Julierpass

Alpenübergang zwischen Engadin und Oberhalbstein in den Schweizer Alpen

Der Julierpass führt von Tiefencastel im bündnerischen Oberhalbstein nach Silvaplana im Oberengadin und ist die wichtigste wintersicher ausgebaute Strassenverbindung ins Engadin.

HintergrundBearbeiten

 
Julier - Passhöhe
 
Diligence auf dem Julierpass
 
Julierpass Hospiz

Der Julierpass, ital. Passo del Giulia resp. rätoromanisch Pass digl Gelgia führt aus der Bündner Region Oberhalbstein resp. dem Albulatal ins Oberengadin. Die alpenquerende Nord - Süd- Verbindung wurde aufgrund der günstigen Topographie bereits in der Römerzeit als Alpenübergang benutzt. Die schwierigste Wegstrecke ist nicht der eigentliche Julierpass, sondern die Schlucht von Crap Ses zwischen Tiefencastel und Savognin, die in römischer Zeit über Mon und Salouf umgangen wurde. Aus römischer Zeit fanden sich auf der Julierpasshöhe Säulenfragmente und Karrenspuren, welche darauf hindeuten, dass der Pass bereits mit Wagen befahren wurde. Bei Riom wurden Ruinen einer römischen Pferdewechselstation ausgegraben.

Im Mittelalter ging die Bedeutung des Julierpasses zurück, da nach Ankunft im Engadin noch der Malojapass hinab ins Bergell und in Richtung Italien zu bewältigen waren. Der Route über den Septimerpass direkt ins Bergell wurde der Vorzug gegeben.

Die kritische Stelle in der Schlucht Crap Ses, in der der Weg nahe des Flusses Julia verlief, wurde 1777 durch Sprengungen von Felsen gesichert. Im Jahr 1820 wurde vom Kanton Graubünden eine neue Fahrstrasse über den Julierpass in Auftrag gegeben, Geländestufen werden durch Folgen von Serpentinen überwunden, die dazwischenliegenden Wegabschnitte waren bautechnisch weniger anspruchsvoll und weniger lawinengefährdet. Die Strasse wurde um 1930 erneuert. Ein um 1910 aufgelegtes Projekt einer elektrischen Eisenbahn über Lenzerheide und Tiefencastel über den Julierpass ins Engadin wurde nie realisiert.

Seit 1990 wurde die Passstrasse in weiten Abschnitten erneuert, die kritische Stelle bei der Schlucht 1 Crap Ses wurde durch einen gut 700 m langen Tunnel umgangen. 2016 wurde Silvaplana mit einer Umfahrung vom Durchgangsverkehr entlastet und der Verkehrsfluss verbesserte sich.

RegionenBearbeiten

 
Julierpass bei Bögia
 
Westrampe des Julierpasses

Der Julierpass verbindet die Region Oberhalbstein mit Oberengadin und weiter über den Malojapass nach Chiavenna und zum Comersee; er bildet die Wasserscheide zwischen den Stromgebieten des Rheins (die Albula fliesst in den Hinterrhein) und des Inn, der letztendlich nach Osten in die Donau entwässert.

SpracheBearbeiten

Nördlich der Passhöhe wird Rätoromanisch resp. Bündnerdeutsch (Surmeirisch) gesprochen, im Süden Putèr, ebenfalls ein rätoromanischer Dialekt.

AnreiseBearbeiten

Ab Chur nimmt man die Autobahn   und biegt beim Autobahnende in südlicher Richtung in Richtung San Bernardinopass ab. Ab Thusis nimmt man die Strasse 417 nach Tiefencastel und fährt von dort an auf der Julierpassstrasse  . Die ausreichend breite Strasse ist weitgehend wintersicher ausgebaut, bei einem massiven Wintereinbruch kann es kurzfristig zu Sperrungen kommen, die entsprechenden Hinweise auf der Website des Bündner Tiefbauamts sind zu berücksichtigen.

Im Süden endet der Julierpass bei Silvaplana, nach Süden verläuft die Hauptstrasse   weiter über den Malojapass ins Bergell und nach Italien, nach Nordosten die Hauptstrasse   nach St. Moritz und durchs Engadin.

MobilitätBearbeiten

Die Julierpassstrasse ist gut ausgebaut und relativ problemlos zu befahren; wie überall im Bündnerland schätzen es die übrigen Verkehrsteilnehmer, wenn Lastwagen, Wohnmobile und Wohnwagengespanne an Ausweichstellen kurz ausstellen und die Kolonnen, die sich hinter ihnen gebildet haben, vorbeifahren lassen. Im Winter sind Winterausrüstung, Winterreifen und je nach Schneesituation Schneeketten obligatorisch.

Der öffentliche Verkehr über den Julierpass wird von den Postautos der Linie Chur - Tiefencastel - St. Moritz sichergestellt, für die Gesamtstrecke ab Chur ist eine Reservation notwendig, nicht jedoch für kurze Teilabschnitte.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • auf der Passhöhe der Bergsee 1 Lej da las Culuonnas, der auf einem Spazierweg umrundet werden kann.

AktivitätenBearbeiten

 
am Julierpass

Im SommerBearbeiten

  • Spaziergang um den Lej da las Culuonnas
  • vorbei am 1 Leg Grevasalvas und über den Pass 2 Fuorcla Grevasalvas nach Grevasalvas im Oberengadin (bei Maloja).
  • zu Fuss von Bivio über den 3 Septimerpass nach Casaccia im Bergell

Im WinterBearbeiten

  • Das 4 Skigebiet Bivio umfasst 3 Liftanlagen und rund 30 Kilometer Pisten.
Name Telefon Höhenlage Anzahl Klein- und Großkabinenbahnen  Anzahl Sessellifte  Anzahl Schlepplifte  Pistenkilometer leicht  Pistenkilometer mittel  Pistenkilometer schwer  Σ
Skigebiet Bivio +41 (0)81 684 52 33 1.769 - 2.560 m 3 12 15 3 30 km

KücheBearbeiten

KlimaBearbeiten

In den Wintermonaten ist Winterausrüstung (Schneeketten resp. Allradantrieb) oftmals obligatorisch, bei stärkerem Schneefall wird der Pass mit Wintersperre belegt, die Website des Bündner Tiefbauamts informiert über den Strassenzustand.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.