Bayreuth besteht aus 19 recht unterschiedlichen Stadtteilen:

AichigBearbeiten

Aichig ist ein beschaulicher Stadtteil an der Grenze zu Seulbitz und Eremitage. Wenig Aufregendes.

AltstadtBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung datiert um 1400 (Forscher gehen davon aus, daß der jetzige Ortsteil älter ist) und gilt dem Ort Altenstadt, weswegen in Bayreuth die Altstadt (lokal: "Oldschdod") nicht mit den üblichen Altstädten (ursprünglicher Stadtkern) zu verwechseln ist. Die Altstadt ist der Stadtteil mit den meisten Einwohnern und Wohnort für ein breites Spektrum aller Bevölkerungsschichten. Hier gibt es ein kostenloses Freibad ("Altstadt-Bad") in der Fantasiestraße, zwei Privatbrauereien (Glenk (mit Biergarten) und Becher-Bräu) und das 1970er Jahre Vorzeigeprojekt Y-Haus (aufgrund der Form), als Wohnhaus mit integrierten Läden und Praxen. Ein Lehrpfad mit Schautafel entlang des renaturierten Mistelbachs an der Fußgänger-Allee neben dem Stadtfriedhof bis in den Stadtteil Kreuz informiert über lokale Pflanzen, Tiere und Allgemeines.

BirkenBearbeiten

Birken ist tagsüber der Stadtteil mit den meisten Einwohnern, da sich Uni und das Kreuzsteinbad hier befinden. Der Röhrensee mit Kleintiergehege (Alpakas, Ziegen, Rehe, Vögel usw.), Spielplatz, Ruderboot-Verleih und Jugendstil-Kiosk, grenzt an den nahen Studentenwald. Zwei Kleingartenkolonien (Schwedenbrücke, Exerzierplatz) ermöglichen Kleingärtnertum. Die größte Wachstumsphase war nach dem Krieg. Die Zweigstelle des Zentrums für Familie und Soziales in Bayern hat hier ihren Sitz.

 
Der Röhrensee (vorderer Teil)
 
Der Röhrensee (hinterer Teil)
 
Schloss Birken

BurgBearbeiten

Die Burg war Problemviertel hinter dem Hauptbahnhof in den 1990er Jahren und ist jetzt Heimat eines bunten Reigens an Nationen. Weit sichtbares Wahrzeichen ist der alte Löschwasserturm (heute im Privatbesitz) der früheren rundum ansässigen Webereien. Sitz des Landratsamts und der Montessori-Schule.

 
Der alte Löschwasserturm in der Burg
 
Das Landratsamt in der Burg

DestubenBearbeiten

Ist der flächenmäßig größte Stadtteil

ColmdorfBearbeiten

 
Schloss Carolinenruhe
 
Einfahrt und Hauptgebäude

Der Ort Colmdorf (Königsallee, B 22 Richtung Weiden) ist ein Ortsteil von Bayreuth. Er wurde 1386 erstmals erwähnt. Das herausstehende Gebäude ist das Schloss Colmdorf, es wird auch Schloss Carolinenruhe genannt.

1662 machte Markgraf Christian Ernst das Schloss seiner Gemahlin Erdmuthe Sophie zum Geschenk. 1754 wurde es vom markgräflichen Minister Freiherr von Reitzenstein erworben, er ließ es 1754/55 durch den Hofbauinspektor Rudolf Heinrich Richter in seiner heutigen Form neu errichten. Wenige Jahre später kaufte es Markgraf Friedrich zurück und schenkte es seiner zweiten Frau Sophie Caroline Marie von Braunschweig-Wolfenbüttel, nach der es dann Carolinenruhe genannt wurde. Das Schloss wechselte häufig seinen Besitzer, bis es 1886 der Gärtner Johann Friedrich Popp kaufte, dessen Nachkommen das Schloss bis heute besitzen.

Es ist ein fünfachsiger Bau mit zwei dreiachsigen Seitenflügeln. Es ist zu einem großen Garten hin ausgerichtet. Am Hauptflügel ist ein Balkon mit einem schmiedeeisernen Geländer und den Initialen der Sophie Caroline angebracht. Das Gärtnerhäuschen an der Königsallee wurde bis vor wenigen Jahren als einfache Wohnung genutzt. Durch Notsicherungsmaßnahmen wurde der Verfall aufgehalten.

GrunauBearbeiten

Zwischen Aichig und Eichelberg liegt Grunau, mit dem Gut Grunau.

InselBearbeiten

Das Industriegebiet im Norden der Stadt und fast mit Bindlach zusammengewachsen. U.a. Sitz von B.A.T (British American Tobacco), des Deutsches Schreibmaschinenmuseums und Steiner-Optik. Die Autobahnausfahrt Bayreuth-Nord hat hier ihren Anschluß an die A9. Das Jugendprojekt "Schokoladen-Fabrik" ist Heimstatt für Skater.

KreuzBearbeiten

In früheren Zeiten Wohnsitz des lokalen Henkers und Standort des Richtplatzes und aufgrund des Felsenkellersystems (Bierkühlung!) Standort aller Brauereien (u.a. Kreuzbräu, Kommunbräu, Kritzenthalersche Bierbrauerei), von denen heute nur noch zwei in diesem Stadtteil existieren (Maisels Brauerei und Aktien Brauerei). Bis in die 1980er Jahre Sitz des Städtischen Krankenhauses, dessen Gelände nun Teile des Rathauses 2 und der KFZ-Zulassungsstelle beherbergt. Der große Biergarten Herzogkeller thront auf einem Hügel. Das Brauerei- und Büttnermuseum (siehe auch Unterartikel der Bayreuther Museen ist in der Kulmbacherstraße. Ein Lehrpfad mit Schautafel entlang des renaturierten Mistelbachs an der (Fußgänger)Allee neben dem Stadtfriedhof bis in den Stadtteil Altstadt. Standort des Geländes der Bayreuther Turnerschaft (BTS). Standort des Roten Kreuzes und Hausärztliche Bereitschaftspraxis (ist ein Gebäude)

LaineckBearbeiten

Laineck wurde 1972 eingemeindet und ist deutlich älter als Bayreuth selbst. Bereits im 10. Jahrhundert gab es eine Fliehburg (zerstört 1003), die, wie zur damaligen Zeit üblich, vom umliegenden Ort versorgt werden musste. Im 18. Jahrhundert existierte ein Rittergut. Um 1728 wurde als Teil dieses Gutes ein Gebäude errichtet, das heute den Kindergarten beherbergt. 1846 entstand in Laineck-Friedrichsthal die erste bayerische Flachsspinnerei, die erst 1981 schließen musste. Der Golfclub Bayreuth liegt in Laineck. Für Mühlenfreunde ist der 2,8 km lange Lehrpfad zum Thema Mühlen in Bayreuth interessant, der mit Infotafeln an der Hölzleinsmühle beginnt.

 
Hölzleinsmühle: Start des Mühlen-Lehrpfads

MeyernbergBearbeiten

Der westliche Ortsteil Meyernberg hatte seine erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1398. Damals bestand Meyernberg aus einem einzigen Hof und hieß noch Poxreuth. Zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurde dieser Hof von dem Gutsherrn Johann Gottlob von Meyern zu einem Rittergut ausgebaut und zu Meyernberg umbenannt. (Teile des Ritterguts sind heute Bestandteil des Schloss Meyernberg, in dem das Stadtgartenamt residiert). In den 1960er und 1970er Jahren wurde Meyernberg zu einem beliebten Wohnviertel. (Verzehnfachung der Bevölkerungszahlen zwischen den 1950er und 1970er Jahren). Seit einiger Zeit wird Meyernberg wegen seiner ruhigen Lage wieder zunehmend für Familien attraktiv.

 
Der Storchenkeller

(Der Storchenkeller liegt, wie in der Beschreibung vermerkt, im Stadtteil Oberkonnersreuth.

OberkonnersreuthBearbeiten

Ist Sitz der Verkehrspolizei, Biergarten "Storchenkeller" neben der zu Wohneinheiten umgebauten früheren Schaller-Brauerei. Kleines neues Industrieviertel von ortsansässigen Unternehmern.

RödensdorfBearbeiten

RollwenzeleiBearbeiten

 
Die Rollwenzelei

Der Ortsteil Rollwenzelei liegt an der Königsalle stadtauswärts Richtung Aichig.

  • Die Jean-Paul-Stube in der Rollwenzelei in der Königsallee in Bayreuth ist geöffnet von Mai bis Oktober, Freitag bis Sonntag 14:00 – 16:00 Uhr, während der Bayreuther Festspielzeit ab 11:00 Uhr, von November bis April nur nach Vereinbarung, Anmeldungen unter Tel. +49 (0)921/980218 oder info@jeanpaulstube.de

Roter HügelBearbeiten

Der Rote Hügel ist Sitz des Bayreuther Klinikums.

SaasBearbeiten

  • Saas: Die Saas entstand erst 1933. Durch das sogenannte Reichsheimstättengesetz konnten im Süden von Bayreuth die ersten Siedlungshäuer gebaut werden, die sich anfänglich in Hufeisenform ausbreiteten. Heute stehen dort hauptsächlich Einfamilienhäuser, viele noch aus den 1950ern. Die wenigen Geschäfte (Metzger, Bäcker etc.) befinden sich mehr in der Peripherie als in der Saas. Südlich der Saas geht es gleich in die umliegenden Wälder (Buchstein, Studentenwald etc.). In der Saas liegt auch der Südfriedhof mit Krematorium. Geographisch erstreckt sich der Stadtteil westlich der Ludwig-Thoma-Straße und südlich der Linie Justus-Liebig-/Spitzwegstraße mit den Unterbezirken Bärenleite, Glocke, Pottaschhütte und Ginsterweg.

SeulbitzBearbeiten

 
Lohengrin Therme

Seulbitz ist seit der Eingemeindung 1976 der älteste Stadtteil Bayreuths. Erste urkundliche Erwähnungen sind aus dem Jahr 1035 bekannt. Somit ist Seulbitz auch rund 160 Jahre älter als Bayreuth. Seulbitz ist der Stadtteil mit den meisten Haupterwerbslandwirten und hat nur zwei Vereine: die Seulbitzer Feuerwehr mit 90 Mitglieder (40 davon aktiv) und die Singgemeinschaft. Die Lohengrin Therme liegt am Ortseingang im Neubaugebiet von Seulbitz. Interessant ist der ländliche Charakter des Stadtteils und der sehr steile Hausberg 'Pensen' mit Blick ins Umland, der eine Verbindung über eine Staatsstraße nach Weidenberg herstellt (ebenso steile Abfahrt hinunter nach Weidenberg und Blick ins Fichtelgebirge).

  • Die Lohengrin Therme, Kurpromenade 5, 95448 Bayreuth, Tel. +49 921 79240 0, befindet sich im Ortsteil Seulbitz hinter der Eremitage. Sie bietet die Thermenwelt mit 13 Becken, die Saunalandschaft mit finnischen Sauna, Soft Sauna, Sanarium und Steinbad und einen großen Wellness-Bereich.

St. GeorgenBearbeiten

Historisches Kopfsteinpflaster im „Brannaburger“, eigenes Stadtteiltheater (Brannaburger Kulturstadl), Sitz der JVA, Stiftskirche, St. Georgen-Kirche, bis zur Schließung Sitz der Privatbrauerei Götschel, Prinzessinnenhaus (bis Ende des 19. Jahrhunderts ein Irrenhaus). Stadtteil mit den zweitmeisten Einwohnern. Das St. Georgener Ordensschloss war früher ein Repräsentationsbau des leicht spleenigen Erbprinzen Georg-Wilhelm (auch Gründer der Stadt St. Georgen, die bis 1811 eigenständig war) und ist heute Teil der JVA (um 1695). Sitz des Museums des Künstlers Wo Sarazen mit Verrottungsmuseum und „Laurins Zaubergarten“.

 
Der "Brannaburger" von der Stiftskirche aus
 
Das Stadtteiltheater
 
Museum des "Wo Sarazen"
 
Ordensschloss St. Georgen
 
Matrosengasse
 
Die Stiftskirche
 
Die Vorderseite der Ordenskirche
 
Die Rückseite der Ordenskirche
 
Grabanlage der Familie Leers
 
Das Gravenreuther Stift

St. JohannisBearbeiten

Der Bayreuther nennt ihn Kanz, entstand aus der alten Siedlung Altentrebgast und wurde 1939 eingemeindet. Wichtigste Markgräfliche Sehenswürdigkeit ist die Eremitage. Teils ruraler Charakter des geruhsamen Stadtteils.

 
Der Sonnentempel der Eremitage
 
Der alte Wasserturm der Eremitage
 
Das römische Theater der Eremitage
 
Der chinesische Pavillon der Eremitage
 
Die Klause der Eremitage
 
Die Kaskaden der Eremitage

WendelhöfenBearbeiten

Ist Sitz des Bezirkskrankenhauses und des Richard-Wagner-Festspielhauses. Ruhige gediegene Siedlung am Fuße des "Grünen Hügels". Hinter dem Festspielhaus gibt es eine Kneipp-Anlage, eine Sternwarte in der Realschule und im Wald dahinter steht der Siegesturm (erbaut nach 1870/ 71) mit einem guten Rundblick auf Bayreuth und das Bayreuther Land (nicht immer geöffnet!), der als Ziel für einen nicht zu langen sonntäglichen Spaziergang lohnend ist.

 
Das Festspielhaus (Frontalansicht)
 
Das Festspielhaus (Seitenansicht)
 
Richard Wagner
 
Cosima Wagner

WolfsbachBearbeiten

Weiterführende Informationen finden sich hier.

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