Der Rione Monti liegt in der Osthälfte des Historischen Zentrums von Rom. Er hat Anteil an den drei Hügeln Quirinal, Viminal und Celio.

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Rione Monti

HintergrundBearbeiten

 
Basilika San Giovanni in Laterano

Im Altertum lebten die wohlhabenderen Römer auf den Hügeln, während die sumpfigen Täler meist von den Plebejern bewohnt wurden. Das änderte sich jedoch nach der Zerstörung der Aquädukte durch die Goten. Auf den Hügeln gab es nicht mehr genügend Trinkwasser, viele Bewohner zogen in Richtung Marsfeld, und aus der ehemaligen noblen Wohngegend wurden Obstgärten, Olivenhaine und Weinberge. Allerdings gab es bereits einige frühchristliche Basiliken. Der stetige Zustrom von Pilgern gab für Tavernen und Herbergen eine wirtschaftliche Grundlage.

AnreiseBearbeiten

 
Karte von Monti
  • Der 1 Bahnhof Termini mit der gleichnamigen Metrostation liegt in unmittelbarer Nachbarschaft im Rione Esquilino
  • Weitere Metrostationen: 2 Metro Cavour und 3 Metro Colosseo (Linie B), 4 Metro San Giovanni (Linie A).

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Text an den Pfeilern am Eingang: Laterankirche, Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und des Erdkreises

San Giovanni in LateranoBearbeiten

 
Lateranpalast mit Obelisk und Loggia delle Benedizioni

Mit Lateran bezeichnet man einen Bereich, der in der Antike ursprünglich einer Familie Laterani gehörte. Auf diesem Gelände befand sich im 4. Jahrhundert ein Palast und eine Kaserne der Truppen des Maxentius. Nachdem Kaiser Konstantin ihn bei der Schlacht an der Milvischen Brücke besiegte, ließ er die Kaserne abreißen und an dieser Stelle eine Basilika errichten. San Giovanni in Laterano dient seit jener Zeit als Kathedrale der römischen Bischöfe. Sie war die Residenz der Päpste bis zum Jahr 1309, dem Beginn des Exils in Avignon. Als Papstbasilika gehört sie dem Heiligen Stuhl und ist exterritoriales Eigentum des Vatikanstaates. Außerdem ist sie eine der Pilgerkirchen Roms.

Die Kathedrale wurde zweimal durch Feuer zerstört und wieder aufgebaut. Das Innere der Kirche wurde 1646 durch Borromini gestaltet, die Glockentürme entstanden im 16. Jahrhundert, die Barockfassade wurde um 1735 geschaffen.

Der Kreuzgang der Basilika wurde um 1220 erbaut. Neben der Basilika steht ein Baptisterium, dessen achteckige Form auf die Zeit Konstantins zurückgeht. Vor der Kirche erhebt sich auf der Piazza San Giovanni in Laterano seit dem Jahr 1588 ein 1 ägyptischer Obelisk. Er stammt aus dem 15. Jahrhundert v.Chr., ist 32 m hoch und misst mit Sockel über 45 m.

Der gegenwärtige Lateranspalast wurde 1588 errichtet, nachdem der Vorgängerbau durch einen Brand zerstört wurde. In dem Palast ist die Verwaltung des Bistums Rom.

Lateransbasilika
 
Lateran Hauptschiff

2 San Giovanni in Laterano (Lateranbasilika), Piazza di San Giovanni in Laterano 4. Tel.: 06 6988 6452. Geöffnet: Kirche tägl. 7-18:30 Uhr, Museum 9-13 Uhr, Kreuzgang 9-18 Uhr.

Am Eingang der fünfschiffigen Basilika weisen Inschriften auf die Bedeutung dieser Kirche hin, sie ist Sitz des Bischofs von Rom und hat damit in der katholischen Kirche den höchsten Rang. In der Vorhalle steht auf der rechten Seite eine Statue von Konstantin II. Im Hauptschiff stehen an den Säulen überlebensgroße Marmorstatuen der Apostel, ganz vorn sind es Petrus und Paulus. In der Mitte unter der Kuppel ist der Hauptaltar, an dem nur der Papst eine Messe lesen darf. Besonders sehenswert auch die Decke im Hauptschiff und die Orgel im Querschiff. Die Außenfassade an der Nordseite der Basilika wurde 1586 von Domenico Fontana gestaltet, in ihr ist die Loggia delle Benedizioni, von dieser erteilt der Papst seinen Segen.

3 Scala Santa. Auf der Ostseite des Platzes an der Piazza di Porta San Giovanni ist die Privatkapelle der Päpste, erbaut 1589. In diesem Bauwerk befindet sich die Heilige Treppe. Diese Marmortreppe soll aus dem Palast des Pilatus in Jerusalem stammen, und auf einigen Stufen sollen Blutspuren Jesu sichtbar sein. Die Treppenstufen sind mit Holz verkleidet, und man darf sie nur auf Knien besteigen.

San Clemente al LateranoBearbeiten

Die ältesten Teile der Kirche San Clemente stammen aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. und enthielten ein Mithras-Heiligtum. Um das Jahr 385 wurde darüber eine erste Basilika errichtet. Diese wurde 1084 von den Normannen schwer beschädigt. In den Jahren 1108 - 1128 wurde dann darüber die heutige Basilika erbaut, sie ist dem 3. Papst, dem hl. Clemens geweiht. Aus jener Zeit erhalten ist ein Mosaik in der Apsis, zu beachten auch ein Leuchter aus Marmor mit kunstvollen Einlegearbeiten (Kosmaten). Die 1430 angebaute Cppella di Santa Caterina ist eines der ersten Renaissance-Bauten.

Auch die darunter liegende Kirche aus dem 4. Jahrhundert ist zugänglich, ebenso das Mithräum.

Die Kirche gehört zu einem Dominikanerkloster, sie liegt an der Via di San Giovanni in Laterano zwischen dem Kolosseum und der Lateranbasilika.

4 San Clemente, Via Labicana 95. Tel.: 06 774 0021. Metro: Colosseo. Geöffnet: tägl. 9-12:30 und 15-18 Uhr.

Weitere KirchenBearbeiten

San Pietro in Vincoli
 
Moses von Michelangelo

San Pietro in VincoliBearbeiten

Die Kirche verdankt den Namen Sankt Peter in Ketten den Ketten in einem Reliquienschrein unter dem Altar. Es sollen die Ketten sein, mit denen einst der Apostel Petrus im Mamertinischen Kerker gefesselt war.

Hauptsehenswürdigkeit in dieser Kirche ist allerdings die Skulptur des Moses von Michelangelo. Sie gehört zum Grabmal des Papstes Julius II. Die Kirche selbst wurde im 5. Jahrhundert erbaut, sie wurde mehrmals umgestaltet, letztmals im Stil der Renaissance. Die Kirche steht auf dem Hügel Oppio in der Via delle Sette Sale, nächste Metro-Stationen sind Colosseo und Via Cafour.

5 San Pietro in Vincoli, Piazza San Pietro in Vincoli 4A. Tel.: 06 4882 865. Geöffnet: tägl 7-12 und 15:30-19 Uhr (Winter 18 Uhr).

Von der Metro-Haltestelle Via Cafour steigt man eine Treppe hoch bis zur Straße, überquert die Via Cafour und steigt eine weitere längere Treppe zur nächsten Querstraße. Von dort geht es nach rechts zur Kirche. Deren Inneres ist mit Ausnahme des Altarraums recht hell gehalten. Die Skulptur von Michelangelo befindet sich vorne an der rechten Seite. Die Ketten des hl. Petrus sind in einem beleuchteten Glaskasten unter dem Altar.

 
Ketten des Petrus

Santa PudenzianaBearbeiten

 
Santa Pudenzia

6 Santa Pudenziana, Via Urbana 160. Der Name der Kirche geht zurück auf einen römischen Senator namens Pudens, in dessen Haus der Apostel Petrus zeitweise lebte. Die Kirche entstands innerhalb seines Anwesens und wurde daher Kirche des Pudens genannt. Daraus wurde im Laufe der Zeit eine Heiligenlegende, dieser Name wurde jedoch 1969 ebenso wie der ihrer angeblichen Schwester Praxedis aus dem Heiligenkalender entfernt. Sehenswert das Mosaik in der Apsis. Geöffnet: tägl. 8-12 und 15-18 Uhr.

Santa PrassedeBearbeiten

7 Santa Prassede, Via Santa Prassede 9/A. Tel.: 06 4882 456. Eine erste Kirche stammt aus dem 4. Jahrhundert. Die heutige Gestalt entstand bei einem grundlegenden Umbau im 9. Jahrhundert. Aus jener Zeit stammen die byzantinischen Mosaike. Sehenswert die Zenon-Kapelle und die Krypta. ÖPNV: Metro Linie A Station Vittorio Emanuele, Autobus Linien 16, 70, 71, 75 und 714. Geöffnet: 7:30-12 und 16-18:30 Uhr.

San Martino ai MontiBearbeiten

Der komplette Name ist Santi Silvestro e Martino ai Monti. Die Kirche liegt in der Nähe von San Pietro in Vincoli, sie wurde im 4. Jahrhundert gegründet. Eine letzte bedeutende Umgestaltung erfolgte um 1650 im Stil des Barock.

8 San Martino ai Monti, Viale del Monte Oppio 28. Tel.: 06 4784 701. Geöffnet: tägl 7-12 und 16-19 Uhr, So bis 20 Uhr.

Santo Stefano RotondoBearbeiten

Der Rundbau wurde zwischen 468 und 483 auf dem Hügel Celio errichtet. Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert teilweise zerstört und bei der Restaurierung verkleinert. Die Fresken aus dem 16, Jahrhundert stellen den Tod einiger Märtyrer dar.

9 Santo Stefano Rotondo, Via di Santo Stefano Rotondo 7. Tel.: 06 4211 99, Fax: 06 4211 9125. Geöffnet: nur nach Voranmeldung.

Santi Quattro CoronatiBearbeiten

Der Gebäudekomplex rund um die Basilika der vier gekrönten Märtyrer steht auf der Nordseite des Celio. Ein erster Bau wurd im 4. Jahrhundert errichtet. Er wurde im 7. Jahrhundert erweitert. 1084 wurde die Kirche niedergebrannt. Sie wurde in kleinerem Umfang wieder aufgebaut, und als Anfang des 12. Jahrhunderts der Lateranpalast renoviert wurde, residierte Papst Paschalis II in dem Gebäude. Seit dem 16. Jahrhundert ist es ein Kloster der Augustiner-Chorfrauen.

10 Santi Quattro Coronati, Via dei SS. Quattro Coronati 20. Tel.: 06 7047 5427. Geöffnet: tägl 6:30-12.30, 15:30-19:45.

Antike StättenBearbeiten

  • Die 11 Kaiserforen liegen entlang der Staße Via dei Fori Imperiali, sie bildet die Grenze zum Rione Campitelli. Näheres im Artikel zum Forum Romanum.
  • Am Monte Oppio sind Reste der Trajansthermen und des Palastes Domus Aurea, den Kaiser Nero nach dem Brand von Rom erbauen ließ.

PalästeBearbeiten

  • 12 Palazzo del Viminale, erbaut von 1911-1925 auf dem Viminal-Hügel, Sitz des Innenministeriums.
  • 13 Palazzo Koch, er wurde von 1888-1892 an der Via Nazionale im Stil der Renaissance erbaut. Er ist der Hauptsitz der italienischen Zentralbank.
  • 14 Palazzo delle Esposizioni, im neoklassizistischen Stil erbaut. Seit 1883 wird das Gebäude für Ausstellungen benutzt.

Sonstige BauwerkeBearbeiten

 
Torre delle Milizie
  • 15 Torre delle Milizie , ein Turm aus dem Mittelalter, er steht am Rand der Kaiserforen. Bereits im Mittelalter durch Erdbeben beschädigt und nicht zugänglich.
  • 16 Torre die Conti , der Turm am anderen Ende der Kaiserforen hat ein ähnliches Schicksal.
  • 17 Piazza dell'Esquilino , Platz vor der Basilika Santa Maria Maggiore, mit dem Obelisco Esquilino.
  • 18 Torre dei Capocci

MuseenBearbeiten

ParksBearbeiten

19 Parco del Colle Oppio

AktivitätenBearbeiten

EinkaufenBearbeiten

  • Coin, Piazzale Appio 7 (nahe Metro A San Giovanni).

KücheBearbeiten

GünstigBearbeiten

MittelBearbeiten

GehobenBearbeiten

NachtlebenBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

Am Lateran
 
Scala Santa

GünstigBearbeiten

MittelBearbeiten

GehobenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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