Lothringen

Landschaft im Nordosten Frankreichs
Region Lothringen

Lothringen (frz. Lorraine) ist eine historische und kulturelle Region im Nordosten Frankreichs an der Grenze zu Belgien (Wallonien), Luxemburg und Deutschland (Rheinland-Pfalz und Saarland). Es besteht aus den Departements Meurthe-et-Moselle, Meuse, Moselle und Vosges. Adminstrativ ist Lothrigen seit dem 1. Januar 2016 Teil der Region Grand Est (dt.: Großer Osten), gemeinsam mit den vorherigen Regionen Elsass (Alsace) und Champagne-Ardenne. Der Name geht zurück auf den fränkischen König Lothar II.; seine Bewohner heißen Lothringer, französisch les Lorrains.

RegionenBearbeiten

Lothringen ist Teil der europäischen Großregion Luxemburg, Lothringen, Saarland, Rheinland-Pfalz und Wallonien.

DépartementsBearbeiten

OrteBearbeiten

Weitere ZieleBearbeiten

HintergrundBearbeiten

Nach dem Tod Karls des Großen wurde sein Reich auf seine Söhne in drei Teile aufgeteilt. Sein Enkel Lothar II., Sohn von Lothar I., erhielt nach 2 Erbteilungen das nach ihm benannte "Lotharingien". Zwischen 1871 und 1918 gehörten Teile des östlichen Lothringens zum Deutschen Reich. Die deutsche Region war etwas kleiner als die französische.

SpracheBearbeiten

 
Deutsche (mittelfränkische) Dialekte im Lothringer Departement Moselle (orange: französische (romanische) Dialekte)

Die französische Sprache ist in ganz Lothringen die Umgangssprache.

Die südlichen, zentralen und westlichen Teile Lothringens gehören von Alters her zum französischen, die nordöstlichen Teile Lothringens im Osten des Departement Moselle gehörten lange zum deutschen Sprachraum. Mittlerweile wird die deutsche Sprache, bzw. die mittelfränkischen Sprachen Lothringisch, Rhein- und/oder Moselfränkisch nur noch in einigen ländlichen Gebieten vorwiegend von der älteren Generation gesprochen, so dass sich dort eine Ansprache in diesen Sprachen lohnt. Die Ansprache in Hochdeutsch kann erfolglos sein, da der oder die Gesprächspartner Hochdeutsch nicht sicher beherrschen und sich scheuen, in Lothringisch bzw. Rhein- und/oder Moselfränkisch zu antworten. Die Bewohner des unmittelbaren Grenzgebietes sprechen in der Regel auch Deutsch.

AnreiseBearbeiten

MobilitätBearbeiten

Das Straßennetz ist dicht und gut ausgebaut.

Radwege sind selten ausgewiesen, doch eignen sich insbesondere die Departement-Straßen (gekennzeichnet mit D und einer Zahl) wegen einem relativ geringen Verkehrsaufkommen gut für Radler.

Bushaltestellen sind auch in kleinen Orten zu finden, fraglich ist jedoch die Frequenz der Buslinien.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Saint-Nicolas-de-Port
 
Basilika von Avioth

Lothringen ist ein Agrarland mit vielen kleinen Dörfern, die häufig unter 200 Einwohner haben. Die Landschaft ist sehr grün, durchwachsen mit vielen kleinen Seen und Wäldern. Örtlich wird Wein angebaut. Die früheren Stahlwerke an der Mosel nördlich von Metz und entlang der belgischen Grenze sind verschwunden, so dass die Umweltbelastung auch in diesen Gebieten nunmehr gering ist.

Das Land eignet sich ideal zum Bummeln mit Auto oder Fahrrad, wobei ein aufmerksamer Blick für die vielen Kleinode rechts und links des Weges die Schönheit der Region zugänglich macht. Typisch für Lothringen sind die zahllosen bestens erhaltenen Wegkreuze, die immer einen kurzen Stop lohnen.

Die großen Städte Nancy und Metz sind jeweils eine eigene Reise wert, siehe dort.

Lothringen besitzt einige sehenswerte gotische Kirchen, so

AktivitätenBearbeiten

RadwandernBearbeiten

Lothringen bietet einige Radrouten zum Entdecken.

  • Mosel-Radweg
  • Saar-Radweg
  • Radroute Maas
  • Grenzüberschreitender Radweg Pirmasens-Bitsch. Ausführliche Informationen im PDF-Format von den Webseiten www.radwanderland.de des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.
  • Les Boucles de la Moselle - ca. 90 km rund um Nancy
  • Orne-Radweg - ca. 40 km Flussradweg entlang der Orne

Kulinarische SpezialitätenBearbeiten

Die Quiche Lorraine oder Lothringer Specktorte mag wohl das erste Gericht sein, das man auf Anhieb mit der Lothringer Küche assoziiert. Ihr Mürbeteigboden wird mit geräuchertem Speck belegt und mit verquirlten Eiern, Milch und Sahne übergossen im Ofen gebacken und warm serviert. Unter den warmen Vorspeisen ist weiter die uns als Königinpastete bekannte Bouchée à la Reine zu nennen, deren Rezept und Name Stanislaus Leszczyńskis Tochter Marie zu verdanken sind, die durch ihre Ehe mit Ludwig XV. Königin von Frankreich wurde. Sie besteht aus einem töpfchenförmig gestalteten Mürbeteig, der mit einem Ragout aus feinem Hühnerfleisch, Champignons, Kalbsbries und Kalbsklößchen in Béchamelsauce gefüllt und, mit einem Teigdeckel verschlossen, gebacken wird.

Das traditionelle Hauptgericht ist die Potée lorraine, ein herzhafter, mit regionalen Wurstspezialitäten zubereiteter Kohl- und Gemüseeintopf.

Die heimische Käsesorte ist der Munster-Géromé. in Deutschland als Münsterkäse bekannt.

Da Lothringen bedeutendes Anbaugebiet von Mirabellen ist, verwundert es nicht, dass entsprechende Obsttorten als beliebte Nachspeise, Mirabellenkonfitüre auf dem Frühstückstisch und Eau-de-Vie aus Mirabellen als verdauungsfördernder digestif allgegenwärtig sind.

Zum Frühstück und zur Kaffeezeit wird neben der unumgänglichen Mirabellenkonfitüre gerne das semmelartige, Madeleine genannte Rührteiggebäck gereicht, eine Spezialität aus Commercy. Die Madeleine half Marcel Prousts Erinnerungen an seine Kindheit auf die Sprünge, so jedenfalls schrieb er es in einer berühmten Passage seines autobiografischen Werkes Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Heutzutage bekommt man sie auch in Deutschland. Aus Nancy (siehe dort) kam das erste Rezept der leckeren Macarons oder Mandelmakronen und fertigte ein Zuckerbäcker die ersten Bergamottebonbons.

NachtlebenBearbeiten

Wenn überhaupt vorhanden, dann in den großen Städten.

SicherheitBearbeiten

Es sind keine besonderen oder typischen Risiken bekannt.

KlimaBearbeiten

Lothringen liegt in einer Zone mit noch überwiegend maritim geprägten Klima, d.h., es wird nicht richtig kalt, aber auch selten sehr heiß. Es kommt immer wieder zu Niederschlägen, die zumeist als Regen fallen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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