Köln/Mülheim

Stadtbezirk 9 von Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Köln/Mülheim ist nach Einwohnerzahl der größte und nach Fläche der viertgrößte Stadtbezirk von Köln. Er liegt im Nordosten Kölns auf der rechten Rheinseite. Der Bezirk Mülheim besteht aus den Stadtteilen: Buchforst, Buchheim, Dellbrück, Dünnwald, Flittard, Holweide, Höhenhaus, Mülheim und Stammheim.

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Lage des Bezirks Mülheim in Köln

Hintergrund

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Karte von Mülheim

Geschichte

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  • Früheste Besiedlungsspuren in Dellbrück (1000 - 500 v. Chr.)
  • Erste urkundliche Erwähnung 959 in Stammheim.
  • Kloster St. Nikolaus 1117 in Dünnwald erbaut und 1143 durch die Prämonstratenserinnen besiedelt.
  • Das bisher höchste Rheinhochwasser überhaupt (Rheinpegel in Köln: 13,55 m) und der Eisgang hat Mülheim im Februar 1784 dem Erdboden gleichgemacht.
  • 1785 erhielt Mülheim Stadtrechte. Die restlichen Stadtteile gehören seit 1815 zur Bürgermeisterei Merheim.
  • Während und nach der französischen Revolution wird das Rheingebiet und auch das Gebiet des heutigen Stadtbezirks Mülheim durch die Franzosen von 1792 bis 1815 besetzt.
  • Die Industrialisierung hält in Mülheim Einzug; das Industriegebiet erkennt man heute noch gut (es liegt zwischen der Holweider Straße, der Markgrafenstraße und der Eisenbahnstrecke, Busanbindung mit der Linie 150 (ab (H) Wiener Platz oder (H) Bf. Mülheim))
  • Am 1. April 1914 werden die Stadt Mülheim und die Bürgermeisterei Merheim gegen Widerstand in der Bevölkerung zur Stadt Köln eingemeindet
  • 1929 wird die erste Mülheimer Hängebrücke eröffnet, die eine Schiffsbrücke ersetzt. Im Krieg zerstört, wurde von 1949 bis 1951 an der gleichen Stelle eine leicht veränderte Brücke erbaut.

Mit dem Auto

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Der Stadtbezirk wird über die   (AS 25 Köln-Mülheim und AS 26 Köln-Dellbrück) und die   (AS 17 Köln-Merheim) an das Autobahnnetz angebunden. Die Bundesstraßen, die den Bezirk durchqueren sind folgende:  ,  ,   und  .

Mit der Bahn

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Die Deutsche Bahn bedient den Bahnhof Köln-Mülheim mit den Regionalzügen RE 1 (Aachen Hbf - Hamm (Westf.)), RE 5 (Wesel - Koblenz Hbf) und RB 48 (Wuppertal Hbf - Köln Hbf bzw. Bonn-Mehlem) sowie den S-Bahnen S6 (Köln-Nippes - Essen Hbf) und S11 (Bergisch Gladbach - Düsseldorf-Flughafen). Außerdem gibt es S-Bahn Halte in Buchforst, Stammheim, Flittard (Lev-Chempark), Holweide und Dellbrück.
Es existieren vom Bahnhof Köln-Mülheim Verbindungen nach Düsseldorf (RE 1, RE 5, S 6, S 11), Duisburg (RE 1 und RE 5), ins Ruhrgebiet sowie nach Aachen (RE 1), Oberhausen und Koblenz (RE 5), Solingen und Wuppertal (RB 48), Brühl und Bonn (RE 5 und RB 48), Leverkusen und Langenfeld (S 6), Dormagen, Neuss und Bergisch Gladbach (S 11). Zudem gibt es dort Anschluss an die Stadtbahnlinien 13 und 18, die auch weiter zum Wiener Platz fahren (ÖPNV-Knotenpunkt für den Stadtbezirk).

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

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Bis bzw. durch den Bezirk Mülheim fahren die Stadtbahnlinien 3, 4, 13 und 18 der Kölner Verkehrsbetriebe sowie verschiedene Buslinien. Linien 3, 4, 18, SB 25 und 260 nach Köln-Zentrum, Linien 3, 4, 150, SB 25 und 260 nach Köln-Deutz, Linie 18 nach Köln-Sülz, Hürth, Brühl und Bonn, Linien 3, 4 und 13 nach Köln-Ehrenfeld, Linie 13 nach Köln-Riehl, Köln-Braunsfeld, Köln-Lindenthal und Köln-Sülz, Linien 4, SB 25, 260 nach Leverkusen, Linie SB 25 nach Leichlingen und Solingen, Linie 260 nach Wermelskirchen und Remscheid, Linie 434 nach Odenthal und Bergisch Gladbach, Linien 151 und 152 nach Köln-Porz, Köln-Ostheim und Chempark, Linie 159 nach Köln-Kalk und Köln-Poll

Sehenswürdigkeiten

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Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel

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  • 1 St. Clemens, Kirchstraße 8 an der Mülheimer Brücke . Die ehemalige Schifferkirche wurde 1210 erbaut und zwischenzeitlich mehrfach umgebaut. Das heutige Aussehen erhielt sie 1754. Im Zweiten Weltkrieg erheblich zerstört, wurde die Kirche zwischen 1952 und 1960 wieder aufgebaut. Die Mülheimer Gottestracht, die Fronleichnamsprozession in Mülheim, beginnt und endet in dieser Kirche. Das Besondere an dieser Prozession ist, dass sie auf einem Schiff durchgeführt wird. Die Kirche ist leider nur zum Gottesdienst geöffnet. (Bitte nicht während des Gottesdienstes besichtigen!)
  • St. Nikolaus, Dünnwald, Holzweg 1. Die Kirche des ehemaligen Prämonstratenserinnen-Klosters stammt in ihren Anfängen aus dem 12. Jahrhundert. Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen gab es im 14., 17. und 19. Jahrhundert. Einige Wandmalereien sind um 1500 entstanden, andere Kunstwerke stammen aus dem 17. Jahrhundert.
  • 2 St. Petrus Canisius, Eulerstraße 2, 51065 Köln. Die Kirche aus den Jahren 1930/31 ist eine der ersten modernen Kirchen Kölns. Architekt von Kirche und der umgebenden Siedlung war Wilhelm Riphahn, der nach dem Krieg u.a. das Kölner Opernhaus entwarf. Ein großer Teil der Innenausstattung stammt noch aus der Erbauungszeit.
  • 3 Luther-Notkirche, Mülheim, Adamsstr. 49. An Stelle der 1944 bis auf den Turm zerstörten Lutherkirche entstand 1946 eine der deutschlandweit 45 Notkirchen nach dem Plan von Otto Bartning. Dabei wurden Holzträger angeliefert und die Zwischenräume von den Gemeinden mit Trümmerziegeln ausgemauert. Da diese Notkirchen nicht auf lange Haltbarkeit ausgelegt waren, ist die Mülheimer Notkirche eine der wenige, die noch existieren.
  • 4 Immanuelkirche, Bonhoefferstraße 8, 51061 Köln. Die evangelische Kirche für Flittard und Stammheim wurde erst 2013 eingeweiht. Damit ist sie der momentan neueste Kirchenbau Kölns. Die ganz aus Holz gebaute Kirche hat mehrere Architekturpreise gewonnen. Leider ist die Kirche nicht ständig geöffnet. Am ersten Sonntag des Monats gibt es von 15.00-18.00 Uhr die Möglichkeit zur Besichtigung. Sonst bleiben die Gottesdienste (sonntags, 10.30 Uhr).

Bauwerke

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In Flittard gibt es eine ehemalige optische Telegrafenstation. Von 1832 bis 1849 führte eine optische Telegrafenlinie mit einer Gesamtlänge von fast 600 km von Berlin nach Koblenz. Insgesamt gab es 62 Stationen, die dazu gedacht waren, Nachrichten von Berlin in die Rheinprovinz zu senden. Nach knapp 20 Jahren wurde der optische Telegraf durch den viel schnelleren elektrischen Telegrafen ersetzt. Heute sind fast alle Stationen abgebaut und existieren nicht mehr, doch diese hier ist noch intakt. Die Telegrafenstation kann nicht von innen besichtigt werden. Adresse: Egonstraße 152‎, 51061 Köln. ÖPNV:(H) Am Feldrain, Linien 151, 152 (Ab Stammheim S-Bahn oder Mülheim Wiener Platz / Bahnhof)

  • 1 Straßenbahnmuseum Köln (Anfahrt: Mit dem Auto: A3, AS 26, Richtung Köln-Dellbrück, Germarkenstraße 173, (P+R-Parkplätze nutzen), Mit der Stadtbahn: Linie 18 von Neumarkt, Hauptbahnhof oder Mülheim, (H) Thielenbruch. (Die Linie 3 fährt am Sonntag nur bis Holweide)). Im "historischen Straßenbahnmuseum Köln", einem ehemaligen Depot, kann man allerlei Straßenbahnwagen besichtigen, von der Pferdebahn über die erste Elektrische, das "Finchen" der Köln-Frechen-Benzelrather-Eisenbahn und den "Achtachser", der über viele Jahrzehnte das Kölner Stadtbild prägte (im aktiven Einsatz bis 2006) bis zum "Stadtbahnwagen 2012", der noch bis 2007 im Einsatz war. Geöffnet: Jeden zweiten Sonntag im Monat von März bis Dezember, 11-17 Uhr. Preis: Erwachsene ab 18 Jahren 1,50€, Kinder von 6 - 17 Jahren 1€.
  • 2 Radiomuseum Köln, Waltherstr. 49-51, Köln-Dellbrück, Haus 32 TG (Die Waltherstraße 49-51 ist die Einfahrt zu einem ehemaligen Industriegebiet. Jedes Haus ist nummeriert). Ein weiterer Zugang befindet sich außerdem am nördlich der Bahntrasse gelegenen P+R-Parkplatz direkt am Bahnhof Dellbrück, Ecke Diepeschrather Straße. Tel.: (0)221-92232970, E-Mail: Geöffnet: Jeden 2. Sonntag im Monat, von 14 - 18 Uhr. Preis: 5 €.
  • 1 Schlosspark Stammheim, Schlossstraße 45. Das dazugehörige Schloss wurde leider im 2. Weltkrieg zerstört, lediglich die Mauer um den Park herum und die Allee zeugen noch von der Vergangenheit. Das Gelände gelangte 1928 an die Stadt Köln, die Nazis nutzten es für den Reichsarbeitsdienst. 1952 wurde das Gelände von der Farbenfabrik Bayer gekauft und ein Altenheim für ehemalige Bayer-Mitarbeiter errichtet. 1983 gelangte das Gelände wieder an die Stadt Köln. Das Altenheim wurde noch für kurze Zeit als Studentenheim weiterverwendet, bevor es seit 2001 leersteht. Der Schlosspark ist auch gleichzeitig ein Skulpturenpark. Anfahrt ab Düsseldorfer Straße (B 8) über Stammheimer Ring. Anfahrt per ÖPNV: Ab Stammheim S-Bahn oder Mülheim Wiener Platz / Bahnhof, Linien 151 und 152 bis (H) Friedhof Stammheim.
  • 2 Mülheimer Stadtgarten, Jan-Wellem-Straße 23, 51065 Köln (Nähe Wiener Platz). Mit einem kleinen See.

Verschiedenes

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  • 3 Wildpark Dünnwald (Mit Bus und Bahn: Ab der S-Bahnstation in Köln-Dellbrück (S 11), Linie 154 Richtung "Dünnwald" bis Haltestelle "Wildpark", Mo-Fr 20 Min. Takt (13/33/53), Sa und So 30 Min. Takt (17/47) (Sonntag erst ab 11:50 Uhr alle 30 Min, ab 13:17 Uhr im 30 Min. Takt (17/47)), Mit dem Auto: Autobahn 3, AS 26, Richtung "Dellbrück", bei zweiter ARAL-Tankstelle links (Wasserwerkstraße), Bahnschienen unterqueren, rechts, dann nächste große Kreuzung rechts. Auf rechter Seite, ist ein Parkplatz.) . Im Wildpark kann man u.a. Wildschweine, Hirsche und Wisente sehen, letztere sind in freier Wildbahn in Deutschland schon ausgestorben.
  • 1 Parkplatz 1 2 Parkplatz 2

Aktivitäten

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  • 1 Waldbad Dünnwald (Anfahrt: Mit ÖPNV:Linie 4 bis Haltestelle Leuchterstraße, dann Linie 154 bis Haltestelle "Waldbad". Mit dem Auto: Peter-Baum-Weg 20, dort wenige Parkplätze). Da es Veranstaltungen auf dem Gelände gibt bitte die Öffnungszeiten auf der Webseite nachschauen . Parkplatzhinweise: siehe unter Unterkunft. Geöffnet: normale Öffnungszeiten während der Sommersaison (ab 1. Mai): Mo-Fr 6:30 Uhr - 20 Uhr, Sa/So 9 - 20 Uhr, letzter Einlass 19 Uhr. Bei schlechtem Wetter nur bis 15 Uhr. Preis: Erwachsene 6 €, ermäßigt 3,50€, bis 4 Jahre frei.
  • 2 Minigolfanlage, Peter-Baum-Weg 20, Köln (am oben genannten Freibad). Geöffnet: wie Freibad, Achtung: Bei schlechtem Wetter bleibt der Minigolfplatz geschlossen. Preis: Erwachsene 2,50 €, Kinder (4 - 17 Jahre) 2 €.

Einkaufen

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Auf der Frankfurter Straße gibt es zwischen dem Wiener Platz und dem Bahnhof Mülheim zahlreiche Geschäfte, wo man einkaufen kann. Direkt am Wiener Platz befinden sich mehrere große Supermärkte. Einen​ Besuch lohnt auch die Keupstraße (Mülheim) in "Klein-Istanbul", die viele türkisch- und kurdischstämmige Geschäfte aufweist. Dort gibt es allerlei Läden für den täglichen Bedarf, aber auch Konditoreien und Modegeschäfte für den Hochzeitsbedarf. Traurige Berühmtheit erlitt sie durch einen rechtsextremistischen Nagelbombenanschlag im Jahr 2004, bei dem 22 Menschen verletzt wurden. Ein Mahnmal soll in den nächsten Jahren errichtet werden. (Anfahrt: Linien 4, 150, 151, 152, 153 und 155 (H) Keupstraße, Linie 159 (H) Montanusstraße)

Günstig

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Nachtleben

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  • 3 E-Werk, Schanzenstraße 37, 51063 Köln. Tel.: +49 (0)221 96790. Überregional bekannte Konzert- und Veranstaltungshalle.
  • 4 Palladium, Schanzenstraße 36, 51063 Köln. Tel.: +49 (0)221 96790. Ebenfalls eine überregional bekannte Konzert- und .
  • 5 Gebäude 9, Deutz-Mülheimer Str. 127, 51063 Köln. Konzert- und Partylocation.
  • 6 Kulturbunker Köln, Berliner Str. 20, 51063 Köln. Tel.: +49 (0)221 616926. Ein Ort für Konzerte, Ausstellungen, Parties mit Café. Geöffnet: Mi – So 9.00 – 22.00 Uhr, Mo + Di geschlossen.
  • 1 Limes, Mülheimer Freiheit 150, 51063 Köln. Tel.: +49 (0)221 46751565. Punkrock-Kneipe in der gelegentlich auch Konzerte stattfinden. Geöffnet: Mi – Sa ab 19.00 Uhr.

Unterkunft

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Günstig

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  • 1 Campingplatz Dünnwald, Peter-Baum-Weg 20. Auch wenige Übernachtungszimmer werden angeboten.
  • 3 ZOB, Parkplatz 1
  • 4 ZOB, Parkplatz 2

Sicherheit

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  • 1 Polizeihauptwache Mülheim, Clevischer Ring 123, 51063 Köln. Tel.: +49 (0)221 2294530.

Gesundheit

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Apotheken

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Praktische Hinweise

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Literatur

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Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.