Haag in Oberbayern

Gemeinde in Deutschland

Haag in Oberbayern ist eine Marktgemeinde im Landkreis Mühldorf am Inn in Oberbayern.

Haag in Oberbayern
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen

HintergrundBearbeiten

 
Haag auf einem Stich von Michael Wening (um 1700)

Haag liegt rund 45 km östlich von München nahe der Kreuzung der Bundesstraßen   und  . Die Marktgemeine war bis zum Aussterben der Haager Grafen (letzter Graf Ladislaus) im Jahr 1566 ein reichsunmittelbares Territorium (in dem seit 1558 Religionsfreiheit bestand) und kam dann an die bayerischen Wittelsbacher, unter denen es mit der Religionsfreiheit schnell vorbei war. Die formelle Vereinigung mit dem Kurfürstentum Bayern erfolgte erst 1804, als die immerhin rund 270 qkm große Grafschaft Haag dem Landgericht Wasserburg zugeschlagen wurde. Bis Ende 1969 verblieb in Haag ein Amtsgericht. Bei der Auflösung des Landkreises Wasserburg in der Gebietsreform 1972 kam Haag zum Landkreis Mühldorf.

Haag wird bis heute von den Resten der auf einem Moränenhügel gelegenen Burg mit ihrem markanten, wuchtigen Turm beherrscht.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Nächstgelegen ist der Flughafen München-Franz Josef Strauß        (IATA: MUC).

Mit der BahnBearbeiten

Haag ist seit der Stilllegung der Bahnstrecke Matzbach-Thann-Haag im Jahr 1974 ohne direkte Bahnanbindung. Nächstgelegener Halt ist im 8 km entfernten Soyen an der Bahnstrecke Rosenheim-Mühldorf. Von München kommend muss in Mühldorf oder Rosenheim umgestiegen werden.

Mit dem BusBearbeiten

Auf der StraßeBearbeiten

Von München führt die schnellste Anreise über die Bundesautobahn 94 bis zur Ausfahrt 14 Dorfen und von dort nach Süden über die Bundesstraße   über Sankt Wolfgang (mit sehenswerter gotischer Kirche) nach Haag. Kurz bevor man den Ort erreicht, wird die Bundesstraße   gekreuzt. Etwas verkürzt wird die Anreise von München, wenn man die   bereits an der Ausfahrt 12 Hohenlinden verlässt und die B 12 nimmt.

Von Landshut und Rosenheim aus erreicht man Haag unmittelbar auf der  .

Mit dem SchiffBearbeiten

Haag liegt zwar nicht weit vom Inn, der ist hier aber nicht schiffbar.


MobilitätBearbeiten

 
Karte von Haag in Oberbayern

Das kleine Ortszentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden. Einige Parkplätze finden sich beim Friedhof südlich der Burg.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Das Wappen von Haag geht auf das Geschlecht der Gurren zurück
 
Burg Haag vom Marktplatz aus gesehen
  • Von besonderem Interesse ist die Burg mit ihrem 40 m hohen markanten Bergfried. Die sechs quadratischen Untergeschosse stammen aus romanischer Zeit, der siebte Stock mit seinen Ecktürmchen wurde um 1500 errichtet. Das aufgemalte große Schimmelwappen der Grafen von Haag wurde 1985 erneuert. Am östlichen Zugang der Torturm im Mauerbering, dessen unterer Teil romanisch ist. Vorgelagert eine Freitreppe. Die Gebäude im inneren Burghof wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts abgebrochen. Vom unteren Schloss hat sich das barocke Löwentor erhalten.
  • Gerberhaus, Kirchdorfer Straße 5.
  • Marktbrunnen. Der Brunnen aus Rotmarmor stammt aus dem Jahr 1659.
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Die Ausstattung ist nach einem Brand 1849 größtenteils neugotisch.

AktivitätenBearbeiten

Vom Biergarten des Wirtshauses zum Hofgarten auf der Südseite des Burgbergs hat man einen prächtigen Alpenblick. Wirtshaus möglicherweise dauerhaft geschlossen!

EinkaufenBearbeiten

KücheBearbeiten

NachtlebenBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

GesundheitBearbeiten

Praktische HinweiseBearbeiten

Aus Haag kommt das bekannte Unertl-Weißbier.

AusflügeBearbeiten

  • Im nicht weit entfernen Gars am Inn liegen zwei alte barockisierte Klöster: Kloste Gars am Inn und Kloster Au am Inn. Oberhalb Au am Inn liegt die Burg Megling (auch als Stampflschlössl bekannt). Oberhalb Au auch die Filialkirche St. Petrus, ein interessanter Rundbau.

LiteraturBearbeiten

  • Handbuch der Historischen Stätten Bayern I, Alfred Kröner Verlag Stuttgart 2006, S. 292 f., ISBN 978-3-520-32401-6.
  • Georg Dehio (Begr.), Ernst Götz u. a. (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern IV: München und Oberbayern, 3. Aufl. 2006, S. 423 f., München und Berlin: Deutscher Kunstverlag, ISBN 978-3-422-03115-9.

WeblinksBearbeiten

 Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.