Macomer

italienische Gemeinde

Macomer, sardisch Macumere, ist ein Städtchen in der Provinz Nuoro auf Sardinien.

Macomer
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HintergrundBearbeiten

Macomer liegt auf einer Hochebene im Landesinneren, an den Ausläufern der Bergketten der Catena del Marghine (mit dem 1 Monte Santu padre , der 2 Punta Siddo und der 3 Punta Palai , der mit 1200 m höchsten Erhebung) und des Monte Sant'Antonio; der Riu S'Adde umfliesst das Städtchen.

Das Städtchen Macomer ist Hauptort der Region Marghine, die zur alten Region des Logudoro, dem mittelalterlichen Judikat von Torres, gehört.

Zahlreiche Nuraghen in der Umgebung von Macomer legen Zeugnis von der bronzezeitlichen Nuraghenkultur ab; am meisten besucht werden die Nuraghen von Santa Barbara und Tamuli. In römischer Zeit lag die Stadt an einer wichtigen Strassenverbindung in Innern von Sardinien, ausser einigen Meilensteinen haben sich kaum Zeugen aus römischer Zeit erhalten.

Im Mittelalter war Macomer Hauptort der Curatoria, der Verwaltungsregion, Marghine und gehörte zum Judikat Torres; nach dessen Untergang im Jahre 1259 kam Macomer zum Judikat Arborea. Im 15. Jhdt. eroberten die Truppen des spanischen Aragon die Insel Sardinien, bei Macomer kam es zur Entscheidungsschlacht zwischen den Truppen des Judikats Arborea resp. Oristano und den spanisch - aragonesischen Truppen des Königreichs von Korsika und Sardinien; fortan blieb die Insel Jahrhunderte unter spanischem Einfluss.

In der Neuzeit erhielt Macomer wieder einige Bedeutung als Hauptort der Union der Gemeinden des Marghine und als Verkehrsknotenpunkt.

AnreiseBearbeiten

 
Macomer, Bahnhof FS
 
Macomer, Bahnhof ARST

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Auf dem Luftweg kann man über den nächstgelegenen Flughafen Alghero        (IATA: AHO), der vor allem von Ryanair, Alitalia und der sardischen Gesellschaft Meridiana bedient wird, den Flughafen Olbia        (IATA: OLB) oder den Aeroporto di Cagliari-Elmas        (IATA: CAG) im Süden der Insel anreisen.

, und

Mit der Bahn / Mit dem BusBearbeiten

Macomer ist ein Verkehrsknotenpunkt, es liegt an der Kreuzung der von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato / Trenitalia bedienten Hauptachse von Olbia im Osten über Macomer, Oristano zur Inselhauptstadt Cagliari und den Schmalspurlinien, die von der arst / Trasporti Regionali della Sardegna betrieben werden.

Hierunter fällt die Binnenlinie Macomer - Nuoro und die touristisch geprägte Linie des Trenino Verde nach Bosa.

Der Bahnhof 1 Stazione di Macomer der Ferrovia dello Stato (für die Verbindungen nach Olbia und über Chilivani nach Sassari sowie in den Süden nach Oristano und Cagliari) liegt im Süden des Corso Umberto I. Der Regionalbahnhof für die Verbindungen nach Nuoro und Bosa liegt gleich gegenüber auf der nördlichen Strassenseite. Hier halten auch die Regionalbusse.

Auf der StraßeBearbeiten

Die bedeutendste Nord-Südverbindung im westlichen Sardinien, die teils vierspurig ausgebaute  , die von Sassari über Macomer und Oristano nach Cagliari hinabführt, umfährt Macomer im Osten. Hier liegt auch die Verzweigung mit der   "Transversale Sarda", die in östlicher Richtung nach Nuoro führt. Deren Verlängerung führt ins Zentrum von Macomer und weiter als   nach Bosa an die Küste. Kurz vorher kreuzt sie die westliche Küstenstrasse  , welche nach Süden nach Cuglieri und zu den Küstenorten Santa Caterina di Pittinuri und S'Archittu hinabführt.

MobilitätBearbeiten

Um die verschiedenen Nuraghen in der Umgebung zu besuchen, ist ein Privatfahrzeug hilfreich, im Stadtzentrum kann man sich zu Fuss bewegen.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Chiesa di S. Pantaleo
  • der Coros Umberto I als Hauptachse zieht von Westen (vom Bereich der Bahnhöfe) durch die Altstadt und endet an der Terrasse mit der Kirche San Pantaleo, von wo aus sich ein schöner Ausblick aufs Umland ergibt.
  • die Pfarrkirche 1 Chiesa di S. Pantaleo stammt aus dem 16. Jhdt. und liegt am Ende des Corso Umberto I.
  • das 2 Museo etnografico "Le Arti antiche" zeigt lokale Trachten und Handwerksgerät.
 
Nuraghe Santa Barbara
 
Nuraghe Ruggiu
 
Necropole von Filigosa
 
Baetyli von Tamuli

In der Umgebung ist die Zahl der Nuraghen und anderer antiker Relikte beträchtlich:

  • nur noch das Fundament eines 3 Nuraghen ist in Zentrumsnähe erhalten.
  • die 4 Necropoli di Filigosa. Geöffnet: tägl. 9.30- 12.30 h. und der 5 Nuraghe Ruggiu finden sich im Norden des Städtchens (Zugang hinter dem Spital).
  • der sehenswerte 6 Nuraghe Santa Barbara ist von einem Ausstellplatz an der SS131 aus zugänglich.
  • 7 Nuraghe und Baityloi von Tamuli , die Baityloi oder Bätylen sind zu kultischen Zwecken aufgestellte Steine, von denen die "weiblichen" Formen brustartige Kurven haben.
  • an der Ausfallstrasse Richtung Bosa liegen die 8 Nuraghen Succoronis .
  • entlang der SP44 liegt eine ganze Gruppe verstreuter Nuraghen, die 9 Nuraghen Cabudbbene , 10 Nuraghe Columbos und weitere.
  • entlang der SS129bis liegt der 11 Nuraghe Toccori und der 12 Nuraghe Monte Muradu .
  • entlang der SS129 ostwärts liegen der 13 Nuraghe San Giorgio , der 14 Nuraghe Orosai , der 15 Nuraghe Terra Ruggia und der 16 Nuraghe Chessa .
  • weiter östlich liegen der 17 Nuraghe Miuddu und in der Nähe ein Hünengrab.
  • eine ganze Reihe Nuraghen liegt westlich von Bortigali entlang der SP62: der 18 Nuraghe Sa Corte , weiter nördlich der 19 Nuraghe Orolo , der 20 Dolmen Carrarzu Iddia , der 21 Nuraghe Tintirriolos und der 22 Nuraghe Pranu 'e Ruos .

AktivitätenBearbeiten

EinkaufenBearbeiten

  • in der Altstadt entlang des Corso
  • 1 Supermercato Conad, Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs

KücheBearbeiten

NachtlebenBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

GesundheitBearbeiten

  • 2 Ospedale Macomer, das Krankenhaus liegt am Verlauf der SS129 etwas nördlich von Macomer.

Praktische HinweiseBearbeiten

AusflügeBearbeiten

  • zu einem Strandbesuch nach Bosa

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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