Tokio/Shibuya

Stadtbezirk südwestlich des Zentrums von Tokio

Der Bezirk Shibuya (渋谷区 shibuya-ku) bezeichnet einen der 23 Verwaltungsbezirke von Tokio. Er liegt im Südwesten der Yamanote-Ringlinie und umfasst das Einkaufs- und Vergnügungsviertel um den Bahnhof Shibuya, Omotesando zwischen Harajuku und Aoyama, dem Meiji-Schrein und dem Yoyogi-Park, das Ausgehviertel Ebisu und den Modebezirk Daikanyama.

Haupthalle des Meiji-jingu-Schreins

SehenswürdigkeitenBearbeiten

ShibuyaBearbeiten

Die Gegend um den gleichnamigen Bahnhof (渋谷, JR Yamanote-, Saikyo-Linie; U-Bahn Hanzomon- (Z01), Ginza-Linie (G01); Keio Inokashira-Linie; Tokyu Toyoko-, Den-en-toshi-Linie), nordwestlich und etwas auch nordöstlich davon. Im Süden befindet sich der eher unattraktive Busbahnhof. Jeder Teenager in Japan kennt das Einkaufs- und Vergnügungsviertel für vornehmlich junge Tokyoter.

 
Hachikō-Platz
  • Hachiko Kreuzung (ハチコー交差点, hachiko kōsaten) (JR, U-Bahn, Keio, Tokyu: Shibuya). Direkt vor dem Nordwest-Ausgang der JR Station, gegenüber drei riesigen Videoleinwänden, liegt eine sternförmige Straßenkreuzung, über die bei Grün große Mengen von Fußgängern strömen. Besonders gut zu beobachten ist dieses Spektakel vom Starbucks Café aus, das im zweiten Stock des "Q-Front"-Gebäudes liegt, das mit der größten Leinwand. Nach einer halben Minute ist das Spektakel vorbei und der Verkehr fließt wieder. Mit dem Bahnhof im Rücken sieht man links den großen, zylindrischen Turm des Shibuya 109-Kaufhauses (ichi-maru-kyuu), vollgestopft mit Teenagermode und entsprechenden Restaurants.
  • 1 Center Gai (センター街, senta-gai) (JR, U-Bahn, Keio, Tokyu: Shibuya).     . Die schmale Straße Center Gai führt zwischen den Videoleinwänden hindurch ins volle, laute Gewühl, mit plärrenden Lautsprechern, Fastfood-Restaurants, Klamotten-, Platten- und Videospielläden und ist einer der Plätze, von denen Japans Jugendmodetrends entspringen. Auf jeden Fall wohl der beste Platz, um Shibuya zu erleben, Reizüberflutung garantiert.

Museen und GallerienBearbeiten

  • 2 Bunkamura, 2-24-1 Dogenzaka, Shibuya-ku (JR, U-Bahn, Keio, Tokyu: Shibuya).     . Das „Kulturdorf“ ist ein Kulturkomplex mit Museum, Kino, Theater, Konzerten, einem Buchladen für Kunst und Design und ein Ableger des Cafés Les Deux Magots aus Paris im Untergeschoss und einem Biergarten auf dem Dach.

Harajuku/ AoyamaBearbeiten

Harajuku (原宿) reicht vom gleichnamigen Bahnhof (JR Yamanote-Linie) und Meijijingumae (U-Bahn Chiyoda-Linie), entlang und um die Omotesando herum, bis hinauf zur Station Omotesando (表参道, U-Bahnen Chiyoda-Linie, Hanzomon-Linie, Ginza-Linie), die Gegend heisst Aoyama (青山). Zu Fuss kann man die Omotesando von Shibuya in einer Viertelstunde über die Meiji-dori- (nach Harajuku) oder die Aoyama-Dori-Strasse (nach Aoyama) erreicht werden.

  • Omotesando (表参道, omotesandō) (JR: Harajuku, U-Bahn: Meijijingumae, Omotesando). Tokios Antwort auf die Champs-Elysees und Gegengewicht zur Ginza, alle wichtigen Kleidermarken reihen hier ihre Vorzeigeladen aneinander, entworfen von der Crème de la Crème der Architekten. Als Kontrast dazu sind die kleinen Nebenstraßen voll von mittelgroßen und kleinen Klamottenläden und Cafés. Bemerkenswert sind die Gebäude von Dior (von den Architekten SANAA Sejima+Nishizawa), Tod's (Toyo Ito), Louis Vuitton (Jun Aoki), Hanae Mori Building (Kenzo Tange), Omotesando One (Kengo Kuma), Prada (Herzog & de Meuron) und das neue Omotesando Hills (Tadao Ando).
     
    Nudeln als Symbole von Spenden
  • 3 Meiji-Schrein (明治神宮, meiji jingū) (JR Harajuku, U-Bahn: Meijijingumae).     . Erbaut 1920 als Reminiszenz an den Kaiser Meiji, ist Tokyos grösster Schrein und umgeben von Wald abgeschirmt vom Lärm und Trubel in Harajuku. Das dazugehörige Schatzmuseum ist von 9.00 bis 16.30 Uhr geöffnet und kostet 500 Yen Eintritt. Eine Besonderheit: meist sind am Eingang der Schreine Sake-Fässer aufgestellt als Symbole für die Spender, am Eingang des Meiji stehen einträchtig auch Fässer mit Bourgogne-Wein, neben der Haupthalle sind es auch Nudeln. Geöffnet: Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Preis: Eintritt frei.
  • Yoyogi Turnhallen (国立代々木競技場, kokuritsu yoyogi kyogijō) (JR: Harajuku, U-Bahn: Meijijingumae). Die Turnhallen wurden für die XVIII. Olympischen Spiele 1964 vom japanischen Architekten Kenzo Tange entworfen und beeindrucken durch ihre fantastische Dachkonstruktion. In den Hallen finden neben Turniere von Tennis über Volleyball bis Eiskunstlauf auch Konzerte statt, zwischen beiden Hallen gibt es ein Schwimmbad (インドーア50, indōa gojū).
  • 4 Yoyogi-Park (代々木公園, yoyogi kōen) (JR Harajuku, U-Bahn: Meijijingumae).     . Preis: Eintritt frei.

Museen und GalerienBearbeiten

  • Spiral Building (U-Bahn: Omotesando). Vom japanischen Architeken Fumihiko Maki, mit kontemporären Ausstellungen, Vorträgen, Café, Laden mit alternativer Musik und Postkarten.
  • Watari-um, 3-7-6 Jingumae, Shibuya-ku (U-Bahn: Gaienmae). Vom Schweizer Architekten Mario Botta, mit kontemporären Ausstellungen, Café (an Sonntagen) und Shop. Geöffnet: Mo – So 11.00 – 19.00 Uhr, Mi bis 21.00 Uhr.
  • GA Gallery (JR: Yoyogi, Harajuku). Galerie mit kontemporären Architekturausstellungen und Buchladen.

EbisuBearbeiten

  • Ebisu (恵比寿, ebisu oder auch yebisu). Ein Bahnhof der Yamanote-Ringlinie, eine Station südlich von Shibuya. Ebisu ist wesentlich ruhiger als das aufgeregte und laute Shibuya und das Klientel knapp zehn Jahre älter, bietet viele kleine Bars und Restaurants und nur einen Fussmarsch entfernt von Daikanyama. Ein Laufband verbindet die Station mit dem etwas weiter südlichen Yebisu Garden Place.

Museen und GalerienBearbeiten

  • Tokyo Metropolitan Museum for Photography (東京都写真美術館, tokyo-to shashin bijutsukan), Yebisu Garden Place, 1-13-3 Mita, Meguro-ku (JR und U-Bahn: Ebisu). Geöffnet: Di – So 10.00 – 18.00 Uhr, Do + Fr bis 20.00 Uhr.

DaikanyamaBearbeiten

AktivitätenBearbeiten

SportBearbeiten

  • Yoyogi Sporthallen (国立代々木競技場, kokuritsu yoyogi kyōgijō) (JR: Harajuku, U-Bahn: Meijijingumae). Die Turnhallen wurden für die XVIII. Olympischen Spiele 1964 vom japanischen Architekten Kenzo Tange entworfen und beeindrucken durch ihre fantastische Dachkonstruktion. In den Hallen finden neben Turnieren von Tennis über Volleyball bis Eiskunstlauf auch Konzerte statt, zwischen beiden Hallen gibts es ein Schwimmbad (インドーア50, indōa gojū).

Im Meiji-Jingu-gaien, den äußeren Gärten des Meiji-Schreins haben sich um das Olympiastadion von 1964 Sportstätten angesammelt, von professionellem Baseball, Rugby, Leichtathletik bis hin zu Batting Centers und Futsal-Plätzen für jedermann:

  • 1 Olympiastadion (国立競技場, kokuritsu-kyōgijō) (JR: Sendagaya; Toei: Kokuritsu-kyōgijō).     .
  • Tokyo Sporthalle und Schwimmbad (東京体育館, tōkyō taiikukan) (JR: Sendagaya; Toei: Kokuritsu-kyōgijō).
  • Jingu Baseballstadion (JR: Sendagaya; Toei: Kokuritsu-kyōgijō; U-Bahn: Gaienmae).
  • Rugbystadion (U-Bahn: Gaienmae).

EinkaufenBearbeiten

KücheBearbeiten

  • Ramen-Ya shima (らぁ麺や 嶋), 3-41-12 Shibuya,Honnmachi (U-Bahn-Oedo-Linie,Station Nishi-Shinjyuku 5,Ausgang A1 etwa 363 m). . Die Salz-Ramen sind sehr beliebt. Das Lokal verwendet heimisches Chashu-Schweinefleisch. Man grillt jedes Stück mit Holzkohlefeuer. Das Local besteht seit 2020. Geöffnet: Sonntag,Montag, Dienstag,Donnerstag,Freitag 11.00~16.00. twitter-URL verwendet

NachtlebenBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 
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