Emilia-Romagna

Region in Norditalien
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Region Emilia-Romagna

Die Emilia-Romagna liegt in Oberitalien und ist eine der 20 italienischen Großregionen. Sie ist die wirtschaftlich zweitstärkste Region des Landes und ihre Küche eine der charakteristischsten überhaupt.

RegionenBearbeiten

 
Emilia-Romagna Regionen
 
Provinzen in der Emilia-Romagna
  • Emilia - historische Region, nach der alten Römerstraße Via Aemilia benannt, umfasst die Provinzen

Parma (PR), Piacenza (PC), Modena (MO), Reggio Emilia (RE), Ferrara (FE) und Bologna (BO)

  • Romagna - Gebiet zwischen Apenninen und Adria, bestehend aus den Provinzen Ravenna (RA), Forlì-Cesena (FC), Rimini (RN) und Teile der Provinz Bologna

OrteBearbeiten

 
Karte von Emilia-Romagna

  • 1 Bologna        (die Hauptstadt) - eine der ältesten Städte Italiens und Sitz der ältesten europäischen Universität.
  • 2 Cesena       
  • 3 Cesenatico       
  • 4 Comacchio       
  • 5 Ferrara       
  • 6 Forlì       
  • 7 Modena       
  • 8 Parma       
  • 9 Piacenza       
  • 10 Ravenna        - Hauptstadt des Mosaiks; zwischen dem 6. und 8 Jahrhundtert ein wichtiges Zentrum der byzantinischen Zivilisation in Italien.
  • 11 Reggio nell’Emilia       
  • 12 Rimini       

Weitere ZieleBearbeiten

HintergrundBearbeiten

Während des 2. Jahrhunderts wurde zwischen Rimini und Piacenza eine Straße zu Ehren des römischen Konsuls Mark Emilio Facetious gebaut, die Aemilia genannt wurde. Diese Straße gab der Region ihren Namen. Im 6. Jahrhundert verloren die Römer die Herrschaft über das Gebiet, welches nun zwischen Langobarden und Byzantinern aufgeteilt wurde. Entsprechend wurde der eine Teil Langobardia (die benachbarte Lombardei) und Romania genannt. Mit der Einheit Italiens erhielt die Region ihren ursprünglichen Namen Emilia zurück, wohingegen man erst 1947 den Namen Emilia-Romagna einführte.

Emilia-Romagna ist vor allem durch seine sanften Hügel zwischen der Poebene und dem Appennin geprägt, die in Richtung Adria langsam abfallen. Wie anderswo auch geht im Po-Gebiet die extensive Landwirtschaftsnutzung mit großflächigen Industrieansiedlungen eine Symbiose ein. In der Antike war die Region so etwas wie die „Kornkammer des Römischen Reichs“.

In den Sommermonaten sind die kilometerlangen Strände ein Mekka für italienische Touristen, aber auch teilweise bei Deutschen sehr beliebt.

SpracheBearbeiten

Um Parma herum kann der Kenner bei Gesprächen einen der eher ungewöhnlicheren Dialekte heraushören.

AnreiseBearbeiten

Es gibt internationale Flughäfen in Flughafen Bologna        (IATA: BLQ) und, etwas außerhalb, den Flughafen Linate        (IATA: LIN). Kleinere Flughäfen in der Region sind Flughafen Rimini        (IATA: RMI) (überwiegend Charterverkehr) und der Flughafen Ancona        (IATA: AOI).

Entlang des Po-Flusses führen Eisenbahnen und Autobahnen (Autostrada) entlang, die die Flüghäfen mit den Badeorten verbinden.

Direkte Regionalzüge mit Fahrradtransport nach und von Ferrara, Bologna, Florenz, Rimini

MobilitätBearbeiten

Viele der größeren Städte wie Parma, Bologna, Cesena u.s.w. besitzen Buslinien, die auf das Land führen. Sowohl Bologna als auch Rimini sind wichtige Bahnstationen mit Anschluss an das Intercity-Netz (Eurostar Italia). Wenn es möglich ist, sollte man sich ein Auto mieten (wenn man nicht selbst damit angereist ist) und die vielen Straßen erkunden, die abseits der Autobahnen liegen. In den Appenninen erreicht man so heiße Thermalbäder oder mittelalterliche Burgen, die einst die Gebirgspässe schützten (schwer zu empfehlen: das Castello Torrechiara bei Parma).

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Das erhaltene Schloss „Torrechiara“ bei Parma.
  • Die zwei (weniger bekannten) Schiefen Türme von Bologna.
  • Zu den großen Zielen der Region gehört auch das verlassene Benediktinerkloster Abbazia Santa Maria di Pomposa an der Adriaküste zwischen Chioggia und Ravenna.

AktivitätenBearbeiten

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Im April feiert das kleine Städtchen Vignola bei Modena das Kirschblütenfest Ciliegia di Vignola. Der Ort gilt als Hauptstadt der Kirschen im größten Kirschanbaugebiet Italiens. Mit zahlreichen Umzügen mt bunt geschmückten Wagen, Musik und Folklore wird das Fest gefeiert.

KücheBearbeiten

In der Emilia-Romagna findet der Übergang statt, von der, von Butter und Schweinefleisch geprägten, Küche Norditaliens, zu der, für den Süden typischen Küche, mit Olivenöl und Lammfleisch. Das beste aus zwei Welten.

Die Region ist bekannt für ihre kulinarischen Verlockungen. Hervorzuheben seien die Bolognese und Mortadella aus Bologna sowie der Parmesan und der Prosciutto di Parma (Parmaschinken) aus der Gegend um Parma. Hier stammt außerdem der originale Balsamessig her, der in Modena und Reggio Emilia hergestellt wird. Nur echter (markiert mit einem Wachswappen) Aceto balsamico, der mehrere Jahre in verschiedenen Fässern aus verschiedenem Holz gelagert wird, ist der echte Balsamessig; die anderen sind meistens industriell hergestellt.

Das Consorzio di Prosciutto di Parma (Tel. 0521 243987) kann freie Besichtigungen in der Parma-Schinkenfabrik organisieren. Bei dem Consorzio di Parmiggiano Reggiano (Tel. 0521 292700) gibt es ein ähnliches Angebot für den Parmesankäse und bei dem Consorzio Produttori di Aceto Balsamico Tradizionale di Modena (Tel. 059 208298) für Balsamessig (Aceto balsamico).

  • Erbazzone, den typischen Gemüsekuchen gibt es in der Emilia fast in jeder Bäckerei und in jeder Bar. Er wird zu jeder Tageszeit kalt oder warm gegessen. Zwischen hauchdünne Teigschichten kommt eine Füllung aus grünem Gemüse, oft Spinat, oder Mangold, aber auch anderes essbares Grün. Zum perfekten Geschmack fehlen nur noch Parmigiano Reggiano, Knoblauch, Salz, Pfeffer und die persönliche Note.
  • Nocino.     . Nocino ist ein dunkelbrauner Likör, der gerne als Digestif getrunken wird. Er wird aus unreifen, grünen Walnüssen hergestellt.
  • Caciosteria due Ponti, Via Ponte della Venturina - Pavana - Sanbuca Pistoiese (Pistoia). Tel.: +39 0573 892520. . selbstgemachte Nudeln, eigene Käserei weitere Produkte.
  • 1 FICO World Eataly in Bologna ist ein Food-Erlebnispark mit einer Fläche von 20 Hektar, wo sich 150 Produzenten präsentieren, alles dreht sich um italienische Spezialitäten. Der Name "Fico" ist die Abkürzung für "Fabbrica Italiana Contadina", auf Deutsch, die italienische bäuerliche Produktionsstätte.

NachtlebenBearbeiten

In Rimini sind die Nachtclubs und Diskotheken so zahlreich vorhanden, dass es sogar einen Bus gibt (nicht nur ein reiner Bus, sondern ein Diskobus), der den ganzen Abend durch die Stadt fährt und die Nachtschwärmer von dem einen zum anderen Ort bringt.

SicherheitBearbeiten

KlimaBearbeiten

Bologna Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C 4.8 8.2 13.4 17.8 22.7 26.8 29.9 29.2 25.3 18.9 11.1 5.9 Ø 17.8
Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C -1.5 0.8 3.9 7.6 11.8 15.6 18.2 17.9 14.8 10.1 4.3 -0.3 Ø 8.6
Niederschläge in mm 43 45 60 67 65 53 43 58 61 72 81 61 Σ 709
Regentage im Monat 7 6 8 7 8 7 5 6 5 7 8 7 Σ 81
Sonnenscheindauer pro Tag 2.5 3.4 4.9 5.8 7.4 8.5 9.4 8.4 6.7 4.8 2.7 2.4 Ø 5.6
Quelle: Wetterkontor

AusflügeBearbeiten

Venetien liegt direkt nördlich. Südlich entlang der Küste befindet sich Marken mit dem Kleinstaat San Marino. Ligurien kann über die Berge im Südwesten erreicht werden. Die Lombardei mit Mailand und anschließend das Piemont befinden sich westlich.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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