Rennes

Hauptstadt der französischen Region Bretagne
Rennes
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Rennes ist die Hauptstadt der Region Bretagne und die Präfektur des Departments Ille-et-Vilaine.

HintergrundBearbeiten

Beim großen Brand von 1720 wurden mehrere Stadtviertel zerstört. Sie wurden im einheitlichen Stil wiederaufgebaut.

AnreiseBearbeiten

 
Karte von Rennes

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Rennes hat einen internationalen Flughafen: 1 Aéroport de Rennes        (IATA: RNS) (Saint-Jacques). Es gibt jedoch keine Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum. In der Regel muss man in Paris-Charles-de-Gaulle (CDG) umsteigen.

Mit der Buslinie 57 gelangt man vom Flughafen zur Place de la République in der Innenstadt. Des Weiteren sind Autovermieter am Flughafen vertreten: Avis, Europcar, Hertz, Enterprise und Sixt. Car-Fly vermittelt Mitfahrgelegenheiten für Fluggäste.

Statt eines Anschlussflugs kann man am Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle auch direkt in den TGV nach Rennes steigen. Diese Direktverbindung wird dreimal am Tag angeboten, die Fahrt dauert 2½ Stunden (bzw. knapp 3 Stunden mit dem Billig-Zug Ouigo). Das hat den Vorteil, dass man am Bahnhof in der Innenstadt von Rennes „landet“ und keinen Transfer vom Flughafen mehr braucht.

Eine weitere Alternative ist, zum Flughafen Nantes (verschiedene Direktflüge aus D/A/CH) zu fliegen, der sich 115 km südlich von Rennes befindet. Leider gibt es von dort keine bequeme Verbindung mit öffenlichen Verkehrsmitteln, sodass man am besten einen Mietwagen nimmt.

Mit der BahnBearbeiten

Rennes liegt an einer Hochgeschwindigkeitsstrecke aus Paris. Mit dem TGV braucht man nur 1½ Stunden vom Pariser Gare Montparnasse nach Rennes, von Le Mans sind es sogar nur 50 Minuten. Die Verbindung wird ungefähr im Stundentakt angeboten. Eine billigere Alternative ist der Ouigo, der einmal am Tag von Paris-Montparnasse bzw. den Pariser Vororten (Flughafen CDG, Marne-la-Vallée, Massy) nach Rennes fährt. Tickets sind an bestimmten Tagen schon für 13 € zu haben.

Aus dem Westen der Bretagne gibt es – mangels Hochgeschwindigkeitsstrecke – kaum einen Unterschied in der Fahrtzeit zwischen TGV und Regionalexpress (TER). Aus Brest oder Quimper (jeweils 12 Verbindungen pro Tag) fährt man rund 2 bis 2:20 Std., von Lorient 1:25 bis 1:45 Std., aus Saint-Malo 1 bis 1:15 Std. (17x pro Tag),

Aus Nantes fährt neunmal am Tag ein Regionalexpress (TER) direkt nach Rennes, die Fahrt dauert 1:15 bis 1½ Stunden. Dreimal pro Tag fährt ein TER von Caen in der Normandie (Fahrtzeit rund 3 Std.) über Saint-Lô (2:15 Std.) und Pontorson/Mont-Saint-Michel (1 Std).

Aus den deutschsprachigen Ländern kommend, muss man in der Regel in Paris umsteigen, wobei man noch den Bahnhof wechseln muss (vom Gare de l’Est oder Nord zum Gare Montparnasse). Insgesamt ist man z. B. von Stuttgart nach Rennes 5½ Std. unterwegs, von Basel etwas unter 6 Std., von Köln oder Frankfurt a. M. rund 6½ Stunden.

Der 2 Bahnhof      befindet sich im Süden der Innenstadt. Dort kann man in die Metro oder verschiedene Buslinien umsteigen.

Mit dem BusBearbeiten

Auf der StraßeBearbeiten

MobilitätBearbeiten

Der öffentliche Nahverkehr wird durch ein gut ausgebautes Bussystem und seit 2002 durch eine vollautomatische U-Bahn abgedeckt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Kirchen, Synagogen, TempelBearbeiten

 
In der Kathedrale
  • 1 Kathedrale (Cathédrale Saint-Pierre de Rennes), Carrefour de la Cathédrale.     . Eine Bischofskirche gab es an dieser Stelle bereits seit dem 6. Jahrhundert. Die heutige Kathedrale wurde allerdings erst 1787 begonnen, nachdem der Vorgängerbau instabil geworden war und abgerissen werden musste. Sie wurde 1845 fertiggestellt und ist im klassizistischen Stil gehalten. Üppige Innenausstattung mit Stuck, Vergoldung und Wandmalereien.
  • 2 Jakobinerkonvent (Couvent des Jacobins; ancien couvent de Bonne-Nouvelle), 6 Rue d'Échange (Metro "Sainte-Anne").     . Ehemalige Klosteranlage des Dominikanerordens, 1369 gegründet. Nach der Französischen Revolution wurde der Konvent als Kaserne umgenutzt. Seit 2010 wurde der Komplex zum Veranstaltungszentrum – Centre des congrès de Rennes Métropole – umgestaltet, das 2018 eröffnete.
 
Notre-Dame-en-Saint-Mélaine
  • 3 Kirche Notre-Dame-en-Saint-Mélaine.     . Abteikirche, deren Geschichte bis ins 6. Jahrhundert zurückgeht. Im Lauf der Jahrhunderte wurde sie immer wieder umgebaut und erweitert – der Glockenturm wurde im 15. Jahrhundert hinzugefügt, die Fassade im 17. Jahrhundert im Barockstil umgestaltet und 1855 der Turm um eine weitere Etage aufgestockt.
  • 4 Basilika Saint-Sauveur (Basilique Saint-Sauveur), 1 Rue Saint-Sauveur (wenige Schritte östlich der Kathedrale).     . Ursprünglich stammt die Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Der heutige Bau wurde jedoch 1703–68 im barock-klassizistischen Stil errichtet. Die Kirche beherbergt die Marienstatue Notre-Dame des Miracles et des Vertus, der Wundertätigkeit nachgesagt wird.
  • 5 Basilique Notre-Dame-de-Bonne-Nouvelle de Rennes (église Saint-Aubin), 2 Contour Saint-Aubin (Metro "Sainte-Anne").     . Die Vorgängerkirche aus dem 12. Jahrhundert wurde abgerissen, um dem heutigen Bau Platz zu machen, die 1884–1904 im neogotischen Stil errichtet wurde. Seit 1916 hat sie den Status einer Basilica minor.

Burgen, Schlösser und PalästeBearbeiten

 
Porte mordelaise
  • Reste der alten 6 Stadtmauer (remparts de Rennes).     . Errichtet vom 3. bis 15. Jahrhundert.
  • 7 Porte mordelaise.     . Befestigtes Tor (châtelet) am westlichen Zugang zur Altstadt. Eine entsprechende Einrichtung gab es schon im 3. Jahrhundert. Das Tor in seiner heutigen Form, eingerahmt von zwei dicken Wehrtürmen, gibt es seit dem 15. Jahrhundert.
 
Palais du Parlement
  • 8 Palais du Parlement de Bretagne, 16 Rue Salomon de Brosse.     . Ehemaliger Sitz des Parlement der Bretagne, d. h. des obersten Gerichtshofs der Region (nicht zu verwechseln mit einem Parlament im modernen Sinne). Das palastartige Gebäude wurde 1618–55 errichtet. Der Entwurf stammt zum Teil vom Barockarchitekten Salomon de Brosse. Heute sitzt hier das Berufungsgericht von Rennes. Das Portal ist von vier Statuen bedeutender bretonischer Juristen gesäumt. Auf dem Dach befinden sich vier vergoldete Statuen, die das Gesetz, die Kraft, die Redegewandheit und die Gerechtigkeit symbolisieren.
  • Tour Jehan Duchesne

BauwerkeBearbeiten

 
Rathaus
  • Mittelalterliche Altstadt mit ihren bunten Fachwerkhäusern (rue du Champ-Jacquet, rue du Chapitre, place Sainte-Anne, place des Lices)
  • Stadtteil des 18. Jh. mit zwei Königsplätzen
  • 9 Rathaus (Mairie oder hôtel de ville), Place de la Mairie.     . Barocker Repräsentationsbau, errichtet 1734–1743 (nach dem großen Stadtbrand). Architekt war Jacques V Gabriel.
  • 10 Palais Saint-Georges, Rue Gambetta/Rue du Sergent Guihard.     . 1670 ursprünglich als Teil der Benediktinerinnenabtei Saint-Georges errichtetes prächtiges Barockgebäude. Während der Französischen Revolution wurde es zur Kaserne umfunktioniert. Nach einem Brand im Sommer 1921 wurde es wiederaufgebaut und dient seither als Zentrale der städtischen Feuerwehr und Polizei. Vor dem Palais befindet sich ein gepflegter Barockgarten im französischen Stil.
 
Opernhaus
  • 11 Opernhaus (Opéra de Rennes), Place de la Mairie (dem Rathaus gegenüber).     . Das Theater im italienischen Stil wurde 1836 eingeweiht.
  • Promenade "La Motte à Madame". Mit Monumentaltreppe.
  • Altes Hospiz
  • 12 Halles Martenot, Place des Lices.     . 1870–71 errichtete Markthallen, benannt nach dem Architekten Jean-Baptiste Martenot.
  • 13 Palais du Commerce, Place de la République.     . Prächtiges Geschäftsgebäude im Neobarockstil. Der Westflügel wurde 1885–91 erbaut, der Rest des Gebäudes 1922–29. Heute beherbergt es ein Postamt und verschiedene Büros.
  • 14 Piscine Saint-Georges, 2 Rue Gambetta (gegenüber Palais Saint-Georges).     . Öffentliches Schwimmbad im Art-déco-Stil, erbaut 1923–26.
  • 15 Les Horizons, 18–20 Rue de Brest (Bus C2 "Horizons").     . Wohn-Hochhaus von 1970 im Stadtteil Bourg-l'Évesque. Mit 99,5 Metern Höhe ist der Turm Horizons I das höchste Gebäude der Stadt.
  • 16 Les Champs libres, 10 Cours des Alliés (Metro "Charles de Gaulle").     . Das moderne Gebäude wurde 1992 von Christian de Portzamparc entworfen und 2006 als Kulturzentrum eröffnet. Es beherbergt das Museum der Bretagne (siehe unten), die Bibliothek von Rennes, einen Raum der Wissenschaften samt Planetarium sowie einen Coworking Space für die Digitalwirtschaft.

DenkmälerBearbeiten

MuseenBearbeiten

  • 17 Musée des Beaux-Arts, 20 Quai Emile Zola (Metro "République").     . Museum der bildenden Künste. Antike Objekte aus Ägypten, Griechenland und Rom; Malerei vom 14. bis 20. Jahrhundert; Graphiken; Skulpturen. Ein Schwerpunkt liegt bei französischen Gemälden des 19. Jahrhunderts. Geöffnet: Di-Fr 10–17 Uhr, Sa+So 10–18 Uhr. Preis: Vollzahler 6 €, ermäßigt 4 €, Kinder bis 18 J. frei; jeder 1. Sonntag im Monat freier Eintritt.
  • 18 Musée de Bretagne, Les Champs libres, 10 Cours des Alliés.     . Museum der Geschichte und Gesellschaft der Bretagne mit archäologischen, numismatischen (Münzen), volkskundlichen und ikonographischen Sammlungen (Photographien, Zeichnungen, Postkarten usw.) sowie Fundus zur Dreyfus-Affäre um einen jüdischen Offizier, die die französische Politik über 10 Jahre beschäftigte.
  • 19 Espace des sciences, Les Champs libres, 10 Cours des Alliés.    . Zentrum der Wissenschafts-, Technik- und Industriekultur.

Straßen und PlätzeBearbeiten

 
Fachwerhäuser am Place du Champ-Jacquet
  • 20 Place du Champ-Jacquet      – Platz in der Altstadt, mit Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert
  • 21 Place de la Mairie      – mit Rathaus und Oper, angelegt im Rahmen der Neugestaltung der Stadt nach dem großen Brand 1720
  • Place des Lices mit Markt (samstags)
  • Place Sainte-Anne
  • 22 Rue Saint-Melaine – zentrale Straße der Altstadt mit zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden sowie Läden und Restaurants
  • Rue Saint-Georges

ParksBearbeiten

 
Dahlien im Parc du Thabor

Rennes hat 868 Hektar an Grünflächen. Beim französischen „Wettbewerb der blumengeschmückten Städte und Dörfer“ wurde die Stadt mit drei Blüten ausgezeichnet.

  • 23 Parc du Thabor (zwischen Rue de la Palestine, Bvd de la Duchesse Anne, Rue de Paris und Église Saint-Melaine).     . 10 Hektar großer öffentlicher Park. Im 19. Jahrhundert vom Gartenkünstler Denis Bühler gestaltet, Teile sind als englischer Garten, französischer Garten und Bowling Green gehalten. Zudem gibt es eine Orangerie, einen Rosengarten, ein Entengehege und eine Vogelvoliere. Zahlreiche Skulpturen säumen die Wege.
  • 24 Parc Hamelin Oberthür, 82 Rue de Paris (Bus C3 "Oberthur").     . Der 3 Hektar große Park wurde 1863/64 zunächst als Privatpark des aus dem Elsass stammenden Druckereiunternehmers François-Charles Oberthür angelegt. Seit 1977 ist er für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Garten beherbergt exotische Arten wie Libanon- und Atlas-Zeder, Riesenmammutbaum (Sequoia), Sumpfzypressen, Ginkgo neben Klassikern wie Rotbuchen, Stiel- und Korkeichen sowie Rhododendron, Azaleen, Hortensien und Magnolien.

AktivitätenBearbeiten

  • 1 Parc des Gayeulles, Avenue des Gayeulles/Rue du Professeur Maurice Audin (ca. 4 km nordöstlich des Stadtzentrums).     . Weitläufiger Freizeitpark im Nordwesten der Stadt. Mit einer Fläche von 100 ha ist er der größte Park in Rennes. Er wurde in den 1960er- bis 70er-Jahren gestaltet. Es gibt zahlreiche Einrichtungen zum Zeitvertreib, darunter ein Trimm-dich-Pfad, Fitnessgeräte unter freiem Himmel, eine Minigolfanlage, Grillplätze, Tennis-, Squash-, Fußball- und Rugbyfelder, Tretboote, ein Freibad, eine Eissporthalle, Kleingärten sowie einen Campingplatz.
  • 2 Le Liberté, 1, Esplanade Charles-de-Gaulle (Metro "Charles de Gaulle").     . Veranstaltungshalle (Konzerte, Varieté, Sport).
  • Bootstour auf dem Canal d’Ille-et-Rance
Regelmäßige Veranstaltungen

EinkaufenBearbeiten

 
Marché des Lices
  • 1 Marché des Lices, Place des Lices.     . Markt für landwirtschaftliche Produkte, Lebensmittel, Handwerk und Blumen. Es gibt ihn schon seit 1622. Geöffnet: Samstags 7.30–13.30 Uhr.

KücheBearbeiten

GünstigBearbeiten

MittelBearbeiten

GehobenBearbeiten

NachtlebenBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

GünstigBearbeiten

MittelBearbeiten

GehobenBearbeiten

LernenBearbeiten

ArbeitenBearbeiten

SicherheitBearbeiten

GesundheitBearbeiten

Praktische HinweiseBearbeiten

AusflügeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

http://metropole.rennes.fr/ – Offizielle Webseite von Rennes

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