Jütland

Gebiet zwischen Nordsee und Kattegat

Jütland (dänisch Jylland) bildet den Festlandteil des Landes Dänemark.

Cartina dello Jutland
Jutland

RegionenBearbeiten

Jütland bildet mit dem deutschen Schleswig eine Halbinsel (die Kimbrische Halbinsel).

Als Jütland wird im Allgemeinen und in diesem Reiseführer insbesondere der dänische Teil dieser Halbinsel bezeichnet, der sich gliedert in:

  • Südjütland, ehemals Sønderjylland, insbesondere von der deutschen Minderheit auch Nordschleswig genannt; heute Teil der Region Syddanmark
  • Mitteljütland, entspricht der Region Midtjylland, deren südliche Regionsgrenze etwa auf einer Linie zwischen dem südlichen Ende des Ringkøbing Fjords und dem südlichen Ende der Insel Samsø verläuft, und die im Norden durch eine Linie auf Höhe des Limfjords in seiner südlichsten Ausdehnung begrenzt wird
  • Nordjütland mit der Insel Vendsyssel-Thy, die seit einer Sturmflut im Jahr 1825 nicht mehr mit dem Festland verbunden ist, aber aus historischen Gründen weiter als Teil Jütlands betrachtet wird, zugleich als Nordjylland eine der sechs Regionen Dänemarks

Zwischen der deutsch-dänischen Grenze und der Stadt Esbjerg befindet sich der nördlichste Teil des Wattenmeeres mit den dänischen Inseln Rømø, Fanø und Mandø.

Daneben werden auch die Kattegat-Inseln Anholt, Samsø, Endelave und Als als zu Jütland zugehörig angesehen.

OrteBearbeiten

 
Karte von Jütland

Weitere ZieleBearbeiten

HintergrundBearbeiten

Bereits im 2. Jahrhundert wurde Jütland vom germanischen Stamm der Kimbern bewohnt, weshalb auch Jütland mit Schleswig die Kimbrische Halbinsel (Chersonesus cimbrica) heißt. Später (449) nahmen die Bewohner Jütlands (Jüten) teil an dem von den Angeln und Sachsen unter Hengist und Horsa unternommenen großen Seezug, welcher die Unterwerfung Englands zur Folge hatte. Darauf wanderten die Dänen ein, und seit Gorm dem Alten (gest. 936) ist Jütland Bestandteil des Königreichs Dänemark.

SpracheBearbeiten

In Jütland wird wie im restlichen Dänemark dänisch in verschiedenen Dialekten gesprochen. In Nordschleswig wird zum Beispiel noch der Dialekt "Sønderjysk" gesprochen (auch als "Plattdänisch" in Anlehnung an Plattdeutsch bezeichnet). Fast alle Dänen sprechen aber auch gutes Englisch. Vor allem in Südjütland und in den Touristenhochburgen an den Küsten sprechen viele Dänen auch sehr gut deutsch. Aus Gründen der Höflichkeit sollte man Dänen jedoch (falls man selbst kein Dänisch spricht) eher auf englisch ansprechen. Gerade jüngere Dänen haben in der Schule auch nicht mehr unbedingt deutsch gelernt.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

In Billund befindet sich der zweitgrößte internationale Flughafen Dänemarks. Die wichtigsten weitere Flughäfen befinden sich in Aalborg, Aarhus und Esbjerg. In Sønderborg auf der Insel Als (Dänemark) gibt es einen weiteren Flughafen, der Sütjütland erschließt. Es gibt von dort allerdings derzeit nur einen Flug nach Kopenhagen.

Mit der BahnBearbeiten

Jütland kann von Deutschland aus über zwei Bahnlinien erreicht werden: An der Ostküste von Flensburg aus Richtung Kolding und an der Westküste von Niebüll in Richtung Esbjerg. Die größeren Städte im Südosten Jütlands sind noch recht gut mit der Bahn erreichbar. Möchte man weiter nach Norden oder Nordwesten, muss man teilweise mehrfach umsteigen. Es gibt jedoch z.B. von Hamburg nach Aarhus, die größte Stadt Jütlands, direkte IC-Verbindungen.

Mit dem BusBearbeiten

Flixbus bietet direkte Fernbusse aus dem Rhein-Main-, dem Rhein-Ruhr-Gebiet, Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein nach Kolding im Südteil Jütlands an. Dort kann man ggf. auf das recht gut ausgebaute dänische Zugnetz umsteigen. Zusammen mit dem einheimischen Anbieter Abildskou wird zudem die Berlin–Jütland–Route bedient (via Bad Segeberg, Neumünster und Flensburg), mit den Zielorten Kruså, Kolding, Vejle und Aarhus (Fehrtzeit Berlin–Aarhus neun Stunden).

Auf der StraßeBearbeiten

Idealerweise erfolgt die Anreise über die deutsche A7 von Hamburg bis Flensburg.

Mit dem SchiffBearbeiten

Es gibt folgende Fährverbindungen zwischen:

Mit dem FahrradBearbeiten

Mehrere gut ausgebaute Fahrradrouten führen durch Jütland, z.B. der Nordseeküsten-Radweg, der durch mehrere Länder um die Nordsee führt. Man kann z.B. von Hamburg aus an der Niederelbe und der schleswig-holsteinischen Westküste entlang zum dänischen Grenzort Rudbøl gelangen. Von dort führt der dänische Teil des Radweges (Nordseeküsten-Radweg Dänemark (Vestkystruten)) bis an die Nordspitze Jütlands bei Skagen. Durch die Fährverbindungen Frederikshavn-Göteborg oder Grenaa-Varberg kann der Weg nach Schweden fortgesetzt werden.

Ein weiterer bekannter Radweg folgt dem historischen Ochsenweg von Wedel bei Hamburg bis Viborg.

Jütland ist wie Dänemark insgesamt sehr radfahrerfreundlich und die Radwege sind oft gut ausgebaut. Nennenswerte Steigungen kommen höchsten in Ostjütland vor. Man sollte jedoch den beständig wehenden Wind bedenken, der einem den Spaß am Radfahren verleiden kann.

MobilitätBearbeiten

Karten der Bahnlinien in Jütland
 
Dänische Bahnlinien

Für Reisende in die klassischen Ferienhausregionen in Jütland scheint es zumindest auf den ersten Blick unumgänglich, mit dem Auto anzureisen. Die Praxis zeigt, dass es auch anders geht, allerdings ist das Reisen mit großem Gepäck in eine Ferienhaussiedlung z.B. an der Westküste gründlich zu planen, schon allein wegen der Einkäufe (fast jeder kleine Ort hat jedoch einen Spar oder DagliBrugsen) oder um größere Städte oder Attraktionen zu besuchen. Wer aber einen Standort in der Nähe einer der (nicht ganz so zahlreichen) Bahnstationen wählt, kann auch mit Bus und Bahn - und ggf. dem Rad - gut ohne Auto in Jütland mobil sein.

Mit der BahnBearbeiten

Das jütländische Bahnnetz erschließt die Halbinsel in sehr unterschiedlichem Maße - die meisten größeren Orte sind ans Bahnnetz angeschlossen, die ländlichen Regionen aber, insbesondere in Midtjylland und auf Thy, sind mit der Bahn alleine nicht erreichbar, hier muss man zusätzlich das i.d.R. gut ausgebaute Busnetz in Anspruch nehmen.

Bahnlinien in Jütland:

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Legoland
 
Einer der Runensteine von Jelling
 
Schloss Sonderburg
  • Legoland, in Billund.
  • Runensteine von Jelling. UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Christiansfeld. Die kleine Stadt Christiansfeld, die auf eine Gründung der Herrnhuter zurückgeht, ebenfalls als Weltkulturerbe anerkannt.
  • Altstadt von Ribe. Älteste Stadt Dänemarks.
  • Aarhus. Die Kulturhauptstadt Europas 2017; das Freilichtmuseum Den Gamle By ebenda.
  • Skagen, an der Nordspitze Jütlands. Künstlerstadt.
  • Das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und die malerische Kleinstadt Tønder sowie das nahegelegene Dorf Møgeltønder im Südwesten
  • Freilichtmuseum Hjerl Hede
  • Freilichtmuseum Moesgård
  • Freilichtmuseum Skjern Egvad Museum
  • Fresken in der Kirche von Vrå
  • Rundkirche von Thorsager
  • Fregatte Jylland
  • Mønsted-Kalkgruben, in Stoholm.
  • Schloss Clausholm
  • Schloss Rosenholm
  • Abelines Gard
  • Schloss Sonderburg. Große Renaissance-Residenz; Stammsitz des Adelshauses Schleswig-Holstein-Sonderburg.
  • Historiecenter Dybbøl Banke. Geschichtszentrum am Schauplatz der Schlacht an den Düppeler Schanzen (1864).

AktivitätenBearbeiten

KücheBearbeiten

NachtlebenBearbeiten

SicherheitBearbeiten

KlimaBearbeiten

Im Sommer kühler, windiger und etwas feuchter als in Schleswig-Holstein. Gegenüber dem Rest Deutschlands ist der Unterschied deutlicher.

AusflügeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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