Jerez de los Caballeros

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Jerez de los Caballeros
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Jerez de los Caballeros ist eine Stadt im Südosten der Extremadura in der Provinz Badajoz.

HintergrundBearbeiten

Die vorgeschichtlichen Dolmen von Torinuelo sind ganz in der Nähe. Sie deuten auf eine Besiedlung vor vielen tausend Jahren hin. Jerez de los Caballeros wurde in phönizischer Zeit als Ceret gegründet. Die Römer nannten den Ort Caeriana oder Fama Julia. Es gibt archäologische Funde aus römischer Zeit. Auch die Westgoten und die Mauren hinterließen ihre Spuren. Im 13. Jh. eroberte König Alfons IX von León die Stadt. Die Templer rückten nach und bauten die schon beachtliche maurische Burg aus. Sie blieben bis Mitte des 14. Jh. Danach geriet Jerez unter den Einfluss der Ordensritter von Santiago durch König Enrique II im Jahre 1379. Die Stadt wuchs und im späten 15. Jh. hatte sie schon 8.500 Einwohner. Der Ort, jetzt Xerez de Badajoz genannt, erhielt 1525 Stadtrechte und wurde ein paar Jahre später in Jerez de los Caballeros umbenannt. Später florierte die Landwirtschaft und die Schweinezucht. Jamon Iberíco (Schinken) aus Jerez ist bekannt.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Der nächste Flughafen ist Sevilla. Auf der A-66 kommt man nach Jerez de los Caballeros (siehe weiter unten).

Auf der StraßeBearbeiten

Von der Via de la Plata (A-66), von Sevilla oder Mérida kommend, fährt man nach Zafra ab, folgt kurz der EX-101 nach Südwesten und biegt nach etwa 10 km auf die EX-112 ab. Nach ca. 35 km gelangt man nach Jerez de los Caballeros.

MobilitätBearbeiten

Man kann alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Burgen und SchlösserBearbeiten

  • La Fortaleza. Die Burg ist maurischen Ursprungs. Sie wurde von den Rittern des Templerordens (Templer) ausgebaut. Der Orden von Santiago führte die Arbeit fort, weil man die Stadt gegen die nahen Armeen von Al Andalus und Portugal schützen musste. Die Burg hat fünf Türme. Von der Burg hat man schöne Aussichten auf die Stadt und die Landschaft.

Stadtmauer und StadttoreBearbeiten

  • Die Templer bauten im 13. Jh. die 1500 m lange Stadtmauer in der Form einer Mandel.
 
Puerta de Burgos

Es gab sechs Stadttore. Alconchel, Burgos, Nueva, Santiago, Sevilla, de la Villa. Die Stadttore La Puerta de Burgos und La Puerta de la Villa sind gut erhalten. Puerta de Burgos wurde 1706 teilweise zerstört und ein Jahr später wieder aufgebaut. Neben dem Tor steht ein Denkmal des Hermando de Soto von González Grotta aus dem Jahre 1969. Als Junge nahm Hermando im 16. Jh. an der Unterwerfung Panamas teil und konnte sich bei der Kolonisierung von Nicaragua bereichern. De Soto begleitete auch Pizarro bei der Eroberung von Peru. Die spanische Krone erlaubte ihm, La Florida zu erobern. Sechs Jahre lang, von 1539 bis 1543, durchstöberte De Soto mit 600 Männern, vielen Pferden, Kampfhunden und Schweinen den Südosten der heutigen USA und terrorisierte die Indianer von Florida bis Tennessee und Texas.

KirchenBearbeiten

 
Iglesia San Bartolomé
 
Iglesia Santa Maria de la Encarnación
 
Iglesia San Miguel
  • Iglesia de San Batholomé. Mitte des 15. Jh. im gotischen Stil erbaut und im 16. und 17. Jh. vergrößert. Sie bekam nun ein barockes Aussehen. Die eindrucksvoll schöne Fassade wurde 1759 hinzugefügt. Sie ist reich an Ornamenten. Der Turm hat einen quadratischen Grundriss. Der untere Teil wurde mit Granit und der obere mit schönen barocken Ornamenten verkleidet. Den Hauptaltar von 1691 hat José de la Barrera geschaffen. Die Orgel im Chor ist von großer Schönheit.
  • Iglesia de Santa Catalina, an der Plaza de Santa Catalina im unteren Stadtteil (Barrio bajo). Die Kirche hat einen rechteckigen Grundriss. Sie wurde im 15. Jh. gebaut. Im 18. Jh. wurden schöne Fenster zugefügt. Die ursprünglich gotische Kirche wurde ab dem 16. Jh. erweitert und mit einer barocken Fassade versehen. Der dreistufige Turm im Stil der Fassade ist im 18. Jh. errichtet worden. Der Hauptaltar ist in fünf vertikale Sektionen gegliedert. In der Mitte steht eine Statue der Santa Catalina.
  • Iglesia de Santa Maria de la Encarnación. Die Kirche steht in der Nähe der Burg. Sie wurde im späten 15. Jh. gebaut und in späterer Zeit erweitert.
  • Iglesia de San Miguel, im Stadtzentrum. Zwischen dem 15. und 18. Jh. errichtet.

PalästeBearbeiten

  • Palacio de los Cigüenas. In der Nähe des Stadttors Puerta de Burgos findet man den barocken Palacio de los Cigüenas, auch Palacio de Lastra genannt. Es hat eine Pforte aus Granit.

Es gibt einige weitere Paläste in Jerez de la Caballeros.

AktivitätenBearbeiten

  • Semana Santa. Die Karwoche wurde zur Touristen Attraktion erklärt. Es soll die beste in der Extremadura sein. In den Prozessionen werden Heiligenfiguren durch die Stadt getragen.

KücheBearbeiten

Schinken und Würste von iberischen Schweinen sind bekannt. Die Tapas sollen auch sehr gut sein. Außerdem sind caldereta de cordero (Lamm Eintopf), revueltos de espárragos trigueros (Rührei mit wildem Spargel), caracoles (Schnecken), Wild und auch Süßigkeiten typisch für die Stadt.

MittelBearbeiten

  • Restaurante la Extremadura. Tel.: +34 924 73 16 90.

UnterkunftBearbeiten

GünstigBearbeiten

MittelBearbeiten

  • Hotel los Templarios ***. Tel.: +34 924 73 16 36.

Praktische HinweiseBearbeiten

AusflügeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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