Werben (Elbe)

Stadt im Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt, Deutschland

Werben (Elbe) ist eine Kleinstadt im Nordosten Sachsen-Anhalts.

Werben
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Karte von Werben (Elbe)

HintergrundBearbeiten

Werben (Elbe) hat eine lange Geschichte. Stadtrechte hatte Werben bereits, als in den Spreesümpfen, an denen später Berlin entstand, noch die Frösche quakten. Richtig gewachsen ist Werben seither allerdings kaum. Bis 2009 war sie die kleinste Stadt Sachsen-Anhalts und auch die kleinste Hansestadt überhaupt. Die Lage nahe der Elbe unterhalb der Havelmündung hatte seit dem Mittelalter strategische Bedeutung und führte zu mehrfacher Zerstörung der Stadt, zuletzt in den napoleonischen Kriegen. Anschließend wurde Werben in den 1830er Jahren recht einheitlich mit zweigeschossigen Häusern des Biedermeier wiederaufgebaut, aus der einige mittelalterliche Bauten wie die Kirchen oder Reste der Stadtmauer herausragen.

Entsprechend dem Stadtbildcharakter des Biedermeier versucht Werben heute, sich mit zeittypischen Veranstaltungen (Biedermeiermarkt, historischer Weihnachtsmarkt) zu profilieren.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Mit der BahnBearbeiten

Werben hat keinen Bahnanschluss. Nächster Bahnhof ist in Seehausen, etwa 20 km westlich. Von dort geht es mit dem Bus weiter. Manchmal, die Anreise mit dem ÖPNV ist nur etwas für echte Fahrplanjunkies.

Mit dem BusBearbeiten

Von Seehausen verkehren gelegentlich die Buslinien 954 und 955 nach Werben, dazu noch die 964 von Iden. Einige der Verbindungen müssen im Vorfeld angefordert werden (sog. "Rufbus"). Voranmeldung bis 2 Stunden vor Planabfahrt unter 03901 - 304030.

Realistischerweise empfiehlt sich für die Anreise das eigene Fahrzeug und sei es das Fahrrad.

Auf der StraßeBearbeiten

Wer Werben besucht, ist bereits lange vor der Ankunft entschleunigt. Die nächste Bundesstraße ist die ostelbisch verlaufende B 107. Hier muss man bei Sandau oder Havelberg eine Fähre über die Elbe nutzen. Westlich sind es gut 25 km bis zur B 189 (Stendal-Wittenberge). Autobahnen … vergessen Sie's.

Mit dem RadBearbeiten

Werben liegt am Elberadweg.

Mit dem SchiffBearbeiten

Vom Ortsteil Räbel führt eine Fähre über die Elbe nach Havelberg.

MobilitätBearbeiten

Stilecht wäre die Draisine mit Holzspeichenrädern. Aber auch zu Fuss kann man problemlos den Ort erkunden. Die Entfernungen sind höchst übersichtlich.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

KirchenBearbeiten

 
Johanniskirche Werben
 
Elbtor

2 Johanniskirche, Kirchplatz.     . Die für die Stadt ungewöhnlich große gotische Hallenkirche mit mächtigem Dach aus dem 14. Jh stent auf den Grundmauern einer Basilika aus dem 12. Jh. und ist mit reicher Ausstattung versehen. Beachtung verdienen besonders der reiche Schnitzaltar, der große fünfarmige gotische Leuchter und das Messing-Taufbecken. Beachtenswert sind auch die Reste einer mittelalterlichen, früher wesentlich umfangreicheren Farbverglasung, die in den Chorfenstern zusammengestellt wurden. Unmittelbar neben der Kirche steht eines der ältesten Profangebäude in Norddeutschland, das sogenannte 1 Romanische Haus     , das zur Johanniter-Komturei gehörte und seit 2020 restauriert wird.

3 Kapelle St. Spiritus (Salzkirche), Hinterstrasse. Letzter erhaltener Bau des im 13. Jh begründeten Heiliggeistspitals. Spätgotischer Backsteinbau aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, zweijochig mit dreiseitigem Schluss.

In den eingemeindeten Vororten finden sich die weitgehend unverändert erhaltene 4 Dorfkirche Giesenslage      (etwa 7 km südlich) und die 5 Dorfkirche Berge      (etwa 5 km südöstlich), beide sind Dorfkirchen der Backsteinromanik aus dem frühen 13. Jahrhundert unter dem Einfluss von Kloster Jerichow.

BauwerkeBearbeiten

Von der ehemaligen Stadtbefestigung sind ein runder Mauerturm an der Westseite der Stadt sowie das 6 Elbtor    erhalten, ein prachtvoller Backsteinbau aus der Zeit um 1460/1470.


VerschiedenesBearbeiten

Es gibt in Werben ca. 20 Storchennester, unter anderem auf dem Rathaus, auf der St.-Spiritus-Kapelle und am Elbtor.

AktivitätenBearbeiten

Besuchenswert sind Biedermeiermärkte, die in der Stadt gehalten werden. Ein Biedermeier-Sommer am Ersten Juliwochenende bringt ebenso das Flair wie der Weihnachtsmarkt (am dritten Adventswochenende) mit Anspruch auf Authentizität, viele Teilnehmer in alter Kostümierung, Fackel- und Kerzenschein, Kunstgewerbe und Handwerk. Verzicht auf elektrische Beleuchtung, LääästChristmas, Helene Fischer & Co geben einen stimmungsvollen Rahmen, der auch einen weiten Umweg lohnt.

Werben wird von zahlreichen Weißstörchen als Nistplatz genutzt, die in der Storchenzeit von April bis August mit ihrem Nachwuchs die ansonsten recht stille Stadt beleben. Auf dem Elbtor ist eine Aussichtsplattform, von der aus man die Tiere sehr gut beobachten kann. Im Inneren des Stadttors ist eine Ausstellung zur Geschichte der Stadt zu sehen.

EinkaufenBearbeiten

Es gibt Waren des täglichen Bedarfs und Lebensmittel.

Ein breit gefächertes Angebot an Kunstgewerbe, Textilien, Töpferwaren und Ähnlichem gibt es auf den Biedermeiermärkten.

KücheBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

  • 2 Roter Adler, Marktplatz 13, 39615 Hansestadt Werben (Elbe). Tel.: +49(0)39393-91044. Sieben Betten.

GesundheitBearbeiten

Besser gesund bleiben. Nächstes Krankenhaus mit 24/7 Notaufnahme ist in Havelberg, Domherrnstraße 10. Im Zweifel, da ohne Fähre erreichbar, ist man aber schneller in Seehausen, Albert-Steinert-Platz 1.

Praktische HinweiseBearbeiten

AusflügeBearbeiten

  • Havelberg
  • Bad Wilsnack
  • In der Umgebung sind die bemerkenswerte romanische Dorfkirche Giesenslage und die Dorfkirche Berge zu besichtigen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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