La Calera (Argentinien)

Gemeinde in Argentinien

La Calera ist eine Stadt mit etwa 30.000 Einwohnern in den Sierras de Córdoba in Zentral-Argentinien. Sie liegt am Osthang der Bergkette Sierra Chica und ist wegen der geringen Entfernung zur Millionenstadt Córdoba (15 km) ein beliebtes Naherholungsgebiet.

La Calera
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Karte von La Calera (Argentinien)

HintergrundBearbeiten

La Calera war der erste voll ausgebaute Touristenort der Sierras de Córdoba. Schon im 19. Jahrhundert trafen die ersten Gäste ein. Als jedoch das weiter westlich gelegene Punilla-Tal etwa Mitte des 20. Jahrhunderts einen rasanten Aufschwung erlebte, ging es mit La Calera bergab. Zudem rückten die Grenzen der Stadt Córdoba immer näher. Heute hat La Calera eher den Charakter einer Schlafstadt. Für Zündstoff sorgen soziale Gegensätze: Während die Reichen in immer größeren und besser gelegenen Country-Clubs abgeschottet und eingezäunt die reizvollsten Grundstücke besetzen (letztes Beispiel: das früher beliebte Freibad in einem gefluteten Steinbruch, Laguna Azul), ist das Zentrum eher von einfachen Arbeitern geprägt. Der Reisende wird von den Konflikten jedoch kaum etwas mitbekommen.

AnreiseBearbeiten

 
Bahnhof des Tren de las Sierras

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Flughafen in Córdoba, von dort aus muss man den Bus nehmen.

Mit der BahnBearbeiten

Ein Zug, der Tren de las Sierras, verbindet La Calera mit Córdoba. Er verkehrt jedoch nur 2-3 mal am Tag. Ausgangsbahnhof ist Alta Córdoba, etwa 800 m nördlich des Zentrums.

Auf der StraßeBearbeiten

Anfahrt von Córdoba: entweder über die gut ausgebaute E-55 (Verlängerung der Av. Colón, mautpflichtig) oder über die vielbefahrene, holprige Straße Ricardo Rojas.

Mit dem BusBearbeiten

Alle 10 bis 20 Minuten fahren Busse vom Busbahnhof Córdoba über zwei alternative Routen (schneller ist der Bus über Alberdi, der über Argüello dagegen reicht hin zum Badegebiet am Dique Mal Paso) nach La Calera. Wer in die reizvolleren Stadtteile El Diquecito und Casa Bamba will, muss den Bus nach Cosquín nehmen (alle 30 Minuten).

MobilitätBearbeiten

Es gibt eine Stadtbuslinie sowie Taxis.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Das Rathaus im neokolonialen Stil
 
Die Ruinen der alten Jesuitenmühlen
 
Das Kunstmuseum
  • Jesuitenkapelle. Ruta E-55. Erbaut 1767 im schlichten Kolonialstil. Besuchszeiten Mi bis So 10.00-13.00 und 16.30-19.00.
  • Molino Doble. Ruinen von kolonialen Mühlen aus dem 18. Jahrhundert. Gelegen direkt an der Ruta E-55 an der Abzweigung nach Malagueño. Zwar von der Substanz her in gutem Zustand, aber das Innere wird oft als Mülleimer missbraucht.
  • Elektrizitätswerk. Im alten Elektrizitätswerk bei Casa Bamba gibt es ein Museum, das den Bau des Dique San Roque, einst der höchste Staudamm Südamerikas, dokumentiert. Heute wird nur noch wenig Elektrizität produziert, wichtiger ist der Damm für die Regulierung der Wassermenge, die im Río Suquía herunterfließt.
  • Municipalidad. Rathaus an der Hauptstraße. Der wohl schönste historische Bau von La Calera, aus den 1930er Jahren im neokolonialen Stil.
  • Museum der Schönen Künste, am Fluss gelegen.

AktivitätenBearbeiten

 
Ufer des Río Suquía
  • Baden. Der beste Badestrand liegt etwas abseits in Casa Bamba (8 km westlich des Zentrums) im Tal des Río Suquía. Erreichbar ist er mit dem Bus nach Cosquín, man muss aber ein Stück weit laufen. Ebenfalls nette Strände in Villa Diquecito (3 km westlich) im selben Tal. Der Strand im Zentrum ist eher unspektakulär und schmutzig. Besser dagegen der Dique Mal Paso, ein kleiner Stausee im Norden der Stadt. Wie lange aber in diesem noch gebadet werden kann, ist wegen der Ansiedlung von Country-Clubs in der Gegend völlig offen.
  • Wandern. Die Wanderwege der Region sind grundsätzlich nicht gekennzeichnet. Es gibt einen wenig bekannten, schön gelegenen Wasserfall in einem Nebental, zu dem man aber über Privatgelände muss. Man sollte die Einheimischen nach dem Weg fragen. Die Erlaubnis zum Betreten des Geländes ist in der Regel kein Problem.

EinkaufenBearbeiten

Es gibt wenige Geschäfte, man sollte aber alles Nötige erhalten. Das Einkaufszentrum liegt an der Ruta E-55 nahe der Brücke, aber auch im Zentrum selbst gibt es Geschäfte.

KücheBearbeiten

Die Gastronomie ist einfach.

NachtlebenBearbeiten

Die Großraumdiskothek Olaf ist auch bei der Jugend aus Córdoba bedient. Sie liegt direkt am Fluss neben der Brücke über den Río Suquía an der Zubringerstraße zum Zentrum. Daneben gibt es einige Pubs, die vor allem beliebt sind, weil die Sperrstunden hier liberaler als in Córdoba sind.

UnterkunftBearbeiten

  • Hotel Sierras del Suquía, Alvear 377. Tel.: (0)3548-466316.
    Zwei-Sterne-Hotel im zentralen Bereich.
  • El Diquecito Residencia & Spa. Luxushotel direkt in den Bergen, mit Kurbereich. Im Stadtteil Villa El Diquecito, direkt an der Ruta E-55, 5 km westlich.
  • Villabosque, Benitz S/n. Tel.: (0)3548-452295.
  • Camping Casa Bamba, sehr einfach aber auch konkurrenzlos günstig und sehr schön gelegen.
  • Camping La Familia, Camino a la Mesada. Tel.: (0)351-152-305814.
  • Camping El Seranito, Camino al Serrano. Tel.: (0)351-156548326.

Bei den "Hotels" an der Einfahrt von Córdoba aus handelt es sich um Stundenhotels.

GesundheitBearbeiten

Praktische HinweiseBearbeiten

AusflügeBearbeiten

  • Quinta de Saldán. In diesen Ruinen eines alten Landhauses hielt sich u.a. der Nationalheld José de San Martín auf. 5 km nördlich.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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