Provence-Alpes-Côte d’Azur

Französische Region
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Region Provence-Alpes-Côte d’Azur

Provence-Alpes-Côte d'Azur ist eine der 18 Verwaltungsregionen Frankreichs. Zu ihr gehören die Départements Alpes-de-Haute-Provence, Hautes-Alpes, Alpes-Maritimes, Bouches-du-Rhône, Var und Vaucluse.

RegionenBearbeiten

Die Region unterteilt sich in die Côte d’Azur, d. h. die Mittelmeerküste von Toulon bis zur italienischen Grenze, die eigentliche Provence und den südlichen Teil der Französischen Alpen. Im Bereich der Seealpen bei Nizza reichen die Alpen bis an die Riviera.

Départements
Landschaften
 
Moustiers-Sainte-Marie
 
Lavendelfelder
 
Avignon mit dem Pont St-Bénézet & Mont Ventoux
 
Camargue - Pferde
  • Luberon − Gebirgskette von Kalksteinfelsen mit dem Gipfel des Mourre Nègre
  • Mont Ventoux − 1912 m hoher Berg in der französischen Provence, der als heiliger Berg der Kelten gilt.
  • Verdonschlucht · Gorges du Verdon − bis zu 700 m tiefe Schlucht und 21 km lang, gilt als "Grand Canyon Europas"
  • Alpilles − Kalksteinkette im Herzen der Provence zwischen Avignon, Cavaillon und Arles
  • Seealpen − Gebirgsgruppe der südlichen Westalpen mit dem Naturschutzpark des Mercantour
  • Camargue − das Rhone-Delta im Westen der Provence
  • Côte d’Azur · deutsch: „Azurblaue Küste“, auch Französische Riviera − die französische Mittelmeerküste südlich der Alpen

OrteBearbeiten

 
Karte von Provence-Alpes-Côte d’Azur
 
Altstadt von Antibes mit dem Schloss Grimaldi

Weitere ZieleBearbeiten

  • Monaco – Der Stadtstaat an der Mittelmeerküste ist eine von französischem Gebiet umgebene Enklave

HintergrundBearbeiten

 
Bauernhaus in der Provence von Vincent van Gogh, 1888.

SpracheBearbeiten

Traditionelle Sprache der Region ist das Provenzalische (Provençal; auch Okzitanisch genannt), das in verschiedenen Dialekten vorkommt (in Nizza z. B. Nissart). Im Mittelalter war es eine eigene, vom Französischen unabhängige (wenn auch mit ihm verwandte) Hochsprache. Ganz grob gesagt nimmt es eine Zwischenposition zwischen Französisch, Italienisch und Katalanisch ein. In Folge der Zentralisierung Frankreichs verlor es aber an Bedeutung und wurde zumeist nur noch als Dialekt betrachtet. Bei einer Erhebung im Jahr 1999 gab es nur noch 100.000 aktive Sprecher. Man findet sie eher auf dem Land als in den Städten und eher unter der älteren Generation als der jüngeren.

Da (Standard-)Französisch einzige Amts- und Unterrichtssprache ist, kann jedermann es verstehen und auch sprechen – eventuell mit einem gewissen provenzalischen Akzent.

Nur in den Touristenhochburgen an der Côte d’Azur wird im Gastgewerbe etwas Englisch gesprochen, einzelne Einrichtungen haben sich auch auf reiche russische Gäste eingestellt und sprechen Russisch; ganz im Osten an der italienischen Grenze wird unter Umständen etwas Italienisch gesprochen. Ansonsten haben Fremdsprachenkenntnisse – wie überall in Frankreich – seltenheitswert.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Die größten Flughäfen der Region sind Nizza im Osten und Marseille im Westen, beide unterhalten zahlreiche internationale Verbindungen, darunter auch verschiedene Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum. Auf dem dritten Platz folgt mit großem Abstand Toulon mit nur wenigen internationalen Verbindungen (Condor fliegt seit 2020 Toulon an). Ein Direktflug dauert etwa 1½ Stunden. Für Reisende in den westlichsten Teil der Region (Camargue, Arles, Avignon) kommt auch ein Flug nach Montpellier in Frage, von dort sind es z. B. 70 km nach Arles.

Wer in die Gegend von Valence oder Avignon möchte, kann auch nach Lyon fliegen. Direkt vom Flughafenbahnhof fahren TGVs, die in einer halben Stunde Valence und in einer knappen Stunde Avignon erreichen (die TGV-Bahnhöfe liegen aber jeweils außerhalb der Stadt).

Mit der BahnBearbeiten

Eine TGV-Schnellfahrstrecke führt von Paris über Lyon, Valence, Avignon und Aix-en-Provence nach Marseille (die TGV-Bahnhöfe liegen jeweils etwas außerhalb der Stadt). So braucht man von Paris nach Avignon nur 2:45, nach Marseille 3:20 Stunden. Eine Verlängerung an der Côte d’Azur entlang nach Nizza ist noch in Planung. Auf der Strecke fahren zwar bereits TGVs, sie müssen aber die normale Trasse benutzen und können daher nicht so schnell fahren. So braucht der TGV von Paris nach Cannes ca. 5:05, nach Nizza 5:35 Std.

Deutschland: Aus Frankfurt a. M./Mannheim/Karlsruhe/Baden-Baden gibt es täglich einen TGV direkt nach Avignon/Aix/Marseille. Von Frankfurt nach Marseille braucht man so zum Beispiel unter acht Stunden, von München (mit Umsteigen in Mannheim) 10:20 Std. Weitere Verbindungen sind mit Umsteigen in Brüssel, Straßburg oder Paris (wobei hier der Bahnhof gewechselt werden muss: Züge aus Deutschland kommen am Gare du Nord oder Gare de l'Est an, Züge Richtung Provence fahren am Gare de Lyon ab), z. B. Köln–Paris–Marseille in gut acht Stunden. Wer gerne Nachtzug fährt, kann die Verbindung so legen, dass man abends in Paris ankommt, dort in einen Nachtzug an die Côte d’Azur steigt und am nächsten Morgen Cannes, Antibes oder Nizza erreicht.

Schweiz: Auch von Basel gibt es täglich einen durchgängigen TGV nach Avignon und Marseille (5:15 Std.). Ab Genf fährt täglich ein TGV nach Valence, Avignon, Marseille (3:40 Std.), Toulon, St-Raphael-Valescure, Cannes, Antibes und Nizza (6:25 Std.). Weitere Verbindungen aus der Schweiz sind mit Umsteigen in Mulhouse, Dijon oder Lyon. Von Zürich beispielsweise dauern die schnellsten Verbindungen (einmal Umsteigen in Basel, Mulhouse oder Dijon) ca. 6:15 Std.

Österreich: Aus Österreich kann man durch die Schweiz fahren, z. B. von Salzburg mit zweimal Umsteigen (in Zürich und Dijon bzw. Mulhouse) in unter 12 Stunden, von Wien in 14:20 Std. nach Marseille. Wenn das Ziel im Osten der Region an der Côte d’Azur liegt, ist auch die Fahrt durch Italien eine Option, z. B. von Wien oder Klagenfurt (und mehreren Bahnhöfen dazwischen) mit dem EuroNight nach Bologna und von dort über Voghera nach Nizza, was von Wien 16:40, von Klagenfurt 12½ Stunden dauert.

Auf der StraßeBearbeiten

Von Norden

Aus Lyon führt entweder die kostenpflichtige Autobahn A7 ins Zielgebiet oder die parallel verlaufende Route Nationale N7. Entgegen der früheren unfallträchtigen dreispurigen Bauweise der N7, auf der für beide Seiten überholen möglich war, gibt es jetzt entweder breite zweispurige Trassen oder die Straße ist vierspurig ausgebaut.

Alternativ bietet sich die Route Napoléon von Grenoble Richtung Grasse an.

Von Italien

Von Sanremo und Ventimiglia (italienische Riviera) entweder auf der Autobahn oder der landschaftlich spektakulären, aber auch sehr kurvigen Küstenstraße über Nizza ins Zielgebiet.

Von Spanien

Entweder über die Autobahn oder längs der Küste über Sête Richtung Marseille.

Mit dem FahrradBearbeiten

Der europäische Fernradweg EuroVelo 8 (Mittelmeer) führt durch die Region. Nach Westen hin führt er weiter nach Spanien, nach Osten hin nach Italien.

MobilitätBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Auflistung der Sehenswürdigkeiten würde hier den Rahmen sprengen. Bitte diesbezüglich bei den Orten informieren.
Dennoch hier einige, sicherlich noch zu ergänzende Links zu besonderen Sehenswürdigkeiten, die in diesem Reiseführer nicht fehlen dürfen:

  • Avignon
  • Arles
  • u.v.a.m.

AktivitätenBearbeiten

 
Segeltour bei Cassis
 
Markt in Aix-en-Provence
  • Besuch der Provenzalischen Märkte
  • Badeurlaub an den mondänen Stränden der Côte-d'Azur oder in den Stauseen der Haute-Provence, Surfen und Segeln
  • Wandern, Mountainbike, Klettern (u.a. an den Wänden der Verdonschlucht)

KücheBearbeiten

Die Provenzalische Küche gehört zur mediterranen Küche. Sie setzt auf frische, regionale Produkte wie z. B. Auberginen, Paprika, Zucchini und Gemüse allgemein. Natürlich werden für die Zubereitung der Kreationen auch alle möglichen Sorten von Meeresfisch und Meeresfrüchten verwendet. Siehe auch: Provenzalische Küche bei Koch-Wiki.

  • Soupe au Pistou ist eine provençalische Gemüsesuppe. Das Geheimnis der Gemüsesuppe ist das Topping, auf die Suppe kommt mit Pistou, eine Art Pesto, nur ohne Pinienkerne. Dazu isst man geröstetes Brot und streiche das Pistou auch gleich auf eine Brotscheibe.

NachtlebenBearbeiten

SicherheitBearbeiten

KlimaBearbeiten

Das Klima der Region ist mediterran mit milden Wintern und heißen Sommern, obwohl die Unterschiede zwischen der Küste und dem Landesinneren gravierend sind. Im Landesinneren betragen die Durchschnittstemperaturen im Januar ca. 0 °C, an der Küste 7 °C. Die durchschnittlichen Sommertemperaturen im Juli liegen bei 30–35 °C, allerdings kann der Nordwind Mistral die Temperaturen bis zu 10 °C senken. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 800 mm und entspricht ungefähr der Menge in der Bretagne. Die Niederschläge verteilen sich jedoch in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur auf deutlich weniger Regentage (ca. 50 pro Jahr), so dass in hier bei Regen große Wassermengen niedergehen.

FloraBearbeiten

Aufgrund des mediterranen Klimas ist die Flora außerordentlich vielgestaltig. Die für die Côte d’Azur heute als typisch geltenden Pflanzen wie die grünsilbern glänzenden Olivenbäume , die überall an den Hängen bis zu einer Höhe von etwa 500 m wachsen, Orangen- und Zitronenhaine, Weinreben, Palmen, Zypressen, Pinien, Aloen, Agaven, Kakteen und zahlreiche andere wurden – teilweise schon in römischer Zeit- aus verschiedenen Erdteilen importiert, andere wurden erst in jüngerer Zeit heimisch. Von der ursprünglichen Vegetation, die unter der wirtschaftlichen Nutzung durch den Menschen sowie durch Wald- und Flächenbrände schwer gelitten hat, gehört die Kiefer, Hartlaubgewächse, Büsche, Sträucher und die Steineiche. Charakteristisch ist die große Zahl und Verbreitung aromatisch duftender Sträucher und Kräuter(z.B Lavendel, Rosmarin, Tymian und Salbei). Im Sommer findet man in dieser Region schier unendlich reichende blaue Felder mit Lavendel.

AusflügeBearbeiten

Eine Bootsfahrt an den verschiedenen Häfen ist zu empfehlen.

LiteraturBearbeiten

Als Reiselektüre ist besonders zu empfehlen:

  • Marcel Pagnol: Eine Kindheit in der Provence. Marcel, Marcel und Isabell. Eine liebenswerte biographische Trilogie.

München Piper Taschenbuch 1999. ISBN 9783492228084

WeblinksBearbeiten

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