Masuren

Region im Norden Polens
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Region Masuren

Masuren (polnisch: Mazury) ist eine Region im Nordosten Polens, in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, konkret dessen südöstlichen Teils.

RegionenBearbeiten

 
Karte von Masuren

Masuren besteht aus zahlreichen Seenplatten, die sich in zwei übergeordnete Räume einteilen lassen:

OrteBearbeiten

  • 1 Węgorzewo (Angerburg)
  • 2 Giżycko (Lötzen)
  • 3 Ryn (Rhein)
  • 4 Mikołajki (Nikolaiken)
  • 5 Ruciane-Nida (Rudczanny-Nieden)
  • 6 Pisz (Johannesburg)

Weitere ZieleBearbeiten

  • 1 Mrągowo (Sensburg)
  • 2 Biskupiec (Bischofsburg)
  • 3 Szczytno (Ortelsburg)
  • 4 Jeziorany (Seeburg)
  • 5 Reszel Rößel
  • 6 Kętrzyn Rastenburg

Rapa (Angerapp), Okartowo (Eckersberg), Grunwald (Grünfelde), Rydzewo (Rotwalde), Schwenten, Piaski (Piasken), Schmidtdorf, Górkło (Gurkeln), Ogonki (Ogonken), Wygryny (Wigrinnen), Mazurski Eden Galindia (Masurische Paradies Galindia), Ruciane-Nida (Rudczanny-Nieden), Bogaczewo (Reichensee), Pisa (Fluss), Mauersee, Spirdingsee, Bełdany (Beldahnsee), Święcajty (Schwenzaitsee), Jezioro Nidzkie (Wangelsee), Masurischer Kanal, Kanał Kula (Kula-Kanal).

Masurischen SeenBearbeiten

Die Großen Masurischen Seen erstrecken sich von Angerburg im Norden bis nach Pisz im Süden und Ruciane-Nida im Südwesten. Zwischen Pisz und Niedersee liegt auch die Johannesburger Heide. Im Norden liegt der Mauersee und im Süden der Roschsee und der Niedersee. Der Umwelt- und Denkmalschutz hat in der Region einen sehr hohen Stellenwert eingeräumt, die Ufer der Seen sind meist von Wald gesäumt. Viele Seen sind mit Kanälen verbunden. Die ganze Seenplatte sollte durch den Masurischen Kanal mit dem Frischen Haff verbunden werden. Die 1945 zu ca. 90% abgeschlossenen Bauarbeiten wurden jedoch nie zuende gebracht.

HintergrundBearbeiten

Die Region galt noch im Mittelalter als Große Wildnis, die kaum besiedelt war. Die Besiedlung setzte zunächst von Masowien im Süden ein. Die masowischen Siedler waren für die Region namensgebend. Später kamen deutsche Siedler aus dem westlichen Ordensland, die sich mit den Masowiern vermischten. Masuren blieb aber weiterhin dünn besiedelt und von dichten Urwäldern bewachsen. 1525 wurde die Reformation eingeführt und 1660 endete die polnisch-litauische Lehensherrschaft. Im 18. Jahrhundert bildete sich die Bezeichnung Masuren für die südliche Region der Provinz Ostpreußen heraus, diese war Teil des Deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik. 1945 wurde Masuren polnisch, die einheimische Bevölkerung wurde vertrieben.

SpracheBearbeiten

In Masuren ist Polnisch die Amtssprache. Aufgrund des hohen Bildungsgrades kann man sich mit Englisch auch gut verständigen.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Mit der BahnBearbeiten

Bahnknotenpunkt ist Olsztyn.

Mit dem BusBearbeiten

Der zentrale Omnibusbahnhof befindet sich in Olsztyn.

Mit dem SchiffBearbeiten

Sportboote können bei entsprechender Planung auch zur Anreise in die Seenplatte genutzt werden, Details dazu siehe unter Aktivitäten.

Auf der StraßeBearbeiten

Die Schnellstraße S7 streift Masuren im Westen.

Mit dem FahrradBearbeiten

Es gibt zahlreiche Fern- und Nahradwanderwege in der Region.

MobilitätBearbeiten

Bus- und Zugverbindungen sind vorhanden. Wirklich flexibel ist man jedoch mit einem eigenen fahrbaren Untersatz. In den warmen Monaten ist eine Motorradtour durch die zahlreichen schattigen Alleen Masurens empfehlenswert.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche in Święta Lipka
  • Mazurski Eden Galindia (Paradies Galindia), ein Hotel mit angeschlossener Freiluftgalerie
  • Święta Lipka (Heiligelinde), ist einer der bekanntesten polnischen Marienwallfahrtsorte mit der barocken Basilika mit Kreuzgang und Kloster die 1983 zur Basilica minor erhoben wurde.
  • Liski Trakehnergestüt, polnisches Hauptgestüt nordöstlich von Bartoszyce (Bartenstein)
  • In Giżycko (Lötzen) ist die Burg Lötzen eine Ordensburg des Deutschen Ordens die heute als Hotel genutzt wird
  • In Sztynort (Steinort) ist das Schloss der Familie Lehndorff im maroden Zustand noch erhalten, Graf Lehndorff war am Hitlerattentat beteiligt und wurde hingerichtet. Der Park wurde inzwischen freigeschnitten.
  • Im Norden des Mauersees kann das ehemalige OKH Mauerwald der Wehrmacht besichtigen werden, bei Kętrzyn sind die Ruinen der Wolfsschanze. ein Lagezentrum des Führungsstabes der deutschen Wehrmacht und eines der Führerhauptquartiere während des Zweiten Weltkrieges zu besichtigen.

AktivitätenBearbeiten

Bootsurlaub und WassersportBearbeiten

 
Marina in Mikołajki

Die Masurische Seenplatte ist ein beliebtes Revier für Wassersportler mit einer guten Infrastruktur. Für Segler gibt es bereits eine sehr lange Tradition in diesem Revier, so war Nikolaiken bereits vor dem 1. Weltkrieg ein beliebter Urlaubsort.

Die Entwässerung der Seenplatte nach Norden erfolgt über die Angerapp und im Süden über die Pisa. Der Wasserstand wird über die Wehre und Schleusen von Guschinen und Karwik im Süden und über ein Wehr auf der Angerapp im Norden, geregelt. Vom Mauersee führt der Masurische Kanal nach Norden der die Schifffahrt einmal bis zur Ostsee möglich machen sollte, er wurde aber nie fertig gestellt. Die Wasserscheide befindet sich am Kula Kanal im Kröstensee. Der gesamte Wasserweg ist ohne direkte Verbindung zur Ostsee, höchstens über die Pisa (Tauchtiefe 0,50 Meter), Narew zur Weichsel, weiter über den (Brombergkanal) Noteć (Netze), Warthe und Oder nach Berlin. Sofern man bei Bydgoszcz nach Norden abzweigt, gelangt man auf der Weichsel zur Ostsee (Tauchtiefe nur 0,70 Meter). Die gesamte Wasserroute ist nach dem IALA System A mit Seezeichen markiert. Ein Wetterwarnsystem wurde 2011 installiert, das aus 17 Masten besteht die bei einem herannahendem Wettersturz ein Gelblicht ausstrahlen, das bei guter Sichtweite im Umkreis von acht Kilometern sichtbar ist. Bei Gefahr senden sie 90 Blitzeinheiten pro Minute. Zum Einkaufen und Auffüllen der Vorräte gibt es Supermärkte in Angerburg, Lötzen, Rhein und Nikolaiken, in den kleineren Orten gibt es Skleps, das sind kleinere Geschäfte, in denen alle Waren des täglichen Bedarfs erworben werden können. Etwa 40 Prozent der Masurischen Seenplatte stehen unter Naturschutz, besonders geschützt ist das Biosphärenreservat am Luknajno-See in der Nähe von Mikołajki, in dem die größte polnische Höckerschwankolonie lebt.

KücheBearbeiten

In der Region findet man eine Vielzahl guter Restaurants, und auch das Bier ist zu empfehlen.

NachtlebenBearbeiten

Das Nachtleben konzentriert sich auf Olsztyn.

SicherheitBearbeiten

Für Bootsreisende: In den Marinas oder Ports wird in der Nacht kontrolliert und die Polizei ist auch mit Hundestreifen unterwegs. Auf dem Wasser gibt es die Wasserwacht (MOPR) die 24 Stunden über die Notrufnummer 112 erreichbar ist und auch immer einen Notarzt in Bereitschaft hat.

KlimaBearbeiten

Aufgrund seiner Lage im Nordosten Polens ist das Klima hier kontinentaler als im Rest des Landes. Die Winter sind kälter und die Sommer oft sehr warm bis heiß mit geringen Niederschlagsmengen.

LiteraturBearbeiten

Siehe Artikel zu Polen.

AusflügeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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