Welterbe in der Türkei

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Die Türkei hat die Welterbekonvention im Jahr 1983 ratifiziert, die Aufnahme der drei ersten Welterbestätten in die Welterbeliste erfolgte 1985.

Flagge der Türkei

WelterbestättenBearbeiten

 
Karte von Welterbe in der Türkei

Zur Zeit (Juli 2021) hat die Türkei 19 Welterbestätten, davon gehören 17 zum Weltkulturerbe, 2 sind gemischte Stätten Kultur / Natur.

Abkürzungen
K Kulturwelterbe
N Naturwelterbe
G gemischtes Welterbe
K, N gefährdetes Erbe
T Tentativliste
Ref Nummer UNESCO
Jahr Art Bezeichnung Ref Beschreibung Bild
1985 K Historische Bereiche von 1 Istanbul        356 Im Laufe der Geschichte beeinflussten mehrere Kulturen die Architektur der Stadt am Bosporus. Beispiele hierfür sind Bauwerke der römisch-byzantinischen Zeit wie das Hippodrom des Konstantin, die Theodosianische Landmauer und die Hagia Sofia sowie der osmanischen Zeit wie der Topkapı-Palast und die Süleymaniye-Moschee.  
1985 K / N 1 Nationalpark Göreme      und Felsendenkmale von Kappadokien 357 In der spektakulären Landschaft des Göreme Nationalparks entstanden durch Erosion markante Tuffsteinformationen. Sie wurden teils ausgehöhlt, in den Feenkaminen wohnten Menschen, sie wurden zu Kirchen ausgebaut und dienten den ersten Christen auch als Verstecke.  
1985 K Große Moschee und Krankenhaus von 2 Divrigi          358 Die Stadt Divriği liegt in der zentralanatolischen Provinz Sivas. Sie ist bekannt wegen der 1228/29 erbauten Gebäudekomplex einer Moschee mit anschließendem Krankenhaus. Die Moschee hat einen einzigen Gebetsraum und wird von zwei Kuppeln gekrönt. Auffallend sind die lebhaft gestalteten Ornamente an den drei Außentüren der Moschee. Das Krankenhaus wurde in osmanischer Zeit in eine Koranschule umgewandelt.  
1986 K Ausgrabungsstätte von 3 Hattuşa   377 Die archäologische Stätte von Hattuşa, der ehemaligen Hauptstadt des Hethiter-Reiches, liegt etwa 200 km östlich von Ankara. Von der einst mächtigen Stadt findet man noch Teile der Stadtbefestigungen mit Löwentor, Sphinxtor und Königstor sowie königliche Residenzen. Im 2 km entfernten Yazilikaya gehören die Kultstätten mit ihren Felsreliefs zum Weltkulturerbe.  
1987 K Monumentalgrabstätte auf dem 4 Nemrut Dağı      448 Der Berg Nemrut liegt etwa 80 km nordöstlich von Adıyaman. Auf diesem Berg ist ein antikes Heiligtum mit den Monumentalstatuen griechischer und persischer Gottheiten. Es wurde errichtet 69-34 v. Chr. von Antiochus, dem Herrscher des zwischen Taurus-Gebirge und Euphrat gelegenen Staates Kommagene. Er hatte versucht in seinem Land eine Religion zu gründen, in der diese Götterwelten vereint waren. In dem Heiligtum ist auch sein Mausoleum  
1988 K/N Stadt Hierapolis-Pamukkale 485 2 Pamukkale        liegt ca. 20 km entfernt von Denizli, seine weißen Sinterterrassen und versteinerten Wasserfälle sind weithin sichtbar. Sie umschließen zum Teil die im 3. Jahrhundert v. Chr. bei den Thermalquellen erbaute Stadt Hierapolis, von der noch die Ruinen der Bäder, Tempel und andere griechische Denkmäler auf dem Gelände zu sehen sind.  
1988 K Ruinen von 5 Xanthos      mit dem Heiligtum der Leto (Xanthos-Letoon) 484 Das antike Xanthos war die Hauptstadt des Lykischen Bundes, es liegt ca. 35 km südöstlich von Fethiye. Im Tempelbezirk Letoon wurden die Götter Artemis und Apollo zusammen mit ihrer Mutter Leto verehrt. Relikte aus jener Zeit sind in erster Linie die Grabmäler, oft als Sarkophag gestaltet.  
1994 K 6 Safranbolu        614 Der Ort Safranbolu liegt 10 km nordöstlich von Karabük in der Schwarzmeerregion und war eine Karawanenstation. In der Stadt gibt es noch zahlreiche traditionelle osmanischen Häuser. Die Süleyman Pascha Medrese und die alte Moschee stammen aus dem 14. Jahrhundert, die „Cinci hanı“ (Karawanserei) und „Cinci hamam“ wurden im 17. Jahrhundert erbaut.  
1998 K Ausgrabungsstädte von 7 Troja        849 Troja mit seinen 4.000 Jahre Geschichte ist eine der bekanntesten archäologischen Stätten der Welt. Die ersten Ausgrabungen auf dem Gelände wurden von dem berühmten Archäologen Heinrich Schliemann im Jahre 1870 durchgeführt. Darüber hinaus hat der vom Dichter Homer verewigte Trojanische Krieg über Jahrhunderte kreative Künstler auf der ganzen Welt inspiriert.  
2011 K Selimiye-Moschee in 8 Edirne        (europ. Teil der Türkei) 1366 Die Selimiye-Moschee in der ehemaligen osmanischen Hauptstadt Edirne wurde im 16. Jahrhundert erbaut und ist ein Meisterwerk des Architekten Sinan. Ihre Kuppel erreicht eine Höhe von 43 m, sie wird überragt von vier schlanken 71 m hohen Minaretten. Zu dem Gebäudekomplex gehören Koranschulen, ein überdachter Markt sowie eine Bibliothek.  
2012 K neolithische Stätten in 9 Çatalhöyük        1405 Die Ausgrabungsstätte Çatalhöyük liegt etwa 40 km südöstlich von Konya auf der anatolischen Hochebene. Es handelt sich um zwei Hügel, von denen der eine während der Jungsteinzeit (7400-6200 v. Chr.) besiedelt war. Der zweite Hügel war in der Kupferzeit (6200-5200 v. Chr.) besiedelt. In den Häusern wurden Wandmalereien, Reliefs und Skulpturen gefunden.  
2014 K 10 StadtPergamon      und seine Kulturlandschaft 1457 Die Akropolis von Pergamon liegt über der Bakirçay-Ebene in der ägäischen Region der Türkei. Die hellenistische Stadt mit Theater, Bibliothek und einem monumentalen Altar war von einer weitläufigen Stadtmauer umgeben, später wurde Pergamon Hauptstadt der römischen Provinz Asien. Zur Kulturlandschaft gehört auch das nahe Heiligtum der Kybele sowie das Asklepieion.  
2014 K 11 Bursa        -und Cumalikizik: die Wiege des Osmanischen Reichs 1452 Zum Weltkulturerbe gehören acht einzelne Stätten in Bursa, der ersten Hauptstadt des Osmanischen Reiches, dies sind unter anderem öffenbtliche Bäder, religiöse Institutionen, eine Armenküche und insbesondere das Grab von Orhan Ghazi. Eine der Stätten befindet sich in dem nahe gelegenen Dorf Cumalikizik.  
2015 K Befestigungsanlagen von 12 Diyarbakır        und die Kulturlandschaft Hevsel Gärten 1488 Diyarbakır liegt auf einem Plateau oberhalb des Tigris in der Türkei. Die Welterbestätte umfasst İç Kale (Innere Burg), die 5,8 km lange Stadtmauer mit ihren Türmen und Toren sowie die Inschriften aus mehreren Epochen. EWbenfalls zum Welterbe gehören die Hevsel Gärten, sie versorgen der Stadt mit Nahrung und Trinkwasser.  
2015 K 13 Ephesos        1016 Die an der Mündung des Flusses Kaystros gelegene antike Hafenstadt verfügt über zahlreiche Überreste bedeutender Monumente, angefangen vom Tempel der Artemis über die Celsus-Bibliothek bis zum Großen Theater. Auch das Haus der Maria, eine etwas abseits gelegene Kreuzkuppelkapelle, gehört zum Welterbe.  
2016 K Archäologische Stätte 14 Ani        1518 Die Welterbestätte liegt in der Provinz Kars im türkisch-armenischen Grenzgebiet. Ani war einst Hauptstadt des armenischen Königreichs der Bagratiden, wurde dann von den Seldschuken erobert. Nach dem Mongolensturm und einem Erdbeben im Jahr 1319 verfiel die Stadt.  
2017 K 15 Aphrodisias        1519 Die Welterbestätte liegt beim türkischen Ort Geyre in der Provinz Aydın und umfasst die antike Stadt Aphrodisias sowie die in der Nähe gelegenen Marmorbrüchen, denen die Stadt ihren Wohlstand verdankte.  
2018 K 16 Göbekli Tepe      1572 Etwa 15 km nordöstlich von Şanlıurfa liegt der prähistorische Fundort 17 Göbekli Tepe Die dort gefundenen Megalith-Strukturen wurden in der Jungsteinzeit geschaffen. Sie sind mit Bildern von Tieren verziert und erlauben einen Einblick in das Leben der Jäger und Sammler, die vor über 11.000 Jahren in Obermesoptamien lebten.  
2021 K Archäologische Stätte von 18 Arslantepe      1622 Arslantepe Mound (Löwenhügel) ist eine 30 Meter hohe archäologische Stätte in der Malatya-Ebene, 12 km südwestlich des Euphrat. Archäologische Beweise von der Stätte zeugen von ihrer Besiedlung seit mindestens dem 6. Jahrtausend v. Chr. Bis in die spätrömische Zeit. Die bedeutendste und florierendste Periode der Stätte war in der späten Chalkolithikum, in der die sogenannte Palastanlage errichtet wurde.  

TentativlisteBearbeiten

Die Liste enthält Vorschläge für künftige Kultur- und Naturerbestätten. Diese Vorschläge sind oft weniger bekannt, aber dennoch von touristischem Interesse.

Unvollständige Liste

       
Karain-Höhle Kloster Sumela (Kloster der Jungfrau Maria) Kloster Alahan St.-Nikolaus-Kirche in Myra

WeblinksBearbeiten

 
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