Königsbrück

Stadt im Landkreis Bautzen, Sachsen, Deutschland

Königsbrück ist eine Kleinstadt in Sachsen und trägt die Beinamen "Tor zur Westlausitz" und "Kamelienstadt an der Via Regia".

Königsbrück
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen

Das angrenzende Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide entstand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz und zählt mit fast 70km² Fläche zu den größten Deutschlands.

HintergrundBearbeiten

Königsbrück wird erstmals 1248 urkundlich erwähnt. Damals entstand der Ort um eine Grenzfeste zwischen der Mark Meißen und der böhmischen Oberlausitz. 1331 erhielt die Ortschaft Stadtrecht. Als Grenzstadt an der Via Regia konnte sich die Stadt entwickeln.

1819 wurde in der Stadt die erste Sparkasse in Sachsen gegründet.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Königsbrück Militärstandort. Noch heute existiert ein Flugphysiologisches Trainingszentrum am Stadtrand.

AnreiseBearbeiten

 
Eisenbahnbrücke
 
Hauptkirche

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Der nächstgelegene Verkehrsflughafen ist Dresden (IATA Code: DRS; 50 km, ca. 40 min mit der Bahn)

Mit der BahnBearbeiten

Mit der stündlich verkehrenden Regionalbahn (RB33) ist Königsbrück von Dresden innerhalb von 40 Minuten erreichbar. Allerdings wird dringend empfohlen sich vor Fahrtantritt sich über mögliche (häufig auftretende) Fahrplanänderungen zu Informieren. Die Fahrt selbst ist durch die marode Strecke ein unicum, da die eingesetzten Triebwagen streckenweise Schritt fahren und an den zahlreichen unbeschrankten Bahnübergängen durch Hupen auf sich aufmerksam machen. Eine Modernisierung ist aber in Aussicht gestellt worden.

Die Innenstadt ist vom Bahnhof fußläufig erreichbar (teilweise schlechte Wegverhältnisse, nicht behindertengerecht).

  • 1 Bahnhof Königsbrück     


Mit dem BusBearbeiten

Die umliegenden Orte sind größtenteils mit dem Bus erreichbar. Fernbusse fahren die Stadt aber nicht an. Am Bahnhof existiert ein Busplatz, der aber nicht zu jeder Tageszeit von allen Linien angefahren wird. Ein Blick in den Fahrplan lohnt.

Auf der StraßeBearbeiten

Königsbrück liegt an der Bundesstraße 97, die von der Autobahn 4 (Hermsdorf (83)) nach Hoyerswerda führt. Von der Autobahn 13 gelangt man von der Abfahrt Thiendorf (20) über die Bundesstraße 98 nach Königsbrück.

MobilitätBearbeiten

Königsbrück wird von einer Reihe regionaler Buslinien angefahren. Der zentrale Busplatz liegt direkt am Bahnhof.

 
Karte von Königsbrück

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schlossstraße

BauwerkeBearbeiten

  • 1 Schloss mit Park, Schloßberg 3.     . Das barocke Ensemble verfügt über eine umfangreiche Kameliensammlung die zur Blütezeit (Januar bis März) besichtigt werden kann.
  • 2 Hauptkirche, Schloßstraße 30.     . Die Hauptkirche beherbergt ein wertvolles barockes Epitaph.
  • 3 Kreuzerhöhungskirche, Höckendorfer Straße 3.     . Katholische Kirche.
  • 4 Eisenbahnstahlbrücke, am Eingang des Tiefentals gelegen.     .
  • 5 Rathaus, Markt 20.  .
  • 6 Hospitalkirche, Kamenzer Straße.  . Der Name Hospitalkirche stammt von dem 1630 erbauten Hospital. Bis zu seinem Abbruch 1974 galt es als ältestes erhaltenes Krankenhaus Deutschlands.
  • 7 Armenhaus Stenz
  • 8 Apothekerlusthaus
  • 9 Naumann Mausoleum. Familienmausoleum der berühmten Nähmaschinen- und Schreibmaschinenproduzenten.
  • 10 Baderbrücke, Dresdner Straße.   .
 
Naumann Mausoleum

Parks und GärtenBearbeiten

  • 11 Tiefental bei Königsbrück     
  • 12 Haselbergturm.     . Aussichtsturm auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatz.
  • 13 Kriegsgefangenenfriedhof
  • 14 Gedenkpark, Scheibischer Berg.  . Mahnmal, von der Aussichtplattform schöne Aussicht über die Stadt.
  • 15 See der Freundschaft. Kleiner Aussichtsturm mit Lehrpfad, Grillplatz und Holzsteg durch Mooriges Gelände.
  • 16 Via Regia Park. Mit Spielplatz.

MuseenBearbeiten

 
Kamelienhaus am Schloss

SonstigesBearbeiten

  • 19 Neues Lager Königsbrück. Ehemaliges Militärgebiet, besitzt den Charme eines Lost Places. Die meisten Gefahrstellen sind mittlerweile aber entschärft. Ein Verein organisiert regelmäßig Veranstaltungen, bei denen auch auf Panzern mitgefahren werden kann.
  • 20 ehem. Kernwaffenlager. Der Bunker liegt direkt am Weg zum Haselbergturm. Während des Kalten Krieges wurden hier atomare Waffen gelagert. Tafeln im Pförtnerhaus klären über die historische Bedeutung auf.
 
Schloss Königsbrück

AktivitätenBearbeiten

  • 1 Königsbrücker Stadbad. Modernes Freibad mit Riesenrutsche und Spielplatz.
  • 2 Alpakagarten an der Königsbrücker Heide, Heinrich-Zille-Weg 44. Hier können Alpakawanderungen durch die Heide gebucht werden. Ein Hofladen verkauft Waren des täglichen Bedarfs.

Königsbrücker HeideBearbeiten

Königsbrück zeichnet sich durch seine Lage in der Nähe zu einem ehemaligen Truppenübungsplatz aus. Weite Teile des Geländes weisen eine hohe Munitionsbelastung auf und werden der Natur überlassen. Wölfe und Biber konnten sich hier niederlassen. Ein Biberlehrpfad klärt Besucher über die ökologischen Zusammenhänge auf. Mehrere Aussichtstürme bieten Wanderern eine Rundumsicht über die teilweise offene Heidelandschaft. Das Naturschutzgebiet kann zu Fuß oder auf dem Rad ergründet werden.

Die gesperrten Areale können im Rahmen einer geführten Tour betreten werden. Diese werden mit einem geländetauglichen Bus durchgeführt.

 
Haselbergturm
 
Katholische Kirche

EinkaufenBearbeiten

Königsbrück verfügt als Kleinstadt nicht über ein großes Einkaufzentrum oder eine Einkaufsmeile. Im Stadtgebiet gibt es aber einige kleine, aber feine Geschäfte und Ladenlokale.

  • 1 Lidl, Weißbacher Str. 28, 01936 Königsbrück. Geöffnet: Mo – Sa 7.00 – 20.00 Uhr.
  • 2 Aldi, Birkenweg 02, 01936 Königsbrück. Geöffnet: Mo – Sa 7.00 – 20.00 Uhr.

KücheBearbeiten

  • 3 Claudis Eiscafee, Markt 5.
  • 4 Asia Bistro, Markt 10, 01936 Königsbrück. Tel.: +49 (0)35795 448844.

UnterkunftBearbeiten

GesundheitBearbeiten

Praktische HinweiseBearbeiten

  • 3 Öffentliche Toiletten

AusflügeBearbeiten

 
Samendarre Lausnitz

Königsbrück eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren im Westlausitzer Hügel- und Bergland. Im folgenden sind weitere interessante Ziele aufgelistet.

  • Laußnitz ( 3 km westlich) – Dörfliche Gemeinde mit Museum Samendarre
  • Kamenz (16 km östlich) – Geburtsstadt Lessings, Altstadt mit mittelalterlichem Grundriss, reicher Geschichte und zahlreichen Museen.
  • Pulsnitz (15 km südöstlich) – Die sächsische Pfefferkuchenstadt am Westrand der Oberlausitz.
  • Radeburg ( 15 km westlich) – Kleinstadt und Geburtsort von Heinrich Zille. Die Stadt ist Endstation der Lößnitzgrundbahn.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.