Samos (gr. Σάμος) ist eine griechische Insel, sie gehört politisch zur Nördlichen Ägäis. Geographisch gehört Samos zu den südlichen Sporaden.

Samos
anderer Wert für Einwohner auf Wikidata: 32977 Einwohner in Wikidata aktualisieren Eintrag aus der Quickbar entfernen und Wikidata benutzen
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen

RegionenBearbeiten

Samos ist mit einer Fläche von 476 km² eine der größten griechischen Inseln. Sie liegt nur durch eine knapp 2 km schmale Meerenge von der kleinasiatischen Küste entfernt. Die Insel ist relativ grün, bewaldet und hügelig. Die höchste Erhebung bildet das Kerkis-Massiv im Westen der Insel, seine Vigla genannte Spitze erreicht eine Höhe von 1.434 m. Die höchste Erherbung des Ambelos-Gebirges in der Mitte der Insel ist der 1.153 m hohe Karvounis. Das Massiv des Thios im Osten reicht bis zu einer Höhe von 453 m.

OrteBearbeiten

 
Karte von Samos
  • 1 Samos Stadt (Βαθύ Σάμου, Vathy)     
  • 2 Platanos (Πλάτανος Βαθέος Σάμου)  
  • 3 Pythagorion (Πυθαγόρειο Σάμου)     
  • 4 Kokkari (Κοκκάρι Σάμου)     
  • 5 Ampelos (Άμπελος Σάμου)     
  • 6 Karlovasi (Καρλόβασι Σάμου)     
  • 7 Marathokambos (Μαραθόκαμπος Σάμου)     

Weitere ZieleBearbeiten

HintergrundBearbeiten

Im Altertum war Samos eine der bedeutendsten griechischen Inseln, davon zeugen heute noch ein Heraion, die Reste des Tempels stammen aus dem 7./6. Jahrhundert v. Chr. Etwa zur gleichen Zeit wurde der Tunnel des Eupalinos gegraben, er ist über 1000 m lang und diente als Wasserleitung. Aus der Antike stammt auch das Pythagoreion, ein ehemals befestigter Hafen mit Relikten aus griechischer und römischer Zeit. Diese Baudenkmäler wurden im Jahr 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

Der Name Pythagoreion geht zurück auf den Mathematiker und Philosophen Pythagoras, der auf der Insel geboren wurde. Eine weitere bekannte Persönlichkeit war der Tyrann Polykrates, dem Friedrich Schiller zum Leidwesen ganzer Schülergenerationen ein literarisches Denkmal setzte. Auch der Philosoph Epikur wurde auf Samos geboren, ebenso der Astronom Aristarchos von Samos, der lange vor Kopernikus erkannt hatte, dass sich die Erde um die Sonne dreht.

SpracheBearbeiten

Auf Samos spricht man Griechisch. Deutsch und Englisch ist jedoch auch weit verbreitet.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Der Internationale Flughafen Samos-Aristarchos (IATA CodeSMI, ICAO CodeLGSM), der ca. 2 km von Pythagorion entfernt ist, wird in den Sommermonaten von zahlreichen Chartermaschinen angeflogen, meist mit Zwischenlandungen in Athen.

Mit dem SchiffBearbeiten

  • Es gibt gute Fährverbindungen von Pireus nach Karlovasi oder Vathy. Einige dieser Verbindungen (meist die über Vathy) führen weiter über Chios, Lesbos und Lemnos zum ostmakedonischen Fährhafen Kavala (Stand Sommer 2017)und zurück.
  • Von Piräus brauchen Fähren je nach Schiff nach Vathy ca. 9-12 Stunden, nach Karlovasi ca. 7-10 Stunden.
  • Von Kuşadası fahren in den Sommermonaten zweimal täglich Personenfähren nach Vathy.

MobilitätBearbeiten

Auf der StraßeBearbeiten

Auf Samos gibt es am Flughafen, an den größeren Häfen und in allen großen Touristenorten Autovermietungen.

Mit dem BusBearbeiten

Auf Samos fahren täglich Linienbusse zwischen den Städten Vathi, Pythagorion, Marathokambos, Karlovasi und Drakei.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Archäologische StättenBearbeiten

  • 1 Antike Mole (Πυθαγόρειο Σάμου).     . Wie Herodot beschrieb, wurden im 6. Jahrhundert v. Chr. Auf Samos drei der größten Ingenieurleistungen der griechischen Welt vollbracht. Die erste war die Mole als der erste technische Hafen im Mittelmeerraum. Die Mole, die den Hafen schützte, war 360 Meter lang.  
  • 2 Tunnel des Eupalinos (Ευπαλίνειο όρυγμα).     . Ein 1036 Meter langer Tunnel wurde durch den Hügel und unterhalb der Verteidigungsmauer der Stadt gehauen, um im Falle einer Belagerung zur Wasserversorgung als Aquädukt zu dienen und gleichzeitig einen Fluchtweg zu bieten. Was den Tunnel zu einer so außergewöhnlichen technischen Leistung machte, ist die Tatsache, dass zwei verschiedene Teams gleichzeitig von beiden Seiten des Hügels aus starteten und es ihnen mit einer vernachlässigbaren Abweichung gelang, sich in 180 Metern Tiefe knapp unter der Spitze des Hügels zu treffen, obwohl sie aufgrund von zerbrechlichen Steinen gezwungen waren, von der geraden Linie abzuweichen. Man kann den Tunnel In geführten Touren auch durchgehend begehen. Es werden drei Touren angeboten: die bekannten 300 m, eine etwas längere sowie eine durchgehende.
  • 3 Tempel der Hera (Ηραίο Σάμου).     . Der Tempel war ein großes Heiligtum in einem niedrigen, sumpfigen Flussgebiet in der Nähe des Meeres und war der erste der gigantischen freistehenden ionischen Tempel. Seine Vorgänger an dieser Stelle reichten bis in die geometrische Zeit des 8. Jahrhunderts v. Chr. zurück. Die Ausgrabung des Geländes zeigten, dass das Heiligtum einen internationalen Ruf hatte, in das Besucher aus allen Teilen der bekannten Welt kamen: Ägypten, Syrien, Assyrien, Babylon, Mesopotamien, Persien, Phönizien, Lakonien, Attika, Kreta, Zypern. Die Ruinen des Tempels mit ihrer einzigen stehenden Säule wurden 1992 zusammen mit dem nahe gelegenen Pythagorion zum gemeinsamen UNESCO-Weltkulturerbe erklärt  
  • 4 Antike Stadtmauer Pythagoreio. Die Verteidigungsmauer der antiken Stadt aus polygonalem Mauerwerk war 6220 Meter lang. Die Bewohner von Samos waren gezwungen, sie abzureißen, nachdem sie 440-439 v. Chr. von den Athenern besiegt worden waren. Später wurde sie aber wieder aufgebaut. Heute ist der nördliche Teil auf der Spitze des Hügels oberhalb von Pythagorion erhalten und kann besichtigt werden. Man hat von dort eine schöne Aussichten auf Pythagorion und die Umgebung, es ist aber etwas Mühsam dorthin zu gelangen.
  • 5 Antike Minen. Die Arbeiter des alten Samos bauten hier mit primitiven Werkzeugen den weichen Kalkstein ab, der im Tempel von Hera und für den Bau von Stadtgebäuden verwendet wurde. Die Minen haben fünfundvierzig Eingänge und acht Ebenen.
  • 6 Pythagoras Höhle. Diese Höhle ist der Ort, an dem sich der berühmte Mathematiker Pythagoras versteckte, als seine politischen Gegner ihm verfolgten. Unbedingt eine Taschenlampe mitnehmen, da die eigentliche Höhle nicht beleuchtet ist. Der Anstieg ist anstrengend, mit vielen Treppen. Daher Wasser mitnehmen. Für die eigentliche Höhle muss man klettern können und auf jeden Fall feste Schuhe anziehen.
  • Römische Bäder

MuseenBearbeiten

  • Archäologisches Museum in Vathy. Exponate sind Ausgrabungen aus dem Heraklion. Geöffnet: Di – So 8.30 – 15.00 Uhr.
  • Byzantinisches Museum in Vathy. Geöffnet: 9.00 – 12.00 Uhr.
  • Archäologisches Museum in Pythagorion. Geöffnet: Di – So 8.30 – 15.00 Uhr.

AktivitätenBearbeiten

SträndeBearbeiten

Die Strände auf Samos sind meist in kleineren Buchten. Reine Sandstrände sind rar, wegen der Kiesel sind Badeschuhe zu empfehlen. Oft liegen die Unterkünfte oberhalb der Strände, viele Hotels bieten daher einen Shuttle-Service.

  • Potokaki-Strand. Ca. 2 km von Pythagorion entfernt.
  • Gangou Beach, Nähe Samos Stadt.
  • Long Beach bei Kokkari. Zum Surfen geeignet.
  • Kedros Beach, Nähe Kokkari.
  • Strand von Potami. Strand bei Karlovasi.
  • Bucht von Posidonion
  • Psili Ammos. Sandstrand in der Nähe von Marathokambos.
  • Psili Ammos. Sandstrand in der Nähe von Pythagorion.
  • Strand von Votsalakia. Sandstrand bei Kambos.
  • Limnionas Strand. Sand-/Kieselstrand ca. 8 km von Marathokambos entfernt.

WandernBearbeiten

Das Kerkis-Massiv im Westen der Insel bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, so Kloster Evangelistria in 700 m Höhe oder die Höhle des Pythagoras, in der sich der Mathematiker versteckt hatte. Bei diesen Wanderungen sollte man etwas trittsicher und schwindelfrei sein.

KletternBearbeiten

MTBBearbeiten

AbenteuertourenBearbeiten

Öko-TourenBearbeiten

Touren OrganisationBearbeiten

KücheBearbeiten

NachtlebenBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

SicherheitBearbeiten

KlimaBearbeiten

Das Klima auf Samos ist wie in der übrigen Ägäis im Sommer warm und trocken, im Winter ist es mild und regnerisch. Im Unterschied zu den flacheren Nachbarinseln gibt es auf Samos wegen der auf über 1000 m ansteigenden Berge zusätzlich Steigungsregen. In den Sommermonaten weht der aus nördlichen Richtungen kommende Meltemi. An der Nordküste von Samos findet man daher recht gute Bedingungen zum Segeln und Surfen, für Anfänger ist der Wind jedoch des öfteren zu stark. Auf der Südseite sorgt der Meltemi zwar für strahlend blauen Himmel, aber auch hier ist man nicht vor überraschenden Windböen sicher.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.