Westweg

Weitwanderweg durch den Schwarzwald

Der Westweg ist der Klassiker unter den Fernwanderwegen mit der roten Raute. Von Pforzheim nach Basel in den Gipfelgebieten und über die Passhöhen den Schwarzwald durchqueren. In zwei Wochen.

Die Wegmarkierung ist das Symbol des Schwarzwaldvereins

Der Höhenwanderweg ist der älteste in Deutschland. Er wird vom Schwarzwaldverein gepflegt und gehört zu den Premiumwanderwegen. Wegen der Bekanntheit und als Aushängeschild wird der Weg von der Schwarzwald Tourismus GmbH vermarktet (westweg.info). Entlang der Strecke wurden grosse Portale aufgestellt, in denen die Wanderer ihre Stempelkarten abstempeln können. Für neun Stempel gibt es einen "Westweg"-Buff.

Parallel zum Westweg gibt es den Mittelweg nach Waldshut und den Ostweg nach Schaffhausen.

HintergrundBearbeiten

 
Gipfelplateau der Hornisgrinde

Der Westweg beginnt in Pforzheim. Er führt zunächst durch das Enztal nach Dobel und danach durch weite Wälder mit Mooren zum Hohlohturm. Nach dem Abstieg ins Murgtal steigt der Weg wieder an bis zum höchsten Punkt des Nordschwarzwalds, der Hornisgrinde. Die weitere Strecke verläuft neben der Schwarzwaldhochstraße nach Kniebis und danach durch Wälder ins Kinzigtal nach Hausach. Nach steilem Anstieg führt der Westweg zwischen der Martinskapelle (Donauquelle) und der Kalten Herberge entlang der Wasserscheide zwischen Rhein und Donau.

In Titisee gabelt sich der Westweg in eine westliche und eine östliche Strecke.

siehe auch: Westweg auf Wikipedia

VorbereitungBearbeiten

In der Einleitung hieß es "Westweg" in zwei Wochen! Die zwölf Etappen über die Variante A sind knapp kalkuliert. Dazu kommen die An- und Abreisetage. Macht 14 Tage. Das sollte man rechtzeitig planen und vorbereiten. Gerade im mittleren Abschnitt gibt es je nach Jahreszeit Engpässe bei den Übernachtungen. Daher am besten vorbuchen. Gastgeber, die etwas abseits vom Westweg eine Unterkunft anbieten, holen euch daher am Ende der Etappe ab und bringen euch wieder zum Weg hin. Die Engpässe (mit den Alternativen) aus subjektiven Sicht:

 
Gasthaus Kalte Herberge - 8te Etappe
  • Unterstmatt (Mummelsee)
  • Alexanderschanze (Kniebis)
  • Harkhof (Brandenkopf)
  • Wilhelmshöhe (Schonach)
  • Kalte Herberge (Waldau)
  • Wiedener Eck (Wieden)

Wer mehr Zeit investiert, kann es gemülicher angehen. Man muss den Weg auch nicht am Stück laufen. Bei unserer Tour sind wir einem Wanderer begegnet, der aus Hannover(!) kommend, den Weg auf mehrere Wochenende aufteilte. Seid kreativ!

Zum Gepäck: nur das Notwendigste! Der Rucksack sollte zwischen 5 und 10kg wiegen, inclusive Regenausstattung. Jeden Tag Wäschewaschen gehört dazu. Der Schwarzwald ist zwar kein Hochgebirge, aber auch hier sind Wetterumschwünge schnell und im Sommer kann es in der Höhenlagen stürmen und schneien. Feste Wanderschuhe sind also ein muß. Ein leichter Regenschirm sieht nicht chic aus, ist aber schnell aufgespannt. Die Regenkleidung anziehen dauert manchmal einen Tick zu lange.

Navigation: es ist ein Qualitätswanderweg, hervorragend ausgeschildert. Da braucht man eigentlich kein GPS. Aber da heute fast jeder ein Smartphone besitzt, empfehle ich OsmAnd. Der Westweg ist dort im "Fußgänger"-Modus dabei.

Zur Vorbereitung gehört auch Training. Um Überraschungen zu vermeinden, sollte man Wanderungen über mehrere Tage üben. Die Schwierigkeit bei einer Langstrecke ist nicht die einzelne Etappe, sondern die Regelmäßigkeit und die Etappen gegen Ende der Tour. Empfehlung: eine Wochenendwanderung über 3x oder 4x25km einen Monat vor dem Start zum Test.

AnreiseBearbeiten

Empfiehlt sich mit der Bahn.

Der 1 Pforzheim Hbf      hat direkte Verbindungen nach Karlsruhe und nach Mühlacker, Vaihingen an der Enz und Stuttgart.

Basel 2 Bahnhof Basel SBB      ist sehr gut an das Eisenbahnnetz angebunden. Bis Stuttgart sind es 2:45 h, bis Frankfurt am Main knapp 3 h. Vom Badischen Bahnhof (Basel Bad Bf) fahren alle Züge nach Deutschland ab. Hier enden Regional- und Expresszüge der DB, auch die Züge der Hochrheinbahn nach Schaffhausen. Die ICE-, IC- und EC-Züge von und nach Deutschland halten auch hier.

Los geht'sBearbeiten

 
Am Portal in Pforzheim geht's los

Auf Wikipedia sind die Etappen detailiert beschrieben. Hier nur kurz aus subjektiver Sicht.

Pforzheim - DobelBearbeiten

Wir starten am Bahnhof. Von dort bis zum Anfang der Weges beim Zusammenfluss von Würm und Nagold (Goldenes Portal) ist die Strecke bereits ausgeschildert. Die erste Etappe ist 23km lang und relativ eben.

Dobel - ForbachBearbeiten

Auf dieser Etappe beginnt der Schwarzwald. 26km, 350 m Aufstieg, 730 m Abstieg ins Murgtal. Am Latschigfelsen vor dem Abstieg nach Forbach setzt Regen ein. Wir sind optimistisch, wissen aber noch nicht, dass es die nächsten 10 Tage so bleibt.

 
Badener Höhe mit Friedrichsturm von Hornisgrinde gesehen

Forbach - MummelseeBearbeiten

Kurz vor der Badener Höhe erreichen wir zum ersten Mal eine Höhe von 1000 Metern. Vom Friedrichsturm sieht man immer noch die Schäden, die "Lothar" hinterlassen hat. Es regnet ununterbrochen. Die dritte Etappe endet offiziell in Unterstmatt. Wir haben gestrafft geplant, laufen daher 5km weiter über das Hornisgrindeplateau und belohnen uns mit einem Hotelkomfort. (24km)

Mummelsee - Kniebis (Alexanderschanze)Bearbeiten

Der Westweg führt über den zweithöchsten Berg im Nordenschwarzwald, den Schliffkopf, zur Alexanderschanze und dann weiter nach Süden. Zum Übernachten sollte man die zwei Kilometer weiter nach Kniebis laufen. Dort ist auch ein "Stempelportal". (25km)

Kniebis - BrandenkopfBearbeiten

 
Brandenkopf-Aussichtsturm und Wanderheim

Auf vielen Quellen führt diese Etappe bis zum Harkhof. Das ist für uns ein Übernachtungsengpass. Daher laufen wir 6km mehr bis zur Brandenkopfhütte. (25km, Aufstieg 450 m, Abstieg 350 m)

Brandenkopf - HausachBearbeiten

16km kurze, schöne Strecke, trotz Nieselregen. Abstieg ins Kinzigtal. Wir erreichen Hausach bevor der Sturm uns erreicht.

Hausach - Wilhelmshöhe (Schonach)Bearbeiten

Der Tag beginnt mit einem steilen Aufstieg, 500 Höhenmeter zum Farrenkopf. Auch das Gasthaus Wilhelmshöhe ist ein Übernachtungsengpass. Wir haben rechtzeitig gebucht und müssen nicht nach Schonach ausweichen. (21km)

Wilhelmshöhe - WaldauBearbeiten

Im Gasthaus Kalte Herberge haben wir keinen Platz bekommen. Man kann vorher nach Furtwangen ausweichen. Wir gehen weiter nach Waldau, dem Ort aus dem angeblich die erste Schwarzwälder Uhr stammt. (24km)

Waldau - HinterzartenBearbeiten

Offiziell führt des Westweg über Titisee, wo sich die zwei Varianten verzweigen. Hinterzarten liegt an der westlichen Route A, die wir morgen zum Feldberg hochlaufen werden. (23km)

Hinterzarten - WiedenBearbeiten

 
Das Wiedener Tor

Das kann passieren. Es ist Juni. Und wir stapfen zum Feldberg über 1/2m hohen frischem Schnee. Nach dem Abstieg gibt es in der St.Wilhelmerhütte eine heiße Suppe. Die Sonne zeigt sich kurz.

Am Wiedener Eck gibt es ein Hotel (25km). Wir steigen ab in den Ort und übernachten in einer Pension. Die netten Wirtsleute wollen uns am nächstem Morgen zum Weg hochfahren. Das macht unser Wanderstolz nicht mit. Und außerdem wollen wir unsere gesammelten Stempel gegen den Buff eintauschen. Die Straße zum Wiedener Eck ist wirklich steil.

Wieden - KandernBearbeiten

Wir laufen über die Gipfel Belchen und Blauen. Vom Blauen gibt es einen herrlichen Blick auf die Alpen. Beim Abstieg nach Kandern in ein kräftiges Gewitter gekommen. (31km)

Kandern - BaselBearbeiten

Am Gebäude des Badischen Bahnhofs befindet sich eine Plakette mit dem Hinweis zum Westweg. Hier endet er.

"Sie haben Ihr Ziel erreicht" - Glückwunsch! (26km)

Weiter geht'sBearbeiten

Wer eine Woche mehr investiert, kann entlang der Variante B bis Titisee zurück. Dort gibt es mit der Schwarzwaldbahn eine gemütliche Rückreise.

Literatur/LinksBearbeiten

Es gibt unzählige Berichte über den Westweg im Netz. Auch Viedeos sind geeignet, um sich einen optischen Eindruck von der Strecke zu verschaffen.

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