Imeretien

Region Georgiens
AbchasienMingrelienSüdossetienShida KhartliRatscha-Letschchumi und NiederswanetienImeretienGurienAdscharienSchida KartliMzcheta-MtianetiKachetienKwemo-KartliSamzche-DschawachetienTiflisArmenienAserbaidschanAserbaidschanTürkeiRussland
Lage der Region Imereti in Georgien

Imeretien ist eine Verwaltungsregion im Westen Georgiens. Sie umfasst den östlichen Teil der Kolchischen Tiefebene sowie angrenzende Teile des großen und kleinen Kaukasus. Touristisch bekannt ist die Region wegen zahlreicher Natur- und Kulturdenkmäler, die sich im Nahbereich der Hauptstadt Kutaissi befinden, wie beispielsweise die Kirchen von Bagrati und Gelati (Unesco-Welterbe), die Ausgrabungen von Wani oder der Naturpark Sataplia mit den Fußspuren der Dinosaurier.

kein(e) Flagge auf Wikidata: Flagge nachtragen
იმერეთი (Imereti); dt. Imeretien
anderer Wert für Einwohner auf Wikidata: 532900 Einwohner in Wikidata aktualisieren Eintrag aus der Quickbar entfernen und Wikidata benutzen
anderer Wert für Fläche auf Wikidata: 6516 Fläche in Wikidata aktualisieren Eintrag aus der Quickbar entfernen und Wikidata benutzen

RegionenBearbeiten

 
Bagrati-Kathedrale in Kutaissi
 
Stadtansicht Kutaissi
 
Seilbahnstation in Tschiatura
 
Kats'chi-Säule bei Tschiatura
 
Fresken in der Gelati-Kathedrale
 
Tropfsteinhöhle Sataplia
 
Palastruine Geguti

Imeretien gliedert sich grob in die Vorberge des großen Kaukasus im Norden und den Kleinen Kaukasus im Süden. Dazwischen liegt die Kolchische Tiefebene, Hauptsiedlungsgebiet Imeretiens, wo sich die meisten größeren Städte befinden.

StädteBearbeiten

  • Kutaissi - Die Hauptstadt der Region, in der Stadt und im Nahbereich befinden sich einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region: Bagrati-Kathedrale und Gelati-Kathedrale (Unesco-Welterbe), Mozameta, Geguti, Naturpark Sataplia.
  • Wani - Raionshauptstadt im Südwesten der Region, berühmt für die archäologischen Ausgrabungen (Felsengräber mit Goldfunden, 8.-4. Jh.v.C.)
  • Samtredia - Raionshauptstadt im Westen der Region, wo sich die Bahnlinien von Tiflis nach Poti und Batumi verzweigen
  • Tskaltubo - Raionshauptstadt 20 km nordwestlich von Kutaissi, in der Sowjetzeit berühmt für die Heilbäder; heute heruntergekommen aber immer noch funktionstüchtig. Ein umfangreiches Sanierungsprogramm ist vorgesehen.
  • Choni - Raionshauptstadt 40 km nordwestlich von Kutaissi.
  • Baghdati - Raionshaupt 20 km südlich von Kutaissi, am Weg zum Sekari-Pass.
  • Terdschola - Raionshauptstadt 30 km östlich von Kutaissi, an der Hauptstraße nach Ratscha.
  • Tkibuli - Raionshauptstadt 30 km nordöstlich von Kutaissi, Bergbaustadt.
  • Sestaponi - Bahnknotenpunkt 40 km östlich von Kutaissi, am Zusammenfluss von Kvirila und Dzirula. Vor 1990 bedeutende Industriestadt für die Weiterverarbeitung von Manganerz aus Tschiatura
  • Tschiatura - Raionshauptstadt und Bergbaustadt (Manganerz) 40 km nördlich von Sestaponi in der Schlucht der Kvirila, Hauptattraktion ist das weitläufige Seilbahnnetz aus der Sowjetzeit, das das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs ist.
  • Satschchere - Raionshauptstadt 10 km stromaufwärts von Tschiatura, Herkunftsregion des aktuellen georgischen Premierministers Bidsina Iwanischwili, der in der Stadt mit seinem Privatvermögen zahlreiche soziale Einrichtungen finanzierte.
  • Charagauli - Raionshauptstadt und Kurort im Tal der Tschcherimela, 30 km südöstlich von Sestaponi, am nördlichen Ende des Bordschomi-Charagauli-Nationalpark.

Weitere ZieleBearbeiten

  • Sairme - Höhenkurort 30 km südlich von Baghdati
  • Katskhis Sveti ("Heilige Säule"), ein Kloster auf einem Felsen, ähnlich der Meteora-Klöster in Griechenland, an der Straße Sestaponi-Tschiatura.
  • Ubisa - Basilika aus dem 12. Jahrhundert, an der Hauptstraße über den Rikoti-Pass.
  • Schroscha - Keramikerzeugung und -markt an der Hauptstraße über den Rikoti-Pass, 5 km westlich von Ubisa und 15 km östlich von Sestaponi.
  • Prometheus-Höhle - Tropfsteinhöhle bei Zkaltubo

HintergrundBearbeiten

SpracheBearbeiten

In Imeretien wird georgisch gesprochen, mit einem leichten Dialekteinschlag. Im Westen der Region ist vereinzelt auch das mingrelische Dialekt zu hören. Weit verbreitete Fremdsprache ist Russisch; englisch sprechende Leute sind vorwiegend in Kutaissi anzutreffen, jedoch seltener als in Tiflis.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Einziger Flughafen mit Linienbetrieb ist der Davit Aghmaschenebeli International Airport (Kopitnari), auf halbem Weg zwischen Kutaissi und Samtredia, 20 km südwestlich der Regionshauptstadt an der Hauptstraße ს 1. Er bietet derzeit Linienflüge mit Wizzair nach Kiew-Schuljani, Warschau, Kattowitz, Vilnius und Budapest sowie nach Minsk mit Belavia.

Mit dem ZugBearbeiten

Die Zugstrecke Tiflis-Batumi/Poti/Sugdidi führt genau durch die Region, die Schnellzüge (mehrere täglich) halten in Sestaponi, Rioni (südlich von Kutaissi) und Samtredia.

Mit dem BusBearbeiten

Ab Tiflis, Batumi und Sugdidi - sowie von vielen anderen größeren Städten der Nachbarregionen - fahren mehrmals täglich Minibusse ("Marschrutkas") in alle größeren Städte Imeretiens.

Auf der StraßeBearbeiten

Ab Tiflis folgt man der Hauptstraße ს 1 über den Rikoti-Pass, ab Batumi der ს 2 und ს 12 nach Samtredia, ab Sugdidi der ს 1 nach Samtredia. Diese Straßen sind gut ausgebaute zweispurige Überlandstraßen mit zahlreichen Ortsdurchfahrten und teilweise starkem Verkehrsaufkommen. Regionalverbindungen nach Ratscha (ab Kutaissi und Terdschola) sind gut ausgebaut. Die Regionalverbindung von Baghdati nach Achalziche über den Sekari-Pass ist teilweise unasphaltiert und im Winter unpassierbar.

Wer von Tiflis kommend die stark befahrene Straße über den Rikoti-Pass umgehen will, kann die Regionalstraße შ 22 von Gomi (zwischen Gori und Chaschuri) über Satschchere und Tschiatura nach Sestaponi fahren. Die Straße ist teilweise mit Schlaglöchern versehen, jedoch kaum befahren. Etwa 1,5 - 2 Stunden mehr Fahrzeit sind einzuplanen. Die Regionalstraße von Surami (bei Chaschuri) nach Charagauli ist eine unasphaltierte Bergstraße mit schlechtem Zustand und sollte nur bei Tageslicht und mit geländegängigem Fahrzeug befahren werden.

MobilitätBearbeiten

Am besten kommt man mit eigenem Auto oder Marschrutkas voran. Abgesehen der genannten Fernzugstrecken gibt es noch Regionalzüge von Kutaissi nach Tskaltubo und Tkibuli, sowie von Kutaissi über Sestaponi nach Tschiatura und Satschchere.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Kutaissi und UmgebungBearbeiten

  • Das Stadtzentrum von Kutaissi ist klein, aber sehenswert: Synagoge, Zentralpark, Weiße Brücke
  • Neues Parlamentsgebäude, in Kutaissi.
  • Die Kathedrale und Akademie von Gelati sowie die Bagrati-Kathedrale in Kutaissi sind als UNESCO-Welterbe ausgewiesen.
  • Geguti
  • Sataplia. Mit Fußspuren der Dinosaurier und Tropfsteinhöhle.

Andere StädteBearbeiten

  • Die Ausgrabungen und das archäologische Museum in Wani
  • Der Kurpark mit Sanatorien und Heilbädern in Zkaltubo.
  • Die Bergbaustadt Tschiatura mit einem weitläufigen System an Seilbahnen für den Personen- und Gütertransport

HöhlenBearbeiten

  • Prometheus-Höhle, bei Zkaltubo.
  • Sataplia. Geöffnet: Dienstags ist die Höhle Sataplia geschlossen, Montags die Prometheus-Höhle.

Hinweis:

  • Höhle von Nawenachewi, Bezirk Terdschola.
  • Höhlen- und Schluchtensystem von Okaze, im Naturpark Dadiani. Siehe Artikel Martvili (Region Mingrelien).

AktivitätenBearbeiten

  • Wandern im Bordschomi-Charagauli-Nationalpark

KücheBearbeiten

Es wird die georgische Standardküche serviert, mit einem leichten mediterranen Einfluss; etwas leichter und weniger fett. Hausgemachter Wein ist in Imeretien süßer als im Osten Georgiens.

NachtlebenBearbeiten

SicherheitBearbeiten

Wie der Rest Georgiens ist Imeretien sehr sicher, Vorkehrungen muss man gegenüber der weltweit üblichen Kleinkriminalität treffen. Einst war Kutaissi das Zentrum der Aktivitäten der Georgischen Mafia, doch das ist inzwischen Geschichte.

KlimaBearbeiten

In der kolchischen Tiefebene, in der die meisten größeren Städte der Region liegen, subtropisches Klima mit heißen Sommern und milden Wintern sowie viel Niederschlag in den Übergangszeiten. In den Bergen kontinental mit kalten und teilweise schneereichen Wintern.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.