Graubünden

Kanton der Schweiz
Kanton Graubünden
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Der Kanton Graubünden liegt in der Schweiz. Der flächengrösste Kanton grenzt im Südwesten an den Kanton Tessin, im Westen an Uri, im Norden an Glarus und St. Gallen. Des Weiteren grenzt Graubünden an Liechtenstein, Österreich (Bundesländer Vorarlberg und Tirol) und an Italien (Regionen Südtirol und Lombardei). Landschaftlich ist Graubünden durch ausgedehnte Gebirgslandschaft geprägt.

RegionenBearbeiten

Die Berglandschaft Graubündens wird von den Fluss-systemen des Rhein, des Inn und des Po (über Adda und Etsch) entwässert. Hieraus ergeben sich die Regionen

 
Übersichtskarte Graubünden

Täler Nord- und Mittelbündens:, vom Rhein und seinen Seitentäler durchflossen

das vom Inn entwässerte eigenständige Hochtal Engadin mit den Teilen

vom Engadin abzweigend jenseits des Ofenpass das

die italienischsprachigen Südtäler:, die zur Südschweiz gehören

  • Misox, das Tal südlich von San Bernardino Pass
  • Bergell/Bregaglia, das Tal westlich vom Malojapass (andere Seite Engadin)
  • Puschlav, das Tal südlich des Berninapass

OrteBearbeiten

 
Silsersee im Oberengadin mit Blick auf Isola

Siehe auch; Graubünden/Ortregister

Weitere ZieleBearbeiten

HintergrundBearbeiten

Schon die Römer benutzen die Passübergänge im heutigen Graubünden um die Alpen zu überqueren. Die Stadt Chur wurde auch durch die Römer gegründet, und zwar als Curia Raetorum, an der Stelle einer schon vorhanden keltischen Siedlung. Sie gilt als älteste dauerbewohnte Stadt der Schweiz. Denn in Chur wurde das erste Bistum nördlich der Alpen eingerichtet, in dessen Funktion als Bischoffsitz es 452 erstmals erwähnt wird.

Der Kanton Graubünden entstand aus den drei Bünden (der Gotteshausbund, der Obere oder Graue Bund und der Zehngerichtebund), welche im 14. und 15. Jahrhundert entstanden und bis zum Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft 1798 existierte. Aus diesen drei lose verbundenen Bünden entstand 1450 das staatliche Gebilde Die Dreibünde, dieses war als Staatenbund organisiert und seit 1497 mit der alten Eidgenossenschaft als zugewandter Ort verbunden. Dies änderte sich mit dem Einmarsch der Franzosen, welche die alten Eidgenossenschaft auflösten. In der Helvetischen Republik wurde dann aus dem Bund der Kanton Rätien gebildet, hierbei wurden die heutigen Kantonsgrenzen geschaffen. Dieser Kanton Rätien wurde 1803 zum Kanton Graubünden.

In der Wikipedia findet man unter Geschichte des Kantons Graubünden eine ausführlichen Artikel über die Geschichte des Kantons.

SpracheBearbeiten

Je nach Gebiet Deutsch, Rätoromanisch oder Italienisch. Die meisten Einwohner sprechen zumindest als Zweitsprache Deutsch.

AnreiseBearbeiten

Bahn und BusBearbeiten

Mit der Bahn nach Chur, dort oder in Landquart wird für die Weiterreise auf die schmalspurige Rhätische Bahn umgestiegen. Von Italien aus kann Graubünden über Tirano, welches auch von der Rhätischen Bahn bedient wird, erreicht werden. Von Bellinzona aus fahren täglich mehrere Express-Postautos nach Thusis und Chur. Diese sind reservierungspflichtig. Fahrpläne für alle Verbindungen: www.sbb.ch

Auf der StraßeBearbeiten

Die typische Anfahrt mit dem Auto vom Norden aus erfolgt über Zürich über die A3 oder vom Bodenseeraum aus über die A13, hier wird Richtung Chur gefahren. Die typische Anfahrt vom Süden aus erfolgt über Bellinzona aus über die A13 und dem San Bernardino-Tunnel in Richtung Chur. Vom Westen (Innerschweiz, Wallis) und vom Osten (Österreich, Südtirol) her gibt es Verbindungen über Hauptstraßen, welche, je nach Zielort, zeitsparender sind als die Benützung oben genannter Autobahnen. Oftmals sind sie auch sehenswürdiger zum fahren.

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Der nächste große internationale Flughafen ist Zürich-Kloten (IATA CodeZRH), von wo die Weiterreise mit dem Zug möglich ist. Alternativ bietet sich Mailand an, von wo aus aber schlechtere Bahnverbindungen in den Kanton Graubünden existieren.

Der Flughafen Samedan kann nur mit Privatflugzeugen angeflogen werden.

MobilitätBearbeiten

Die Rhätische Bahn verkehrt in den meisten Haupttälern, die Ortschaften die nicht ans Bahnnetz angeschlossen sind, sind mit den gelben Postautos zu erreichen. Das öffentliche Verkehrsnetz ist gut ausgebaut, so dass man nicht auf ein eigenes Auto angewiesen ist.

Mit dem Auto muss man beachten, dass es sehr enge und steile Straßenabschnitte haben kann. Auf den Bergpoststrecken (mit dem Signal des gelben Posthorns im Quadrat gekennzeichnet) haben Postauto Vortritt, normale Autos müssen zurücksetzen. Vor gefährlichen oder unübersichtlichen Strecken lassen die Postautos (auch zur Freude der Reisenden) das Dreiklanghorn ertönen, dann heißt es für den Gegenverkehr, zügig eine Ausweichstelle anzusteuern und das Postauto passieren zu lassen.
Auf den Bergstrecken wird es gern gesehen, wenn große langsame Gefährte (Womos, Wohnwagengespanne) kurz ausstellen und die sich bildende Kolonne passieren lassen, weniger guten Eindruck machen die "Unterländer", die vor jeder Kurve hupen, vor allem wenn sie dann mit übersetzter Geschwindigkeit unterwegs sind.

Wer es liebt, Pässe per Rad zu bezwingen, findet dort fast zahllose Möglichkeiten. Ebenfalls existieren viele Bergstrecken abseits des Straßenverkehrs, welches mit Mountain Bikes erklommen werden können. Für diejenigen, die flache Strecken bevorzugen, ist Graubünden nur bedingt geeignet, es sei denn, man lässt sich mit der Bahn hinauftransportieren und ins Tal hinunterradeln. Fahrradverlad ist mit der Bahn und bedingt auch in Postautos möglich.

Viel gut ausgeschilderte Wander- und Bergwanderwege.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Natur und Landschaft:

Kultur:

  • Benediktinerabtei mit Abteikirche St. Martin in Disentis
  • Kloster mit Klosterkirche St. Johan (UNESCO Welterbe) in Müstair
  • Altstadt von Chur (ältester Bischofssitz nördlich der Alpen)
  • mittelalterliche Kirche Sankt Martin, Zillis, mit einer einmaligen gemalten Holzdecke mit biblischen Darstellungen

AktivitätenBearbeiten

Sommer: Wandern, Bergsteigen, Riverrafting usw.

Winter: Skifahren, Snowboarden, Langlauf usw.

Ganzjährig: Kur- und Thermalbäder

KücheBearbeiten

  Bündnerfleisch - Ausführungen von Bundesrat H.-R.Merz
Einen legendären Auftritt hatte Bundesrat Hans-Rudolf Merz im Jahre 2010 mit seinen Ausführungen zur zollamtlichen Bearbeitung des Bündnerfleischs vor dem Parlament - der Lachanfall des Magistraten war über Wochen ein Renner in youtube

Die regionale Küche ist sehr verschieden, da sich in praktisch jedem Tal eigene Gerichte herausgebildet haben. Auch dadurch, dass je nach Region ganz unterschiedliche Feldfrüchte angebaut werden können, gibt es unterschiedlichste Gerichte.

  • Bündner Fleisch ist eine Spezialität dieses Kantons. Für seine Zubereitung werden Fleischstücke vom Rind leicht gepökelt in und danach 3-6 Monate an der Luft getrocknet. Während der Trocknung verliert das Fleisch die Hälfte seines Gewichtes und ergibt einen würzigen Schinken, der dünn geschnitten auf der Zunge zergeht.
  • Salsiz sind kleine Salami - ähnliche Würste, eine typische Bündnerspezialität
  • Durch die weitverbreitete Milchwirtschaft existieren in der Region viele verschiedene Käse-Arten. Hiervon sind vor allem die verschiedenen Bergkäse zu erwähnen. Die Bergkäse in Form von Hartkäse werden im Sommer auf den verschiedene Alpen (Almen) hergestellt, teils maschinell, teils noch in echter Handarbeit auf dem offenen Feuer. Hierbei ist zu beachten das je nach Alp der Bergkäse ein anderes Aroma haben kann.
  • Ebenfalls bekannt ist die Bündner Gerstensuppe, auch hiervon gibt es viele regionale Varianten der Zubereitung. In einer klaren Brühe kocht man Rollgerste (schweizerisch für Graupen) mit Kartoffeln, Knollensellerie und anderem Wurzelgemüse, dann wird Bündnerfleisch, Schinken, Speck oder Wurst zugegeben.
  • typische Bündner Gerichte sind Capuns (Mangoldwickel mit einem Spätzleteig mit Salsiz-/Landjägertsückchen) und Maluns, ein Kartoffelribel, der in Butter geröstet und mit Apfelmus oder Käse serviert wird.
  • Pizokel sind eine weitere Spezialität. Die Teigwaren erinnern an Spätzle, sie werden aus geriebenen Kartoffeln, Weizenmehl, Eier und Milch hergestellt. Es gibt viele Möglichkeiten, wie sie auf den Tisch kommen. Sie werden mit zerlassener Butter, geröstetem Paniermehl, gratiniert, oder mit gebratenem Speck, Zwiebeln und geriebenem Käse, oder mit Gemüsen wie Wirsing, Spinat, Mangold serviert.
  • Das Bündner Birnbrot besteht aus Hefeteig mit einer Füllung aus gedörrten Birnen, Sultaninen, Nüssen, oft auch Feigen oder gedörrten Äpfeln. Traditionell gab es das Birnbrot in Graubünden zum Jahreswechsel, inzwischen ist es das ganze Jahre erhältlich.
  • In der Region der Bündner Herrschaft und der "Fünf Dörfer" im Rheintal zwischen Maienfeld und Trimmis befindet sich ein traditionelles Weinbaugebiet. Hier werden verschiedene, vorwiegend leichte fruchtige Weine angebaut, darunter zahlreiche Blauburgunder.
Der Weinbau wird hier durch den Föhn (sogen. "Traubenkocher"), den warmen Südwind, begünstigt.
  • Der Likör Röteli.     . ist ein rotbrauner Likör mit rund 26 %Vol. Alkohol. Er wird mit einer Gewürzmischung aus Zimt, Nelken, Vanille und anderen Gewürzen aromatisiert, die sich lokal unterscheidet, außerdem sind Zuckersirup und Kirschsaft enthalten.

NachtlebenBearbeiten

SicherheitBearbeiten

Bezüglich Kriminalität hat man beim Beachten der normalen Sicherheitsgrundsätze nichts zu befürchten.

Bezüglich Wandern, Bergsteigen, Riverrafting usw. sind deren Sicherheitsregeln unbedingt einzuhalten. Die normalen Wanderwege sind in der Regel gelb ausgezeichnet, die Bergwanderwege mit den weiss-rot-weissen Streifen können anspruchsvoll sein!

KlimaBearbeiten

Sehr unterschiedlich, allerdings kann es bedingt durch die Höhe auch im Sommer empfindlich kalt werden.

AusflügeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.