Weilburg

Stadt im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg, ehemalige Kreisstadt des Oberlahnkreises

Weilburg ist eine Stadt im Lahntal zwischen Westerwald und Taunus, gelegen im Bundesland Hessen. Die Altstadt mit ihrer 400 Meter langen Schlossanlage thront über der Flussschleife der idyllischen Lahn.

Weilburg
BundeslandHessen
Einwohnerzahl13.334 (2022)
Höhe173 m
Tourist-Info+49 (0)6471 314 67
Tourist-Information
Lagekarte von Hessen
Lagekarte von Hessen
Weilburg

Hintergrund

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Karte von Weilburg

Weilburg wurde erstmals im Jahre 906 in einer Chronik als Burg mit dem Namen Wilineburch erwähnt. Sechs Jahre später gründete König Konrad I. hier das Chorherrenstift St. Walpurgis. Die hoch auf dem Berg neben dem Königshof gelegene Anlage ermöglichte die Kontrolle der Lahn sowie der „Hohen Straße“ von Frankfurt nach Köln und der Via Publica von Flandern nach Böhmen, die in der Nähe vorbeiführten. Graf Johann I. von Nassau errichtete hier 1355 seine Residenz, erneuerte die Burg und errichtete Stadtbefestigungen. 1359 ließ er eine steinerne Brücke über die Lahn errichten. Das Haus Nassau-Weilburg prägte die Geschichte der Stadt mehrere Jahrhunderte lang. Graf Philipp III. ließ die alte Konradiner­burg abreißen und begann 1535 den Bau des vierflügeligen Hochschlosses im Stil der nordischen Renaissance. 1664–1719 erneuerte und verschönerte man die Residenzstadt durch Erweiterung des Hochschlosses, Anlegung eines Parks und Veränderung der Stadtfront. Weilburg wurde dadurch zu einem der am vollständigsten erhaltenen Beispiele für eine deutsche Kleinresidenz des Absolutismus.

 
Das höchste Stampflehmgebäude Deutschlands

Baugeschichtlich ist Weilburg durch seine Lehmbauten aus der Zeit nach 1800 bekannt, wovon heute noch das höchste (Stampf-)Lehmgebäude Deutschlands, ein sechsgeschossiges Wohnhaus, zeugt. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt nur geringfügige Beschädigungen. Das Bahnhofsgebäude, das nahegelegene Wohnhaus der Brauerei Helbig und der Mittelbau und der angrenzende Nordsaal der Oberen Orangerie des Schlosses wurden in Mitleidenschaft gezogen. Am 31. Dezember 1970 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen mehrere bis dahin selbstständigen Gemeinden und die Stadt Weilburg auf freiwilliger Basis zur erweiterten Stadt Weilburg. Kubach kam 1974 kraft Landesgesetz hinzu.

Bis Anfang der 1950er Jahre war Weilburg ein Zentrum des Eisenbergbaus. Viele Gruben wurden von hier aus verwaltet und bergrechtlich überwacht.

Mit der Bahn

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Am 1 Bahnhof Weilburg liegt an der Lahntalbahn, dort halten zwei Regionalverkehrslinien:

Mit dem Bus

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Steinerne Lahnbrücke - Blick auf Altstadt

Von Anfang Mai bis Ende Oktober fährt regelmäßig samstags, sonntags und feiertags ein Bus mit Fahrrad-Anhänger (Linie 245) zwischen der Endstation der Frankfurter U-Bahn (U3) Oberursel-Hohemark (300 m ü. NN) über den Pass Sandplacken, Weilmünster nach Weilburg. Die Fahrradmitnahme ist kostenlos.

Mit Fahrrad

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Fahrradbox beim Rathaus
  • Lahntalradweg − er führt vom Bahnhof über die steinerne Lahnbrücke und dann am westlichen und südlichen Lahnufer an der Doppelschleuse vorbei.
  • Oranier Fahrrad Route
  • Weiltalweg − vom Feldberg über Weilmünster, er endet an der Lahn südlich der Stadt.

Auf dem obersten Parkdeck beim Rathaus befinden sich kostenlose Fahrradboxen gegen Pfand.

Kanu und Paddelboot

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Die Lahn ist beliebtes Kanu- und Paddelgebiet. Von Weilburg an flussabwärts beginnt einer der schönsten Teile des Flusslaufs. Kanus, Kayaks und Kanadier für bis zu 10 Personen kann man sich in Weilburg (aber auch in nahezu jedem anderen Ort am Oberlauf der Lahn) ausleihen und damit soweit lahnabwärts fahren wie man möchte. In der Stunde schafft man etwa 4 km. Nach Anruf werden die Boote dann am Zielort abgeholt, während man selbst schon wieder mit dem Zug (verkehrt stündlich) zurück fährt. An Sommerwochenenden ist eine Reservierung empfehlenswert.

Direkt bei Weilburg gibt es einen Schiffstunnel in dem man mehrere hundert Meter durch den Fels paddeln kann. Am Ende befindet sich dann eine Schleuse, von denen es mehrere am Lauf der Lahn gibt. Diese kann man selbst manuell bedienen. Wie das geht, bekommt man vom Bootsverleiher erklärt. Es passen aber gut 20 Boote in eine Schleuse und da man im Sommer nie alleine ist, findet sich immer jemand, der das Schleusen übernimmt wenn man sich nicht traut.

Auf der Straße

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Weilburg liegt an der  . Über die autobahnähnlich ausgebaute   zwischen Limburg und Wetzlar ist Weilburg schnell erreichbar. Aus Richtung Frankfurt ist die Anfahrt über Bad Homburg und einmal quer durch den gesamten Taunus in der Regel schneller.

Mobilität

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Die Altstadt mit dem Schloss ist gut zu Fuß erreichbar. Parkplätze sind am westlichen und südlichen Lahnufer reichlich vorhanden. Vom Landtor (B 456) ist die Zufahrt zum Parkdeck am Rathaus und Verkehrsamt.

Panorama: Du kannst das Bild waagerecht scrollen.
 
Vom Schlossgarten auf die steinerne Lahnbrücke

Sehenswürdigkeiten

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Blick von der alten Steinbrücke auf die Post
  • Historische Altstadt
    • Neptunbrunnen auf dem Marktplatz (1709) − Neptun steht reitend mit dem Dreizack auf einem Delfin. Der Meeresgott ist ein Symbol herr­scherlicher Gewalt.
    • Renaissanceschloss und barocke Schlossanlagen
      • Schlossgarten mit mehreren Terrassen. Zum unteren Schlossgarten gelangt man über zwei Freitreppen, beiderseits der unteren Orangerie. Zwischen der Parterre-Terrasse und dem Turm befindet sich der Blumengarten. Von hier erreicht man über das Gebück den König-Konrad-Platz.
    • Evangelische Schlosskirche
    • Bergbau- und Stadtmuseum − mit nachgebautem 200 m langen Stollen · siehe auch
    • Landtor
    • Steinerne Brücke
  • Weilburger Schiffstunnel (auf Wikipedia) − Der Schifffahrtstunnel ist der einzige in Deutschland. Mit seiner Doppelschleuse am unteren Ausgang ist er ein einmaliges technisches Denkmal.
  • Modellbaupark
  • Aussichtspunkt Kanapee mit Kranenturm
  • 1 Kristallhöhle Kubach, Auf dem Kalk 1, 65781 Weilburg. Tel.: (0)6471 94000 . Die Kubacher Kristallhöhle wurde 1974 bei Bohrungen auf Grundlage einer alten, längst vergessenen Legende aus dem 19. Jahrhundert entdeckt. Der Name rührt von den zahlreichen Calcitkristallen, die in der Höhle zu finden sind, es handelt sich um die einzige Schauhöhle ihrer Art in Deutschland und gleichzeitig um die nach Volumen größte Höhle, der Höhlenraum ist bis zu 30 Meter hoch. Die Höhle erreicht man über eine lange Treppe mit ca. 480 Stufen, die auf bis zu 77 Meter unter der Erdoberfläche führen, die man auch auf dem Weg zurück wieder erklimmen muss, gute Kondition ist also zwingend erforderlich. Aufgrund der klimatischen Bedingungen von ganzjährig ca. 8 Grad ist passende Kleidung mitzunehmen. Angeschlossen ist ein Höhlenmuseum mit Exponaten aus der Höhle, der Eintritt im Höhlenmuseum ist im Eintritt für die Höhle bereits enthalten. Preis: Eintritt: Erwachsene 10 €, Schüler/Studenten/Schwerbehinderte 7 €, Kinder 3–5 Jahre 3 €, nur Höhlenmuseum: 1,50 €.

Aktivitäten

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Schiffstunnel in Weilburg
  • Weilburger Schlosskonzerte , die Festspielsaison 2016 beginnt am 4. Juni und endet am 30. Juli. mit Konzerten im Renaissancehof des Weilburger Schlosses unter freiem Himmel und in der Schlosskirche.
  • Altstadtführungen zum Kennenlernen − Ab 7. Mai 2011 finden wieder jeden Samstag historische Altstadtführungen für Einzelbesucher statt. Treffpunkt: 10.30 Uhr am Büro der Tourist-Information Weilburg beim Rathaus, Mauerstraße 6-8, 35781 Weilburg. · Erwachsene: 3,- €, Kinder frei.

Einkaufen

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Nachtleben

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Unterkunft

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Gesundheit

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Praktische Hinweise

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  • 1 Tourist-Information, Marktplatz 3, 35781 Weilburg. Tel.: +49 (0)6471 31467, Fax: +49 (0)6471 379452, E-Mail: Geöffnet: 01.04.-30.10: Mo-Fr 09:30-12:00 + 13:00-16:30, Sa 10:00-14:00, So 11;:00-15:00; 01.11.-31.03.: Mo-Fr 09:30-12:00 + 13:00-16:30.

Ausflüge

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  • 2 Grube Fortuna . – Besucherbergwerk, mit dem Förderkorb geht es 150 m tief unter die Erde und dann weiter mit der Grubenbahn in die ehemaligen Abbauräume der Grube. Geöffnet: Mi, Do, Sa + So. Preis: Eintritt: 9 €, Kinder/Jugendliche: 4,50 €, Familien 22 €.

Literatur

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