Paran
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Paran (Faran, hebr.: פָּארָן‎) ist ein Moshav, eine landwirtschaftlich ausgerichtete Genossenschaftssiedlung in der Arava im Süden von Israel. Der ruhige Ort eignet sich gut als Etappenort und um die Canyons und Wadis an den vom Negev in die Arava-Senke Steil abfallenden Klippen zu erwandern.

Luftbild des Moshav Paran

HintergrundBearbeiten

Die Siedlung wurde von Armeeveteranen 1971 in der zentralen Arava gegründet, die Mitglieder entschieden sich 1975 zum Anschluss an die Moshav-Bewegung. Der wirtschaftliche Schwerpunkt liegt in landwirtschaftlicher Tätigkeit, vor allem werden von November bis April Paprikaschoten in mehreren Farben produziert. Da Paran in einer der kühlsten Regionen der Arava liegt, werden die Gewächshäuser in den kältesten Nächten mit 59° warmem Wasser aus einer Tiefenbohrung temperiert.

Neben der Landwirtschaft gewinnt auch der Tourismus mit Übernachtungsmöglichkeiten in B&B und der Organisation von Wüstentouren an Bedeutung.

Die Ortsbezeichnung lehnt sich an die im ersten und im 4.Mose 10,12 EU erwähnte Wüste Paran an, nach biblischer Überlieferung schickte Mose aus der Wildnis von Paran die Kundschafter unter Josua aus, um das Land Kanaan zu erkunden.

Das Nahal Paran, oder arabisch Wadi Girafi, ist mit 150 km eines der längsten trockenfallenden Flussbette und zieht vom ägyptischen Sinai quer durch die mittlere Negevregion um bei Paran in der Arava-Senke zu enden. Wasser fliesst hier im Durchschnitt nur zweimal pro Wintersaison, es gibt aber auch Jahre ohne Regenfälle. Aufgrund des enormen Einzugsgebietes des Wadi Paran von 3840 km² können die Fluten enorme Ausmasse erreichen. Seit dem Neubau der Brücke der Strasse 90 über das Wadi Paran sind die Zeiten vorüber, in denen jedes Jahr ein bis zweimal die gesamte Arava- / Jordantalstrasse wegen Überflutungen und antransportiertem Geschiebe hatte geschlossen werden müssen.
Bei Sheluhat Noza im Süden, nördlich des Kibbutz Yahel, liegt die Wasserscheide, nördlich davon fliesst das Wasser in der Arava in Richtung des Toten Meeres.
Auf etwa derselben Höhe wie Paran liegt im Osten in Jordanien das Massiv der edomitischen Berge mit dem 13356 m hohen Jebel Arun (auf dem sich nach der Legende das Grab des Aron befinden soll) und die Nabatäerhauptstadt Petra.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Die meisten Reisenden aus dem Ausland reisen über den Tel Aviv - Ben Gurion an. Kürzer ist der Anreiseweg von Eilat aus, der bisherige Stadtflughafen Eilat wird von Charterfluggesellschaften angeflogen; noch etwas kürzer ist der Weg vom etwas nördlich von Eilat gelegenen neuen Flughafen Ramon Airport Eilat, der Ende 2017 den Betrieb aufnehmen sollte.

Mit der Bahn / mit dem BusBearbeiten

In die Arava existiert keine Eisenbahnverbindung, die nächste Bahnstation ist diejenige von Dimona, die Weiterführung der Eisenbahnlinie durch die Arava bis nach Eilat ist seit einiger Zeit in Planung.

Die Buslinien der Egged zwischen Tel Aviv (394), Be'er Sheva (397), Jerusalem (444) und Eilat, welche durch die Arava verkehren, halten an den Abzweigungen an der Strasse 90.

Auf der StraßeBearbeiten

Die Ortschaft Paran ist von der Paran Junction der Jordantalstrasse 90 aus über eine kurze Stichstrasse zu erreichen. Die 90 führt vom Norden Israels entlang des Toten Meers durch die Arava bis hinab nach Eilat, einige Kilometer weiter südlich mündet die von Be'er Scheva über Mitzpe Ramon nach Eilat führende Strasse 40 über die Verbindungsstrasse 13, welche in die Arava führt, in die 90.
Sollte in den Nachtstunden das gelbe Zufahrtstor an der Zufahrt zum Moshav geschlossen sein, meldet man sich telephonisch beim Gastgeber, der es ferngesteuert öffnen kann (oder wartet ein weiteres durchfahrendes Fahrzeug ab).

Mit dem FahrradBearbeiten

Paran liegt am Israel BikeTrail und bietet sich als Etappenort an.

MobilitätBearbeiten

Lokal bewegt man sich zu Fuss.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Baraq Canyon
 
Baraq Canyon
 
Wadi Faran
  • 1 Faran Lookout südlich der Zufahrtsstrasse zum Moshav. Neben einem schönen Blick über die Siedlung mit den umgebenden Gewächshäusern sieht man die alten Schützengräben & Bunker, welche bis in die Neunzigerjahre zur Sicherung der Grenze gegenüber Jordanien dienten, die in nur geringer Distanz zur Aravatalstrasse 90 verläuft.
  • 2 Kipat Eshet : Die Anhöhe liegt südlich der Ortschaft und ist über ein vor dem Eingang des Moshav nach links abgehende   grün-weiss markierte Piste und dann den   schwarz-weiss markierten Pfad erreichbar; für eine Rundwanderung kann man den Rückweg auf der   rot-weiss markierten Route antreten.

Mahrere Wadis lohnen eine Tour:

  • 3 Wadi Zaaf : erreichbar von der 90 über die nördliche der Siedlung abgehende   blau-weiss markierte Piste (Richtung Wadi Baraq), eine Strecke über den Israel National Trail /   grün-weisse Route und dann wieder die   blau-weisse Route.
  • 4 Baraq Canyon : auf der als 1 Wadi Baraq Road blau-weiss, später grün-weiss markierten Zufahrtspiste zum Wadi Baraq kann man eine gute Strecke zum Eingang des Wadi Baraq / Barak Canyon fahren. Da die Piste in den hinteren Anteilen trockene Wasserläufe passiert, lässt man den (Miet-)Wagen am besten auf dem bezeichneten Parkareal - der hintere Anteil der Piste ist nur mit dem Offroader fahrbar.
Am Ende des Wadi verjüngt sich dieses zu einem tief eingeschnittenen Canyon. Auf dem   grün-weiss markierten steilen Pfad kann man auf das Plateau über der Schlucht hinaufsteigen. Ein Rundweg führt am Schluchtrand entlang und steigt dann   blau-weiss markiert von oben her in den Canyon ab. Nach einer ersten felsigen Passage gelangt man zu einem Wasserloch. Die folgenden Abschnitte im tief eingeschnittenen Canyon sind mit Stahlklammertritten und zwei Stahlleitern gesichert, dank denen man über die in den Zeiten ausserhalb der seltenen Regenfälle trockenliegenden Wasserfälle nach unten klettern kann.
(machbar mit Kindern/Jugendlichen ab ca. Oberstufenalter; Trittsicherheit und eine gewisse Schwindelfreiheit ist Voraussetzung,   nicht barrierefrei ).
  • 5 Wadi Faran : Durch das weite Wadi Faran verläuft eine schwarz-weiss markierte Piste. Nach einigen Kilometern gelangt man zum Verlauf des Israel National Trail, dem man nach Norden in Richtung des 6 Vardit Canyon verfolgen kann.
In südöstlicher Richtung verläuft die INT / die blau-weiss markierte Piste weiterhin entlang des Wadi Faran, im weiteren Verlauf nach Westen ist die Piste im Wadi dann schwarz-weiss markiert. Entlang des Verlaufs des Israel National Trail kann man in südlicher Richtung entlang des 7 Wadi Tzikhor wandern.
Die schwarz-weisse Piste verläuft entlang des Wadi Faran, nach Süden ragen die 8 Faran Cliffs hoch auf, man kann auf der grün-weissen Route auf die Klippen steigen und weiter ins 9 Wadi Ovil weiterwandern.

AktivitätenBearbeiten

  • Wandern und Offroadertouren in den Wadis am Rand der Arava
  • den Einwohnern von Paran steht im Sommer ein Schwimmbad zu Verfügung.
  • in Paran werden Konzerte und Freilichtkinoaufführungen angeboten.
  • Besuch der Antilopenfarm etwas weiter nördlich

EinkaufenBearbeiten

  • 1 Supermarkt. Supermarkt und Artikel für den täglichen Bedarf Geöffnet: 8.00-12.00 / 17.00-20.00 h.

KücheBearbeiten

NachtlebenBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

An der Piste zum Wadi Baraq kann am Israel National Trail gezeltet werden:

  • 1 Wadi Baraq Campground. geschotterter Wanderzeltplatz ohne jeglichen Komfort. Preis: kostenlos.

Im Moshav gibt es verschiedene Angebote von Bed and Breadfast:

  • 2 Idan Lodge / Idanacher, 86835 Paran, Arava. Tel.: +972 (0)52 3666526, E-Mail: . Bungalow-ähnliche Gästezimmer in einer Grünanlage mit Palmen und Blütenpflanzen, Gemeinschaftsküche / Waschmaschine; Voranmeldung am einfachsten telephonisch (engl.) Preis: ca. 370 NIS/DZ.
  • 3 Kelem Wooden Cabins, 86835 Paran, Arava. Tel.: +972 (0)52 5450755.
  • 4 Koren Farm, 86835 Paran. Tel.: +972 52 4260318.
  • 5 Razula, 86835 Paran, Arava. Tel.: +972 52 3666439, Fax: +972 (0)8-6582047, E-Mail: .

GesundheitBearbeiten

Praktische HinweiseBearbeiten

AusflügeBearbeiten

  • Timna und Eilat sind in einer guten Stunde zu erreichen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.