Tren de las Sierras

argentinische Bahnstrecke in Meterspur

Der Tren de las Sierras ist eine Zugstrecke zwischen der argentinischen Großstadt Córdoba bis in den beliebten Ferien- und Festivalort Cosquín.

Besonders für einen Tages- oder Wochenendausflug mit Kindern ist der Zug, der zeitweise durch eine spektakuläre Schlucht fährt, ideal, um die verschiedenen Facetten der Sierras de Córdoba in kurzer Zeit kennenzulernen.

HintergrundBearbeiten

Der Zug fährt auf der alten Schmalspurstrecke zwischen Córdoba und La Rioja. Er wurde 2001 vorübergehend stillgelegt. 2007 wurde der Betrieb wieder aufgenommen, seit 2008 fährt er wieder bis Cosquín, und ab 2009 sollte er eigentlich Capilla del Monte und Cruz del Eje erreichen und damit das ganze Punilla-Tal abdecken - diese Pläne wurden jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben, da es Probleme mit einem Bürgermeister gibt. Befahren wird die Strecke von modernisierten Dieseltriebwägen aus den 60er Jahren.

Zur Reaktivierung der Gesamtstrecke bis La Rioja gibt es leider derzeit keine Pläne.

VorbereitungBearbeiten

An Wochenenden sowie in der Ferienzeit ist es wichtig, frühzeitig am Bahnhof zu erscheinen, um nicht bei den Fahrscheinen leer auszugehen. Bisher sind keine Reservierungen möglich! An Feiertagen und "langen Wochenenden" wird von der Benutzung abgeraten, da dann zum Teil bereits 2 Stunden vor Abfahrt keine freien Plätze mehr vorhanden sind...

Die Fahrt dauert etwa 2 Stunden, der Preis ist günstig (6,50 ARS, Stand Oktober 2009). Es gibt zwei Frequenzen pro Tag (beide vormittags) in jede Richtung, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen drei. Aktualisierte Fahrplaninformationen und Preise sind beim Satélite Ferroviario verfügbar, wo auch betriebsbedingte Ausfälle von Teilstrecken u.a. angegeben werden.

AnreiseBearbeiten

Vom Zentrum von Córdoba aus nimmt man den Bus der Linie A4 bis zur Station Rodríguez del Busto, der Bus hält direkt gegenüber des kleinen Bahnhofes. Ein guter Orientierungspunkt ist das Shoppingcenter Dinosaurio Mall direkt gegenüber des Bahnhofes.

Seit Juni 2009 fährt der Zug offiziell von der Station Belgrano im Zentrum ab. Es gibt allerdings zum Teil Ausfälle, da das Stück zwischen diesem Bahnhof und Rodríguez del Busto durch Elendsviertel führt und es daher mehrmals Probleme gab (u.a. eine Streckenblockade im August, die zum Ausfall des Zuges führte). Es ist daher anzuraten, vor dem regelmäßigen Beginn des Stadtbahnbetriebs auf dieser Strecke, mit dem Ende 2009 gerechnet wird, sich über die aktuellen Verhältnisse zu erkundigen und ansonsten weiter in Rodríguez del Busto abzufahren. Belgrano liegt 300 m nördlich des Río Suquía auf der Höhe der Avenida General Paz und wird von mehreren Buslinien (u.a. CR, R4, R5) angefahren, die aber meist nicht direkt bis zum Bahnhof fahren.

StreckenverlaufBearbeiten

Córdoba - La CaleraBearbeiten

Zwischen Córdoba und La Calera fährt der Zug zunächst durch die Peripherie von Córdoba, zum Teil durch recht arme Viertel. Ein erster Höhepunkt ist das Überqueren der Brücke von Saldán, bei der man eine wunderbare Sicht auf das Tal des Río Suquía erhält. Danach geht es weiter durch die Peripherie bis La Calera. Der reizvoll gelegene, aber ärmliche Ort lohnt die Mühe der Anfahrt nicht, man sollte schon wenigstens bis San Roque fahren.

La Calera - San RoqueBearbeiten

Zwischen La Calera und San Roque befindet sich das attraktivste Stück der Zugfahrt. Der Río Suquía durchquert hier in einer teils sehr engen Schlucht, die kaum Platz für die Zugstrecke lässt, die Bergkette Sierra Chica. Er fährt am alten Staudamm San Roque vorbei - man glaubt kaum, dass dessen Turbinen einst das leistungsstärkste Wasserkraftwerk der Welt antrieben - und kurz vor dem neuen Staudamm durch einen Tunnel an die Küste des Lago San Roque, auf den man zeitweise eine sehr reizvolle Sicht hat.

San Roque ist für Campingfreunde ein ideales Reiseziel, denn der winzige Ort mit weniger als 1000 Einwohnern liegt direkt am See und Campingplätze sind reichlich vorhanden. Hier findet auch das bekannte Rockfestival Cosquín Rock (im Februar) statt.

San Roque - CosquínBearbeiten

Das letzte Stück der Strecke führt wieder durch eine dicht besiedelte Gegend. Der Zug hält dabei zweimal in Bialet Massé und einmal in Santa María de Punilla, bevor Cosquín erreicht wird.

SicherheitBearbeiten

Es drohen keine besonderen Gefahren. Für die Sicherheit der Fahrgäste sorgt ein ungewöhnlich schwer mit Schlagstock und Pistole (!) bewaffneter Security-Mann.

AusflügeBearbeiten

In Cosquín kann man mehrere Touren unternehmen. Am lohnendsten ist dabei die Besteigung des "Zuckerhuts" (Cerro Pan de Azúcar), der etwa 4 km östlich des Ortes liegt und von dem man eine Sicht auf fast das gesamte Punilla-Tal und auf der anderen Seite bis Córdoba hat. Für die letzten Meter gibt es einen Sessellift, der Weg ist dort zum Teil sehr steil (aber ungefährlich).

Lohnende Ziele in der Umgebung sind La Falda, La Cumbre, Los Cocos und Capilla del Monte, die sehr einfach per Bus erreichbar sind. Der Busbahnhof in Cosquín befindet sich direkt gegenüber des Bahnhofes.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten


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