Nowy Sącz

Stadt in Polen

Nowy Sącz (deutsch: Neu Sandez) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Kleinpolen im Sandezer Becken zwischen den Sandezer Beskiden, Inselbeskiden, Gorce und Pieninen am Zusammenfluss des Dunajec und der Kamienica unweit des älteren Stary Sącz.

Nowy Sącz
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HintergrundBearbeiten

Die Siedlung anstelle der heutigen Stadt hieß ursprünglich Kamienica. 1292 wurde der Ort neugegründet und Nowy Sącz im Degensatz zu älteren Stary Sącz genannt. Nowy Sącz überflügelte in den folgenden Jahrhunderten Stary Sącz an der Handelsstraße nach Ungarn. 1297 kamen die Franziskaner nach Nowy Sącz und gründeten hier ihr Kloster. Bereits Anfang des 14. Jahrhunderts erhielt Nowy Sącz das Stadtrecht. Um 1350 wurde hier eine gotische Königsburg errichtet. 1554 erhielt Nowy Sącz das Stapelrecht. Im 16. Jahrhundert war die Stadt ein Zentrum der Reformation, der Polnischen Brüder. 1610 wurde das Piaristenkloster gegründet. Ein Jahr später kam es zu einem verheerenden Stadtbrand. 1655 wurde der Ort von schwedischen Truppen besetzt, die jedoch bereits im gleichen Jahr von Bürgern vertrieben werden konnten. Der Ort kam nach der Ersten Teilung Polens 1770/1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs. 1876 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg kam Nowy Sącz jeweils wieder an Polen. Im Zweiten Weltkrieg deportierten die deutschen Besatzer die jüdischen Bewohner der Stadt ins KZ Bełżec.

AnreiseBearbeiten

 
Karte von Nowy Sącz
 
Bahnhof

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Krakau (Flughafen Krakau). Die Anreise aus Krakau kann mit Bus, Bahn oder mit dem Auto erfolgen. Aus Nowy Targ kann man mit dem Bus oder Auto entlang des Dunajec anreisen.

Mit der BahnBearbeiten

Nowy Sącz ist an das Eisenbahnnetz angebunden. Der 1 Bahnhof      befindet sich in Zentrumsnähe. Die Bahnstrecke führt von Tarnów nach Süden entlang dem Poprad nach Piwniczna-Zdrój, Muszyna-Zdrój und Krynica-Zdrój.

Mit dem BusBearbeiten

Regionalbusse fahren von Krakau und den nahegelegenen Ortschaften Nowy Sącz an.

Auf der StraßeBearbeiten

Die Stadt liegt an der Panoramastraße entlang des Dunajec von Nowy Targ über Waksmund, Łopuszna, Dębno, Grywałd, Krościenko nad Dunajcem und Stary Sącz. Die Stadt liegt auch an der Landesstraße 28 von Zator über Wadowice, Sucha Beskidzka, Jordanów, Rabka-Zdrój und Limanowa bis nach Nowy Sącz und weiter über Gorlice und Jasło nach Przemyśl. Die Stadt liegt auch an der Landesstraße 75 von Krakau über Niepołomice, Bochnia, Brzesko und Czchów nach Nowy Sącz und weiter über Tylicz nach Muszynka. In Nowy Sącz beginnt die Landesstraße 87 nach Piwniczna-Zdrój über Stary Sącz und Rytro.

Mit dem FahrradBearbeiten

Entlang des Dunajec und des Poprad.

Zu FußBearbeiten

Entlang des Dunajec und des Poprad.

MobilitätBearbeiten

Die Altstadt kann gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. In die weiter entfernten Stadtteile kommt man mit dem Linienbus.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Königsburg
 
Marktplatz
 
Rathaus
 
Margarethenbasilika
 
Lorenzkirche
 
Herz-Jesu-Kirche
 
Jesuitenkloster
 
Weißes Kloster
 
Burgsynagoge
 
Stadtmauer
 
Mahnmal

Das mittelalterliche Stadtbild ist weitgehend erhalten geblieben, hier gibt es den zweitgrößten Marktplatz in Kleinpolen (nach Krakau). Das hübsche Rathaus stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, die Bürgerhäuser ringsum sind zum Teil noch älter. Die ursprünglich gotische Margarethenkirche wurde im 19. Jahrhundert umgestaltet. Im benachbarten Gotischen Haus befindet sich ein Regionalmuseum. Die ehemalige Synagoge in der ul. Berka Joselewicza aus dem Jahre 1746 wird heute als Galerie für zeitgenössische Kunst genutzt. Im Nordteil der Stadt befindet sich die Ruine eines Schlosses aus dem 14. Jahrhundert. Das Freilichtmuseum im Stadtteil Falkowa zeigt eine Sammlung typischer alter Katen, Kirchen und Speicher der Region.

BurgenBearbeiten

  • 1 Königsburg     
  • Gotisches Haus   
  • Lubomirski Palais   

AmtsgebäudeBearbeiten

  • 2 Rathaus     
  • 3 Finanzamt   
  • 4 Arbeiterhaus   
  • 2 Jugendstilbahnhof     

KirchenBearbeiten

  • 5 Margarethenbasilika     
  • 6 Heiliggeistkirche     
  • 7 Herz-Jesu-Kirche     
  • 8 Kasimirkirche     
  • 9 Lorenzkirche     
  • 10 Rochuskirche     
  • 11 Helenakirche     
  • 12 Marienkirche     
  • 13 Demetriuskirche     
  • 14 evangelische Kirche     
  • Łososina Dolna Kirche   
  • Markuskapelle
  • Johanneskapelle
  • Annakapelle

KlösterBearbeiten

  • 15 Jesuitenkloster     
  • Franziskanerkloster
  • Piaristenkloster
  • Weißes Kloster

SynagogenBearbeiten

  • 16 Burgsynagoge     
  • Bajs Nusn Synagoge     

WehranlagenBearbeiten

  • Stadtmauer   

FriedhöfeBearbeiten

  • Alter Friedhof
  • 17 Neuer Jüdischer Friedhof     
  • Komunaler Friedhof
  • Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg I
  • Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg II

PlätzeBearbeiten

  • Marktplatz

DenkmälerBearbeiten

  • 18 Jagiełło-Denkmal     
  • Holocaust-Mahnmal

AktivitätenBearbeiten

Nowy Sącz liegt nördlich der Sandezer Beskiden und ist ein guter Ausgangspunkt zur Erkundung der Bergregion.

MuseenBearbeiten

  • 19 Kreismuseum   
  • 20 Freilichtmuseum     

KinosBearbeiten

  • Kino Sokół

EinkaufenBearbeiten

Von Tante-Emma-Läden bis großen Einkaufszentren ist alles vorhanden.

KücheBearbeiten

Die Bewohner der Gegend nennen sich Sandezer Lachen. Ihre Küche ist der Küche der Goralen und der Lemken ähnlich. Zur polnischen Küche sie den entsprechenden Abschnitt im Artikel zu Polen.

  • Trattoria
  • Restauracja IMPRESJA
  • Restauracja Ratuszowa
  • Pizzeria Zamkowa
  • Star Döner
  • Bohema restaurant
  • Imperial
  • Mr' Jerry Restauracja & Pub
  • Karczma Na Kamieńcu
  • Pizzeria Nocna

NachtlebenBearbeiten

Das Nachtleben konzentriert sich auf die Altstadt um den Marktplatz.

UnterkunftBearbeiten

Die Auswahl an Umterkünften von Hotels über Pensionen und Fremdenzimmer ist groß.

  • Hotel Panorama
  • Apartament pod Zamkiem
  • Harmonica Studio
  • Hotel Beskid
  • KEISA
  • Hotel nad Kamienicą

AusflügeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

Siehe Artikel zu Polen.

WeblinksBearbeiten

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