reiseziele wie etwa Grindelwald im Berner Oberland, Verbier im Wallis, der Titlis in der Innerschweiz und das Berninagebiet im Engadin.

Die Schweizer Alpen weisen einige besonders hoch gelegene und daher schneesichere Skigebiete auf, so etwa bei Zermatt, Sankt Moritz, Verbier, Crans-Montana, Andermatt, Grindelwald, Arosa und Saas-Fee.

Beliebt sind auch die Gebiete um die grossen Seen am Nord- und am Südrand der Alpen. Dazu zählen inbesondere der Genfersee (Lac Léman), der Bodensee, der Zürichsee, der Thunersee, der Vierwaldstättersee und der Luganersee. Das Gebiet rund um Bielersee, Murtensee und Neuenburgersee bildet zusammen genommen das «Seeland», das wegen der fruchtbaren Landwirtschaftsböden als der «Gemüsegarten der Schweiz» bekannt ist.

Andere Reiseziele, die für die Landschaft typische sind, finden sich etwa in den Voralpen und der voralpinen Hügelzone; hier sind insbesondere das Appenzell mit dem Säntis, die Innerschweiz mit der Rigi, das Emmental, die Freiburger Alpen (Greyerz) und die Waadtländer Voralpen mit den traditionsreichen Grand Hotels bei Vevey einen Abstecher wert.

HintergrundBearbeiten

Die Schweizerische Eidgenossenschaft ging aus den Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden hervor. Als Gründungsdokument gilt der Bundesbrief von 1291. Der heutige republikanische Bundesstaat besteht seit 1848.

AnreiseBearbeiten

EinreiseBearbeiten

Einreisebestimmungen sind beim Bundesamt für Migration (BFM) einsehbar. Seit dem 1. November 2008 gehört die Schweiz zum Schengen-Raum, womit die Einreise meist ohne Vorzeigen eines Ausweises möglich ist. Für Bürger der Europäischen Union reicht der nationale Identitätsausweis (Personalausweis) oder Pass zur visumfreien Einreise als Tourist. Für Personenkontrollen ist die Grenzwache zuständig, diese können auch von "fliegenden Patrouillen" im rückwärtigen Raum durchgeführt werden.

Da die Schweiz nicht zum EU-Raum gehört, können an den Grenzen Warenkontrollen durchgeführt werden; dafür sind die Organe der Zollverwaltung zuständig. Vor allem für im Land hergestellte Lebensmittel (Milchprodukte, Fleisch, alkoholische Getränke) sind die Grenzwerte niedrig und die Überschreitung kann happige Strafzölle zur Folge haben. Pro Person können Waren bis zu einem Grenzwert von 300.- Fr. frei eingeführt werden, teurere Neuwaren müssen bei der Einfuhr angemeldet werden, woraufhin die Mehrwertsteuer zu entrichten ist. Ebenfalls unterliegen grössere Devisenbeträge der Anmeldepflicht.

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Der grösste Flughafen der Schweiz ist der 1 Flughafen Zürich        (IATA: ZRH). Die meisten Linienflüge gehen ab Zürich, 2 Flughafen Genf      (IATA: GVA) und dem 3 EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg        (IATA: BSL, MLH, EAP). Weitere, allerdings kleinere, Flughäfen sind 4 Flughafen Lugano-Agno        (IATA: LUG), 5 Flughafen Bern-Belp      (IATA: BRN) und 6 Flugplatz St. Gallen-Altenrhein      (IATA: ACH)

Mit der BahnBearbeiten

  • Von Deutschland aus gibt es direkte Züge zwischen Zürich und Basel und europäischen Destinationen wie Frankfurt am Main, Hamburg oder beispielsweise auch Berlin. Nachtzüge bedienen Städte wie beispielsweise Prag, Dresden, Hamburg, Berlin, Kopenhagen oder Amsterdam. Von Zürich gibt es direkte Verbindungen nach Stuttgart und München.

Von Zürich aus verkehren auch Züge nach Österreich, wie beispielsweise nach Innsbruck, Salzburg oder Wien. Nachtzüge verkehren bis Wien und manchmal auch weiter nach Budapest.

TGV-Verbindungen nach Frankreich bestehen von Basel, Bern, Neuenburg, Lausanne und Genf nach Paris, von Basel und Genf nach Lyon und von Basel und Lausanne nach Dijon. Daneben gibt es auch TER-Züge von Basel nach Strasbourg.

Von Zürich, Bern, Basel und dem Wallis / Tessin gibt es direkte Züge nach Mailand.

Nachdem viele Nachtzugverbindungen aus Rentabilitätsgründen gestrichen worden waren, zeichnet sich aufgrund der zunehmenden Sensibilisierung in ökologischen Fragen eine Verbesserung des internationen Nachtzugangebots ab.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) bieten für Reisende aus dem Ausland diverse Pauschalangebote an. Mit dem Swiss Travel Pass etwa erhalten Reisende während 3, 4, 8 oder 15 Tagen freie Fahrt auf den meisten Bahn-, Postauto- und Schifffahrtslinien. Davon ausgenommen sind allerdings viele Bergbahnen. Gültig sind auch Interrail-Tickets. Wer einen Tagesausflug plant, findet vielleicht bei Railaway ein vergünstigtes Angebot. Die einfachste Art, die Fahrkarte zu lösen (wenn auch nicht in jedem Fall die preisgünstigste) ist die Nutzung der SBB App auf dem Smartphone: nachdem die Fahrt mit dem elektronischen Fahrplan geplant wurde, kann man die Fahrkarte gleich online kaufen, sie wird in Form eines QR-Codes auf dem Smartphone hinterlegt.

Günstige Tageskarten gibt es auch bei fast allen Gemeinden in der Schweiz, die unpersönliche Generalabonnements zur Verfügung stellen (CHF 30.00 bis 45.00 pro Tageskarte). Dazu braucht man kein Halbtaxabo, allerdings bieten viele Gemeinden das Angebot nur den eigenen Einwohnern an. Hier die Liste der angeschlossenen Gemeinden: Tageskarten Gemeinde

Die meisten grösseren Städte sind im Halbstunden-Takt miteinander verbunden.

Bahnfahren in der Schweiz ist, sofern man nicht die oben genannten Pauschalangebote oder Interrail nutzt, im europäischen Vergleich, relativ teuer. Hinzu kommt, dass die Züge in den Stoßzeiten auf den Hauptverkehrsachsen (abseits der Touristenstrecken) überfüllt sind. Die Schweiz hat viele touristisch interessante Strecken, bei denen eine Bahnfahrt sich lohnt (z. B. Glacier-Express, Gotthardstrecke, verschiedene Bergbahnen usw.).

Es ist in der Schweiz darauf zu achten, dass man nicht ohne gültiges Billett (Fahrausweis) in einen Zug einsteigt. Im Zweifelsfall kann am Bahnschalter Rückfrage gemacht werden oder der Kondukteur (Schaffner) vor dem Einsteigen gefragt werden. Die Strafgebühren sind sonst hoch (üblicherweise 100 Franken Grundgebühr und zusätzlich der Fahrtpreis).

Mit dem BusBearbeiten

Es verkehren diverse Fernbuslinien vor allem europäischer Anbieter in und durch die Schweiz. Vor allem aus/nach Deutschland, den osteuropäischen Ländern, dem Baltikum und dem Balkan sowie Spanien und Portugal besteht ein breites Angebot. Angesteuert werden vor allem die Städte Zürich, Basel, Bern, St. Gallen, Lausanne und Genf. Die internationalen Anbieter dürfen aufgrund des Cabotageverbots keine Reisenden auf Strecken innnerhalb der Schweiz zur Umgehung des Transportmonopols der öffentlichen Anbieter transporieren.

Nationale Fernbuslinien hingegen sind wegen des dichten Bahnnetzes bis auf die PostAuto-Linien ChurBellinzona (praktisch stündlich) und St. MoritzLugano (verkehrt selten) kaum existent.

Auf einigen touristischen PostAuto-Linien ist eine Reservation obligatorisch. Reservationen sind kostenlos und können bis zu einer Stunde vor Abfahrt getätigt werden. Auf einigen touristischen Linien wird ein Zuschlag erhoben.

Auf der StraßeBearbeiten

Die meisten an die Schweizer Grenze führenden Autobahnen haben einen Autobahngrenzübergang oder zumindest eine hochwertige weiterführende Strasse. Von Deutschland aus sind die Hauptrouten ab Frankfurt/Main dem Rhein entlang nach Basel, ab Stuttgart über Singen nach Schaffhausen, ab München über Bregenz zum Grenzübergang Lustenau bei St. Margarethen, welcher auch bei Anreise von Österreich über den Arlberg verwendet wird.

Von Südfrankreich kommend ist der Übergang bei Genf der wichtigste, vom Elsass fährt man über Basel. Von Italien via Mailand wird meist der Übergang Chiasso oder der Simplonpass benutzt.

MobilitätBearbeiten

 
SBB InterCity Neigezug

Das öffentliche Verkehrssystem in der Schweiz ist sehr gut ausgebaut. Die meisten Orte sind im Halbstundentakt mit der nächstgrößeren Stadt verbunden, selbst abgelegene Dörfer können meist mit der Bahn oder dem Postauto erreicht werden. Die grösseren Städte mit ihren Agglomerationen verfügen über ein dichtes öffentliches Verkehrsnetz. Der Fahrplan lässt sich bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) online abrufen. Mit der SBB App kann auf dem Smartphone dank dem elektronischen Fahrplan die Route geplant (inklusive Angabe von Liniennummern, Bahnsteigen und Umsteigezeiten) und durch eine integrierte Funktion gleich der Fahrausweis online erworben werden.

Zunehmend kommen im öffentlichen Verkehr Zonen - Tarifsysteme zum Einsatz, die SBB App vereinfacht den Kauf des die benötigten Zonen abdeckenden Fahrausweises. Populär in der Schweiz ist das Halbtax-Abonnement, Inhaber fahren gleich wie Kinder zum halben Preis.

VerkehrsregelnBearbeiten

 
Vignette aus dem Jahr 2011
 
Höchstgeschwindigkeiten
 
grün: Autobahn
blau: Hauptstraße
 
Ortsendeschild
Vignette
Um Autobahnen und Autostraßen benutzen zu dürfen, muss eine Autobahn - Vignette gekauft werden. Diese gilt für PKW, Motorräder, Wohnmobile sowie alle übrigen, privat nutzbaren Motorfahrzeuge bis zu einem Maximalgewicht von 3,5 Tonnen für beliebig viele Fahrten innerhalb eines Kalenderjahres (Jahresvignette, von 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres). Im Gegensatz zu anderen Alpenländern wird keine Sondermaut für Straßentunnel (z. B. Gotthardtunnel) fällig. Anders als in Österreich sind in der Schweiz jedoch PKW-Anhänger ebenfalls vignettenpflichtig. Der Preis für eine Autobahnvignette beträgt für das Jahr 2021 40,00 SFr. bzw. 38,50 €. Die Vignette ist online bei der Schweizer Post, der Deutschen Post, dem ADAC, dem ÖAMTC und weiteren Verkaufsstellen sowie offline an Tankstellen, in Postfilialen, an Raststätten und an den grösseren Grenzübergängen erhältlich. Die Vignette ist bei PKW und Wohnmobilen an einer von außen gut sichtbaren Stelle an der Innenseite der Windschutzscheibe zu platzieren, bei Motorrädern an einem gut erkennbaren und nicht auswechselbaren Teil des Fahrzeuges (links am Gabelholm oder am Tank) sowie bei Anhängern an der linken Vorderfront.
Geschwindigkeitsbeschränkungen
120 km/h auf Autobahnen, 100 km/h auf Autostraßen (Kraftfahrstraßen), 80 km/h auf Überlandstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften, 50 km/h innerorts, sofern keine andere Geschwindigkeit signalisiert ist. In vielen Städten und Dörfern bestehen auch Tempo-30-Zonen. Es empfiehlt sich, diese Grenzen einzuhalten, die Strafen können empfindlich teuer werden (bei 61 km/h statt 50 km/h innerorts: 250 Franken). Bei Überschreitung von 15 km/h innerorts, 20 km/h außerorts und auf Autostrassen bzw. 25 km/h auf Autobahnen kann nebst einer vom Einkommen abhängige empfindliche Busse der Fahrausweis entzogen werden, bei weiteren 5 km/h mehr ist dies meist zwingend (für Ausländer: nebst der Busse zumindest der Entzug der Fahrberechtigung in der Schweiz). Bei massiven Geschwindigkeitsübertretungen (70 km/h auf Tempo-30-Zonen, Überschreitung innerorts um 50 km/h, 60 km/h außerorts und Autostrassen bzw. 80 km/h auf Autobahnen) liegt die Mindeststrafe bei einem Jahr Freiheitsstrafe, zudem wird das Fahrzeug beschlagnahmt. Wird ein Anhänger mitgeführt, so gelten abgesehen von der generellen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h die gleichen Geschwindigkeiten wie ohne Anhänger. Anhänger, die in Deutschland für 100 km/h zugelassen sind, haben in der Schweiz die 80 km/h-Limite einzuhalten; die Zulassung gilt in der Schweiz nicht (man beachte: bei 100 km/h auf Autostrassen oder 105 km/h auf Autobahnen droht Entzug der Fahrberechtigung, vgl. weiter oben).
Kennfarben der Wegweisung
Autobahnen und Autostrassen werden mit grünen Wegweisern und Distanztafeln angezeigt (die Autobahnnummerierung in rot), vortrittsberechtigte Hauptstraßen mit blauen Wegweisern und Ortsschildern, nicht vortrittsberechtigte Nebenstraßen mit weißen Schildern. Auf der Rückseite der Ortsschilder (beim Verlassen des Orts) wird zuoberst in kleiner Schrift über der Trennlinie die nächste Ortschaft angezeigt, unten in grösserer Schrift das nächste wichtige Streckenziel (meist mit Distanzangabe). Umleitungen werden in oranger Farbe signalisiert, gelbe Schilder dienen dem militärischen Verkehr. Die Straßennummerierung ist praktisch nur bei den Autobahnen von Bedeutung.
Alkohol und Drogen
In der Schweiz gilt ein Blutalkoholgrenzwert im Straßenverkehr von 0,5 ‰. Wird man mit einem tieferen Alkoholkonsum in einem Unfall verwickelt, so kann das dennoch zivilrechtliche Folgen nach sich ziehen. Bei illegalen Drogen gilt eine absolute Nulltoleranz. Daher sollte generell bei Konsum von Alkohol das Auto stehengelassen, der öffentliche Verkehr genutzt oder ein Taxi gerufen werden.
Navigationsgeräte
Achtung, das Mitführen von gespeicherten «Blitzern» ist verboten und wird mit dem Einziehen des Gerätes und bis zu 3000 Franken Strafe geahndet. Navigationsgeräte jüngeren Datums deaktivieren daher anhand des aktuellen Standorts die Radar-Funktionen von sich aus. Bei älteren Geräten muss darauf geachtet werden, dass keine Blitzer in den Points of Interest im Gerät gespeichert sind, auch wenn diese mit dem Gerät mitgeliefert worden sind. Das schlichte «Abstellen» von solchen Points of Interests genügt nicht. Navigationsgeräte dürfen nicht an der Frontscheibe angebracht werden, wenn sie das Sichtfeld versperren.
Sonstige Unterschiede zu Deutschland und Österreich
In der Schweiz haben die Ortstafeln keinen Einfluss auf die erlaubte Geschwindigkeit. Die Innerortsgeschwindigkeit gilt dort ab dem Signal «50 generell» und hört beim Signal «Ende 50 generell» auf. Bei idealen Bedingungen darf auf Autobahnen nicht langsamer als 80 km/h gefahren werden. Rechtsüberholen an mehrspurigen Strassen ist innerorts, ähnlich wie auf Autobahnen, ebenfalls verboten, falls die einzelnen Fahrstraßen nicht in unterschiedliche Richtungen führen. Rechtsüberholen führt in der Regel zum Ausweisentzug. Tagesüber wird mit Licht gefahren (Tagfahrlicht bzw. in Ermangelung eines solchen mit Abblendlicht).

AlpenstraßenBearbeiten

 
Postauto auf dem Grimselpass

Tipps für den Straßenverkehr in den Bergen:

  1. Die gelben Postautos (Busse) genießen auf Bergpoststraßen – gekennzeichnet mit einem goldenen Posthorn auf blauem Grund – Vorfahrt. Vor unübersichtlichen Kurven kann der Postautolenker mit dem typischen Dreiklanghorn warnen. Der Postautolenker hat gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern das Recht, zwingende Anweisungen zu geben.
  2. Das talfahrende Fahrzeug lässt dem bergfahrenden den Vortritt und setzt auf schmalen Strassen zurück. Lastwagen und Busse, nicht aber Kleinbusse oder Wohnmobile (da sie rechtlich Personenwagen sind), haben aber auf jedem Fall Vortritt vor Personenwagen.
  3. Kleinere Bergstraßen sind oft kurvenreich und können anstrengend zu fahren sein, da stets Platz für Gegenverkehr frei gemacht werden muss.
  4. Auf kleinen Strassen eventuell vor sehr unübersichtlichen Kurven hupen, vor allem auf Passstraßen (Der Fahrer outet sich damit aber als Ausländer und kann hämische Blicke ernten).
  5. Nicht so schnell wie die Einheimischen fahren oder überholen, diese kennen die Strecke besser. Vor allem in Berggebieten wird es von den Einheimischen geschätzt, wenn ortsunkundige Fahrer und Wohnmobile kurz rechts ausstellen und die folgenden Fahrzeuge passieren lassen.
  6. Im Winter auf eine entsprechende Ausrüstung achten (Winterreifen, Schneeketten), ungenügende Bereifung kann mit Bussen geahndet werden. Wenn ein entsprechendes Obligatorium signalisiert ist, muss die Winterausrüstung zwingend mitgeführt werden.

DistanzenBearbeiten

Entfernungen
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Aarau - 55 77 163 71 109 223 161 217 49 77 198 124 67 210 46
Basel 55 - 94 201 41 127 238 177 262 95 97 216 159 105 227 84
Bern 77 94 - 227 83 33 153 90 231 89 151 124 197 145 135 119
Chur 163 201 227 - 233 258 340 301 139 143 152 210 92 120 201 117
Delémont 71 41 83 233 - 100 197 144 271 105 129 204 191 135 216 116
Fribourg 109 127 33 258 100 - 131 60 262 121 183 123 229 174 167 155
Genf 223 238 153 340 197 131 - 60 307 242 324 132 344 295 209 266
Lausanne 161 177 90 301 144 60 60 - 270 180 237 93 282 230 170 205
Lugano 217 262 231 139 271 262 307 270 - 168 251 179 235 222 170 201
Luzern 49 95 89 143 105 121 242 180 168 - 97 172 120 75 180 49
Schaffhausen 77 97 151 152 129 183 324 237 251 97 - 323 83 30 290 52
Sion 198 216 124 210 204 123 132 90 179 172 323 - 357 264 80 276
St. Gallen 124 159 197 92 191 229 344 282 235 120 83 357 - 60 324 86
Winterthur 67 105 145 120 135 174 295 230 222 75 30 264 60 - 245 24
Zermatt 210 227 135 201 216 167 209 170 170 180 290 80 324 245 - 231
Zürich 46 84 119 117 116 155 266 205 201 49 52 276 86 24 231 -

Mit dem SchiffBearbeiten

Obwohl die Schweiz ein Binnenland ist, kann sie mit dem Schiff erreicht werden. Für die Einreise am bedeutendsten ist die Bodensee-Fähre FriedrichshafenRomanshorn als Zubringer des Flughafen Friedrichshafen (Transfer Flughafen–See vorhanden). Von Romanshorn aus kann mit der Bahn weitergefahren werden.

Für die Einreise weniger bedeutend sind andere grenzüberschreitende Verbindungen, touristisch gesehen sind sie aber lohnend. Möglich sind Flusskreuzfahrten auf dem Rhein oder eine Seefahrt über den italienischen Teil des Langensees (Lago Maggiore) oder den Luganersee. Am Genfersee gibt es vier Schifffahrtslinien nach Genf, Lausanne, Nyon, Morges, Vevey und Montreux.

Viele Seen sind für Schiffsausflüge lohnend; nicht nur am Boden- oder dem Genfersee. Der Vierwaldstättersee mit einer der grössten Raddampferflotten Europas oder eine Drei-Seen-Rundfahrt auf dem Neuenburgersee, dem Murtensee und dem Bielersee im westlichen Mittelland haben ebenfalls ihren Reiz.

Flussfahrten sind auf dem Rhein zwischen Schaffhausen und Konstanz und zwischen Basel und Rheinfelden und auf der Aare zwischen Biel und Solothurn möglich.

Fahrrad (Velo)Bearbeiten

siehe auch: Veloland Schweiz

Auch Fahrradreisen (in der Schweiz nennt man sie Velotouren) sind beliebt und haben ihren besonderen Reiz. In Verlängerung des Rheinradweges oder im Rahmen einer Bodenseeumrundung lässt sich die Schweiz bequem erreichen. Innerhalb der Schweiz gibt es ein gut konzipiertes und hervorragend beschildertes Fernradwegenetz mit 9 Radfernrouten und 52 Regionalrouten. Darüber hinaus bieten die diversen Alpenpässe Herausforderungen für sportliche Insider. In fast allen Zügen und Postautos können Velos für 18 CHF (ermäßigt 12 CHF) mitgenommen werden (Velobillett), bzw. zum zusätzlichen Preis einer Fahrkarte. Einige Postautos nehmen Fahrräder nur nach vorheriger Anmeldung mit.

In diversen grösseren Städten gibt es Bikesharing-Angebote, wo man (teils kostenlos, teils kostenpflichtig) kurzfristig ein Fahrrad ausleihen kann; entsprechende Angebote findet man über Suisse roule.

Zu FußBearbeiten

Die Schweiz verfügt über ein dichtes, gut ausgebautes und markiertes Netz von Wanderwegen mit in der ganzen Schweiz einheitlichen gelben Wegweisern, die Richtung, Zeitbedarf und Zwischenziele angeben. Verschiedene Weitwanderungen wie etwa der Jurahöhenweg durchqueren grosse Regionen der Schweiz.

Rot-weiß-rot markierte Bergwege und blau-weiß-blaue alpine Routen sind anspruchsvoll, erfordern gutes Schuhwerk und Trittsicherheit und dürfen keinesfalls unterschätzt werden.

 
Eine Wanderbrücke im Schweizer Nationalpark

Die Schweizer Landkarten gelten ebenfalls als ausgezeichnet, für Wanderungen empfehlen sich die Ausgaben im Maßstab 1:25 000 oder die speziellen Wanderkarten 1:50 000 Schweizerische Landestopografie: Kartenindex. Auf dem Internetauftritt von Wanderland Schweiz oder mit der Smartphone App von Swisstopo kann man direkt und kostenlos auf die Karten der Landestopographie zugreifen.

Wandervorschläge für Weitwanderungen, Mehrtagestouren und kurze Wanderungen findet man bei SchweizMobil.

SpracheBearbeiten

Das wichtigste, das ein Reisender aus dem Ausland sofort merkt, sobald er einen Fußstapfen auf Schweizer Boden setzt ist: er versteht sein Gegenüber nicht. Das Schweizerdeutsch unterscheidet sich sehr stark vom Hochdeutschen und ist für Ausländer nahezu völlig unverständlich; es geht so weit, dass Schweizerdeutsch im Fernsehen grundsätzlich untertitelt wird. Vor allem die charakteristischen harten Gaumenlaute kommen so nur in der Schweiz vor und sind für Fremde kaum erfolgreich zu imitieren (man sollte es auch nicht versuchen, man macht sich nur lächerlich). Schweizer wachsen mit Schweizerdeutsch auf und lernen die Hochsprache erst in der Schule. Die Hochsprache in der Schweiz ist abgesehen von einigen französischen Lehnwörtern ähnlich dem Hochdeutschen mit einem gravierenden Unterschied: das Eszett «ß» wird in der Schweiz grundsätzlich nicht verwendet, es kommt daher z. B. auch auf keiner Schweizer Tastatur vor.

Insgesamt hat die Schweiz vier Landessprachen, neben Deutsch sind das Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Etwa 66 Prozent der Bevölkerung sind deutscher Muttersprache. Gut 23 Prozent sprechen Französisch, 8 Prozent Italienisch, knapp ein Prozent spricht Rätoromanisch. Viersprachig sind also die allerwenigsten Schweizer und Schweizerinnen, viele sprechen zwei oder drei Landessprachen.

Man sollte deshalb nicht erwarten, dass in den romanischsprechenden Regionen Deutsch verstanden wird, dies betrifft vor allem den französischsprachigen Teil der Schweiz. In der italienischsprachigen Schweiz dagegen ist eine Verständigung auf Deutsch oft möglich, zumindest in den touristisch geprägten Orten. In der rätoromanischen Schweiz beherrschen alle Einheimischen Deutsch oder Italienisch. Die meisten Schweizer - außer französischsprachige Schweizer, diese sprechen meist ausschließlich Französisch - beherrschen etwas Englisch, so dass eine Verständigung auf Englisch meistens möglich ist. Sofern man also selber keine entsprechenden Kenntnisse einer der Landessprachen besitzt, dürfte ein Versuch hilfreich sein, sich auf Englisch zu verständigen.

Es gibt drei zweisprachige Kantone, Freiburg, das Wallis, und Bern. In all diesen Kantonen wird französisch und deutsch gesprochen, wobei das Französische in den beiden Erstgenannten deutlich überwiegt. Einziger dreisprachiger Kanton ist Graubünden, wo deutsch, italienisch und rätoromanisch gesprochen wird. In einigen zweisprachigen Städten wird deutsch und französisch gesprochen. Beispiele dafür sind Biel/Bienne, Freiburg im Üechtland/Fribourg und Murten/Morat.

Für die regional und sogar von Ort zu Ort variierenden Dialekte gibt es keine einheitliche Schreibweise. Dialekt wird grundsätzlich so geschrieben, wie er gesprochen wird, und dies auch nur im privaten Bereich. Nebst der deutschen Hochsprache wird zumindest eine Fremdsprache unterrichtet. In den meisten Kantonen ist die erste Fremdsprache eine andere Landessprache, in einigen Kantonen dagegen Englisch. Derzeit bestehen insbesondere in der Ostschweiz Bestrebungen, Englisch zur ersten Fremdsprache in den Schulen zu machen.

AktivitätenBearbeiten

Viele Schweizerinnen und Schweizer treiben regelmäßig Sport: Fußball, Fahrradfahren (Velo), Wandern, Schneesport und viele weitere Sportarten sind beliebt. Touristen staunen immer wieder, wie an einem Sonntag morgen die Zürcher Bahnhofhalle im Sommer von Leuten mit Rucksäcken, im Winter von Skifahrern und Snowboardern bevölkert ist.

Siehe auch: Skigebiete in der Schweiz und Veloland Schweiz

EinkaufenBearbeiten

Die in der Schweiz verwendete Währung ist der Schweizer Franken, abgekürzt «Fr.» bzw. «CHF», in der französischen Schweiz oft «frs». Werte unter einem Franken werden in der Deutschschweiz «Rappen» (Rp.), in der Romandie «Centimes» und im Tessin «Centesimi» genannt. Ein Franken entspricht dabei 100 Rappen. Rappenbeträge werden, da der «Fünfräppler» die kleinste Münzeinheit ist, immer auf 5 Rappen gerundet.

Der Euro wird in vielen Läden und Dienstleistungsbetrieben (Post, Bahn usw.) als Zahlungsmittel akzeptiert, allerdings nur Banknoten, keine Münzen. Viele Automaten akzeptieren ebenfalls Euros. Das Wechselgeld wird aber in der Regel in Schweizer Franken bezahlt. Wegen des Wechselkursverlustes ist die Verwendung von Euro als Zahlungsmittel aber nur im Einzelfall (z. B. auf der Durchreise) sinnvoll. Geld gewechselt wird von der SBB (Wechselstuben in den grösseren Bahnhöfen), den Banken und grösseren Poststellen (letztere allerdings nur Euro). Orte, an denen man mit Euro bezahlen kann, sind oft mit einem €-Zeichen markiert, wie beispielsweise Telefonzellen, Kioske etc.

Bei Kreditkartenzahlung wird zumeist alternativ die Abrechnung in CHF oder EUR angeboten; die Auswahl ist zu Beginn des Zahlungsvorganges an dem Kartenleser zu treffen. Die Abrechnung in EUR ist nicht zu empfehlen, da die Abrechnungsfirma einen deutlich ungünstigeren Wechselkurs ansetzt als die Kreditkartenunternehmen (Beispiel im Februar 2019: Direktzahlung in EUR mit 1 EUR = 1,08 CHF, Zahlungen in CHF zum Umrechnungskurs 1 EUR = 1,14 CHF).

In den Großverteilern (Migros, Coop) kann meist ohne Probleme mit Euro-Scheinen zum günstigen Wechselkurs ohne Gebühren bezahlt werden, und man erhält das Wechselgeld in Schweizer Franken zurück. Grössere Bahnhöfe haben meist einen Supermarkt, wo dieser Geldwechsel möglich ist.

Die üblichen, traditionellen Öffnungszeiten dauern von 8:00 bis 18:30 Uhr. Kleinere Läden schließen über Mittag (12:00 bis 13:30 Uhr). Größere Läden (Migros, Coop etc.) können am Abend je nach Kanton etwas länger offen haben; sie schließen meist gegen 20 Uhr. Ausgenommen davon ist der sogenannte Abendverkauf, der einmal in der Woche stattfindet und je nach Ort an einem unterschiedlichen Tag stattfindet (in St. Gallen beispielsweise donnerstags bis 21 Uhr). Am Samstag sind die meisten Geschäfte nur bis 17:00 Uhr geöffnet und sonntags geschlossen.

Shops an Tankstellen und Bahnhöfen haben meist sehr lange Öffnungszeiten (täglich, 06:00 bis 22:00 oder 23:00 Uhr, je nach Kanton, sonntags teilweise früher)

KücheBearbeiten

Die schweizerische Küche verfügt, bedingt durch die Landesteile mit verschiedener Sprache und Kultur, über Einflüsse der italienischen, deutschen und französischen Küche. Bekannte Spezialitäten sind Raclette, Käsefondue, Älplermagronen (Käsemakkaroni), Zürcher Geschnetzeltes, Rösti und weitere Gerichte. In der Südschweiz sind Polenta und Risotto populär. Auch für die vielfältigen Käse- und Schokoladensorten ist die Schweiz bekannt. Indes gibt es auch sehr gute Schweizer Weine.

Mehr zu diesem Thema unter Essen und Trinken in der Schweiz

NachtlebenBearbeiten

Das Schweizer Nachtleben bietet eine breite Auswahl an Veranstaltungen für jeden Geschmack. Besonders in den Großstädten finden auch werktags zahlreiche Partys statt, auch unter der Woche haben Clubs und Bars bis in die frühen Morgenstunden geöffnet.

Für normale Restaurants und Gastwirtschaften gelten je nach Kanton noch Regelungen über die "Polizeistunde", an Werktagen wird jeweils um 23.00 oder 24.00 geschlossen. Allerdings sind die Zeiten vorbei, in denen der Dorfpolizist die Runde machte, und von den "Überhöcklern" ein "Nötli" kassierte - in manchen Kantonen wurde die Polizeistunde ganz abgeschafft, was zu Klagen der Anwohner wegen Lärmbelästigungen führte. "Verlängerungen" für Bars und Nachtlokale und auch im Falle von Volksfesten und anderen Großanlässen sind allerdings in allen Kantonen üblich, bei speziellen Großanlässen wird eine "Freinacht" bewilligt.

Das Mindestalter für den Einlass in die Clubs beträgt meistens zwischen 18 und 21 Jahren. Harter Alkohol wird ab 18 Jahren, Bier und Wein ab 16 Jahren ausgeschenkt. Die Kontrollen sind teils recht restriktiv; oftmals wird aus Gründen der Gleichbehandlung von sämtlichen Kunden (so sie nicht schon grauhaarig sind) ein Ausweis verlangt. Gewisse Verkaufsstellen, die auch am Abend lange geöffnet haben, sind dazu übergegangen, Alkohol nur noch an Personen über 20 oder sogar 21 Jahren zu verkaufen. Gewisse Läden verkaufen auch nach einer bestimmten Zeit überhaupt keine Alkoholika mehr, wobei diese Zeit je nach Standort variiert.

UnterkunftBearbeiten

Betreffend Schlafmöglichkeiten gibt es in der Schweiz, wie auch in den meisten Europäischen Ländern, ein sehr breites Angebot. Dies beginnt bei 5-Sterne-Hotels und geht bis hin zum Campingplatz, zur Jugendherberge oder einer Übernachtungsgelegenheit in einer Scheune im Stroh. Preislich gesehen sind Übernachtungen in der Schweiz eher dem oberen Preissegment zuzuordnen.

Als Faustregeln kann man sich an folgenden Richtpreisen orientieren:

  • 5-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 350 pro Person und Nacht
  • 4-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 180 pro Person und Nacht
  • 3-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 120 pro Person und Nacht
  • 2-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 80 pro Person und Nacht
  • Herbergen: ab ca. CHF 30 pro Person und Nacht.

Die Hotelsterne in der Schweiz richten sich nach der Hotelklassifikation des Verbandes hotelleriesuisse. Alle Hotelmitglieder von hotelleriesuisse stellen sich regelmäßigen Qualitätsprüfungen, um mit den entsprechenden Hotelsternen ausgezeichnet zu werden. Auf swisshoteldata.ch finden sich Informationen zu Hotelsternen, Infrastruktur und Spezialisierungen.

Die Preise der Schweizer Jugendherbergen befinden sich auf dem in Europa üblichen Niveau. Die Unterbringung ist etwas einfacher als in Deutschland, dafür sind Frühstück und Abendessen meist besser.

Für Gruppenunterkünfte gibt es in der Schweiz die zentrale Vermittlungsstelle CONTACT groups.ch, Hotels und Ferienhäuser für Gruppen. Die Vermittlung ist gratis und unverbindlich. Auf dem Portal lassen sich 650 Unterkünfte nach eigenen Kriterien auswählen und mittels einer Sammelanfrage direkt anschreiben. Die Belegungspläne sind online und aktuell.

In allen Dienstleistungsbetrieben ist das Trinkgeld inbegriffen. Für spezielle Leistungen ist ein kleines Trinkgeld, meist in Form von Aufrunden des Betrags, jederzeit willkommen.

Ausführungen zu den Buchungsmöglichkeiten im Internet siehe auch im Themenartikel Hotelportale im entsprechenden Abschnitt zur Schweiz.

LernenBearbeiten

In der Schweiz besteht eine Anzahl von Universitäten:

Des weiteren gibt es in allen Regionen Fachhochschulen für die verschiedensten Berufsausbildungen. Erwachsenbildende Kurse erteilt z. B. die Migros Klubschule.

ArbeitenBearbeiten

Für die meisten Stellen im Dienstleistungssektor werden gute Kenntnisse der lokalen sowie einer zweiten Landessprache oder Englisch vorausgesetzt. Mit Deutschkenntnissen und den nötigen Qualifikationen ist in der Deutschschweiz rasch eine Stelle gefunden. Mit der Personenfreizügigkeit ist es außerdem sehr einfach für EU-Ausländer eine Niederlassungsbewilligung zu bekommen. Dafür nötig ist ein Arbeitsvertrag oder genügend finanzielle Mittel, um sich den Lebensunterhalt selbst zu finanzieren.

In der Arbeitswelt herrschen in der Regel flache Hierarchien und die Mitarbeitenden partizipieren bei wichtigen Fragen mit ihren direkten Vorgesetzten. Nur der kleinste Teil der Arbeitenden ist gewerkschaftlich organisiert, Streiks sind selten und stoßen praktisch immer auf Ablehnung. Dennoch existiert eine ausgewogene Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. 2012 lehnten zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung in einer Volksabstimmung eine Erhöhung des gesetzlichen Ferienanspruches von 20 auf 30 Tage ab.

FeiertageBearbeiten

Nächster Termin Name Bedeutung
Samstag, 1. Januar 2022 Neujahr Neujahrstag
Sonntag, 17. April 2022 Ostersonntag
Donnerstag, 26. Mai 2022 Auffahrt Gedenken an die Himmelfahrt Christi
Sonntag, 5. Juni 2022 Pfingstsonntag
Sonntag, 1. August 2021 Bundesfeier Nationalfeiertag
Samstag, 25. Dezember 2021 Weihnachten
 
Nationalfeiertag 1. August

In der Schweiz gibt es sechs gesetzliche Feiertage, die im gesamten Land arbeitsfrei sind. In weiten Teilen der Schweiz werden ausserdem Karfreitag (Freitag, 15. April 2022), Ostermontag (Montag, 18. April 2022), Pfingstmontag (Montag, 6. Juni 2022), eidgenössischer Buss- und Bettag (19. September 2021), Stephanstag (Sonntag, 26. Dezember 2021) und Berchtoldstag (Sonntag, 2. Januar 2022) begangen.

Fallen diese Feiertage auf einen Werktag, verkehrt der öffentliche Fernverkehr (SBB usw.) wie an einem Sonntag (Fahrplanvermerk; † = Sonn- und Feiertage), wobei die Unterschiede oft nur minimal sind. Dies gilt nicht für die städtischen Verkehrsbetriebe. Diese beachten die regionalen Feiertage und haben dementsprechend stark unterschiedliche Fahrpläne.

Der Bundesfeiertag ist der einzige bundesrechtliche Feiertag. Alle anderen Feiertage werden durch die 26 Kantone festgelegt, so dass es von Kanton zu Kanton erhebliche Unterschiede gibt. Weiterhin wird an bestimmten traditionellen Festtagen nicht oder nur eingeschränkt bzw. verkürzt gearbeitet, obwohl diese Tage nicht als gesetzliche Feiertage anerkannt sind. Nicht selten betreffen solche Ereignisse nur bestimmte Bezirke eines Kantons oder sogar nur einzelne Gemeinden.

Der Nationalfeiertag am 1. August wird jeweils mit Höhenfeuern, Feuerwerk und auch Reden und Musikvorträgen begangen.

SicherheitBearbeiten

Die Kriminalitätsrate in der Schweiz ist niedrig. In den Städten besteht ein leicht erhöhtes Risiko, Opfer von Taschendieben zu werden. Fahrräder z. B. sollten immer abgeschlossen werden, wenn sie aus den Augen gelassen werden. In grösseren Städten ist auch bei älteren Fahrrädern ein gutes Schloss empfehlenswert.

Die Schweiz ist als neutrales Land keinem Bündnis angeschossen, unterhält jedoch eine eigene Armee.

Die Schweiz ist eines der wenigen Ländern in der Welt, dass mehr verfügbare Bunkerplätze als Einwohner hat. Diese große Anzahl kommt auch daher, da es früher vorgeschrieben war bei jedem Neubau auch einen Bunker anlegen zu müssen. Ob dies heute noch der Fall ist, ist mir persönlich unbekannt.[2]

GesundheitBearbeiten

Die Schweiz bietet einen der höchsten Standards in der Gesundheitsversorgung weltweit, es gilt ein Krankenkassen-Obligatorium mit einer garantierten Grundversorgung. Zahnbehandlungen sind immer kostenpflichtig. Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt. Jedoch sind Behandlungen erst zu bezahlen, dann bei der Gemeinsame Einrichtung KVG, Industriestrasse 78, CH-4609 Olten zur Erstattung einzureichen (Merkblatt). Im Vergleich zu Deutschland sind hohe Zuzahlungen fällig. Es kann sinnvoll sein, wenn man in Grenznähe ist, nach Deutschland Österreich oder Italien zum Arzt zu gehen.

Jede größere Stadt verfügt über ein oder mehrere Spitäler, zunehmend werden an den Spitälern hausärztliche Notfallpraxen geführt, welche ähnliche wie die rund um die Uhr geöffneten "Permanencen" in großen Städten bei gesundheitlichen Problemen direkte Anlaufstellen sind. In den größeren Spitälern sind die Formulare und das Personal auch mehrsprachig. Die Dichte an Ärzten ist eine der höchsten weltweit, der hausärztliche Notfalldienst ist flächendeckend organisiert.
Das Rettungswesen ist vorbildlich und die verschiedenen Blaulichtorganisationen untereinander vernetzt, der Sanitätsnotruf (144) ist schweizweit eingeführt. Jeder Punkt in der Schweiz kann von der nichtstaatlichen REGA (Notruf 1414) innerhalb kürzester Zeit per Helikopter erreicht werden. Die Gönnermitgliedschaft bei der REGA ist sehr zu empfehlen. Im Wallis ist die Air Glaciers (Notruf 1415) für die Luftrettung zuständig.

Das Leitungswasser, aber auch das Wasser in den meisten Brunnen in der Schweiz, ist, soweit nicht anders angeschrieben, grundsätzlich trinkbar und qualitativ oft sogar dem Mineralwasser überlegen. Das Schild "Kein Trinkwasser" an einem Brunnen heisst dabei nicht zwingend, dass das Wasser schlecht und nicht trinkbar ist - es wurde häufig angebracht, um auf die strengen Kontrollen für Trinkwasser verzichten zu können. Einheimische können vielleicht sagen, ob man das Wasser trotzdem trinken kann, natürlich auf eigene Gefahr... es kann sich dabei durchaus um hochwertiges Quellwasser handeln.

In vielen Gebieten vor allem im nordöstlichen Mittelland (Thurgau, Schaffhausen, Zürich, nördlicher Kanton St. Gallen sowie Raum Aarau/Olten), in der Drei-Seen-Region (Neuenburgersee) sowie im südlichen Thunersee-Gebiet (Region Spiez-Niedersimmental) (Stand: 2012) herrscht die erhöhte Gefahr von Ansteckungen mit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), die durch Zeckenbiss übertragen wird. Bei Ausflügen in den Wald wird empfohlen, die notwendigen Schutzvorkehrungen zu treffen (lange Kleider, Zeckenspray etc.). Bei längeren Aufenthalten in der Region mit Tätigkeiten im Wald wird die Schutzimpfung empfohlen.

Klima und ReisezeitBearbeiten

 
Die den Kurort St. Moritz umgebenden Berge und der See von St. Moritz

Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes, meistens von ozeanischen Winden geprägtes, mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran. Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich, bedingt durch die geographischen Elemente.

Grundsätzlich herrscht vom Jurabogen über Mittelland und Voralpen täglich ein ähnliches Wetter, während inneralpin und in der Südschweiz vollkommen anderes Wetter herrschen kann. In der Zentralschweiz, in den Alpen und im Tessin beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge ungefähr 2000 Millimeter im Jahr. Niederschlagsreichster Ort ist der Säntis (2502 m. ü. M.) mit durchschnittlich 2837 mm (Normperiode 1981–2010), trockenster Ort ist Ackersand im Vispertal mit durchschnittlich 545 Millimetern im Jahr (beide Werte Normperiode 1981–2010). In der Normperiode 1961–1990 lag der Wert für Ackersand noch bei 521 Millimetern. Im Mittelland beträgt die Menge etwa 1000 bis 1500 Millimeter pro Jahr. Als einzige Region der Schweiz verzeichnet diese Region seit dem Jahr 1864 eine statistisch signifikante Zunahme der jährlichen Niederschlagsmengen, welche vor allem auf eine Zunahme in den Wintermonaten zurückzuführen ist. Die Niederschlagsmenge in der Schweiz ist im Sommer allgemein ungefähr doppelt so hoch wie im Winter. Primär abhängig von der Höhenlage fällt im Winter viel Niederschlag als Schnee, sodass in den Alpen und Voralpen monatelang eine geschlossene Schneedecke liegt. Vergleichsweise selten schneit es in den Regionen um Genf und Basel sowie im Südtessin, hier kann es auch Winter ohne Schneedecke geben. Die grösste Schneehöhe in der Schweiz wurde mit 816 cm im April 1999 auf dem Säntis gemessen.

Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Zudem sind sie in der Tendenz im Westen statistisch etwas höher als im Osten (ca. 1 °C). Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund −1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt sie bei 16 bis 19 °C. Die Jahresmitteltemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. Die durchschnittlich wärmsten Orte mit verfügbaren Messreihen sind Locarno-Monti und Lugano mit einem Jahresmittel von jeweils 12,4 °C (Normperiode 1981–2010). Wie an fast allen Messstationen zeigt sich auch hier der Klimawandel: In der Normperiode 1961–1990 lagen die Durchschnittswerte noch bei 11,5 °C (Locarno/Monti) bzw. 11,6 °C (Lugano) und damit um 0,9 bzw. 0,8 °C niedriger als in der zuletzt gemittelten Normperiode. Der durchschnittlich kälteste Ort ist das Jungfraujoch mit −7,2 °C (Normperiode 1981–2010). Auch hier hat die Durchschnittstemperatur um 0,7 °C zugenommen seit der Normperiode 1961–1990. Absolute Rekorde wurden in Grono mit 41,5 °C am 11. August 2003 gemessen, beziehungsweise in La Brévine mit −41,8 °C (12. Januar 1987).[37] Verglichen mit der Höhenlage von Vergleichsorten im Mittelland sind die Temperaturen im Rhonetal, im Rheintal und in der Region Basel durchschnittlich ein bis zwei Grad Celsius wärmer, in der Magadinoebene im Tessin zwei bis drei Grad. Obwohl klimatisch zur Südschweiz zählend, sind die Temperaturen im Engadin um durchschnittlich zehn Grad Celsius kälter. Dies liegt daran, dass das Engadin ein alpines Hochtal ist. Ähnliches gilt für die Seitentäler und das Goms im Wallis.

Hagel ist in den Alpen, in der Romandie und im Tessin ein eher seltenes Ereignis. In der Periode von 1999 bis 2002 hagelte es im Emmental, im Laufental und im Toggenburg am im Jahresdurchschnitt bis zu 60 Minuten, in den anderen Regionen waren es unter 30 Minuten.

Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten, die Alpengebiete sind seltener betroffen. Besonders häufig ist der Nebel entlang der Aare, der nördlichen Reuss und im Thurgau, wo er vor allem im Herbst, im Winter und im Frühfrühling über mehrere Wochen auftreten kann. Mit Ausnahme von Hochnebel ist Nebel im Jurabogen und in der Region Basel ein vergleichsweise seltenes Phänomen. Die Nebelhäufikeit im Schweizer Mittelland ist seit den 1970er-Jahren deutlich zurückgegangen. Die Wetterstation Zürich-Kloten zum Beispiel registrierte früher immer wieder Jahre mit 50 bis 60 Nebeltagen. Heute sind es um die 40. Ursachen für den Nebelrückgang dürfte in einer Umstellung der vorherrschenden Wetterlagen und in der Verbesserung der Luftreinhaltung zu finden sein.

Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn beidseits des Alpenkamms und die kalte Bise, von der die Südschweiz oft verschont wird. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit ist 285 Kilometer pro Stunde (Jungfraujoch, 27. Februar 1990).

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) ist der staatliche Wetterdienst der Schweiz. Weitere bekannte private Wetterdienste sind: SRF Meteo, Meteomedia und MeteoNews. In Davos ist das Institut für Schnee- und Lawinenforschung beheimatet.

Dieser Abschnitt zum Thema Klima wird von der Wikipedia-Seite "Schweiz" abgedeckt.

Regeln und RespektBearbeiten

Grundsätzlich gelten in der Schweiz ähnliche Regeln des Anstandes und des gegenseitigen Respekts wie in anderen westeuropäischen Ländern auch. Dennoch sind einige kleine Unterschiede erwähnenswert:

  • Es gilt ein unausgesprochenes Understatement. Bescheidenheit wird als angenehm empfunden.
  • Beim Anstoßen mit einem Glas Bier oder Wein ist mit dem Partner Augenkontakt herzustellen. Die französische Art, sich bereits der nächsten Person zuzuwenden, gilt als unhöflich.
  • Die in Deutschland in Gaststätten und Bars oft verwendete Aussage „Ich krieg ein Bier“ gilt in der Schweiz als sehr unhöflich. Stattdessen wird in der Schweiz mit „Ich hätte gerne ein Bier“ oder „Könnte ich ein Bier bekommen?“ bestellt.
  • Enge Freunde und gute Bekannte geben sich drei Küsse auf die Wangen – links, rechts, links.
  • Das in Deutschland gebräuchliche «Hallo» bei der Begrüßung wird in der Schweiz generell selten genutzt, höchstens am Telefon. Personen, die man duzt, begrüsst man in der Ostschweiz mit «Hoi», und verabschiedet sich mit «Tschau», im Gegensatz dazu begrüsst man sich in der Region Basel mit «Sali» (Salut) und in der Region Bern mit «Tschou».
Personen, die man nicht kennt oder mit denen man per Sie verkehrt, werden mit «Grüezi» oder «Grüessech» (Grüsse Euch) begrüsst. Geläufiger ist allerdings «Guete Morge» (in den Morgenstunden), «Guete Tag» tagsüber und «Guete(n) Obig» zur Begrüßung am Abend.
  • Das in Deutschland übliche "Tschüss" zur Verabschiedung wird von Schweizern als kollegial/vertraulich empfunden und - wenn überhaupt - ausschließlich zur Verabschiedung gegenüber Personen benutzt, mit denen man per Du verkehrt. Personen, mit denen man per Sie ist, können neutral mit «Auf Wiedersehen» (bzw. «Auf Wiederhören») oder mit «Adieu» verabschiedet werden.
  • Pünktlich wie eine Schweizer Uhr ist nicht nur eine Floskel. Zu frühes oder all zu spätes Erscheinen zu einer Einladung mit festem Zeitpunkt wird nicht gerne gesehen.

Weiteres: Die Schweizer sind stolz auf ihre Identität (Vielsprachigkeit, Dialekte, Kultur und die direkte Demokratie) und diese sollten sie mit Respekt würdigen. Wenn sie die Schweiz kritisieren oder abschätzige Bemerkungen machen sollten wird ihnen meistens Verachtung und Unverständnis entgegengebracht. Bitte sprechen Sie andere Themen an und respektieren Sie die Schweiz und ihre Einwohner so, wie sie sind. So werden Sie dann auch schnell Freunde finden. Die Schweizer sind ein sehr freundliches, anfangs ein wenig verschlossenes Volk, welches aber sehr hilfsbereit ist und Höflichkeit, Umgangsformen sowie den gegenseitigen Respekt als sehr wichtig erachtet.

Post und TelekommunikationBearbeiten

Telefon und MobilfunkBearbeiten

Die Internationale Vorwahl lautet: +41 bzw. 0041. Wird diese internationale Vorwahl verwendet, so fällt die führende Null bei den Nummern weg. Aus 044 123 45 67 wird also 0041 44 123 45 67. Auch bei Gesprächen vom Festnetz innerhalb derselben Ortsvorwahl ist diese mitzuwählen. Schweizintern ist die normalen Telefonnummer zehnstellig (044 999 99 99) und auch so zu wählen. Bei internationalen Gesprächen in die Schweiz ist die Null wegzulassen (+41 44 999 99 99). Will man aus der Schweiz ein internationales Gespräch führen, ist vor der Länderzahl eine Doppelnull zu wählen. Beispiel: Deutschland 0049 + nationale Rufnummer.

Es gibt drei Mobilnetzanbieter, die jeweils ein eigenes Netz betreiben: Swisscom, Salt und Sunrise. Daneben gibt es mehr als ein Dutzend Serviceprovider, die SIM-Karten für Privatkunden anbieten. Die Unterschiede betreffend Kosten und Empfangsleistung sind vernachlässigbar klein. Ein Vergleich bietet sich aber an, besonders bei den Tarifen für den Internetzugang. Wer selten telefoniert oder kaum mobiles Internet braucht, sollte ein Prepaid-Angebot in Erwägung ziehen. Etwa von Lebara Mobile, deren SIM-Karten unkompliziert bei Postfilialen gekauft werden kann. Für den Preis von knapp 15 CHF bekommt man eine Karte mit 30 CHF Guthaben; bei den Migros-Supermärkten sind Angebote von M Budget erhältlich. SIM-Karten werden nur gegen Vorlage eines Personalausweises & teils Identitätsprüfung ausgegeben.

Die Abdeckung ist auch in ländlichen Gebieten bei allen Anbietern vorbildhaft. Funklöcher trifft man selbst in den Alpen nur selten an. Besonders in Skigebieten ist die Abdeckung hervorragend.

Mobiltelefone werden in der Schweiz nicht Handy, sondern Natel genannt. Dieser Begriff bedeutete ursprünglich Nationales Autotelefonnetz und hat sich dann auf die verwendeten Geräte übertragen.

PostnetzBearbeiten

 
Poststelle

In der Schweiz besteht ein dichtes Postnetz der Schweizerischen Post, die Schalter größerer Poststellen haben meisten Montag bis Freitag von 8 bis 18.30 Uhr geöffnet und meist auch am Samstag Vormittag geöffnet (kleinere Poststellen haben oft sehr eingeschränkte Öffnungszeiten). Bei den gelben Briefkästen ist die Leerungszeit zu beachten, sie werden auf dem Land nur einmal am Tag geleert. In einer Anzahl von kleineren Orten wurde die Poststelle aufgehoben und durch eine Filiale im Dorfladen ersetzt.

Porto Tarife (National/International) (Stand: November 2012) für einen Standardbrief oder eine Ansichtskarte (B5 bis 20 g):

Ziel Versendungsform Zustelldauer Preis
Schweizweit A-Post / PRIORITY nächster Werktag 1.00 CHF
B-Post / ECONOMY 2–3 Tage 0.85 CHF
Europa Luftpost / PRIORITY 2–4 Tage 1.40 CHF
ECONOMY 6–12 Tage 1.30 CHF
übrige Länder Luftpost / PRIORITY 3–7 Tage 1.90 CHF
ECONOMY 7–15 Tage 1.60 CHF

Praktische HinweiseBearbeiten

ReisekostenBearbeiten

Die Schweiz ist generell kein billiges Reiseland und gerade die Preise für die touristische Infrastruktur sind deutlich höher als im €-Raum. Die tatsächlichen Reisekosten hängen aber stark vom Wechselkurs des € zum Fr. ab. Ein Imbiss (bspw. Bratwurst kostet um Fr. 6.–) ein Hauptgericht in einem Restaurant ist selten unter Fr. 25.– zu bekommen und auch einfache Unterkünfte liegen selten bei einem Übernachtungspreis von unter Fr. 80.–. Ebenso sieht es mit den Fahrpreisen für Busse und Bahnen aus. Für diejenigen, die mehr im Land herumreisen möchten, kann ein "Halbtax"-Abonnement (eine Art Bahncard/Vorteilscard mit der man zum halben Preis fährt) nützlich sein.

StromversorgungBearbeiten

Für Elektrogeräte entsprechen die Stecker und Steckdosen der Schweizer Norm SEV 1011. Diese Steckdosen können die zweipoligen Eurostecker aufnehmen, nicht jedoch Konturenstecker wie z.B. den deutschen Schuko-Stecker; geerdete Geräte werden mit einem dreipoligen Stecker angeschlossen. Die Nutzung eines geeigneten Adapters ist empfehlenswert. Die Netzspannung entspricht den in Europa üblichen 230 V.

AuslandsvertretungenBearbeiten

Eine Übersicht aller Botschaften in der Schweiz findet man auf der Internetseite des EDA. Die Schweizerischen Vertretungen im Ausland findet man auf der Internetseite des Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

Die meisten Botschaften befinden sich in der Hauptstadt Bern. Die grösseren Länder haben zusätzlich in Genf oder Zürich, teilweise auch in Lugano, Konsulate.

Bundesrepublik DeutschlandBearbeiten

Deutsche Botschaft Bern, Willadingweg 83, 3006 Bern. Tel.: +41 (0)31 359 43 43, Mobil: +41 79 357 93 73 (nur Notfälle), Fax: +41 (0)31 359 44 70. Geöffnet: Mo-Do nachmittags; Mo, Di, Do, Fr vormittags.

Generalkonsulat in Genf; Honorarkonsulate in Basel, Lugano und Zürich

Republik ÖsterreichBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  • https://www.admin.ch/gov/de/start.html – Offizielle Webseite von Schweiz
  • Karten der Schweizerischen Landestopographie können von der Website www.schweizmobil.ch nicht nur eingesehen, sondern auch (über den Weg als speicherbares PDF) ausgedruckt werden - ideal zur Planung von Wanderungen, vor allem wenn sie Blattgrenzen überschreiten.
  • Verkehrsregeln Schweiz Die wichtigsten Unterschiede der Verkehrsregeln in der Schweiz zu Deutschland.


Einzelnachweise

 Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.