Nationalpark Eifel

Nationalpark in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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Der Nationalpark Eifel schützt ein wertvolles Buchwaldengebiet in der nordrhein-westfälischen Eifel. Er ist außerdem Teil des grenzüberschreitenden Naturparks Hohes Venn-Eifel.

Lage des Nationalparks
Karte von Nationalpark Eifel

HintergrundBearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Herbstlicher Blick auf den Urftsee. Im Herbst entfaltet der geschützte Buchenwald hier seine gesamte Farbenpracht.

Der Laubwald wurde in der Eifel bis um 1800 fast vollständig gerodet (ist überwiegend der Köhlerei zum Opfer gefallen). Unter preußischer Herrschaft wurde im 19. und 20. Jahrhundert mit Fichten und anderen Nadelhölzern aufgeforstet. Der Wald wurde erneut am Ende des 2. Weltkrieges geschädigt durch Kriegseinwirkungen. Erst in der Nachkriegszeit wurden überwiegend Laubhölzer nachgepflanzt.

Zum Jahresbeginn 2004 wurde der Nationalpark eingerichtet. 2006 wurde der frühere Truppenübungsplatz bei der Dreiborner Hochfläche hinzugefügt. Nach wie vor spielen die Eigentumsverhältnisse eine Rolle: Der überwiegende Teil wird vom nordrhein-westfälischen Landesbetrieb Wald und Forst bewirtschaftet, der frühere Truppenübungsplatz hingegen blieb Bundesforst.

LandschaftBearbeiten

  • Hetzinger Wald, im Norden
  • Kermeter
  • Dreiborner Hochfläche
  • Rursee mit Urftsee

Flora und FaunaBearbeiten

  • Buchenwälder
  • Eichen-Buchenwälder und weitere Laubwälder
  • Nadelwaldbestände sollen zurückgedrängt werden
  • Rothirsche, Mufflons, Wildkatze, Uhu, Schwarzstorch, Mittelspecht

KlimaBearbeiten

AnreiseBearbeiten

Bus und BahnBearbeiten

Das Nationalparktor Heimbach erreicht man via Düren (Anbindung aus Aachen und Köln) mit der Regionalbahn "RB 21" / Rurtalbahn.

aus AachenBearbeiten

Buslinie "SB 63" (Ziel Simmerath bzw. Vogelsang) ab Aachen Hauptbahnhof bis Einruhr, Vogelsang und Gemünd (ggf. mit Umsteigen in Simmerath in die Buslinie 63 Richtung Vogelsang). Zwischen Mai bis Oktober kann man sonntags Fahrräder in einem Anhänger mitnehmen.

aus KölnBearbeiten

Regionalexpress "RE 22" von Köln Hauptbahnhof (Abfahrt dort um xx:21 Uhr) bis Kall, dann Buslinie "SB 82" bis Gemünd und Vogelsang.

mit dem AutoBearbeiten

  bis AS Düren (7), dann Beschilderung erst Richtung Düren und dann Richtung Nideggen (via Niederau & Kreuzau) folgen (via Landstraße auch weiter nach Heimbach)

aus AachenBearbeiten

  bis hinter Roetgen, dann   bis Lammersdorf, dann   bis Einruhr, Vogelsang oder Gemünd.

aus KölnBearbeiten

  • entweder   bis AS Wißkirchen (111), dann   bis Gemünd, Vogelsang oder Einruhr
  • oder   bis Gemünd.

GebührenBearbeiten

  • Das Gebiet ist frei zugänglich.
  • Weite Teile des ehemaligen Truppenübungsplatzes dürfen aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden (Munitionsaltlasten).

MobilitätBearbeiten

Wenige Landes- und Bundesstraßen queren den Nationalpark. Gut frequentierte Bushaltestellen und größere Parkplätze befinden sich überwiegend außerhalb und am Rand. Im Nationalpark selber, bewegt man sich am besten zu Fuß. Auch das Fahrrad kann eine Alternative sein.

ÖPNVBearbeiten

Die Qualität der ÖPNV-Erschließung ist innerhalb und am Rand des Nationalparks sehr unterschiedlich. Der im Kreis Düren gelegene Norden ist gut durch die Rurtalbahn erschlossen. 1 Bahnhof Heimbach    und 2 Haltepunkt Zerkall   liegen am Rand des Nationalparks, haben jeweils einen Infopunkt und werden im Stundentakt angefahren. Von Heimbach aus erschießt unter anderem der Bus Mäxchen in der Saison das Kloster Mariawald und den Kermeter.

Im Süden des Nationalparks im Kreis Euskirchen ist der Ort Kall gut mit der Bahn angebunden. 3 Bahnhof Kall      fahren Busse im Stundentakt unter anderem nach Gemünd, Morsbach und zum Nationalpark-Zentrum Eifel.

Die in der Städteregion Aachen gelegenen Orte am Nationalpark sind nur schlecht per ÖPNV zu erreichen. Bis Monschau und Simmerath kommt man noch gut mit dem Bus aus Richtung Aachen, dahinter wird das Angebot insbesondere am Wochenende sehr dünn. Orte wie Einruhr, Rurberg und Erkensruhr sind Samstags und Sonntags nur über einzelnen Fahrten angebunden. Hier muss man gut planen, wie man wieder zurück kommt.

TarifeBearbeiten

Ein Teil des Nationalparks liegt im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (Kreis Euskirchen) und der andere im Aachener Verkehrsverbund (Städteregion Aachen und Kreis Düren). Für Fahrten innerhalb des AVV- oder des VRS-Gebietes gelten die Ticketangebote des jeweiligen Verkehrsverbundes. Bei verbundüberschreitenden Fahrten gilt grundsätzlich der VRS-Tarif. Im gesamten Nationalpark und darüber hinaus gilt beispielsweise das Euregioticket für 19€ für einen Tag mit dem an Wochenenden und Feiertagen ein zweiter Erwachsener und bis zu drei Kinder mitgenommen werden können. Viele Übernachtungsbetriebe geben an ihre Gäste die GästeCard aus, mit der man den ÖPNV kostenlos nutzen kann.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

AktivitätenBearbeiten

  • Wandern, zum Beispiel auf dem Wildnis-Trail, der 85 km von Monschau bis Hürtgenwald führt.
  • Radwandern nur auf zugelassenen Radwanderwegen; nicht alle diese Wege sind uneingeschränkt zu empfehlen (evtl. nur für MTB). Es gibt ferner Radwanderwege am Rand und außerhalb des Nationalparks.

EinkaufenBearbeiten

KücheBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

Gästebetten finden man in den Anliegergemeinden am Park:

SicherheitBearbeiten

Den Hinweisschildern und Absperrungen hinsichtlich des Truppenübungsplatzes müssen unbedingt beachtet werden. Das Gelände ist noch mit Glasminen aus dem 2. Weltkrieg verseucht.

Praktische HinweiseBearbeiten

Rund um den Nationalpark gibt es diverse Anlaufstellen, die Besucher mit Informationen versorgen. Die bedeutendste ist das Nationalpark-Zentrum.

Nationalpark-ToreBearbeiten

Die Nationalpark-Tore sind Informationshäuser, die eine Touristen-Information und unterschiedliche Ausstellungen zu Themen des Nationalparks Eifel beinhalten. Sie haben einheitliche Öffungszeiten:

1. April bis 31. Oktober von 09:00 - 13:00 Uhr und 13:30 -17:00 Uhr

1. November - 31. März von 10:00 - 13:00 Uhr und 13:30 - 16:00 Uhr

  • 2 Nationalpark-Tor Rurberg. Tel.: +49 (0)2473 937 70. . Ausstellung: „Lebensadern der Natur“. Geöffnet: täglich 9:00–13:00, 13:30–17:00 (1. Apr.–31. Okt.), 10:00–13:00, 13:30–16:00 (1. Nov.–31. Mär.).
  • 3 Nationalpark-Tor Gemünd. Ausstellung: „Knorrige Eichen, bunte Spechte und spannende Waldgeschichten“.
  • 4 Nationalpark-Tor Heimbach. Ausstellung: „Waldgeheimnisse“.
  • 5 Nationalpark-Tor Höfen. Ausstellung: „Narzissenrausch und Waldwandel“. Die Narzissenwiesen befinden sich im Perlenbachtal nahe Monschau-Höfen. Die Blütezeit ist ungefähr Anfang Mai.
  • 6 Nationalpark-Tor Nideggen.  . Ausstellung: „Schatzkammer Natur“.

Nationalpark-InfopunkteBearbeiten

Nationalpark-Infopunkte sind kleinere Anlaufstellen als die Nationalpark-Tore ohne Ausstellung, bietet aber ebenfalls ein umfangreichen Informationsangebot. Die Öffnungszeiten sind unterschiedlich.

  • 7 Nationalpark-Infopunkt Bad Münstereifel. Geöffnet: Montag bis Freitag: 10 bis 14:30 Uhr.
  • 8 Nationalpark-Infopunkt Einruhr. Geöffnet: April bis Oktober: 09:00 - 13:00 und 13:30 - 17:00 Uhr November bis März: 10:00 - 13:00 und 13:30 - 16:00 Uhr.
  • 9 Nationalpark-Infopunkt Schwammenauel (Landal-Resort Eifeler Tor).
  • 10 Nationalpark-Infopunkt Hellenthal (Rathhaus). Geöffnet: April bis November: Montag bis Freitag 08:30 Uhr bis 12:30 Uhr und 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr Mai bis Oktober: Montag bis Freitag 08:30 Uhr bis 12:30 Uhr und 13:30 Uhr bis 17:00 Uhr An allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen:tour 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr.
  • 11 Nationalpark-Infopunkt Zerkall. Geöffnet: Hauptsaison (Beginn der Osterferien bis Oktober): Mittwoch bis Sonntag: 10:00 bis 17:00 Uhr Montag und Dienstag: 13:30 bis 17:00 Uhr NRW-Schulferien: täglich 10:00 bis 17:00 Uhr Nebensaison (November bis Beginn der Osterferien): Sonntag: 10:00 bis 17:00 Uhr.
  • 12 Nationalpark-Infopunkt Kall (Bahnhof). Geöffnet: Montag bis Freitag: 6 bis 18 Uhr Samstag: 8 bis 18 Uhr Sonntag: 9 bis 17 Uhr.
  • 13 Nationalpark-Infopunkt Kommern („Waldhaus“ im Freilichtmuseum). Geöffnet: 1. April bis 31. Oktober: 9 - 19 Uhr 1. November bis 31. März: 10 - 17 Uhr.
  • 14 Nationalpark-Infopunkt Marmagen (Eifelhöhenklinik). Geöffnet: Montag bis Freitag: 06:30 bis 20:00 Uhr Samstag: 08:00 bis 13:00 Uhr sowie 13:30 bis 17:00 Uhr Sonntag und Feiertag: 09:30 bis 13:00 Uhr sowie 13:30 bis 18:30 Uhr.
  • 15 Nationalpark-Infopunkt Mechernich (Bergbaumuseum Mechernich). Geöffnet: Dienstag bis Samstag: 14 bis 16 Uhr Sonntag: 11 bis 16 Uhr.
  • 16 Nationalpark-Infopunkt Monschau. Geöffnet: täglich 10 bis 17 Uhr am 24./31. Dezember von 10 bis 14 Uhr.
  • 17 Nationalpark-Infopunkt Nettersheim. Geöffnet: Montag bis Freitag: 9 bis 17 Uhr Samstag, Sonntag und Feiertag: 10 bis 17 Uhr.
  • 18 Nationalpark-Infopunkt Roetgen. Geöffnet: Sommerzeit (01.04. bis 31.10.) 10:00 Uhr – 18:00 Uhr Winterzeit (01.11. bis 31.03.) 10:00 Uhr – 16:00 Uhr.
  • 19 Nationalpark-Infopunkt Schleiden. Geöffnet: Dienstag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr Samstag: 10 bis 13 Uhr.
  • 20 Nationalpark-Infopunkt Schmidt (Pfarrkirche St. Hubertus). Geöffnet: April bis Oktober: 9 Uhr bis 20 Uhr November bis März: 9 Uhr bis 18 Uhr.

AusflügeBearbeiten

1 LVR-Freilichtmuseum Kommern   (Linie 894, Bedarfsbus! Anruf eine Stunde vor Abfahrt!) vom Bahnhof Mechernich zum Freilichtmuseum. Tel. 02443 / 10 00. Alternative: Ab Mechernich mit Bus 808 (Fahrtrichtung Euskirchen). Ausstieg in Kommern-Mitte. Fußweg zum Museum ca. 25 Minuten.). Tel.: +49(0)2443 99800.      . Geöffnet: 30. März bis 31. Oktober:tägl 9-19 Uhr.1. November bis 31. März:tägl 10-17 Uhr. Preis: Kinder/Jugendliche unter 18 Jahre Eintritt frei, sonst 6,50 € , Parkgebühr 2,50 €(2014).

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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