Białystok

polnische Großstadt

Białystok ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Podlachien in Polen. Die Universitätsstadt liegt an der Biała, die auf dem Stadtgebiet in den Supraśl mündet, der wiederum unweit der Stadt in die Narew fließt. Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem Magnatengeschlecht der Branicki verbunden. Bekannt ist Białystok auch als Geburtsort von Ludwik Zamenhof, dem Erfinder der Plansprache Esperanto. Um die Stadt herum befinden sich zahlreiche Nationalparks, Naturreservate, Urwälder, Seenplatten und Sumpflandschaften.

Białystok
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StadtteileBearbeiten

 
Zentrum
 
Branicki-Palast
 
Marktplatz
  • Altstadt
  • Centrum
  • Białostoczek
  • Sienkiewicza
  • Bojary
  • Piaski
  • Przydworcowe
  • Młodych
  • Antoniuk
  • Jaroszówka
  • Wygoda
  • Piasta I
  • Piasta II
  • Skorupy
  • Mickiewicza
  • Dojlidy
  • Bema
  • Kawaleryjskie
  • Nowe Miasto
  • Zielone Wzgórza
  • Starosielce
  • Słoneczny Stok
  • Leśna Dolina
  • Wysoki Stoczek
  • Dziesięciny I
  • Dziesięciny II
  • Bacieczki
  • Zawady
  • Dojlidy Górne

HintergrundBearbeiten

 
Bialystok 1752
 
Schlossgarten um 1700

Die Stadt wurde um 1440 gegründet. Die erste Pfarrkirche entstand um 1450. Das Stadtrecht erhielt der Ort im 16. Jarhundert. Das Schloss gehörte im 16. Jahrhundert den Wiesiołowski und geht auf den Renaissance-Architekten Hiob Praÿetfuess zurück. Im Jahr 1665 ging das Schloss an die Branicki, die es von Tylman van Gameren zu einem Barockpalast ausbauen ließen. Białystok wurde sie im 17. Jahrhundert als Residenzstadt des polnischen Magnatengeschlechts der Branicki neugegründet. Die heutige Mariankathedrale geht auf einen frühbarocken Bau von um 1600 zurück, wurde später jedoch im neugotischen Stil ausgebaut. Juden sind in der Stadt seit 1658 nachweisbar. Um 1700 entstand die barocke Alte Synogoge für die stetig wachsende jüdische Gemeinde. 1710 kam die Nomer-Tamid-Synagoge und im 19. Jahrhundert die Choral-Synagoge und die Piaskower-Synagoge sowie Anfang des 20. Jahrhunderts die Cytron-Synagoge und die Große Synagoge hinzu. Auch der große jüdische Friedhof geht auf die vorletzte Jahrhundertwende zurück. Die Stadt kam im Zuge der dritten polnischen Teilung 1795 an Preußen und kam zu Neupreßen. Im Zuge des Wiener Kongresses kam sie an Russland. 1862 wurde die Stadt an die Bahnlinie Warschau-Sankt Petersburg angeschlossen, was die rassante Entwicklung der Stadt förderte. Im Jugendstil entstanden zahlreiche Häuser, unter anderem das Palais Nowik. Ende des 19. Jahrhundert erhielt die Stadt eine Straßenbahn. Nach dem Ersten Weltkrieg kam die Stadt an Polen und wurde Woiwodschaftshauptstadt. Seit 1920 besteht der Fußballverein Jagiellonia Białystok. Nach dem deutschen Überfall auf Polen sowie der Kesselschlacht bei Białystok und Minsk wurde 1939/1941 der Bezirk Bialystok gegründet. Die jüdische Bevölkerung wurde in das Ghetto Bialystok gebracht. Dessen Insaßen wurden nach Treblinka, Majdanek und Auschwitz deportiert. 1944 wurde die Stadt von der Roten Armee erobert. 1945 wurde die Technische Universität und 1950 die Medizinische Universität gegründet, 1997 folgte die Universität Białystok. Seit 1975 war die Stadt Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft. 1976 wurde das Armeemuseum gegründet. 1991 wurde die Stadt Erzbischofssitz. 2012 wurde das neue Opern- und Philharmoniehaus eingeweit und 2014 das neue Sportstadion.

Aufgrund ihrer Lage im heutigen Ostpolen wechselte die Stadt in ihrer Geschichte häufig den Landesherrn zwischen Polen, Russland/Sowjetunion und Preußen/Deutsches Reich. Dies führte zu einer ethnisch diversen Bevölkerung, was auch heute noch in der Bevölkerung sichtbar ist.

AnreiseBearbeiten

 
Karte von Białystok

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Der nächste Flughafen in Polen ist der Flughafen Allenstein bei Olsztyn/Szczytno in Ermland-Masuren. Ungefähr genauso weit weg ist der bedeutend größere Flughafen Warschau (IATA CodeWAW), etwa 250 km entfernt und mit Zug oder Bus angebunden.

Der Flughafen in Grodno (IATA CodeGNA) ist nur etwa 40 km von Bialystok entfernt, hat aber nur wenige Flugverbindungen und ist aufgrund der Visaanforderungen in Weissrussland und der dazwischen liegenden Schengen-Aussengrenze auch nicht schneller.

Mit der BahnBearbeiten

Der 1 Bahnhof Białystok hat pro Tag über zehn Züge von Warschau aus, ebenso Direktverbindung mit Olsztyn.

Mit dem BusBearbeiten

Der Zentrale Omnibusbahnhof befindet sich in Zentrumsnähe.

Auf der StraßeBearbeiten

N8 von Warschau, Richtung Białystok oder Augustów auf Wegweiser achten. Die Schnellstraße S19 von Rzeszów und Lublin von Süden.

MobilitätBearbeiten

Die Altstadt kann gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Ansonsten fahren Busse in die weiter entlegenen Stadtteile.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Branicki-Palast
 
Lubomirski-Palais
 
Rathaus
 
Marienkathedrale
 
Pfarrkirche
 
Adalbertkirche
 
Nikolauskirche
 
Moes-Haus
 
orthodoxer Friedhof
 
Schlossgarten
 
Planty-Park
 
Wäscherinnen

Paläste und PalaisBearbeiten

  • 1 Branicki-Palast.     . Heute Medizinische Universität.
  • 2 Gäste-Palais.     . barockes Palais.
  • 3 Lubomirski-Palais.     . historisches Palais.
  • 4 Hasbach-Palais.     . historisches Palais.
  • 5 Trylling-Palais.     . historisches Palais.
  • 6 Nowik-Palais.     . Jugendstil-Palais.
  • 7 Freimaurerloge.     . klassizistisches Palais.
  • 8 Waffenhaus.     . klassizistisches Palais.
  • 9 Welter Palais.     . klassizistisches Palais.
  • 10 Driesen Palais.     . klassizistisches Palais.
  • 11 Kariatyda Palais.     . klassizistisches Palais.
  • 12 Stein Palais.     . klassizistisches Palais.

AmtsgebäudeBearbeiten

  • 13 Barockes Rathaus (Ratusz w Białymstoku)     
  • 14 Barocke Herberge.     . Herberge aus dem 18. Jahrhundert
  • 15 klassizistisches Napoleonhaus.     . Palais aus dem 19. Jahrhundert
  • 2 klassizistischer Hauptbahnhof.     . Bahnhofsgebäude aus dem 19. Jahrhundert
  • Barockes Pfarrhaus. Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert
  • Barockes Spital. Spital aus dem 18. Jahrhundert
  • Manufaktur E.Becker i s-ka.   . Neorenaissance-Fabrik aus dem 19. Jahrhundert
  • 16 Präsidenten-Palais.     . modernistische Villa
  • 17 Appelationsgericht.     . modernistisches Gerichtsgebäude
  • 18 Haus der Partei.     . stalinistischer Protzbau, heute Universitätsgebäude.

KirchenBearbeiten

  • 19 Marienkathedrale.     . Neugotischer Dom.
  • 20 Pfarrkirche, Kościuszko-Markt (ul. Rynek Kościuszki ). Renaissance-Kirche aus dem frühen 17. Jahrhundert.
  • 21 St. Marie Magdalena.     . Orthodoxe Kirche aus dem 17. Jahrhundert.
  • 22 Byzantinische Nikolauskirche.     . orthodoxe Kirche aus dem 19. Jahrhundert.
  • 23 Byzantinische Allerheiligenkirche.     . orthodoxe Kirche aus dem 19. Jahrhundert.
  • 24 Herz-Jesu-Kirche.     . neugotische Kirche aus dem 19. Jahrhundert.
  • 25 Stanislauskirche.     . neugotische Kirche aus dem 19. Jahrhundert.
  • 26 Erlöserkirche.     . neugotische Kirche aus dem 19. Jahrhundert.
  • 27 Adalbertkirche.     . neugotische Kirche aus dem frühen 20. Jahrhundert.
  • 28 Andreaskirche.     . neugotische Kirche aus dem frühen 20. Jahrhundert.
  • 29 Rochuskirche.     . Modernistische Kirche
  • 30 Herz-Mariä-Kirche.     . Modernistische Kirche

KlösterBearbeiten

  • 31 barockes Kolster der Barmherzige Schwestern.     . Kloster aus dem 18. Jahrhundert

SynagogenBearbeiten

  • 32 barocke Nomer-Tamid-Synagoge.     . Synagoge aus dem frühen 18. Jahrhundert (Reste erhalten)
  • klassizistische Choral-Synagoge.   . Synagoge aus dem frühen 19. Jahrhundert
  • 33 klassizistische Piaskower-Synagoge.     . Synagoge aus dem 19. Jahrhundert
  • 34 Große Synagoge.     . Synagoge aus dem frühen 20. Jahrhundert (Reste erhalten)
  • 35 Cytron-Synagoge.     . Synagoge aus dem frühen 20. Jahrhundert

BürgerhäuserBearbeiten

  • 36 Kantorowicz-Haus.     . Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert
  • 37 Cytron-Haus.     . Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert
  • 38 Moes-Haus.     . Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert
  • 39 Jossem-Haus.     . Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert
  • 40 Malinowski-Haus.     . Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert
  • 41 Rozenblum-Haus.     . Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert
  • 42 Szturman-Haus.     . Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert
  • 43 Świński-Haus.     . Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert
  • 44 Ginzburg-Haus.     . Bürgerhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert
  • 45 Makowski-Haus.     . Bürgerhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert

FriedhöfeBearbeiten

  • 46 Alter jüdischer Friedhof.     . Friedhof aus dem 18. Jahrhundert
  • 47 Bem jüdischer Friedhof.     . Friedhof aus dem frühen 19. Jahrhundert
  • 48 Östlicher jüdischer Friedhof.     . Friedhof aus dem späten 19. Jahrhundert
  • 49 katholischer Friedhof.     . Friedhof aus dem 19. Jahrhundert
  • 50 evangelischer Friedhof.   . Friedhof aus dem 19. Jahrhundert
  • 51 orthodoxer Friedhof.     . Friedhof aus dem 19. Jahrhundert
  • 52 jüdischer Ghettofriedhof.     . Friedhof aus dem 20. Jahrhundert

ParkanlagenBearbeiten

  • 53 Branicki Schlossgarten.     . barocke Parkanlage aus dem 17. Jahrhundert
  • 54 Alter Poniatowski Park.   . Parkanlage aus dem späten 19. Jahrhundert
  • 55 Planty Park.     . Parkanlage aus dem frühen 20. Jahrhundert
  • 56 Park der Verfassung des 3. Mai 1791.     . Parkanlage aus dem frühen 20. Jahrhundert
  • 57 Tiergarten.     . Zoolage aus dem 20. Jahrhundert
  • 58 Park Antoniuk.   . Parklage aus dem 20. Jahrhundert
  • 59 Zentralpark.     . Parklage aus dem 20. Jahrhundert
  • 60 Dziekońska Park.     . Parklage aus dem 20. Jahrhundert

DenkmälerBearbeiten

  • 61 Obelisk der Verfassung des 3. Mai 1791.   . modernistisches Denkmal
  • 62 Soldatendenkmal des Ersten Weltkriegs.     . modernistisches Denkmal
  • 63 Wäscherinnen.     . modernistisches Denkmal
  • 64 Heldendenkmal.     . sozrealistisches Denkmal
  • 65 Obelisk der Verteidiger Białystoks 1939.     . modernes Denkmal
  • 66 Mahnmal der orthodoxen Opfer der Jahre 1939 bis 1956.     . modernes Denkmal
  • 67 Piłsudski-Denkmal.     . modernes Denkmal
  • 68 Zamenhof-Büste.     . modernes Denkmal
  • 69 Zamenhof-Denkmal.     . modernes Denkmal
  • 70 Denkmal des Hunds Kawelin.     . modernes Denkmal
  • Maske.     . modernes Denkmal

PlätzeBearbeiten

  • 71 Marktplatz.     . Platz aus dem 15. Jahrhundert
  • 72 Johannes-Paul-II-Platz.     . Platz aus dem 20. Jahrhundert
  • 73 Katyń-Platz.     . Platz aus dem 20. Jahrhundert
  • 74 Sopoćki-Platz.     . Platz aus dem 20. Jahrhundert
  • 75 Studentenplatz.     . Platz aus dem 20. Jahrhundert

AktivitätenBearbeiten

Um Białystok liegen zahlreiche Wälder und Seen sowie vier Nationalparks, die zum Wandern, Fahrradfahren, Reiten und Wassersport einladen. Mangels Industrie ist die Natur hier noch weitgehend intakt, wie selten in Mitteleuropa.

MuseenBearbeiten

  • Stadtmuseum (im Rathaus)
  • Regionalmuseum
  • Museum der Plastiken
  • Zamenhof Museum
  • Technikmuseum
  • Sibirienmuseum
  • Armeemuseum
  • Naturmuseum
  • Freilichtmuseum

TheaterBearbeiten

Węgierki-Theater

EinkaufenBearbeiten

  • Alfa Centrum Białystok
  • Atrium Biała

KücheBearbeiten

Die lokalen Biermarken sind Żubr und Dębowe Mocne. Der Wodka mit dem Bisongras, Żubrówka/Grasovka wird von Polmos Białystok hergestellt. Zur polnischen Küche siehe den entsprechenden Abschnitt beim Artikel Polen.

NachtlebenBearbeiten

Das Nachtleben konzentriert sich auf die Innenstadt, wo es viele Studentenkneipen und Bars gibt.

UnterkunftBearbeiten

GesundheitBearbeiten

In Białystok gibt es eine Humanmedizinische Universität mit Universitätskliniken. Arztpraxen und Apotheken sind zahlreich vorhanden. Englisch wird dort oft gesprochen.

Praktische HinweiseBearbeiten

Beste Reisezeit ist von Frühjahr bis Herbst.

AusflügeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

Siehe Artikel über Polen.

WeblinksBearbeiten

 Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.