Japan

Inselstaat in Ostasien
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Japan
Lagekarte
Flagge
Kurzdaten
HauptstadtTokio
Regierungsform
Währung
Kurs (24.02.2023)[1]
Yen
1 EUR = 143,55 JPY
1.000 JPY = 6,966 EUR
Fläche377.972 km²
Einwohnerzahl125.440.000 (2022)
AmtsspracheJapanisch
Religion84 % sowohl Shinto als auch Buddhismus, 16 % andere (einschließlich 0,7 % Christen)
Strom/Stecker100 V, 50 Hz;
A/​B
Telefonvorwahl+81
Domain.jp
ZeitzoneMEZ+8, keine Sommerzeit

Japan (japanisch: 日本国, Nihon oder Nippon) ist ein Inselstaat in Ostasien.

Regionen

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 HokkaidōTōhokuKantōChūuKansaiChūgokuShikokuKyūshūOkinawa
Japans Regionen

Japan besteht aus den vier Hauptinseln

und zahlreichen kleineren Inseln bzw. Inselgruppen, z. B. der Ryukyu-Inselgruppe (Okinawa) oder den Ogasawara-Inseln).

Honshu, die größte und am dichtesten besiedelte Insel, wird meist in fünf (oder mehr) Regionen unterteilt. Zusammen mit den anderen drei Hauptinseln, die jeweils für sich eine Region bilden, ergibt sich die folgende Aufteilung:

  1. Hokkaidō - die schneereiche Nordinsel
  2. Tōhoku - Nordost-Honshu, bekannt für Skigebiete und heiße Quellen
  3. Kantō - die Küstenebene um Tokio und Yokohama
  4. Chūbu - gebirgiges Mittelland mit den Japanischen Alpen und Japans viertgrößter Stadt Nagoya
  5. Kansai - das alte Kultur- und Wirtschaftszentrum Japans, um Osaka, Kyoto, Nara und Kobe
  6. Chūgoku - westlichster Teil Honshus, ländliche Region um Hiroshima
  7. Shikoku - die kleinste der vier Hauptinseln. Bekannt durch die 88 Tempel-Wallfahrt.
  8. Kyūshū - Südinsel mit den Städten Fukuoka und Nagasaki
  9. Okinawa - subtropische Inselkette zwischen Japan und Taiwan
 
Karte von Japan

Die wichtigsten Städte Japans sind (der Größe nach):

  • Tokio - die Hauptstadt, modern und dicht besiedelt.
  • Yokohama - Hafenstadt im Einzugsbereich von Tokio.
  • Osaka - dynamische Business-Stadt in der Region Kansai.
  • Nagoya - Industriestadt in der Region Chubu.
  • Kobe - Hafenstadt in der Region Kansai.
  • Kyoto - Japans ehemalige Hauptstadt, immer noch kulturelles Zentrum des Landes, viele Tempel und Gärten.
  • Fukuoka - die größte Stadt auf Kyūshū.
  • Hiroshima - Hafenstadt, Ziel der ersten Atombombe 1945.
  • Nagasaki - Hafenstadt auf Kyūshū, Ziel der zweiten Atombombe 1945.
  • Nara - die erste Hauptstadt eines vereinigten Japan, berühmt für den großen Buddha im Todaiji.
  • Sapporo - größte Stadt Hokkaidōs, berühmt für das Schneefest.
  • Sendai - größte Stadt der Region Tōhoku, bekannt als Wald-Stadt.
  • Shimonoseki - Südwestspitze Honshus, bekannt für die Delikatesse Kugelfisch.
  • Kanazawa

Weitere Ziele

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  • Nikkō – Kleinstadt mit einigen der schönsten Schreine und Tempel in Japan
  • Izu-Halbinsel – bergige Halbinsel unterhalb Tokyos mit vielen naturbelassen Kliffs
  • Fuji-san – der höchste Berg und Wahrzeichen Japans sowie die ihn umgebenen fünf Seen
  • Aso (阿蘇山, Aso-san) – größter aktiver Vulkan in Japan und einer der größten der Welt
  • zahlreiche Nationalparks

Hintergrund

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Japan ist ein Land, das viele Menschen im Westen durch seine Kultur, seine Fremde und seine Ferne fasziniert. Und auch wenn einige Elemente der japanischen Kultur durch den Siegeszug japanischer Medien wie Manga und Anime in der westlichen Welt bekannt geworden sind, so erschließt sich das Land häufig erst bei einem persönlichen Besuch.

Japan kann auf eine mindestens 1500-jährige Geschichte zurückblicken. Das Land wurde schon früh vom nahen China beeinflusst, und so übernahmen die Japaner nicht nur Teile der chinesischen Schrift in Form der heute gebräuchlichen Kanji, sondern auch der Buddhismus fand in Japan Einzug und ist heute ein kaum wegzudenkendes Element der japanischen Kultur. Bis ins 19. Jahrhundert war Japan von der westlichen Welt praktisch völlig isoliert und bildete einen Feudalstaat unter Herrschaft des Tennō. 1868 führte Japan im Rahmen der Meiji-Restauration grundlegende Reformen durch, öffnete sich gegenüber dem Westen und entwickelte sich im Rahmen der einsetzenden industriellen Revolution zu einem modernen Kaiserreich. Wie im Westen strebte das japanische Kaiserreich nach Macht, eroberte Korea, Taiwan und die Mandschurei und startete schließlich 1937 einen Angriff auf China. Die Reaktion des Westens auf die Gräueltaten Japans, eine vollständige Handelsblockade gegenüber Japan, führte 1941 zum Angriff auf Pearl Harbor und zum Eintritt Japans in den Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Achsenmächte. 1945 kam es zum ersten und bisher einzigen Einsatz von Atombomben in einem bewaffneten Konflikt mit den Abwürfen über Hiroshima und Nagasaki, woraufhin Japan im September 1945, vier Monate nach Deutschland, kapitulierte.

Im Rahmen der Friedensverhandlungen musste Japan alle seine Kolonien aufgeben und auch eine Armee wurde dem Land verboten, allerdings durfte das Land den Tennō behalten, der heute ähnlich wie in den Monarchien des Westens vor allem repräsentativen Zwecken dient und weiterhin hohes Ansehen in der Bevölkerung genießt. Das Land entwickelte nach dem Krieg ein ungeheures Wirtschaftswachstum, und japanische Produkte sind aus unserer Welt kaum mehr wegzudenken, vor allem in den Branchen Unterhaltungselektronik und Automobilbau sind die Japaner heute führend. Das Platzen der japanischen Immobilienblase in den 1990er-Jahren führte zu einer langanhaltenden Rezession, die selbst heute noch nicht vollständig überstanden ist.

In kaum einem anderen Industriestaat sind Tradition und Moderne so miteinander verwoben wie in Japan, und so findet man traditionelle buddhistische Tempel direkt neben modernen Hochhäusern. Trotz alledem ist Japan heute noch kulturell sehr isoliert - 99 Prozent der Bevölkerung sind ethnische Japaner, Einwanderung existiert in Japan praktisch nicht und Touristen sind außerhalb der Großstädte wie Tokio immer noch ein seltenes und ungewohntes Bild. Auch die japanischen Verhaltensregeln unterscheiden sich sehr stark vom dem unseren, wobei dem Ausländer, dem sogenannten gaijin (外人) in der Praxis die meisten unabsichtlichen Patzer verziehen werden.

Einreisebestimmungen

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Für Staatsbürger der Schweiz, Österreichs und Deutschlands ist es nicht notwendig ein Visum in ihrem Heimatland zu beantragen. Bei der Einreise muss man ein Einreisedokument ausfüllen (Name, Passnummer, Wohnort in Japan z. B. Hotel, Flugnummer u. ä.) Damit bekommt man ein Touristenvisum für einen Aufenthalt von max. 90 Tagen. Bei Bedarf kann das Touristenvisum um drei Monate verlängert werden, man muss sich jedoch als “Alien Resident” bei den Behörden registrieren. Seit dem 20.11.2007 werden von allen Einreisenden Fingerabdrücke und ein Foto gespeichert. Seit Januar 2019 wird eine Ausreisesteuer von 1000 ¥ erhoben, deren Einkünfte zum weiteren Ausbau der Totalüberwachung von Reisenden genutzt werden soll, zunächst werden Gesichtserkennungsterminals zusätzlich zum Fingerabdruck davon bezahlt.

Zollvorschriften

Seit Oktober 2006 muss wieder ein Zolleinfuhrdokument ausgefüllt werden. Die Zollfreigrenzen sind in Japan vergleichsweise großzügig. Japanische Zöllner sind – mit weißen Handschuhen – ausgesprochen korrekt und höflich, aber durchaus streng. Außer den üblichen Verboten bezüglich Sprengstoffen, Drogen usw. gelten strenge Vorschriften bezüglich frischen Lebensmitteln (pflanzenbasiertes kann evtl. nach Überprüfung am Quarantäneschalter eingeführt werden; Fleisch und seine -produkte sind de facto unzulässig). Die Strafen für Rauschgiftbesitz auch kleinster Mengen zum Eigengebrauch sind drakonisch und haben für Ausländer immer ein lebenslanges Einreiseverbot zur Folge. Als „pornographisch“ und somit verboten gelten alle Bilder auf denen Schamhaare sichtbar sind. „Unbegleitetes Reisegepäck“ (engl.: “unattended personal luggage”) kann, sofern es schriftlich deklariert wird, später z. B. bei der Post zollfrei eingeführt werden.

Freimengen: 3 Flaschen Alkohol, 400 Zigaretten, oder 100 Zigarren oder 500 g Tabak; sonstiges bis 200.000 ¥.

Work & Travel

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Seit einigen Jahren gibt es für junge Leute bestimmter Staatsangehörigkeiten (Mitteleuropa nur Deutsche, Dänen und Österreicher, nicht Schweizer) zwischen 18 und 30 die Möglichkeit eines Working Holidays mit einer Aufenthaltsdauer von bis zu einem Jahr. Über die genauen Bestimmungen informiert die Botschaft. U.a. ist persönliche Vorsprache beim Konsulat, Reisekrankenversicherung (ca. 500 €) und der Nachweis ausreichender finanzieller Mittel (3000 €) notwendig. Wer zwischendurch ein Nachbarland besuchen möchte, muss zwingend vor Ausreise ein Re-entry permit beantragen, sonst wird das Visum ungültig.

Flugzeug

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Die günstigste Anreisemöglichkeit stellt das Flugzeug dar. Die drei wichtigsten internationalen Flughäfen mit weltweiten Verbindungen sind der Narita Airport in Tokyo (NRT), der Kansai Airport in Osaka (KIX) und der Chubu Centrair Airport in Nagoya (NGO). Der Fukuoka Airport (FUK) verbindet die südliche Insel Kyushu mit anderen asiatischen Ländern. Weitere größere Flughäfen mit hauptsächlich regionalen bzw. innerasiatischen Verbindungen sind der Chitose Airport in Sapporo (CTS), der Naha Airport in Okinawa (OKA), der Haneda Airport in Tokyo (HND) und der Itami Airport in Osaka (ITM).

Aufgrund der Zeitverschiebung kommen Direktflüge aus Europa immer am nächsten Tag an. Einzige Möglichkeit, mit nur einem Zwischenstopp ohne Nachtflug nach Japan zu kommen, ist über die Golfstaaten (mit Qatar Airways über Doha oder mit Emirates über Dubai). Wem ein Nachtflug zu anstrengend ist, hat sonst nur noch die Möglichkeit, die Reise in verschiedene Etappen aufzuteilen, und unterwegs vielleicht noch andere Länder zu besuchen.

Mit der Transsibirischen Eisenbahn ist Japan über Russland zu erreichen. Die Fahrt ist ein Erlebnis für sich, je nach Route und Zwischenstopps sollte man hierfür aber eine bis zwei Wochen einplanen. Man kann dann von Vladivostok - oder auch von Beijing oder Hong Kong - mit Schiff oder Flug weiter nach Japan.

Leider muss man sich bei der Wahl der Reisezeit zwischen Hitze in Japan und Kälte in Sibirien entscheiden (noch nicht der sprichwörtliche sibirische Frost, aber nach deutschen Maßstäben schon eher winterlich).

Schiffsverbindungen bestehen nach China, Südkorea, Taiwan und Russland. Die wichtigsten Häfen sind Kobe, Osaka, Shimonoseki, Nagoya, Niigata, Hiroshima, Hakata, Tsushima, Fushiki, Naha in Okinawa und Wakkanai in Hokkaidō.

Yachten

Im Ausland registrierte Yachten können nach dem Einklarieren unbeschränkt in Japan bleiben (die darauf befindlichen Ausländer aber maximal 90 Tage innerhalb von 180). 48 Stunden vor Ankunft muss man sich per Fax (!) voranmelden, wobei die Einzelheiten lokal geringfügig abweichen. Zu beachten ist, dass in ganz Japan nur etwa 120 Häfen für Ausländer „offen“ sind, zum Besuch der restlichen 95% ist eine “closed port” Sondergenehmigung zu beantragen. Das Verfahren wurde im Mai 2018 vereinfacht, es ist nun möglich einmal eine Erlaubnis (naiko senpaku) zu beantragen, die für alle Häfen gilt, sofern man zu nicht-kommerziellen Zwecken unterwegs ist. Besonders bei Booten unter 20 t ist man bzgl. Papierkrieg großzügig geworden.

Mobilität

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Japan hat hervorragend ausgebaute Verkehrssysteme. Auf den Hauptinseln sind praktisch alle Städte schnell und bequem per Zug zu erreichen; Flüge lohnen sich eher für Besuche in Hokkaido oder Okinawa. Der Nahverkehr in den Ballungsräumen ist meist sehr gut ausgebaut; insbesondere in und um Tokio; zur Erkundung abgelegener ländlicher Gebiet kann ein eigener Mietwagen aber praktisch sein.

Adressen

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In japanischen Städten nützt eine Adresse wenig, um ein Ziel tatsächlich zu finden. Die meisten Ziele werden angegeben, indem man den Weg vom nächsten Bahnhof oder einem bekannten Punkt aus beschreibt. Visitenkarten haben oft kleine Karten auf der Rückseite, um das Auffinden zu erleichtern (zumindest, wenn man Japanisch kann). In vielen Bahnhöfen und an den Rändern der Stadtteile sind Pläne angebracht, die helfen, nahegelegene Ziele zu finden.

Mit der Bahn

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Tokaido - Shinkansen (Typ: Hikari) im Bahnhof Tokio.

Japan ist ein Land für Bahnfreunde. Die Züge sind pünktlich, sauber und schnell und erschließen den größten Teil des Landes. Auf dem gut ausgebauten Shinkansen-Hochgeschwindigkeitsnetz ist man meist schneller am Ziel als mit dem Flugzeug.

Für Besucher wie Einheimische ist der Zug daher meist die erste Wahl. Während die Einheimischen insbesondere beim Shinkansen kaum an den hohen regulären Fahrpreisen vorbeikommen, können Touristen mit dem Japan Rail Pass per “Flatrate” fahren und andere Sonderangebote in Anspruch nehmen.

Japan hat auf allen Eisenbahnlinien das - in Deutschland abgeschaffte - Sperrensystem beibehalten. Im Zuge wird trotzdem genau kontrolliert, was aber die Möglichkeit bietet, ohne Aufschlag nachzulösen. Expresszüge haben oft Wagen (vollständig) “Reserved” und Wagen (vollständig) “Non reserved.”

JR und private Bahnen

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Das japanische Eisenbahnsystem besteht aus den Strecken Japan Railways (JR) und verschiedenen privaten Bahngesellschaften.

Das kann zunächst etwas verwirrend sein: Insbesondere in Großstädten wie Tokio können sich die Bahnhöfe verschiedener privater Bahnen und der JR überschneiden. Dann gibt es in einem Bahnhof möglicherweise drei verschiedene Bahngesellschaften mit eigenen Fahrplänen und Ticketsystemen. (Zum Beispiel in Osaka: Kintetsu Namba Station, Nankai Namba Station, JR Namba Station).

Die JR besteht aus den sieben Bahngesellschaften, die aus der Privatisierung der staatlichen Bahngesellschaft JNR hervorgegangen sind. Obwohl das JR-Netz von verschiedenen privaten Gesellschaften betrieben wird, funktioniert es in der Praxis als einheitliches Netz.

Das JR-Netz ist so umfangreich, wie man es von einem nationalen Eisenbahnsystem erwartet, auch wenn es von verschiedenen privaten Gesellschaften betrieben wird. Wenn man einen JR-Pass hat, stellt man fest, dass es selbst in großen Städten wie Tokyo oder Osaka immer einen JR-Bahnhof in der Nähe eines Zieles gibt. In ländlichen Regionen betreibt die JR auch Busverkehre.

Zusätzlich gibt es Privatbahnen, meist mit angeschlossener Kaufhaus- und Hotelkette mit gleichem Namen (z. B. Tōkyu in Tokyo). Diese Bahnen füllen die Lücken des JR-Netzes in den Vororten der Großstädte und auf regionalen Strecken hervorragend aus. Die Privatbahnen sind vom JR-Netz getrennt und haben eigene Tarifsysteme, die Fahrkarten sind zwischen den Gesellschaften nicht übertragbar.

Fahrplanauskunft

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Die beste Möglichkeit seine Bahnfahrt zu planen, bietet die HyperDia-Seite. Diese ist auf Englisch verfügbar und kennt praktisch alle Verbindungen und Preise aller Bahngesellschaften (und zusätzlich auch noch einige andere Verkehrsmittel wie Busse und Flugverbindungen). Auf diese Weise lassen sich die Verbindungen vergleichen und die beste Reisemöglichkeit finden.

An den (größeren) Bahnhöfen werden zusätzlich die nächsten Zügen und die Verfügbarkeit freier Plätze angezeigt

Fahrkarten und Reservierungen

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Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in Japan praktisch keine Online-Tickets. Man muss seine Fahrkarte also am Schalter oder am Automaten kaufen; das ist allerdings bis unmittelbar vor der Abfahrt problemlos möglich.

An Bahnhöfen gibt es normalerweise Fahrkarten- und Reservierungsschalter (midori no mado), bedeutendere Stationen haben ein Travel Center, wo man eher auf Touristen eingestellt ist. Die meisten Mitarbeiter sprechen genug English für die wichtigsten Vorgänge. Falls nicht kann man sich meist mit Handzeichen verständigen. Oft hilft es, seinen Reisewunsch aufzuschreiben, hier und da gibt es auch Vordrucke für diesen Zweck.

Reservieren ist einfach und sehr zu empfehlen für gefragte Verbindungen (zum Beispiel am Freitagabend von Tokyo nach Kyoto oder für den Zug von Nagoya nach Takayama). Am besten fragt man direkt nach einer Reservierung wenn man die Fahrkarte kauft. Reservieren kann man schon einen Monat vorher oder auch noch wenige Minuten vor Abfahrt des Zuges.

In Shinkansen und tokkyū-Zügen sind einige Wagen reservierungspflichtig (指定席, shiteiseki). In einem typischen Shinkansen mit 16 Wagen gibt es zum Beispiel nur drei bis fünf Wagen die man ohne Reservierung benutzen darf und nur zwei davon sind Nicht-Raucher. Ab und an bietet der reservierte Wagen auch zusätzlichen Komfort (z. B. 4 statt 5 Sitze nebeneinander).

Inhaber eines Japan Rail Pass können kostenlos reservieren. (Achtung: Mit dem Reservierungs-“Ticket” kann man die automatische Sperre nicht benutzen).

Auch im Fernverkehr gibt es teilweise Fahrkartenautomaten mit englischer Benutzerführung. Kreditkarten werden in der Regel nicht akzeptiert, man muss den Automaten also mit Bargeld füttern.

Japan Rail Pass - Diese Karte ist nur für Touristen erhältlich und gilt im gesamten Netz der JR, inklusive der Shinkasen (Shinkansen der schnellsten Kategorie sind auf einigen Strecken ausgeschlossen). Dieser Pass ist ideal wenn man weitere Strecken zurücklegen will; der Wochenpass hat sich bereits mit einer Fahrt Tokio-Kyoto und zurück fast rentiert.

Seishun 18-Kippu - Ursprünglich eine Fahrkarte für Studenten, da sie nur in den Ferienzeiten erhältlich und gültig ist. Sie kann aber auch von Nichtstudenten genutzt werden, ein Studentenausweis oder eine Altersangabe ist nicht erforderlich. Für 11.850 ¥ bekommt man ein an fünf Tagen gültiges Ticket, an welchen fünf Tagen innerhalb der Gültigkeit von mehreren Wochen ist dabei egal. Man darf an diesen Tagen so oft und so weit fahren, wie man möchte. Shinkansen und Expresszüge dürfen allerdings nicht benutzt werden. Trotzdem ein lohnendes Angebot für Leute mit mehr Zeit und weniger Geld!

Die einzelnen Bahngesellschaften bieten auch regional gültige Pässe, die sich für Kurzzeitbesucher ggü. dem Japan Rail Pass selten lohnen dürften.

Zugtypen

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Liniennetz des Shinkansen

Der Shinkansen (新幹線) ist wohl der berühmteste Zug Japans. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 340 Kilometer pro Stunde sind sie nach wie vor der schnellste Weg durchs Land zu reisen. Die Shinkasen fahren auf eigenen Gleisen getrennt vom restlichen Verkehr und sind extrem pünktlich und zuverlässig: Im Jahresdurchschnitt beträgt die Verspätung des Zuges ungefähr 36 Sekunden.

Es gibt 3 Kategorien von Shinkansen, die bei den einzelnen Gesellschaften unterschiedliche Namen tragen. Die schnellste und teuerste Kategorie (Nozomi/Mizuho/Hayabusa/...) hält nur an ausgewählten Bahnhöfen, die meisten Plätze sind reservierungspflichtig. Die mittlere Kategorie (z. B. Hikari/Sakura/Hayate) hält an mehr Bahnhöfen, ist aber oft nur unwesentlich langsamer. Die langsamste Kategorie (z. B. Kodama/Tsubame/Nasuno) hält an allen Bahnhöfen und fährt oft nicht die komplette Strecke.

Züge vom Typ Nozomi und Mizuho können mit dem Japan Rail Pass nicht benutzt werden.

Im Shinkansen kann man kaum großes Reisegepäck mitnehmen. Normalerweise wird dies mit einem extra Transport voraus geschickt. Ein Handgepäckstück oder ein Rucksack ist allerdings kein Problem.

Die Züge selbst halten nur zwischen einer und drei Minuten auf den Bahnhöfen. Pünktliches Erscheinen und schnelles Einsteigen ist also Pflicht.

Auf anderen JR Linien, insbesondere den Vorortlinien, werden folgende Zugbezeichnungen verwendet:

  • Expresszug (特急, tokkyū) - hält an wenigen Bahnhöfen. Zuschlag- und teilweise reservierungspflichtig.
  • Schnellzug (急行, kyūkō) - hält an ungefähr jedem dritten Bahnhof. Zuschlagpflichtig.
  • Eilzug (快速, kaisoku) - hält an ungefähr jedem dritten Bahnhof. Nicht zuschlagpflichtig.
  • Nahverkehrszug 普通, futsū oder (各駅, kakueki) - hält an jedem Bahnhof.

In Schnell- und Expresszügen gibt es teilweise Grüne Wagen, die japanische Variante der ersten Klasse. Da man für fast 50% Zuschlag nur ein bisschen mehr Beinfreiheit bekommt, wählen die meisten Fahrgäste normale Plätze.

Der letzte noch vorhandene Nachtzug ist der "Sunrise Seto/Sunrise Izumo" zwischen Tokyo und Izumo bzw. Takamatsu (der Zug wird in Okayama geteilt). Der Zug hat Schlafabteile und offene, mit Teppich ausgelegte Schlafplätze ("nobi nobi"). Die "nobi nobi"-Plätze sind für Besitzer eines Rail Passes kostenlos; für ein Schlafabteil muss man sämtliche Zuschläge selbst zahlen.

Nahverkehr

Im Nahverkehr und in U-Bahn-Stationen muss man seine Fahrkarte an einem Automaten kaufen, der heute fast immer auf eine englische Anleitung umschaltbar ist. Diese Automaten akzeptieren keine Kreditkarten. Schaut man in so einem Fall einigermaßen hilflos, findet sich zum Glück fast immer ein netter Japaner, der seine Hilfe anbietet. Einige Hinweise:

Normalerweise ist über dem Automaten ein großer Plan, auf dem der Standort rot und evtl. mit den Zeichen 当駅 gekennzeichnet ist. Außenrum sind alle anderen Bahnhöfe zu denen man fahren kann. Darunter steht jeweils der Fahrpreis. Die näheren Bahnhöfe haben niedrigere Fahrpreise (die Fahrt kostet dann z. B. 140 ¥, für weitere Strecken steigt der Preis z. B. auf 2000 ¥). Wenn man seinen Zielbahnhof ausfindig gemacht hat, wirft man den zu zahlenden Betrag (oder mehr) in den Automaten. (Die meisten Automaten akzeptieren neben Münzen auch 1000 ¥-Scheine, einige sogar 5000 ¥- und 10000 ¥-Scheine). Dann leuchten Knöpfe mit den möglichen Fahrpreisen auf. Man drückt den Knopf mit dem gewünschten Betrag und nimmt Fahrschein und Wechselgeld. Wenn man den Preis nicht bestimmen kann, kauft man eine Fahrkarte mit dem minimalen Fahrpreis und zahlt am Ziel nach. (Dies gilt in Japan nicht als Schwarzfahren.) Nachzahlen kann man entweder an der besetzten Sperre oder einem Automaten.

In Kobe, Kyoto, Nagoya, Osaka, Sapporo, Sendai, Tokio und Yokohama gibt es U-Bahnen.

In Hiroshima, Nagasaki, Hakodate, u. a. Städten sind auch Strassenbahnen zu finden.

Weiterhin gibt es auch Monorails z. B. in Naha (Okinawa), Osaka, Tokio und anderen Städten.

Auch für Privatbahnen gibt es Mehrtageskarten. Für die Region Kansai mit den Städten Osaka, Kyoto, Himeji und Nara erhält man z. B. einen Drei-Tages-Pass oder nur für Touristen den Kansai Thru Pass, jeweils gültig für U-Bahnen, private Eisenbahnen und Busse.

Mit dem Flugzeug

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Auf das Flugzeug sollte man bei weiteren Strecken zurückgreifen, wie z. B. Tokio - Okinawa, oder wenn dort kein Shinkansen fährt. Dabei sollte man als Tourist allerdings nicht auf die normalen Inlandsflugtarife zurückgreifen, zumal diese auch sehr teuer sind. Stattdessen sollte man die zahlreichen Discountangebote (Discounttickets) für Touristen in Augenschein nehmen, da diese teilweise sehr günstig sind.

Mit dem Bus

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Fernverkehr

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Die günstigste Möglichkeit, im Vergleich zu Flugzeug und Shinkansen, eine lange Strecke hinter sich zu bringen, stellen die (Nacht-)Busse dar. So kann man z. B. die Strecke von Tokio nach Hiroshima und zurück mit 12.000 ¥ bewältigen. Man ist dabei natürlich 12 Stunden unterwegs, doch für Reisende, die im Auto gut schlafen können stellen sie eine gute Alternative dar: Die Nacht-Busse sind geräumig ausgelegt, haben recht komfortable Sitze und lichtundurchlässige Vorhänge, sodass gewöhnlich alle Fahrgäste innerhalb einer Stunde nach Abfahrt schlafen. Busverbindungen gibt zwischen sehr vielen Städten Japans, Tickets erhält man in Reisebüros.

Nahverkehr

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In den Großstädten muss man selten auf lokale Busse (線路バス, senro basu) zurückgreifen. In kleinen Städten spielen sie dagegen eine wichtige Rolle und daher sollte das ungewöhnliche Tarifsystem erwähnt werden. In den meisten Bussen muss man beim Einsteigen (durch die Hintertür) einen kleinen Fahrschein mit einer Nummer aus einem Automaten ziehen. Vorne im Bus befindet sich über dem Fahrer eine elektronische Anzeigetafel, die Nummern und Preise zeigt, die im Laufe der Fahrt steigen. Wenn man aussteigt, drückt man die Haltewunschtaste und sucht auf der Anzeigetafel den aktuellen Preis für die Nummer auf dem Fahrschein. Diesen steckt man zusammen mit dem Geld in den Zahl-Automaten beim Fahrer und steigt durch die Vordertür aus. In der Regel muss man dabei exakt zahlen, dafür gibt es dann Automaten, die 1000 ¥-Scheine in Münzen wechseln. Wenn man nicht genug Kleingeld hat, sollte man rechtzeitig wechseln.

Der Name der nächsten Haltestelle wird meistens im Bus angezeigt und durchgesagt – allerdings meist nur auf Japanisch. In der Regel kann man jedoch den Fahrer bitten, einen auf die Zielhaltestelle aufmerksam zu machen.

In Stadt-Bussen (die z. B. in dem weitläufigen Kyōto unentbehrlich sind) gilt: Man steigt hinten ein, bezahlt vorne beim Fahrer, indem man Fahrgeld passend (es gibt beim Fahrer einen Wechselautomaten) in das Kästchen wirft. Nutzt man das praktische, etwas verbilligte 10er Ticket-Päckchen kaisūken (am Schalter vor dem Bahnhof, aber auch im Bus erhältlich), so wirft man eins davon in das Kästchen. Am einfachsten ist es natürlich, als Tourist eine Tageskarte zu lösen.

Auf der Straße

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2017 wurden die Autobahnen, die alle auch einen Namen haben, mit E für “Expressway” neu numeriert. Die entsprechende Beschilderung hier zeigt beispielhaft den Hokuriku-Expressway.
 
Zapf„säulen“ mit Schlauch von oben. Normalerweise mit Bedienung.

Auto fahren in Japan ist an sich sehr viel einfacher als man vermuten möchte, zumal da heutzutage die meisten Autos mit Navigationsgeräten ausgestattet sind.

In Japan herrscht Linksverkehr und meistens eine recht defensive, allerdings auch etwas unumsichtige Fahrweise. Auch auf dem Land sind viele Verkehrsschilder neben japanisch auch englisch beschriftet. Mietwagen erschwinglich (ab 5000 ¥), Benzinkosten niedriger als in Europa.

Gerade auf dem Land bietet das Auto viele Vorteile und man kann Ziele erreichen die nicht oder nur schlecht an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden sind. Durch die relativ hohe Autobahnmaut und die recht geringen Tempolimits ist aber für Fernreisen der Shinkansen meist die bessere Wahl. Auch vom Stadtverkehr in den Ballungsgebieten Kantō und Kansai ist Ausländern ohne Japan- oder Japanischkenntnisse allerdings stark abzuraten, zumal die öffentlichen Verkehrsmittel hier hervorragend ausgebaut sind.

Internationale Führerscheine Genfer Muster werden in Japan anerkannt. Deutsche und Schweizer (sowie Belgier, Franzosen, Italiener und Chinesen aus der Provinz Taiwan) können mit der japanischen Übersetzung ihres nationalen Führerscheins fahren. Diese bekommt man bei der Japan Automobile Federation (JAF) oder, allerdings deutlich teurer, beim ADAC in München. Eine Übersetzung durch die JAF kann nur im Land beantragt werden und kostet 4000 ¥. In manchen Büros ist eine Ausstellung innerhalb eines Tages möglich. Im Idealfall besitzt man hierfür bereits einen Kartenführerschein; eine Übersetzung des alten grauen bzw. rosa Lappens stößt in der Praxis auf Probleme (weil die deutsche Handschrift in Japan nicht gelesen werden kann).

Seit 2006 wird an vielen Stellen rigoros und prompt gegen Falschparker vorgegangen - anders als bei anderen Gelegenheiten hilft hier kein „Ausländerbonus“.

Japanische Tankstellen akzeptieren keine ausländischen Kreditkarten. Seit 2020 gibt es immer mehr Automaten-Zapfsäulen, um Personal zu sparen. Deren Benutzerführung ist bei manchen Firmen nur auf japanisch, der Bedienungsablauf wie folgt: 1) Man zahlt im voraus bar oder mit einer der landesweiten Wertkarten eine bestimmte Summe; 2) es gibt zwei oder drei (farbkodierte) Schläuche für Treibstoffarten, als da sind Diesel (軽油), Normal (レギュラー) und Super (abgek.: ハイオク, high oku); 3) am Touchscreen betätigt man die Summe und Treibstoffart; 4) berührt auf Schlauchhöhe den Knopf, um sich von statischer Elektrizität zu befreien; 5) zapft wie gewohnt selbst; 6) entnimmt den Kassenzettel (darauf weist eine piepsige Stimme hin) aus dem Fach レシート, reshito; 7) sucht dann den Wechselgeldautomaten, oft markiert durch ein fettes ¥-Schild und/oder dem japanischen Zeichen für Rückgeld. Der Streifen- oder QR-Code auf dem Beleg wird gescannt, dann kommt irgendwo Restgeld heraus.

Motorrad-Verleih ist im Land des aufgehenden Motorradlächelns weniger üblich, eher bekommt man Roller.

Seit 1. Apr. 2023 gilt Helmpflicht für Radfahrer. Diese Vorschrift ist nicht strafbewehrt.

Japanische Taxen sind extrem gepflegt, die Sitze oft mit Häkeldeckchen o.ä. überzogen. Der Fahrgast sitzt immer im Fond! Der Schlag wird vom Fahrer durch einen Hebel geöffnet und geschlossen. Zwar ist das manuelle Öffnen/Schließen der Türen möglich wird aber, da der Mechanismus beschädigt werden kann zu bösen Reaktionen des (fast immer männlichen) Fahrers führen.
Die Grundgebühr liegt lokal unterschiedlich um 730 ¥ + 300 ¥/km (Stand: 2023). Taxifahrer, die sich erst selbständig machen können nachdem sie zehn Jahre unfallfrei für eine Firma gefahren sind, tragen weiße Glacé-Handschuhe. Was sie nicht haben müssen ist Ortskunde. Gerade in größeren Städten ist es wegen des undurchschaubaren Nummerierungssystems und dem fast völligen Fehlen von Straßennamen (Ausnahme Kioto) unerlässlich, dass der Fahrgast eine Wegbeschreibung gibt. Touristen sollten immer eine Visitenkarte ihrer Unterkunft mitführen, da diese üblicherweise eine kleine Umgebungskarte enthält.

Mit dem Schiff

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Die Japan Long Course Ferry Service Association ist eine Zusammenschluss von neun Reedereien, die Langstreckenfähren zwischen den vier Hauptinseln betreiben, aber nicht nach Okinawa oder den Izu-Inseln. Angeboten werden bis zu 15 Strecken, einige nur im Sommer.

Hauptartikel: Sprachführer Japanisch

Die Landessprache ist Japanisch, das in unterschiedlichen Dialekten – je nach Region – gesprochen wird. Die japanische Sprache verwendet neben den ursprünglich chinesischen Schriftzeichen (Kanji) zwei eigene Silbenschriftsysteme (Hiragana und Katakana). Letzteres wird heute vor allem zur Darstellung von Fremdwörtern verwendet. Straßen, Bahnhöfe und Ähnliches sind meist in Kanji und in lateinischer Umschrift (Rōmaji) beschildert. Auf den Bahnsteigen steht der Name auch in Hiragana, da Namenslesungen von der Normalsprache auch regional abweichen können, sodass sich selbst für Japaner nur so die korrekte Lesung erschließt. Zwar lernen heute alle Japaner Englisch in der Schule, dennoch sind die praktischen Englischkenntnisse eher gering, weil fast alle Schulen mehr Wert auf Grammatik denn Konversation legen; auch ist die Aussprache sehr schlecht. Dank der großen Hilfsbereitschaft gegenüber Touristen ist eine Verständigung meist trotzdem nicht schwer. Deutsche Sprachkenntnisse sind bei jungen Japanern sehr selten.

Aussprache: In deutschen Büchern wird Japanisch natürlich üblicherweise in der lateinische Umschrift Rōmaji angegeben, normalerweise im Hepburn-System.

Hier ein paar Hilfen zur Aussprache dieser Umschrift: Im allgemeinen wird alles ausgesprochen wie geschrieben mit folgenden Ausnahmen. Im Japanischen werden Vokale entweder kurz oder lang ausgesprochen, die lange Aussprache wird durch den sogenannten Macron gekennzeichnet, ein Strich über dem Vokal, also beispielsweise „ō“ und „ū“. Dies ist für die Bedeutung sehr wichtig. Leider wird diese Aussprachehilfe in einigen Büchern und in von Amerikanern geschriebenen Texten oft weggelassen, dann weiß man nicht, ob es kurz oder lang gesprochen wird. Manche Lehrbücher übernehmen auch die japanische Praxis die Länge durch ein kleines u anzuzeigen, z. B. おぅ = ou, was aber als ō zu lesen wäre. Ein End-u wird in Ostjapan gerne verschluckt: also des’ statt desu. Umschriftliches j spricht man wie den ersten Buchstaben von Journal aus, y wie j, sh wie sch, chi wie tschi.. Ein s spricht man wie das ß von Fleiß aus und z wie das s in Sausewind. Bei Diphthongen, wie ei wird das e auch als e gesprochen, also nicht ai. Das r wird eher wie eine Mischung aus l und r ausgesprochen, ein l gibt es im Japanischen nicht. Ein Gutturalstop wird durch Konsonantenverdoppelung angezeigt. Beispiel: Sapporo spricht man ungefähr wie ßa-porro aus.

Auf Bindestriche zwischen Silben kann in der Umschrift verzichtet werden. Ihre Verwendung vor allem in der Reiseliteratur und in Prospekten geschieht weder einheitlich noch konsequent. Zudem kann eine einzelne Silbe häufig mehrere voneinander völlig unterschiedliche Bedeutungen haben, die erst im Wortzusammenhang den richtigen Sinn ergeben. Durch den Wortzusammenhang werden etwaige Zweideutigkeiten in der Lesung zumeist vermieden.

Für Faule: Mit folgenden vier Wörtern kommt man schon ganz gut zurecht:

  • Suimasen oder (sehr höflich) Sumimasen, umgangssprachlich auch Gomme’ne: „Entschuldigung“ in allen Formen:
    • ... dass ich Sie angerempelt habe
    • ... kann ich hier mal durch?
    • ... könnten Sie bitte?
  • Arigatō: „Danke“. Höfliche Form: Arigatō Gozaimasu
  • Konichi wa: „Hallo/Guten Tag“
  • Hai: „Ja“ oder auch „ich habe verstanden/gehört", „alles klar“ -- will man wirkliche Zustimmung zum Gesagten ausdrücken verwendet man: „so des’“
  • Ablehnung wird normalerweise nicht mit einem direkten „Nein“ (Iie) ausgedrückt. Stattdessen werden Umschreibungen (z. B. chigau (höfl. Form: chigaimasu, „anders“) benutzt, um den Gegenüber nicht vor den Kopf zu stoßen. Damme, bedeutet „laß das“ auch i.S.v. „nicht anfassen.“

Japanische Namen: In Japan wird üblicherweise der Familienname vor dem Vornamen genannt. Im Kontakt mit Ausländern stellen Japaner aber häufig auf „unsere“ Reihenfolge um, so machen es auch die meisten Reiseführer. Um klarzumachen, was gemeint ist, wird der Familienname manchmal in Großbuchstaben geschrieben. Beispiel: Der bei uns unter dem Namen Akira KUROSAWA bekannte Regisseur heißt eigentlich KUROSAWA Akira.

Anrede: Spricht man zu (oder über) jemand anderen, hängt man immer ein „Höflichkeits-Suffix“ an den Namen an. Fast immer richtig ist …-san hinter den Nachnamen (egal ob Mann oder Frau), das entspricht unserem Herrn oder Frau. Beispiel: Kurosawa-san ist Herr Kurosawa oder Frau Kurosawa. Sich mit Vornamen anzusprechen, ist in Japan nur unter guten Freunden üblich – auch da wird ein -san angehängt.

Der eigene Namen wird ohne Suffix verwendet.

Das Japanische kennt eine größere Auswahl solcher Suffixe (z. B. ...-sensei für Lehrer, Ärzte und Politiker) die verschiedene Grade von Respekt, Nähe, Rang und Stellung ausdrücken können. Mit ...-san liegt man aber fast immer richtig.

Aktivitäten

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Wandern ist in Japan sehr beliebt. Das Land besteht zu 70 Prozent aus Bergen und Wäldern und bietet für den Naturliebhaber zahlreiche Highlights.

Bergsteigen ist in Japan sehr einfach, die meisten Berge sind ausgezeichnet erschlossen und verfügen über eine gute Infrastruktur. Der höchste Berg Japans, der Fujisan, kann auf dem offiziellen Wanderpfad ohne alpinistische Kenntnisse erklommen werden. Etwas ungewohnt für Bergsteiger, die sonst eher mit heimischen Gefilden vertraut sind, sind die relativ strikten Saisonzeiten. Außerhalb der Hochsaison, das ist in der Regel Juli bis September, schließen alle Wanderhütten im Land - so etwas wie eine Nebensaison kennt man in Japan nicht. Eine Bergwacht ist gänzlich unbekannt. Wer also außerhalb des Hochsommers die Berge erklimmen möchte, sollte genügend Proviant und Vorräte mitbringen. Umgekehrt kann der Andrang an den Wochenenden in der Saison sehr groß sein, wer also lieber alleine auf Wandertour geht, sollte die Wochenenden meiden.

Wintersport ist in Japan dank der relativ kalten Winter sehr gut möglich. Die bekanntesten Gebiete sind die sogenannten Japanischen Alpen auf der Insel Honshu sowie die Insel Hokkaido mit seinem fast schon sibirischen Klima. Die Preise sind verglichen mit dem europäischen Alpenraum sehr günstig. Wer aus Ausländer in Japan skifahren möchte, sollte allerdings seine Ausrüstung selber mitbringen, da diese in europäischen Größen vor Ort kaum erhältlich ist.

Sport gucken

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Professionelles Motorbootrennen

Für den passiven Zuschauer bietet Japan den passenden Sport für jedermann. Im kaum einem anderen Land lassen sich so viele Sportarten bewundern wie hier.

  • Baseball, in Japan yakyū (野球) genannt, ist der wohl beliebteste Sport des Landes und eine der wenigen Zentren dieses Sports außerhalb der Vereinigten Staaten. Es gibt im Land zwei Ligen mit je sechs Teams, die Central League und die Pacific League, die ihre Wettkämpfe von April bis September austragen. Die besten Mannschaften aus beiden Ligen spielen anschließend von Oktober bis November in der Nippon Series um den japanischen Meistertitel. Wer ein Baseballspiel anschauen möchte, kann Tickets normalerweise bis kurz vor Spielbeginn kaufen, ausverkaufte Stadien gibt es allenfalls bei sehr beliebten Matches. Anders als in Amerika gibt es eine Zeitbegrenzung wobei das letzte Inning keinesfalls später als 3½ Stunden nach Beginn des ersten anfangen darf und die Spieldauer generell auf 12, selten 15 Innings begrenzt ist.
  • Fußball fristete in Japan lange ein Schattendasein, belegt aber heute den zweiten Platz der beliebtesten Sportarten. Die japanische Profiliga im Männerfußball heißt J-League oder auf Japanisch J rīgu (Jリーグ) und ist unterteilt in J1 League, J2 League und J3 League, daneben gibt es noch den Kaiserpokal (tennōhai 天皇杯) als Pokalwettbewerb. Die japanische Fußballnationalmannschaft gehört zu den stärksten Mannschaften Asiens, ist aber international noch nicht so erfolgreich wie die europäischen oder südamerikanischen Kicker.
  • Sumo, im Japanischen mit langem O, also sumō (相撲), gehört zu den traditionellen Sportarten des Landes. Das Ziel ist es, in einem Ringkampf den Gegner entweder umzuwerfen, sodass er mit einem anderen Körperteil als der Fußsohle den Boden berührt, oder den Gegner aus dem Ring zu stoßen. Der eigentliche Kampf dauert dabei häufig nur wenige Sekunden, die traditionellen Zeremonien rund um den Sumokampf nehmen einen bedeutend größeren Anteil ein. Da es im Sumo keine Gewichtsklassen gibt, sind schwere Kämpfer deutlich im Vorteil, weshalb professionelle Sumokämpfer sich einer besonderen Mastkur unterziehen und so viel Gewicht wie möglich zulegen - eine Tradition, die aufgrund der gesundheitlichen Risiken, die mit der Gewichtszunahme eingehen, zunehmend umstritten ist. Sumo ist traditionell eine Männerdomäne, Frauen ist die Teilnahme am Sumowettkampf und das Betreten des Rings generell untersagt. Pro Jahr finden sechs 15tägige Tourniere statt, drei in Tokyo und drei in der Provinz. Gute Karten sind für Kurzzeitbesucher ohne Beziehungen nicht zu bekommen. Wer früh aufsteht kann Restkarten auf den billigen Plätzen ergattern. Die Kämpfe der obersten Klasse werden ca. 17.00-18.00 Uhr im Staatsfernsehen NHK live gezeigt.
  • Pferderennen, in Japan keiba (競馬) genannt, sind im Land äußerst beliebt. Dies auch weil hierbei Wetten erlaubt sind, wohingegen man sonst jeder Art von Glücksspiel sehr ablehnend gegenüber steht.
  • Bootsrennen (競艇, Kyōtei) sind eine weitere „Sportart“ bei der seit 1952 im „Stadion,“ einem 600 Meter langen ovalen Kurs, gewettet werden darf. Ein Teil des Profits verteilt die wohltätige Nippon Foundation, gegründet vom als Kriegsverbrecher angeklagten Sasakawa Ryoichi. Sollte man sich an einem Renntag in einer der 24 Städte mit Stadien aufhalten kann dies eine nette Art sein einen Nachmittag zu verbringen. Der Eintritt an sich ist gering.
  • Golf wurde von den Amerikanern bekannt gemacht. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse ist Golf kein Volkssport wie in vielen englischsprachigen Ländern. Zur Zeit der “Bubble” in den 1980ern wurde es de rigeur für Salarymen vom mittleren Management aufwärts diesen Sport zu betreiben. Dabei wurden Anteile an Golfclubs, nötig zur Spielberechtigung, hochpreisige Spekulationsobjekte. Wer als Besucher spielen möchte, muß die entsprechenden Preise vor Ort erfragen. In besseren Clubs ist die Empfehlung eines Mitglieds nötig. Man sollte von Preisen von ¥ 20000-30000 nicht überrascht sein (saisonal und an Wochenenden teurer). Es wundert nicht, dass viele Gemeinden derartigen „Luxussport“ besteuern. In Tokyo sind zum Beispiel, je nach Platzqualität, zusätzlich ¥ 400-1200 pro Runde fällig. (Stand: Jul 2023)

Spiele sind in Japan ein durchaus beliebter Zeitvertreib, allerdings sind die japanischen Spiele im Westen häufig unbekannt.

  • Go () ist ein ursprünglich aus China stammendes Brettspiel, das heute in Japan ein ähnlich hohes Ansehen genießt wie Schach im Westen. Die Regeln sind schnell gelernt: auf einem Spielfeld mit üblicherweise 19×19 Linien (es gibt auch kleinere Spielfelder für Anfänger oder kurze Partien) werden abwechselnd Steine auf die Schnittpunkte gelegt (361 an der Zahl); wer am Ende das größte Territorium kontrolliert, gewinnt. Was einfach klingt, ist in Wirklichkeit ein hochkomplexes Spiel, nur wenige Spieler aus dem Ausland haben es bisher in die hohen japanischen Ränge geschafft und trotz des technischen Fortschritts schafften es Computer erst 2016, einen professionellen Go-Spieler zu besiegen, 19 Jahre später als beim Schach.
  • Shōgi (将棋) ist die japanische Variante des westlichen Schachspiels, die mit beschrifteten Steinen (koma ) statt mit Figuren gespielt wird. Der größte Unterschied ist, dass geschlagene Steine nicht einfach aus dem Spielfeld verschwinden, sondern als eigene Steine wieder in das Spiel gebracht werden können.

Die japanische Badekultur unterscheidet sich deutlich von unserer. Japan hat als Insel vulkanischen Ursprungs viele heiße Quellen, die seit alters her zur Entspannung und Heilung genutzt wurden. Dementsprechend dienen Bäder in Japan nicht der Unterhaltung (den Typus Spaßbad gibt es in Japan so nicht), sondern der Erholung und auch der Geselligkeit; es ist nicht unüblich, dass Freunde oder Arbeitskollegen in Japan gemeinsam baden gehen und im Bad einen netten Plausch halten.

Bäder, die aus diesen heißen Quellen gespeist werden (in Europa würde man dazu Thermalbad sagen), heißen in Japan Onsen (温泉) und finden sich im ganzen Land. Der größte Unterschied zum Westen ist, dass in Japan grundsätzlich nackt gebadet wird; die Bäder sind deshalb nach Geschlechtern getrennt. In besonders entlegenen Regionen gibt es öffentliche heiße Quellen ohne jede Infrastruktur, die kostenlos benutzt werden können, häufig ist hier die Aussicht aus dem Badebecken das eigentliche Erlebnis.

Bei einem (銭湯, sentō) handelt es sich um ein öffentliches Bad. Sie stammen aus der Zeit, als viele japanische Haushalte noch keine eigene Badewanne hatten; inzwischen werden sie leider immer seltener. Die Stadtverwaltung setzt für die Benutzung einen einheitlichen Preis fest, der 2022 z. B. in Tokio 500 ¥ betrug. Seife und Shampoo sind immer vorhanden, Handtücher kann man für üblicherweise 200 ¥ mieten. Gerade die kleineren Nachbarschaftsbäder sollte man sich als Tourist nicht entgehen lassen. Geöffnet ist bei einem Ruhetag pro Woche normalerweise 15:00/16:00-22:00/23:00. Dabei ist die Badeetikette unbedingt zu beachten: erst ordentlich duschen, sodass keinerlei Seife verbleibt, erst dann in die heiße Wanne. Alle sind nackt, Männlein und Weiblein getrennt. Dabei zeigt ein roter Vorhang die Frauen-, einer blauer die Männerabteilung an.[2] Tätowierte werden üblicherweise nicht geduldet.

Wer in Japan Badestrände sucht, wird sich wundern, wie wenige es im Land gibt. Häufig reicht die städtische Bebauung bis fast an den Meeresrand, oder das Land fällt steil zur Küste herab. Für den Strandurlaub fliegen viele Japaner deshalb ins Ausland.

Einkaufen

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Die japanische Währung ist der Japanische Yen, abgekürzt ¥ (oder JPY bei Wechselkursen). Im Japanischen wird das Zeichen 円 verwendet.

  • Münzen: 1, 5, 10, 50, 100, 500 ¥. Es gibt zwei 500 ¥-Münzen: die alten sind silberfarben, die neuen goldfarben.
  • Scheine: 1000, 2000 (selten), 5000 und 10000 ¥. Im Laufe des Jahres 2024 beginnt die Ausgabe komplett neu gestalteter Banknoten. Selbst bei kleinen Einkäufen wird kaum ein Händler die Annahme eines 10000 ¥-Scheins verweigern.

Der Wechselkurs des Yen zum Euro lag lange Zeit bei ca. 1 € = 150 Yen. Seit der Finanzkrise gewann der Yen gegenüber dem Euro erheblich an Wert und verteuerte einen Urlaub in Japan für Reisende aus dem Euroraum. In den letzten Jahren zeigte jedoch der Yen eine anhaltende Schwäche gegenüber allen anderen Währungen, so verlor der Yen gegenüber dem Dollar in den letzten drei Jahren 40 Prozent an Wert, und eine Trendwende ist bislang nicht in Sicht. Dies macht einen Einkauf in Japan für Urlauber aus westlichen Ländern wieder sehr attraktiv.

Tipp
Unglaublich aber wahr: Die meisten Geldautomaten werden abends abgeschaltet (wochentags: ca. 20:00-21:00 Uhr, Wochenende 18:00 Uhr). In einigen Städten gibt es Automaten, die bis 23:00 Uhr aufhaben. Das bedeutet, dass selbst an den beliebtesten Orten keine Möglichkeit mehr besteht, an Geld zu gelangen. Ausnahmen sind die Automaten in den Convenience Stores der Kette 7-eleven. In diesen Läden findet man meist einen roten Geldautomaten mit der Aufschrift 7 Bank.

Japan ist Bargeldland. Zwar nehmen Hotels und Geschäfte, die häufig ausländische Kunden haben, auch Kreditkarten an, in vielen kleinen Geschäften kann aber nur bar bezahlt werden. Selbst wenn man mit Kreditkarte zahlen kann, gilt dies meist erst ab einem Mindestbetrag und gegen eine geringe Gebühr. Es ist daher üblich, in kleineren Städten oder abgelegen Gegenden sogar notwendig größere Geldbeträge herumzutragen. Dank der geringen Kriminalität ist dies aber ungefährlich.

In den meisten größeren Banken kann man Geld wechseln. Die Kurse sind überall ungefähr gleich. Man sollte 15-30 Minuten Wartezeit einplanen. Es gibt keine Panzerglas-Kassen, der Kunde erhält nach Vortragen seines Anliegens ein Plastiktellerchen mit einer Nummernmarke und wartet entspannt im in allen größeren Filialen vorhandenen Ledersofa. Im Gegensatz zu Euro, Dollar oder Pfund werden andere asiatische Währungen oft nicht angenommen, allenfalls in den Wechselstuben im Flughafen Narita. Wenn man größere Geldbeträge wechseln will (z. B. mehr als 500 Euro), kann es zu Problemen kommen. Meist ist dies nur möglich, wenn man ein Konto bei der Bank hat.

 
Sake-Verkaufsautomat. Wie Bierautomaten schalten diese, in Tokio selten gewordenen, Geräte von 23:00-6:00 Uhr ab, bei vielen geht die Uhr nicht sehr genau (15-20 Minuten Toleranz).
 
Verkaufsautomat für Windeln.

Viele japanische Geldautomaten akzeptieren keine ausländischen Karten. Geld bekommt man unter anderem bei der japanischen Postbank (JP Bank), den Automaten in den 7-eleven (7 Bank) und bei der Citibank (in Deutschland jetzt Targo). Die Geldautomaten der japanischen Postämter haben neben japanischen auch englische Bedienungshinweise. Sie nehmen Karten des Cirrus- und Maestro-Systems, sowie Mastercard, Visa, American Express und Diners Club.

Japan ist bekannt für seine riesigen Konsumtempel, die depāto (デパート, vom englischen department store). Hier gibt es auf mehreren Stockwerken alles, was das Herz begehrt, mit einem für deutsche Verhältnisse ungewohnten Service von Einweisern, die einen in die gewünschte Sektion leiten und dabei gleich den Fahrstuhl passend bedienen. Die meisten Touristen kommen nach Japan wegen der Manga und Anime; dabei geht es weniger um die Medien selbst (diese sind im Land nicht nur sehr teuer, sondern wegen der Sprachbarriere meist unverständlich) als um das zugehörige Merchandise wie z. B. Figuren aus den Anime oder Poster, die außerhalb Japans nur schwer oder gar nicht erhältlich sind. Auch für Elektronik kann sich ein Ausflug nach Japan lohnen: Kleingeräte wie z. B. Digitalkameras sind in Japan nahezu überall erhältlich und funktionieren weltweit; Großgeräte wie DVD-Player und Laptops sind zwar auch erhältlich, aber wegen den unterschiedlichen Stromsystemen häufig problematisch (in Japan beträgt die Netzspannung nur 100 V). Bei Smartphones muss man aufpassen: japanische Smartphones geben bei Nutzung der Kamera ein lautes Geräusch ab, das sich nicht abschalten lässt - das dient der Unterbindung des sogenannten Upskirting, in Japan ein großes gesellschaftliches Problem. Rohlinge (DVD, Blu-ray) sind in Japan spottbillig.

Was Kleidung betrifft, gehört der Kimono (着物) wohl zu den beliebtesten Mitbringseln. Es gibt Kimono sowohl als Konfektionsware als auch maßgeschneidert; einen günstigen Kimono kann man schon für ¥6000 bekommen, bei maßgeschneiderten, handgefertigten Kimonos kommt man schnell in die Region ¥200000 und aufwärts, es gibt nach oben hin nahezu keine Grenze. Aber Achtung: bei der Wahl des richtigen Kimonos kann man sehr viel schief machen. Ohne zumindest eine Fachanleitung aus dem Internet sollte man sich nicht in das Abenteuer stürzen. Selbstverständlich gibt es in Japan auch "normale" Kleidung, wobei die Japaner durchschnittlich kleiner als Europäer sind, sodass es große Menschen schwer haben werden in Japan passende Kleidung zu finden.

Automaten stehen in Japan an jeder Straßenecke und verkaufen meist Getränke (normalerweise 100 bis 160 ¥ für 0,5 l) oder Tabakwaren. Es gibt auch Automaten für ungewöhnliche Dinge wie Batterien, Reis im 2- oder 5-Kilo-Sack oder Manga; in der Praxis sieht man sie aber eher selten. Bezahlt werden kann mit Münzen (10 ¥ oder größer), oft auch mit Scheinen (1000 ¥, manchmal auch größer). Manchmal, insbesondere in und bei Bahnhöfen, können auch Nahverkehrs-Wertkarten (z. B. Suica, Pasmo, …) verwendet werden.

In einigen Bereichen (zum Beispiel für Zugfahrten, Telefon, Supermärkte) gibt es in Japan Wertkarten, die mit einem bestimmten Geldbetrag aufgeladen sind.

Die Mehrwertsteuer beträgt aktuell 10%. Seit der letzten Erhöhung können Preise sowohl mit als auch ohne Mehrwertsteuer angegeben werden. Bei Einkäufen ab 5000 ¥ (pro Tag und Laden) kann in vielen Fällen Tax Free eingekauft werden - dann wird die Mehrwertsteuer nicht berechnet. Für den steuerfreien Einkauf muss der Reisepass vorgelegt werden. Der Tax-Free-Beleg muss bei der Ausreise bei Zoll abgegeben werden. Der Zoll kann dabei auch die Ware zeigen lassen, in der Praxis ist das aber unüblich.
Es ein staatliches Tabak- und Salzmonopol. Die Regierung verdient so an Rauchern doppelt, da auch eine Tabaksteuer erhoben wird. Nach der Erhöhung im Oktober 2021 kostet eine Schachtel 600 ¥.

Trinkgelder sind unüblich. Ein Trinkgeld erscheint vielen Japanern wie ein Almosen und kommt einer Beleidigung gleich. Selbst wenn man versucht, Trinkgeld zu geben, stößt man dabei auf heftigen Widerstand und es wird jeder Yen abgerechnet. In einigen teuren Restaurants kommt zur Rechnung noch 10% Bediengeld.

 
Japanische Stäbchen sind kürzer als die chinesischen und laufen spitz zu (oben.) Die Restaurant-Wegwerfvariante (waribashi; unten) ist aus Bambus und wird nach dem Auseinanderbrechen aneinander gerieben, um eventuelle Splitter zu lösen.

Die japanische Küche hat die Welt erobert. Frisches Sushi (寿司) schmeckt deutlich besser als die in Deutschland erhältliche Kaufhausware. Tempura (天ぷら) bekommt man heute an Orten, wo man es nicht erwartet. Aber die japanische Küche hat viel mehr zu bieten: es gibt eine große Auswahl an chinesischen Nudeln ()rāmen (ラーメン), dünne Soba そば aus Buchweizen und dicke Udon (うどん) aus Weizen — und eine ganze Reihe domburi (, „Reisschüssel“)-Gerichten sowie Japans beliebtestes Gericht, den Curryreis (カレーライス, karē raisu). Er schmeckt sehr japanisch bzw. danach, wonach er farblich aussieht.

Darüber hinaus sollte man sich nicht den Genuss von Shabu-Shabu, einer Art Fondue mit Brühe (teuer), Nabe, bei der das Fleisch und das Gemüse in einer Brühe gegart wird, aber diese auch mitgegessen wird und auch das in der Kansai-Region beliebte Okonomiyaki, was leckere herzhafte Pfannkuchen mit Weißkraut vermischt sind, entgehen lassen.
Hinsichtlich Fisch gilt: „Ein Fisch, der nach Fisch riecht, ist nicht mehr frisch“ – und wird deshalb auch nicht mehr gegessen. Vor Gräten muss man kaum Angst haben, diese werden entweder beim Filetieren entfernt oder durch die Zubereitung (scharfes Braten/Grillen) unschädlich gemacht. Stark riechendes Essen ist Japanern generell suspekt, weswegen Lammfleisch praktisch nicht erhältlich ist. Knoblauch verwendet man vor allem „beim Koreaner“, dann aber kräftig.

Reis

Japaner haben ein besonderes Verhältnis zu Reis, der Teil auch des Frühstücks ist. Man ist der Ansicht, dass nur die speziell japanische Art des Kurzkornreises uruchimai (粳米) für menschlichen Verzehr geeignet ist. Dieser ist stark poliert (abgeschliffen) und wird vor dem Kochen eingeweicht und gewaschen. Japanische Bauern erhalten hohe Subventionen, die Einfuhr ausländischen Reises war bis vor wenigen Jahren verboten.[3] Importreis wird allenfalls in verarbeiteten Produkten verwendet. Für einen Produzenten kann es ähnlich fatal sein, wenn die Kundschaft herausfindet, dass er ausländischen Reis verwendet, wie für einen bayerischen Brauer, wenn er sich nicht an das Reinheitsgebot hielte. Der zu Mahlzeiten gereichte weiße Reis wird immer pur gegessen. Saucen und Gemüse darin verwendet man nur bei „ausländischen“ Gerichten wie dem "Curry-Reis". Ausnahme sind die oft dem Reis beigelegten Nori-Blätter, diese taucht man in die Sojasauce, wodurch sie weich werden, und isst sie zu dem Reis.
Spezieller Klebreis (もち米, mochigome) wird für die Herstellung von süß gefüllten Reisbällchen Mochi () verwendet. Ungeschälter, also Vollkornreis, wird praktisch nicht konsumiert, er gilt als nur für Sträflinge geeignet. Die früher unter armen Leuten übliche Beimischung billiger Gerste kommt ebenfalls nicht mehr vor.

Tischsitten

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Bis in die frühen 1970er Jahre ein Hauptbestandteil der Schulspeisung, heute eine teure Delikatesse: Wal, hier als Sashimi zubereitet (2012).

Japaner essen alle traditionellen Gerichte mit Stäbchen, die Hauptausnahmen sind Curryreis und gebratener Reis, die mit einem Löffel gegessen werden. Mit Stäbchen zu essen ist überraschend einfach zu lernen, man braucht aber eine Zeit lang, ehe man es wirklich beherrscht. Auf ein Tabu sei noch hingewiesen: Stäbchen dürfen niemals senkrecht in eine Reisschale gesteckt werden, da der Reis damit zur Totenmahlzeit gewidmet wird. Außerdem sollte man etwas, das einem mit Stäbchen gereicht wird, nicht mit Stäbchen entgegennehmen, weil auch dies Teil des Bestattungsritus ist! Des weiteren schütten die Japaner niemals Sojasauce über den Reis. (Versucht man es, löst sich der ansonsten klebrige Reis auf und man kann dann die Körner einzeln mit den Stäbchen aufpicken…) Sushi hingegen kann man in Sojasauce stippen. Die Japaner achten allerdings darauf, dass auch bei Sushi der Reis nicht in Berührung mit der Sojasauce kommt, was bei einem Selbstversuch durchaus zu einer akrobatischen Einlage geraten kann. Das Motiv dabei ist wahrscheinlich, in der gemeinsam benutzten Sojasauce keine Reiskörner zu hinterlassen.

Nudelsuppe zu schlürfen wird nicht nur akzeptiert, sondern erwartet. Die Japaner sagen, es kühlt die Suppe und verbessert ihren Geschmack.

Vor dem Essen sagt man: „Itadakimasu“, was oft mit „Guten Appetit“ übersetzt wird, wörtlich „Ich empfange“ heißt, aber auch mit „Ich fange jetzt an“ übersetzt werden kann. Deshalb sagt man es auch nicht, wenn jemand anderes anfängt zu essen, sondern nur, wenn man selbst isst. Wenn man fertig ist, sagt man: „Gochisou-sama deshita“, was in etwa bedeutet „Es war sehr lecker!“ Wenn man satt ist, heißt es: „Onaka ga ippai desu.“ („Mein Bauch ist voll.“)

Restaurants

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Plastikmodelle helfen bei der Auswahl der Speisen
 
Schnellrestaurant für japanische Nudeln. Man löst im voraus eine Marke aus dem Automaten (2008).

In Japan gibt es unglaublich viele Restaurants. Aus kulturellen und praktischen Gründen laden Japaner Gäste fast nie nach Hause ein. Wenn man sich trifft, geht man meist auch essen.

Viele japanische Restaurants bieten mittags teishoku (定食) oder Mittagsmenüs an. Diese beinhalten normalerweise Fleisch oder Fisch, eine Schale Misosuppe, eingelegtes Gemüse und Reis. So ein Gericht bekommt man oft schon für 600 ¥ und es stillt selbst den größten Hunger.

Japanische Fast Food Restaurants bieten ordentliche Qualität zu vernünftigen Preisen. Hier muss man manchmal Tickets aus einem Automaten ziehen, bevor man sich setzt. Einige Ketten sind (teilweise nicht überall zu finden):

  • Yoshinoya (吉野家), Matsuya (松屋), and Sukiya (すき家) sind auf das Rindfleischgericht gyūdon spezialisiert. Sie wurden von der BSE-Krise hart getroffen und haben einen Großteil ihres Angebots auf Schweinefleisch umgestellt.
  • Tenya (てんや), bietet gutes Tempura ab 500 ¥.
  • Mos Burger sieht wie eine weitere Schnellimbisskette aus, hat aber eine interessante Karte — wie wäre es mit einem „Hamburger“ der aus gegrilltem Aal im Reisbrötchen besteht?
  • Ōtoya (大戸屋) ist fast zu gut um es Fast Food zu nennen. Bestellen ist etwas verwirrend: In einigen Läden bestellt man am Schalter bevor man sich einen Tisch sucht, bei anderen kommt ein Kellner an den Tisch.
  • Meshiya-don (めしや丼) ist ähnlich billig und gut wie Ōtoya.
  • “Viking” (ヴァイキング) ist die generische Bezeichnung für ein “All you can eat”-Buffet.

Daneben gibt es überall Filialen der einschlägigen amerikanischen Fast-Food-Ketten, die jedoch ihre Produkte japanischem Geschmack anpassen. Z. B. Schwarze Hamburger gefärbt mit Tintenfischtinte.

Liefern lassen
 
Motorrad zum Essen ausliefern. Das typische Gestell am Gepäckträger gleicht Schwankungen aus, sodass z. B. Suppen nicht verschüttet werden.

Fast alle Familienbetriebe – sie sind oft spezialisiert auf eine Art Gericht, z. B. nur Ramen oder Tonkatsu – stellen im näheren Umkreis von etwa einem Kilometer auch kostenfrei mittels Motorrad zu. Anruf genügt. Um bestellen zu können, muss man genug Japanisch können eine Anfahrtsbeschreibung zu geben. Das ggf. gebrachte Geschirr wird nach Gebrauch vor die Haustür gestellt. Es gibt auch Pizzalieferdienste (Franchiseunternehmer).

Im Restaurant

Tipp
Wer es sich leisten kann oder einen japanischen Bekannten/Geschäftspartner mit sehr dickem Spesenkonto hat, sollte sich den Besuch eines Ryōtei- (料亭) oder Kappō-Restaurants gönnen, in dem die ehemals höfische Kaiseki-Küche (懐石) zelebriert wird. (Achtung: Die Rechnung für drei oder vier Personen kann leicht in den sechsstelligen Yen-Bereich gehen.)

Im Restaurant bekommt man nach dem Essen die Rechnung, die man an der Kasse zahlt, wenn man geht. Wer zahlen möchte, verlangt die Rechnung mit: „O-kanjō, onegaishimas’“
Wie die Speisen heißen? Kein Problem, muss man nicht wissen. In besseren Gaststätten gibt es reich bebilderte Speisekarten, oft mit einer englischen Beschriftung. Ansonsten gibt es oft anschauliche Plastikmodelle, die der Realität sehr nahe kommen. Einfach dem Kellner zeigen, was man möchte.

Getränke Leitungswasser ist so sauber, dass es bedenkenlos getrunken werden kann, auch wenn es manchmal etwas nach Chlor schmeckt. In den meisten Restaurants bekommt man ein Glas Wasser mit Eiswürfeln oder grünen Tee (O-cha) gratis serviert. Als Getränk gibt es überall grünen Tee (gratis zur normalen Mahlzeit) und Reiswein (traditionell im 180 ml Fläschchen), aber auch Softdrinks, nicht nur die in Europa üblichen Varianten. Japaner mögen auch normales Bier, Asahi Beer ist durchaus mit norddeutschem zu vergleichen, der Bayer wird eher zu Yebisu neigen.

Nachtleben

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Ausgehen in Japan gestaltet sich etwas anders als in Europa, da jeweils andere Dinge für wichtig genommen werden. Beim Geld sollte man nicht allzu sehr knausern, da man in Japan für mehr Geld auch meistens einen spürbaren Mehrwert erhält. Vor allem beim Essen gilt: Je teurer, desto besser. Natürlich sollte man sich nicht gleich ein Luxus-Essen bestellen, wenn man den Unterschied gar nicht merkt.

Kneipen, Bars

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In Deutschland reicht schon ein Bier und man gibt sich zufrieden. Japaner wollen aber nicht nur Alkohol trinken, sondern auch gut essen. Daher geht man in eine Izakaya genannte Kneipenart (z wie weiches s gesprochen), wo neben etlichen Alkohol-Sorten auch diverse Leckereien serviert werden. Für Europäer ist das normalerweise ein tolles Erlebnis, weil das Essen vielfältig ist und ziemlich gut schmeckt. Zudem erscheint die Inneneinrichtung sehr aufwändig, reicht von traditionell bis modern und ist meist auch sehr stilvoll. Ein Erlebnis. Die meisten Läden sind von nationalen Izakaya-Ketten, daneben gibt es auch einige private Izakayas. Für einen schönen Abend sollte man schon 2000 ¥ pro Person Minimum einplanen (ein Bier allein 500 ¥).

In den großen Metropolen gibt es „Themen-Izakayas“. Wenn das Thema einer Izakaya z. B. Gefängnis ist, wird man bei Eintritt in Handschellen abgeführt und in eine Zelle mit Eisengitter gesteckt, wo man auf halbstündliche Geisterbahn-Einlagen wartet, während man es sich gut gehen lässt. Weitere Themen sind z. B. Krankenhaus, Gothic, etc. Das sollte man unbedingt mal ausprobieren, diese Izakayas sind allerdings schwer aufzufinden und meistens ein wenig teurer als normale Izakayas.

Auch sehr beliebt bei Japanern ist Nomi-hodai. In einer festgelegten Zeitspanne (meistens stundenweise) kann man hier in Izakaya-ähnlicher Atmosphäre soviel trinken wie man will (1500 bis 4000 ¥ pro Stunde). Das Essen ist hier oft ein festgelegtes Menü ("course"), das nach und nach serviert wird. Bei billigen Läden ist hier jedoch das Essen manchmal nicht so toll. An dieser Stelle sollte noch Tabe-Hodai erwähnt werden (All you can eat), das in manchen Restaurants angeboten wird, oft in Verbindung mit Nomi-Hodai. Manchmal muss man alles aufessen, was man bestellt hat, sonst muss man extra bezahlen. Je nach Restaurant gibt es andere Bedingungen, was kompliziert erscheint, einen aber nicht davon abhalten sollte, es mal auszuprobieren.

Nomi-Hodai ist auch beliebt in Verbindung mit Karaoke. Wenn man nur Karaoke machen will, ist das relativ billig (300 ¥/Stunde ?). Drinks und kleine Snacks können normalerweise bestellt werden. Man sollte Karaoke unbedingt mal ausprobieren. Man singt nicht vor versammelten Publikum, sondern bekommt mit seinen Freunden eine kleine Box, wo man sich austoben kann. Macht Spaß!

Wer lieber auf den europäischen Ausgeh-Stil Lust hat, ist wohl mit den Irish-Pubs oder den anderen europäischen Bars gut bedient. Dort trifft man auch die meisten Ausländer. Normalerweise gibt's einige Biersorten und das gewohnte Angebot an frittiertem Knabberkram. In solchen Bars wird des öfteren Sportfernsehen gezeigt, wobei meistens Baseball zu sehen ist. Zu erwähnen ist hier die Kette Hub, die in Tokyo in fast jedem Stadtzentrum wie auch in Kyoto, Kobe, Nagoya und Osaka mindestens eine Filiale unterhält. Wen das Heimweh ganz arg quält, der kann auch in eine der deutschen Bars gehen, wird aber wahrscheinlich von der Würstchen-Qualität enttäuscht sein.

Daneben gibt es noch die Alkohol-Bars, die auch Japaner häufiger frequentieren. Dort werden Cocktails wie die ganze Palette von härteren Alkoholika serviert. Hier ist zu beachten, dass man dort pro Person häufig einen festgelegten Service-Betrag zahlen muss (ab ca. 400 ¥ aufwärts), der nachher auf die Rechnung aufgeschlagen wird.

Eine Besonderheit in Japan sind Hostess-Bars, die es in verschiedensten Variationen gibt. Man erkennt die Gegenden solcher Bars daran, dass an jeder Straßenseite an den Hochhäusern Türme von kleinformatigen Schildern mit kreativ-lustigen Namen hängen, oft mit weißer Schrift auf schwarzem Grund. Nachdem man per Aufzug bei der gewünschten Bar angekommen ist, bezahlt mal erstmal ein Eintrittsgeld (>3000 ¥?). Dann darf man sich mit den Hostessen unterhalten und ihnen teure Drinks spendieren. Natürlich gibt es auch Strip-Bars etc., aber oftmals geht es erstmal nur ums Reden mit Frauen. Man könnte Hostessen somit als eine Art moderne Geishas betrachten. Hostess-Bars stellen eine beliebte Beschäftigung für japanische Geschäftsleute dar, die abends nicht nach Hause wollen und Geld übrig haben.

Die coolsten Clubs gibt es natürlich in Tokyo. Bei Ausländern beliebt ist das Viertel Roppongi. Bei angesagten Clubs wie z. B. dem Womb-Club in Shibuya muss man schon mal mit einem happigen Eintrittsgeld von 3000 ¥ rechnen. Drinks sind auch nicht billig. Allerdings bekommt man dafür meistens ein Club-Erlebnis der Extra-Klasse. International bekannte DJ-Künstler, super Sound- und Lichtanlagen. Es gibt aber auch speziell für Ausländer angelegte Clubs wie die Gaspanic-Kette. Dort muss man keinen Eintritt berappen, allerdings wird Wert darauf gelegt, dass der Umsatz stimmt.

Spielhallen

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Glücksspiel ist außer für Lotterie verboten. Japan ist trotzdem berühmt für seine Spielhallen. Der westliche Besucher staunt zuallererst über die Pachinko-Hallen, das offiziell als Geschicklichkeitsspiel gilt: Bei einem Mordsgetöse spielen Japaner an gleichförmigen Automaten ein undurchsichtiges Spiel mit kleinen Silberkugeln, wobei es auf Geschicklichkeit und Glück ankommt. Daneben gibt es die Spielautomaten-Hallen für Jugendliche und jung Gebliebene (alle Japaner?). Hier gibt es vom 3D-Ballerspiel bis zum Tanzgame alles, was das Spielerherz begehrt. Da mittlerweile der technische Fortschritt der privaten Spielekonsolen zuhause soweit fortgeschritten ist, dass sich der Gang in die Spielhalle nicht mehr unbedingt lohnt, befindet sich diese Branche im Umbruch. Beliebt sind heute computergestützte Multiplayer-Kartenspiele, die allerdings für Europäer etwas unverständlich erscheinen. Des Weiteren gibt es Bowling, Billard, Manga-Cafés und noch einige verrückte andere Sachen, die man am besten selbst entdecken sollte.

Unterkunft

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Neben den üblichen Jugendherbergen und Hotels findet man verschiedene typisch japanische Herbergen: Ryōkan, Minshuku (familiengeführte Pensionen), Koku minshukusha, minpaku (privat vermietete Zimmer), shukubō, Kapselhotels und Love Hotels.

Wenn man in Japan eine Unterkunft reserviert, sollte man bedenken, dass viel kleinere Betriebe ungern Ausländer aufnehmen, da sie Sprachschwierigkeiten und kulturelle Missverständnisse fürchten. Das ist zu einem gewissen Grad institutionalisiert: in den Datenbanken der Reisebüros ist vermerkt, welche Hotels Ausländer aufnehmen, und wenn diese belegt sind, erhält man den Hinweis, alles sei ausgebucht. Wenn man nicht auf Englisch anruft, sondern einen japanischen Bekannten oder ein Fremdenverkehrsbüro bittet, die Buchung zu erledigen, hat man bessere Chancen.

Immer mehr Städte erheben seit 2022 eine Übernachtungssteuer (宿泊税, shukuhakuzei in Badeorten 入湯税). Sie ist normalerweise vom Zimmerpreis abhängig und wird stufenweise erhoben. Es nicht üblich sie vorher in den Preisen auszuweisen.

Ryokan - Ryokan (旅館) sind traditionelle japanische Gasthöfe und eine Übernachtung in einem ist der Höhepunkt vieler Japanreisen. Da man ein bisschen über japanische Sitten und Etikette wissen sollte, wenn man in einem Ryokan übernachtet, nehmen viele keine ausländischen Gäste auf (vor allem wenn sie kein Japanisch sprechen), andere sind hingegen auf solche Gäste ausgerichtet. Eine Nacht in einem Ryokan mit Abendessen und Frühstück kostet im günstigsten Fall 15.000 ¥ pro Person. Nach oben gibt es keine Grenze.

In einem Ryokan gibt es meist einen ziemlich strengen Zeitplan und man muss bis 17:00 Uhr ankommen. An der Türschwelle (genkan) wechselt man die Straßenschuhe gegen die Hauspantoffeln. Nach der Anmeldung wird man in sein Zimmer geführt. Die Zimmer sind immer einfach aber elegant ausgestattet und mit Tatami-Matten ausgelegt. Die Tatami darf man nicht mit Schuhen oder Pantoffeln betreten, entweder barfuß oder in Strümpfen.

Vor dem Abendessen kann man ein Bad nehmen; abhängig von der Größe des Ryokan gibt es Gemeinschafts- oder Einzelbäder, sie sind aber fast immer nach Geschlechtern getrennt. Vor dem Bad wechselt man in den Yukata-Bademantel. Im Bad zieht man sich aus, wäscht sich gründlich unter der Dusche. Erst wenn man völlig sauber ist, steigt man ins Badewasser.

Nach dem Bad wird das Abendessen serviert - meist wird es aufs Zimmer gebracht. In vielen Ryokan besteht das Essen aus hervorragend zubereiteten und präsentierten Gerichten der Saison. Wenn man nicht weiß, wie man ein Gericht isst, sollte man nachfragen.

Nach dem Essen kann man noch mal in die Stadt gehen; in Badeorten ist es ganz normal, nur im Yukata und mit Geta-Pantoffeln herumzulaufen. Als Ausländer wird man damit aber für noch mehr Aufsehen sorgen als sonst. (Tipp: Unterwäsche drunter tragen.) Viele Ryokan haben eine Sperrstunde, man sollte also rechtzeitig zurückkommen.

Währenddessen wird ein Futon auf dem Tatami ausgerollt. Ein japanischer Futon ist einfach eine Matratze, nicht das flache Bett, das im Westen oft unter diesem Namen verkauft wird. Es ist zwar etwas härter als ein westliches Bett, wird aber dennoch von vielen als sehr angenehm empfunden.

Frühstück wird meist zu einer festen Uhrzeit im Speisesaal serviert.

Minshuku - Minshuku (民宿) sind die preiswerte Version des Ryokan: das Essen ist einfacher, man isst im Speisesaal zu Abend und die Gäste rollen ihr Futon selbst aus (obwohl man hier für Ausländer oft eine Ausnahme macht). Daher sind Minshuku billiger und man zahlt ungefähr 5000 ¥ (einschließlich zweier Mahlzeiten). Minshukus gibt es auf dem Land häufiger als in den Städten. Buchungen sind z. B. über eine Agentur möglich, deren Angestellte auch Englisch sprechen.

Shukubō (宿坊) sind Pilgerunterkünfte. Meist befinden sie sich auf dem Gelände eines buddhistischen Tempels oder eines Shintōschreins. Sie ähneln Ryokans, aber das Essen ist vegetarisch und man hat eventuell die Möglichkeit, an Aktivitäten des Tempels teilzunehmen. Manche Shukubs nehmen nur ungern Ausländer auf, in dem wichtigen buddhistischen Zentrum auf dem Berg Kōya (in der Nähe von Osaka) ist dies jedoch kein Problem. Preise von 6000-8000 ¥ sind 2018 Standard. Speziell hierzu:

Kapselhotels - Kapselhotels sind die raumsparendste Schlafmöglichkeit, die man sich vorstellen kann: gegen eine niedrige Gebühr (oft unter 2000 ¥) mietet man eine Kapsel, die etwa 2×1×1 Meter groß ist. In einem Raum befinden sich Dutzende, wenn nicht Hunderte solcher Kapseln in zwei Reihen übereinander. Kapselhotels sind immer nach Geschlechtern getrennt und nur wenige nehmen Frauen auf.

Wenn man das Kapselhotel betritt, zieht man die Schuhe aus, stellt sie in ein Schließfach und zieht Sandalen an. Oft muss man den Schlüssel dieses Schließfaches am Check-In abgeben, damit man nicht verschwindet ohne zu zahlen! Beim Check-In wird einem ein weiteres Schließfach zugewiesen, in das man sein Gepäck packen kann, denn in den Kapseln ist kein Platz dafür. Zudem haben sie oft keine Tür, sondern nur einen Vorhang.

Viele Kapselhotels sind mit einem Bad verbunden, das unterschiedlich luxuriös und/oder dubios sein kann. Oft zahlt man z. B.  2000 ¥ Eintritt fürs Bad, aber die Kapsel kostet dann nur 1000 ¥. In billigeren Kapselhotels muss man 100 ¥-Stücke einwerfen, damit die Dusche läuft. Wie in Japan nicht anders zu erwarten, gibt es Automaten, die Zahnpasta, Unterwäsche und so weiter verkaufen.

In der Kapsel findet man meist einige Schalter für das Licht, den Wecker und den immer eingebauten Fernseher.

Love Hotels ist etwas euphemistisch, genauer wäre Sex Hotel. Es gibt sie in und bei Vergnügungsbezirken, aber die meisten sind nicht in diesen Gebieten. Viele sind an Autobahnabfahrten oder an großen Bahnhöfen. Man kann ein Zimmer pro Nacht („Stay“) oder pro Stunde („Rest“) mieten.

Normalerweise sind sie sauber, sicher und sehr diskret. Einige haben Fantasiethemen wie Burgen, Disney, Sport, etc. Als Reisender kann man nicht einchecken, die Koffer abstellen und ausgehen. Wenn man geht, geht man; daher sind Love Hotels nicht so praktisch wie richtige Hotels. „Stay“-Preise gelten oft erst ab 22:00 Uhr und wenn man zu lange bleibt, muss man zusätzlich teure „Rest“-Preise zahlen. Beliebte Love Hotels in den Städten sind am Wochenende oft ausgebucht.

Warum gibt es sie überall? Japan litt lange Zeit an Wohnungsnot und man lebte immer noch in Großfamilien. Wenn man 28 ist und immer noch bei den Eltern wohnt, will man wirklich seine Freundin nach Hause mitbringen? Oder wenn mal als verheiratetes Paar mit zwei Kindern im Schulalter in einer 40-Quadratmeter-Wohnung mit hellhörigen Wänden lebt, will man es wirklich zu Hause machen? Daher gibt es die Love Hotels.

Westliche Hotels - Normale Hotels sind sehr teuer. In Business Hotels zahlt man deutlich über 10.000 ¥ pro Nacht, sie sind praktisch gelegen (oft nahe großen Bahnhöfen), aber die Zimmer sind ziemlich klein. Luxushotels dagegen versuchen allen Wünsche des Reisenden zu erfüllen, aber die Zimmerpreise beginnen oft erst ab 35.000 ¥.

Jugendherbergen - Jugendherbergen (ユースホステル yūsu hosteru oder einfach yūsu, abgekürzt „YH“) sind vergleichsweise teuer in Japan, insbesondere wenn man dort auch zu Abend isst und frühstückt und nicht HI-Mitglied ist; der Preis kann dann über 5000 ¥ für eine Nacht liegen. Wie überall sind einige Jugendherbergen Betonklötze, die wie Besserungsanstalten geführt werden, andere dagegen wunderbare Häuser in schöner Landschaft. Es gibt sogar einige Tempel, die nebenbei eine Herberge betreiben. Bevor man sich für eine Herberge entscheidet, sollte man sich auf der Seite Japan Youth Hostel umschauen. Die meisten Jugendherbergen haben eine Sperrstunde.

Camping gibt es, ist aber für Japaner vergleichsweise „exotisch“. Es gibt jedoch rund 3000 Plätze im Lande, die während der Sommerferien (ca. 20. Juli bis 1. Sept.) gut belegt sind. Auf dem Land, abseits von Ortschaften, ist es durchaus möglich diskret für eine Nacht ein Zelt aufzubauen. Wohnmobile im europäischen Sinne gibt es kaum, sie sind für japanische Straßen einfach zu groß.

Übernachtungssteuer

Japanische Gemeinden wollen am Tourismusboom – die Zahl der Besucher hat sich in den 2010ern fast verdoppelt – insofern profitieren, als dass immer mehr von ihnen eine Übernachtungssteuer einführen. Diese ist üblicherweise nicht im Übernachtungspreis eingerechnet. In Tokyo wird bereits seit 2002 pro Nacht in Unterkünften, die mehr als zehntausend Yen kosten 200 ¥/Nacht fällig. Ende 2018 verlangte man z. B. in Kyoto für Unterkünfte billiger als 20.000 Yen 200 ¥/Nacht p.P., in der Preisklasse 20.000-50.000 Yen 500 ¥/Nacht. Kutchan in Hokkaido, zu dessen Gebiet das Schiresort Niseko gehört, verlangt eine 2%ige Abgabe.
Hinzu kommt seit Januar 2019 eine Ausreisesteuer von 1000 ¥.

Feiertage

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Japan hat im Jahr 15 gesetzliche Feiertage (休日, kyūjitsu oder 祝日, shukujitsu), an denen öffentliche Ämter, Post, Schulen und Banken (auch Geldautomaten) geschlossen bleiben. Viele Büros machen dicht, Geschäfte und Supermärkte bleiben ohne Einschränkung geöffnet. Viele Bahnen fahren nach anderen Fahrplänen (die oft mit den Sonntagsfahrplänen identisch sind). Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der darauf folgende Montag ebenfalls Feiertag. Wegen ihres sparsamen Jahresurlaubs nutzen Japaner die Feiertage intensiv zum Reisen im eigenen Land, Hochsaison mit entsprechenden Preisanstiegen und frühzeitig ausgebuchten Unterkünften sind Neujahr und die so genannte Goldene Woche vom 29. April bis 5. Mai, in der kurz hintereinander vier Feiertage aufeinanderfolgen.

Termin Name Bedeutung
Mi, 1. Jan. 2025 正月, shōgatsu Neujahr
zweiter Montag im Januar 成人の日, seijin no hi Tag der Volljährigkeit
Di, 11. Feb. 2025 建国記念日, kenkoku kinenbi Staatsgründungsgedenktag
Fr, 21. Mär. 2025 春分の日, shunbun no hi Frühlingsanfang
Di, 29. Apr. 2025 みどりの日, midori no hi, ab 2007 Shōwa no hi Tag des Grüns
Sa, 3. Mai 2025 憲法記念日, kenpō kinen-bi Verfassungsgedenktag
So, 4. Mai 2025 国民の休日, kokumin no kyūjitsu, ab 2007 midori no hi Tag der Nation
Mo, 5. Mai 2025 こどもの日, kodomo no hi Kindertag
dritter Montag im Juli 海の日, umi no hi Tag des Meeres
dritter Montag im September 敬老の日, keirō no hi Tag der Achtung vor dem Alter
Mo, 23. Sep. 2024 秋分の日, shūbun no hi Herbstanfang
zweiter Montag im Oktober 体育の日, taiiku no hi Tag des Sports
So, 3. Nov. 2024 文化の日, bunka no hi Kulturtag
Sa, 23. Nov. 2024 勤労感謝の日, kinro kansha no hi Tag der Arbeit
Sa, 23. Nov. 2024 天皇誕生日, tennō no tanjōbi Geburtstag des Kaisers

Daneben gibt es noch tausende von lokalen Festen, die Matsuri genannt werden. Sie sind Volksfeste, welche meist einen traditionellen Hintergrund haben. Diese sind über das ganze Jahr verteilt und würden diesen Artikel sprengen, allerdings kann man sagen, dass in jedem Dorf oder Stadtteil mindestens ein solches Fest pro Jahr abgehalten wird, wenn nicht sogar mehr.

Sicherheit

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Japan hat eine geringe Kriminalitätsrate und man kann - auch nachts und als Frau - ohne Bedenken durch die dunkelsten Gassen gehen, alleine reisen und öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Von der organisierten Kriminalität der Yakuza bekommt man als Tourist, insbesondere als westlicher, nichts mit, außer man versucht, gewaltsam an Türstehern in Vergnügungsvierteln vorbeizukommen. In großen Menschenansammlungen empfiehlt es sich trotzdem, alle Wertsachen direkt am Körper tragen (Geldbörse, Kamera etc.). Die Polizei ist sehr präsent, Polizeihäuschen (= Kōban), erkennbar an den außen angebrachten roten Sirenen, gibt es auch in kleineren Orten bzw. jedem Stadtviertel. Allerdings kann es hier zu Sprachproblemen kommen, da die meisten Polizisten kein Englisch sprechen. Die immer vorhandene Hilfsbereitschaft ermöglicht aber in den meisten Fällen einen Weg, mit ihnen zu kommunizieren. Die Polizisten helfen übrigens auch weiter, wenn man sich verlaufen hat, und erklären den Weg z. B. zum nächsten Bahnhof.

Höher als die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Verbrechens zu werden, ist eine Beeinträchtigung durch die zahlreichen Naturphänomene Japans. Dazu gehören Erdbeben, Tsunamis, Taifune und Vulkane. Da Japan über sehr effiziente Warnsysteme verfügt (z. B. werden Tsunamis schon ab einer Höhe von 50 cm angezeigt), lassen sich aktuelle Gefahrengebiete als Tourist vermeiden. Auch architektonisch ist Japan auf diese Ereignisse bestmöglich vorbereitet, deshalb sollte man diese Gefahren nicht überbewerten. Spürbare Erdbeben kommen durchschnittlich einmal pro Monat vor, was aber von den Japanern als alltägliches Vorkommnis betrachtet wird. Eine ernsthafte Gefahr geht nur von sehr starken Beben aus, die deutlich seltener vorkommen, aber gleichzeitig auch Tsunamis verursachen können. Es gibt geologisch betrachtet aktive Vulkane in Japan, wie z. B. den Fuji, aber dieser ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr ausgebrochen. Taifune treten häufig in den Monaten von Juni bis November auf. In den Städten und im Binnenland bedeutet das vor allem sintflutartige Regenfälle, an den Küsten kann es auch zu stärkeren Sachschäden kommen.

Gesundheit

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Hilfe
Notrufnummer(n)119 (Feuerwehr),
110 (Polizei),
118 (Kaijō Hoan-chō)

Die hygienischen Bedingungen Japans sind hervorragend und so gut wie oder besser als in Europa. Leitungswasser ist genieß- und trinkbar. Allerdings mag man sich, wenn man im Erdgeschoss unterkommt, Insektenspray geben lassen, da bei den wärmeren Temperaturen auch Ungeziefer seinen Weg in diese Unterkunft findet. Kakerlaken sind insbesondere aus Häusern mit Tatami nicht wegzubekommen. Die in vielen dieser Matten lebenden kleinen (2-3 mm) braunen Käfer sind harmlos. Japanische Insekten und Schlangen sind im allgemeinen nicht giftig oder abstoßend, sondern nur lästig. Auch der nächtliche ziemlich laute „Gesang“ der Zykaden kann gewöhnungsbedürftig sein.

Normalerweise sind außer den Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie) keine besonderen Impfungen notwendig. Weitere Impfungen sind ggf. in besonderen Fällen und/oder bei längerem Aufenthalt angebracht.

Man sollte für den Aufenthalt eine Auslandskrankenversicherung abschließen, da das Gesundheitssystem Japans einerseits sehr gut, aber andererseits auch sehr teuer ist.

Der Kauf von Arzneimitteln ist in Japan problemlos möglich und Apotheken sind vor allem in den Städten sehr einfach zu finden. Allerdings kann es aufgrund der Sprachschwierigkeiten manchmal schwierig sein, die gewünschte Medizin zu bekommen. Deshalb sollte man sich die wichtigsten Worte, wie z. B. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Schnupfen, vorher auf Japanisch einprägen und im Laden fragen. Die Angestellten werden daraufhin gerne die Medizin für die jeweilige Situation aushändigen.

Auch gegenüber den japanischen Ärzten sollte man keine Vorurteile hegen. Manche behaupten sogar, sie seien fähiger als die deutschen! Manche Ärzte sprechen ein wenig Deutsch, viele ältere können zumindest ein Rezept auf Deutsch schreiben. Grund ist, dass man früher für ein Medizinstudium in Japan Deutsch lernen musste. Gute Zahnärzte sind schwerer zu finden. Krankenhaus heißt auf Japanisch Byōin (nicht Biyōin, das wäre der Frisiersalon). Die japanischen „Krankenhäuser“ sind aber oft eher größere Arztpraxen, auch wenn es natürlich auch große Kliniken wie in Deutschland gibt. Abtreibungskliniken (妊娠中絶) sind in Großstädten häufig, der Eingriff wird auf Verlangen und bis zur 22. Woche anstandslos durchgeführt, die erst 1999 zugelassene „Pille“ ist immer noch unbeliebt. In Japan vertriebene Kondome sind deutlich kleiner (besser gesagt enger) als europäische. Um „Notfälle“ zu vermeiden sollte man bei Bedarf entsprechende Vorräte mitführen.

Hilfreich ist der Guide for when you are feeling ill. Aufgeführt sind nach Orten getrennt Institutionen in denen man fremde Sprachen beherrscht.

Rauchverbote

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Etliche Stadtverwaltungen haben entlang von Hauptverkehrsstraßen und Verkehrsknotenpunkten wie U-Bahnhöfen Rauchverbotszonen eingerichtet, die üblicherweise „das Rauchen im Gehen“ mit 1000 ¥ Strafe belegt. Die prinzipiell gesetzestreuen Japaner befolgen diese der Müllvermeidung dienenden Vorschriften.

Seit Juli 2019 besteht Rauchverbot in allen staatlichen Gebäuden, Krankenhäusern und Schulen. Hier liegt die Strafandrohung allerdings bei bis zu 300.000 ¥. Ab April 2020 wurde dies in gewissem Umfang auf Bars und Restaurants, Hotellobbys, Bahnhöfe sowie Büros ausgeweitet.

Klima und Reisezeit

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Klimadiagramme (Süd nach Nord)
 
Hiroshima

Japaner sind davon überzeugt, dass ihr Land das einzige der Welt ist in dem man vier Jahreszeiten „genießen“ kann. Das ist tatsächlich richtig, da sie einen sehr kalten Winter (mit Schneefall), einen sehr heißen Sommer (bis zu 40 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit), einen angenehmen Herbst und Frühling erleben. Als Frühlingsanfang gilt der Beginn der Pflaumenblüte, die „Regenzeit“ (梅雨, Tsuyu) ist im Juni/Juli. Der regionale Beginn jeder Saison (ihr Fortschreiten nach Norden) wird in den Abendnachrichten angesagt. Nachdem es in Japan für alles eine „offizielle Saison“ gibt, gelten dann entsprechende Verhaltensregeln: So darf man ab Beginn der Tsuyu im Büro ohne dunkles Jackett, eventuell sogar in kurzem, weißem Hemd arbeiten. Solche Laschheit endet in Tokio exakt am 1. September, ebenso wie der Badebetrieb an den Stränden, egal ob es noch 35 °C hat oder nicht. Natürlich unterscheidet sich diese Darstellung zwischen den verschiedenen Regionen. Im Norden auf Hokkaidō sind deutlich kühlere Temperaturen anzutreffen, denn es bläst ein „sibirischer Wind.“ Im Süden auf Kyushu kann es fast subtropisch warm werden. In Niigata und Hokkaido können durchaus in höheren Lagen drei Meter Schnee fallen, wohingegen Tokio ein Klima wie Rom hat.

Auch wenn Breitengrade nicht unbedingt ausschlaggebend sind für das vorherrschende Klima, ist die Nord-Süd Erstreckung Japans doch mehr als erstaunlich. Im Breitengradvergleich liegt Sapporo, die Hauptstadt der nördlichen Insel Hokkaidō etwas südlicher als München, während eine der südlichsten Inseln, Miyakojima, auf dem selben Breitengrad wie Dubai liegt.

Ein Besuch Japans sollte am besten im Herbst (September, Oktober) erfolgen, da zu dieser Zeit angenehme Temperaturen vorherrschen und die für Japan berühmte rote Laubfärbung zu beobachten ist. Im Frühling ist der Anblick der Kirschblüte im April ebenfalls sehr reizvoll – die in Parks unter den Bäumen auf Plastikplanen sitzenden besoffenen Massen sind meist weniger schön anzusehen aber nie aggressiv. Die Temperaturen zu dieser Zeit sind dann ebenfalls sehr angenehm. Von einem Besuch im Sommer sei sehr abzuraten, denn trotz klimatisierter Züge und Gebäude sind die schwülen Wetterverhältnisse sehr anstrengend und beeinträchtigen die erfolgreiche Erkundung Japans.

Regeln und Respekt

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Es besteht Passzwang für Ausländer ab 16 Jahren.[4] Solche, die sich vorübergehend in Japan aufhalten, haben ihren Reisepass immer mit sich zu führen; in Japan lebende Ausländer ihre Aufenthaltskarte. Dass man deswegen von der Polizei aufgehalten wird kommt nicht vor. Hat man jedoch aus anderen Gründen mit dieser Institution zu tun, so kann man festgehalten werden, bis jemand das Ausweisdokument bringt.

Höflichkeit und Form spielen in Japan eine große Rolle. Allerdings wird glücklicherweise von Ausländern normalerweise nicht verlangt, mit allen Formen und Floskeln vertraut zu sein (Es gibt allein drei verschiedene Höflichkeitsstufen in der Sprache!). Wenn man also versucht, sich ein bisschen Mühe zu geben, wird einem so ziemlich alles verziehen.

Man sollte als Tourist aber lieber nicht versuchen, sich zu verbeugen, da dies sehr genau und hierarchisch geregelt ist und man unfreiwillig komisch wirken kann. Also besser einfach mit dem Kopf nicken und höflich lächeln!

Körperkontakt wird in Japan als etwas sehr Intimes angesehen, also mit Händeschütteln, Schulterklopfen oder Umarmungen lieber zurückhaltend sein und abwarten wie sich der Gegenüber verhält. Ihre Gefühle zeigen Japaner wenig, das Einzige was immer korrekt ist, ist lächeln. Erst im privaten Umfeld ist mit lockererem Umgang zu rechnen.

Spricht man jemanden mit Namen an (oder spricht man über jemanden), wird ein …san an den Namen angehängt - an den eigenen Namen allerdings nicht.

Wenn man jemanden zum ersten Mal trifft bzw. vorgestellt wird, sagt man: „Hajimemashite. Watashi wa XY to mōshimasu. Dozo yoroshiku onegai shimasu.“ (etwa: „Sehr erfreut Sie kennenzulernen. Mein Name ist XY. Bitte seien Sie mir gewogen.“). Dabei ist, so vorhanden, die Übergabe einer Visitenkarte, immer mit beiden Händen, sowie eine leichte Verbeugung, üblich.

Zum guten Ton gehört es auch, Gastgeschenke zu machen. Wenn man ein solches Geschenk überreicht, sagt man: „Tsumaranai mono desu ga… Dozo.“ (etwa: „Es ist nur eine Kleinigkeit, aber bitte nehmen Sie es an.“ Wörtlich: „Es ist ein langweiliges Ding (Sache, Objekt, etc), aber bitte nehmen Sie es an.“). Erhält man ein Geschenk, bedankt man sich folgendermaßen: „Domo arigatou gozaimasu.“ Es ist unüblich in Gegenwart des Schenkenden das Geschenk auszupacken. Damit vermeidet man auch eine ungewollte Gefühlsäußerung.

 
Genkan, die Schuhablage im Eingangsbereich.

Hilfe wird oft nicht ungefragt angeboten, sondern eher dafür gesorgt, dass ein Vorfall der ein Einschreiten erfordert der zuständigen Person (Polizist, Busfahrer usw.) auch bekannt wird. Allerdings kann und darf man ruhig jemanden fragen. Straßenadressen in Wohnbezirken sind eigentlich nur den Postboten bekannt, selbst wenige Häuser entfernt Wohnende wissen oft nicht die Hausnummern. Eine (private) Einladung der keine Wegbeschreibung beigegeben ist, ist eigentlich nicht ernst zu nehmen.

Schlürfen, besonders von Nudelgerichten ist üblich und ein Zeichen, dass es schmeckt. Schneuzen bei Tisch ist dagegen absolut unerträglich, man begebe sich hierfür hinaus oder auf die Toilette.

Schuhe aus! Beim Betreten einer Wohnung werden immer die Schuhe ausgezogen. Es ist daher keine gute Idee nach Japan in Schnürstiefeln zu reisen. Slipper sind praktisches Schuhwerk. Wer Füße größer als 43 hat sollte auch seine eigenen Schlappen mitbringen. Das Vorhandensein eines kleinen durch eine Stufe abgesenkten Bereichs bei der Haustür (genkan – also in allen Privathaushalten) ist ein sicheres Zeichen, dass die Schuhe auszuziehen sind. Eine absolute Todsünde ist Betreten von Reisstrohmatten (tatami) mit Schuhen oder Schlappen. Auch stehen in Toiletten spezielle Schlappen bereit, die keinesfalls beim Heraustreten angelassen werden dürfen.

Sauberkeit und Hygiene

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Japan ist ein sehr sauberes Land. Im Straßenbild sind so gut wie keine Graffiti zu finden, auch weggeworfene Papiere, Zigarettenstummel, Kaugummireste sucht man glücklicherweise meist vergebens, Abfalleimer allerdings auch.

Toiletten sind in Japan auch in stark frequentierten touristischen Orten oder auf Bahnhöfen sehr ordentlich. Für die meisten Europäer sind die traditionellen Toiletten von der Benutzung her ungewohnt, aber immer mehr setzen sich Toiletten im western style durch, deren Sitze mit Heizung und Spülung einen ungewohnten Komfort bieten. Auf öffentlichen Toiletten, z. B. in Bahnhöfen, sollte man aber wissen, dass in manchen Toiletten kein Papier vorhanden ist: das gibt es nur gegen 100 ¥ aus einem Automaten im Vorraum. Ansonsten ist die Benutzung kostenlos.

Mülltrennung

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Mülltrennung wird in Japan noch sehr viel feinteiliger betrieben als in Deutschland. Jede Gemeinde hat ihre eigenen Regeln. Mit mindestens fünf Sorten ist in jedem Fall zu rechnen, es gibt auch einige kleinere Orte die über vierzig Arten Müll trennen. Da wird dann beim Papier z. B. unterschieden zwischen Zeitungen und Zeitschriften (wegen Heftklammern) usw. Kurzzeitbesucher betrifft das weniger, schon deshalb weil es kaum öffentliche Abfallbehälter gibt. Ist man aber vielleicht auf einem Campingplatz steht man dann vor der „vollen Auswahl“, die oft durch Bilder klar verständlich ist.

Post und Telekommunikation

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Telekommunikation

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Kombinierte Münz-Kartentelefone des gezeigten Typs sind auch 2014 noch weit verbreitet.

Mobiltelefone - Alle Telefone neueren Datums können problemlos in Japan verwendet werden. Die Netzabdeckung und der Netzausbau sind sehr gut.

SIM-Karten mit Telefonfunktion (auch Prepaid) dürfen nur an Personen mit einem Wohnsitz in Japan verkauft werden. Für Touristen gibt es lediglich einige Angebote mit reinen Daten-Sims (mehr dazu im Prepaid-Sim-Wiki).

Es ist daher empfehlenswert, eine japanische Karte oder gleich ein japanisches Mobiltelefon zu mieten. Der Grund ist, neben den deutlich günstigeren Verbindungsgebühren die japanische Telefonnummer, welche man während der Mietdauer zur Verfügung gestellt bekommt. In Japan gilt die Telefonnummer als Identitätsnachweis. Eine Tatsache, von der man auch als Ausländer profitieren kann, z. B. bei spontaner Hotelbuchung.

Auch viele Vermieter von Ferienwohnungen stellen einen mobilen Router für das Internet zur Verfügung den man unterwegs mitnehmen kann.

Der Mietpreis pro Tag für eine Karte liegt z. B. bei Softbank bei 110 ¥/Tag (Stand: Nov 2023), nur für Gespräche, Datenpakete kosten extra mit Tagesmaximum. Die Buchung ist unproblematisch im Internet möglich, bereits einige Tage vor Abreise bekommt man die Telefonnummer zugeschickt, die Abholung der Karte oder des Telefons erfolgt nach Ankunft an einem der Schalter in den internationalen Flughäfen (Tokyo, Osaka, Nagoya).

Telefon - Telefonzellen sind in den großen Städten noch häufig anzutreffen, aber auch in kleineren Orten findet man solche vor. Telefonanrufe nach Deutschland sind aber ziemlich teuer (ca. 200 ¥ pro Minute). Deshalb sollte man sich alsbald eine Telefonkarte zulegen. Empfehlenswert ist z. B. die MCI Global Card, die in den Preislagen von 3000 oder 5000 ¥ erhältlich ist (Tarif ins deutsche Festnetz ca. 24 ¥ pro Minute). Die einfachste Möglichkeit ist, in einen solchen Laden zu gehen und eine Telefonkarte zum Telefonieren nach Deutschland zu verlangen. Der Händler sucht dann die günstigste Telefonkarte aus seinem Angebot heraus. Auf japanische Telefonzellen kann man nicht angerufen werden, d. h. das Prinzip anklingeln und dann von Deutschland per Call-by-Call-Nummer zurückgerufen werden, funktioniert in Japan nicht!

Fax: der Gebrauch von Faxgeräten war bis 2021 in Japan noch weit gebräuchlich, was angesichts der schlechten Bildqualität besonders bei der Übertragung handgeschriebenen japanischen Textes schwer verständlich ist. Eine Regierungskommission hat dann empfohlen zumindest bei Behörden nur noch eMails zu verwenden.

Internet - Die meisten Hotels bieten einen kostenlosen Internetzugang über WLAN an. Auch manche Jugendherbergen bieten einen kostengünstigen Internetanschluss an, und in einigen Städten werden auch kostenlose Hotspot-Zugänge für Touristen angeboten. Eine weitere Alternative sind Ketten wie Starbucks, die für ihre Kunden Internetzugänge bereitstellen. Insgesamt sind aber öffentliche Hotspots immer noch seltener als z. B. in Deutschland.

Internetcafés sind in Japan mittlerweile rar, man sollte am besten an der Touristeninformation nachfragen: Diese suchen dann die Adresse eines Cafés heraus und weisen den Weg. Internetbenutzung ist in fast allen Manga-Cafés (Manga-Kissa) möglich, die sehr verbreitet sind. Diese sind oft so günstig (5 Stunden 1000 ¥), dass man dort auch mal entspannt die Rest-Nacht in einem Massage-Stuhl verbringen kann, wenn man die letzte Bahn verpasst hat. In vielen Hotels gibt es für Gäste einen meist zeitlich beschränkten kostenfreien Internet-Zugang.

Überall in Japan sind Postämter noch zahlreich, mit hilfsbereitem Personal, wenn auch oft nur rudimentären Englischkenntnissen. Öffnungszeiten sind 8:00/9:00 bis 16:00/17:00, selten 18:00. Man bietet zahlreiche in Deutschland lange schon vergessenen Dienstleistungen. Gewöhnliche Luftpostbriefe nach Deutschland kosten 2022 unter 20 g 110 ¥, bis 50 190 ¥ (Übergröße 260 ¥). Die Laufzeit liegt bei 6 Tagen, in der Gegenrichtung, dank der höheren japanischen Effizienz, meist bei nur 4 Kalendertagen. Ein 2 kg-Päckchen schlägt auf dem Seeweg (2-3 Monate) mit 1080 ¥ zu Buche, Luftpost kostet 2870 (6 Tage).
Aktuelle Tarife (engl.).

In größeren Postämtern ist auch Geldwechsel gängiger Weltwährungen möglich. Beachte, dass die von der Post betriebenen Geldautomaten nachts, meist ab 23:00 Uhr (sonntags teilw. 20:00) abgeschaltet werden. Dies meist nicht lange, es kann aber vor Feiertagen bis 7:00 Uhr dauern.

Praktische Hinweise

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Auslandsvertretungen

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  • Deutschland ist mit einer Botschaft in Tokio (mit Zuständigkeit für den Norden des Landes) sowie einem Generalkonsulat in Osaka (mit Zuständigkeit für den Süden des Landes) vertreten.
  • Österreich verfügt lediglich über eine Botschaft in Tokio mit Zuständigkeit für ganz Japan.
  • Die Schweiz verfügt über eine Botschaft in Tokio mit Zuständigkeit für ganz Japan. Das Konsulat in Osaka stellt keine Reiseausweise aus.

Literatur

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(Stand: Nov 2023)

Einzelnachweise

  1. [1]
  2. 銭湯の基本ルール7カ条. In: 東京都公衆浴場業生活衛生同業組合 世田谷支部 (in Japanisch). Archiviert vom Original am Donnerstag, 20. Mai 2021.
  3. Und erfolgt heute nur durch das Landwirtschaftsministerium. In den 1980er verstieg sich der damalige Vize-Minister Tsutomu Hata zu der Aussage, dass japanische Därme länger seien als die von Ausländern, es Japanern daher nicht möglich sei, ausländische Produkte zu verdauen. (NY Times 6.3.1988) Letzterer Glaube führte dazu, dass es ansässigen Ausländern als Ausnahmeregel gestattet ist, pro Familie jährlich 50 kg Reis zum privaten Gebrauch einzuführen, z. B. den im Lande nicht erhältlichen Langkorn- oder Basmatireis.
  4. Artikel 23. In: 出入国管理及び難民認定法 / “Immigration Control and Refugee Recognition Act”. abgerufen am 19. Juli 2023 (in Japanisch).
Japan 
Japan - Regionen und Präfekturen
Regionen: Hokkaidō • Honshū (Chūbu • Chūgoku • Kansai • Kantō • Tōhoku) • Kyūshū • Shikoku
Präfekturen: Aichi • Akita • Aomori • Chiba • Ehime • Fukui • Fukuoka • Fukushima • Gifu • Gunma • Hiroshima • Hokkaidō • Hyōgo • Ibaraki • Ishikawa • Iwate • Kagawa • Kagoshima • Kanagawa • Kōchi • Kumamoto • Kyōto • Mie • Miyagi • Miyazaki • Nagano • Nagasaki • Nara • Niigata • Ōita • Okayama • Okinawa • Ōsaka • Saga • Saitama • Shiga • Shimane • Shizuoka • Tochigi • Tokio • Tokushima • Tottori • Toyama • Wakayama • Yamagata • Yamaguchi • Yamanashi
 
Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.