Hauptmenü öffnen

Wikivoyage β

Westsahara

Territorium an der Atlantikküste Nordwestafrikas
Welt > Afrika > Nordafrika > Westsahara

Westsahara liegt an der Westküste Nordafrikas. Der Status der Region ist bis heute ungeklärt.

Lage
Karte von Nordafrika mit eingezeichneter Lage von Westsahara
Kurzdaten
HauptstadtEl Aaiún
StaatsformStatus ist bis heute ungeklärt.
WährungMarokkanischer Dirham (MAD); Saharaui-Peseta
Fläche266.000 km²
Bevölkerung507.000
SprachenArabisch (Hassānīya; Marokkanisches Arabisch)
ReligionenIslam
Stromnetz230V/50Hz
Telefonvorwahl+212 (Marokko)
Internet TLD.eh (inaktiv) / .ma (de facto)
ZeitzoneMEZ –1 Std.

Inhaltsverzeichnis

RegionenBearbeiten

StädteBearbeiten

Weitere ZieleBearbeiten

HintergrundBearbeiten

In der Kolonialzeit war das Gebiet eine spanische Kolonie mit dem Namen Spanisch-Sahara. Nach der Aufgabe der Kolonie durch Spanien 1975 war eine Aufteilung geplant: der Norden sollte an Marokko, der Süden an Mauretanien angeschlossen werden. Die linksgerichtete Befreiungsfront Polisario kämpfte dagegen für eine Unabhängigkeit der Westsahara. Mauretanien verzichtete schließlich auf seinen Teil, woraufhin Marokko auch diesen teilweise besetzte.

Heute sind über zwei Drittel der Fläche von Marokko besetzt. Zu diesem Teil gehören alle größeren Städte des Landes. Das übrige Drittel, im äußerst dünn besiedelten Osten und Südosten wird von der Polisario kontrolliert. In dieser „freien Zone“ leben Schätzungen zufolge 40.000 Menschen, also nicht einmal ein Zehntel der Gesamtbevölkerung der Westsahara. Die Polisario hat hier einen eigenen Staat mit der Bezeichnung Demokratische Arabische Republik Sahara ausgerufen. Dieser wird von rund 40 Staaten auf der Welt anerkannt, darunter vor allem andere afrikanische sowie lateinamerikanische Staaten, aber kein einziger europäischer Staat. Eine von der UNO seit langem angemahnte Volksabstimmung über die Zukunft der Westsahara wurde immer wieder verschoben und von Marokko inzwischen ganz aufgegeben.

Zwischen den beiden Zonen befindet sich der über 2.500 Kilometer lange „Marokkanische Wall“ (englisch Berm), ein vom marokkanischen Militär angelegtes System aus etwa drei Meter hohen Sandwällen, Mauern, angehäuftem Geröll, Stacheldraht und Minenfeldern, dass das Eindringen von Polisario-Kämpfern in die marokkanisch kontrollierte Zone verhindern soll. Hier herrscht Lebensgefahr! Touristisch interessanter dürfte aber ohnehin der marokkanisch besetzte Teil sein.

AnreiseBearbeiten

Auf dem Landweg gibt es derzeit nur Verbindungen von Marokko sowie einen offenen Grenzübergang aus Mauretanien bei La Gouira.

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Es gibt zwei Flughäfen mit Linienverbindungen: El Aaiún (IATA CodeEUN) im Nordwesten und Dakhla (IATA CodeVIL) weiter im Süden. Beide sind von mehreren marokkanischen Flughäfen sowie von Gran Canaria aus erreichbar. Vertretene Fluglinien sind Royal Air Maroc (EUN, VIL) und BinterCanarias (nur EUN).

Mit dem BusBearbeiten

Busse fahren regelmäßig von Marokko, unter anderem Agadir und Casablanca, nach El Aaiún.

Auf der StraßeBearbeiten

Ca. 500 Kilometer beträgt die Strecke von Agadir nach El Aaiún. Die Strecke Casablanca–El Aaiún (über 1000 km) ist an einem langen Tag theoretisch möglich, eine Übernachtung aber zu empfehlen. Benzin ist in der Westsahara billiger als in Marroko. Im März 2011 kostete ein Liter ca. MAD 6, kurz hinter der Bezirksgrenze östlich von Tarfaya MAD 7, im restlichen Marokko liegt der Preis bei ca. MAD 10,50.

Mit dem SchiffBearbeiten

MobilitätBearbeiten

Mit dem FahrradBearbeiten

Eine Durchquerung der Westsahara ist prinzipiell möglich.

SpracheBearbeiten

Amtssprache ist Arabisch, wobei vor allem der Hassānīya-Dialekt verbreitet ist (der auch in Mauretanien und Nord-Mali gesprochen wird). Da es infolge der Besatzung viele Zuwanderer aus Marokko gibt, wird auch der marokkanische Dialekt oft verwendet. Manche Geschäftsleute können etwas Französisch. Als Folge der Kolonialzeit sieht man manchmal noch Schilder mit spanischer Aufschrift und manche ältere Sahrauis können etwas Spanisch. Ohne Arabischkenntnisse wird man sich oft aber nur mit Händen und Füßen verständigen können.

KaufenBearbeiten

Im marokkanisch besetzten Teil wird mit dem Marokkanischen Dirham bezahlt. Währung des von der Polisario kontrollierten Ostteils ist die Saharaui-Peseta, die im Kurs 1:166,39 an den Euro gebunden ist. Im Süden des Territoriums ist in geringem Umfang der mauretanische Ouguiya im Umlauf.

KücheBearbeiten

NachtlebenBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

LernenBearbeiten

ArbeitenBearbeiten

SicherheitBearbeiten

Gerade an der Grenze zwischen dem marokkanisch besetzten und dem von der Polisario gehaltenen Gebiet, dem Marokkanischen Wall, gibt es viele Landminen. Auch die Grenzregion zu Mauretanien ist zum Großteil vermint.

Das österreichische Außenministerium warnt vor dem Verlassen der Hauptverbindungsstrecke El Aaiún–Dakhla–mauretanische Grenze. Die Grenze kann ausschließlich am Grenzübergang Guerguarat/Nouadhibou (Grenzposten PK 55) überquert werden. Jegliches Verlassen dieser Piste ist lebensgefährlich.

Für Staatsangehörige westlicher Staaten besteht nach Angaben des deutschen Auswärtigen Amts in entlegenen Gebieten der Sahara ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko. Zwar gab es im marokkanisch kontrollierten Teil bislang keine Entführungsfälle, bewaffnete Banden und die Terrororganisation Al-Qaida sind in der Sahara- und Sahelregion aber grenzüberschreitend tätig, sodass dies insbesondere am Übergang zu Algerien und Mauretanien künftig nicht auszuschließen ist.

Das Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten empfiehlt – falls man aus zwingenden Gründen in die Westsahara reisen muss – sich ausschliesslich an die häufig befahrenen Strassen zu halten und sich bei den lokalen Behörden und/oder der Bevölkerung zu informieren.

Eine konsularische Betreuung durch die deutsche Botschaft Rabat ist für Reisende in der Westsahara aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Eine konsularische Betreuung durch die österreichische Botschaft in Rabat ist in der Westsahara aus praktischen Gründen nur erschwert möglich.

GesundheitBearbeiten

RespektBearbeiten

Post und TelekommunikationBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.