Amorbach

Stadt im Landkreis Miltenberg in Deutschland

Amorbach ist ein Luftkurort in Unterfranken.

Amorbach
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Karte von Amorbach

HintergrundBearbeiten

 
Amorbach in der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655.
 
Blick auf Amorbach. Die Gotthardsruine ist im Hintergrund auf dem Hügel

Der Überlieferung nach haben irische Wandermönche im Jahr 734 ein Kloster gegründet. Die bei diesem Kloster entstandene Siedlung wurde 1197 erstmals als "Amarbach" urkundlich belegt. Im Jahr 1253 erhielt der Ort die Stadtrechte. Im Jahr 1172 kam Amorbach in den Besitz des Erzstiftes Mainz.

In der Folge der Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg entstanden in Amorbach etliche Bauwerke im Barockstil, so die Gangolfskirche, der Kurmainzische Amtssitz und das Kloster.

Im Jahr 1803 entstand das Fürstentum Leiningen. Die Leininger machten Amorbach zu ihrer Residenzstadt. Der Kurmainzische Amtssitz wurde zum Fürstlich-Leiningenschen Palais, auch Kloster und Abteikirche kamen in ihren Besitz. Diese Besitzverhältnisse haben sich bis heute erhalten.

Seit 1816 ist Amorbach bayerisch. 1965 wurde die Stadt Luftkurort. Zu Amorbach gehören die Stadtteile Boxbrunn, Beuchen, Neudorf und Reichartshausen.

AnreiseBearbeiten

Mit der BahnBearbeiten

Amorbach liegt an der Madonnenlandbahn, die von Miltenberg kommt und weiter nach Walldürn und Buchen führt.

Auf der StraßeBearbeiten

Durch Amorbach verläuft die B47. In westlicher Richtung führt sie nach Michelstadt und Erbach, Richtung Osten nach Walldürn und Tauberbischofsheim. Die B469 führt nach Norden, auf ihr gelangt man nach Miltenberg und weiter nach Aschaffenburg.

Mit dem BusBearbeiten

Im ÖPNV gibt es eine NeO-Busverbindung von Eberbach über Mudau nach Amorbach, der NaTour-Bus fährt von Erbach über Michelstadt nach Amorbach und weiter nach Miltenberg. Aktuelle Fahrpläne findet man im Odenwaldmobil.de. In den Sommermonaten können in den Busanhängern Fahrräder transportiert werden.

Mit dem FahrradBearbeiten

MobilitätBearbeiten

Die Altstadt von Amorbach lässt sich gut zu Fuß erkunden.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

KirchenBearbeiten

 
Katholische Pfarrkirche St. Gangolf, Debon-Haus und Mariensäule
  • Gangolf-Kirche. Die katholische Kirche im Barockstil, erbaut 1751-1753.
  • Kapelle Amorsbrunn, im Otterbachtal, ca. 2 km von der Altstadt entfernt. Die Kapelle hat ihren Ursprung im 12. Jahrhundert. Geöffnet: Mai – Oktober täglich 10.00 – 17.00 Uhr.
  • Benediktinerabtei. Tel.: +49 (0)9373 200574. Die über 1250 Jahre alte Benediktinerabtei. Nach Überlieferungen wurde die Abtei im Jahre 734, durch den damaligen ersten Abt "Amor" gegründet. Dieser verlieh auch dem Ort seinen Namen. Darin enthalten: Die "Abteikirche" mit Stummorgel. Die Fürstlich-Leiningensche "Hofbibliothek". Der sogenannte "Grüne Saal". Geöffnet: Öffentliche Führungen: von März bis Oktober täglich um 12.00 + 15.00 Uhr. Besichtigungen für Gruppen nach Voranmeldung ganzjährig möglich. Preis: Eintritt: 7 €.
  • Abteikirche. Die fürstliche ehemalige Abteikirche aus dem 18. Jahrhundert ist bekannt für die in ihr stattfindenden Orgelkonzerte auf der Barockorgel der Gebrüder Stumm. Sie ist eine der größten und klangprächtigsten Orgeln Europas. Sie verfügt über vier Manuale, Pedal und 5116 Pfeifen in 66 Registern und einem Glockenspiel.
     
    Altes Rathaus

MuseenBearbeiten

  • 1 Sammlung Berger, Wolkmannstr. 2, Amorbach. Tel.: +49 (0)9373 99081. Untergebracht in einer ehemaligen Fabrikanlage im Mutter Museum. Gezeigt wird u.a. die größte Teekannensammlung Europas. Weitere Sammelobjekte: Puppenstuben und Pepsi-Cola. Besichtigung für Gruppen nach Voranmeldung möglich.
 
Amtskellerei

BauwerkeBearbeiten

  • Altes Rathaus. Spätgotischer Bau von 1478, bis 1964 Verwaltungssitz. Das neue Rathaus ist ein modernes Betongebäude, zugänglich von der Kellereigasse.
  • 3 Templerhaus, Bädersweg 1, 63916 Amorbach. Tel.: +49 (0)9373 200574. Eines der ältesten bekannten und besterhaltenen Fachwerke in Deutschland, vermutlich aus dem 12. oder 13. Jahrhundert, Besichtigung für Gruppen nach Voranmeldung möglich.
  • Amorbacher Klostermühle. Heute Schlossmühle, 1448 neu erbaut und eine der ältesten Mühlen in Franken.
  • Amtskellerei. Spätgotischer Bau, 1482-1487 errichtet, in einem von Mauern umgebenen Hof. Zur Zeit nicht zugänglich.
  • Debonhaus und Mariensäule. Das zweigeschossige Fachwerkhaus Marktplatz/Ecke Pfarrgasse wurde 1683 erbaut, es gehörte im 19. Jahrhundert dem Gründer der Debon-Stiftung. Vor dem Haus steht die Mariensäule von 1675.
  • Fürstlich-Leiningensches Palais. Erbaut neben der Gangolf-Kirche als Amtssitz der Kurmainzer Herrschaft. Es ist im Privatbesitz derer von Leiningen und kann nicht besichtigt werden.

SonstigesBearbeiten

  • Seegarten. Ehemaliger Klostergarten, im 19. Jahrhundert zum englischen Landschaftsgarten umgestaltet.

AktivitätenBearbeiten

  • Gangolf-Ritt jährlich 2. Sonntag im Mai (Muttertag)
  • Nordic-Walking: Parcour am Sommerberg, 4 markierte Touren, Info-Flyer mit Streckenprofil beim Informationszentrum Bayerischer Odenwald
  • Mountainbike-Parcours, Info und Streckenprofil beim Informationszentrum Bayerischer Odenwald
  • Wanderung entlang des Nibelungensteig
  • Öffentliche Gästeführungen von April bis Anfang November, Info unter Tel. 09373 200574

EinkaufenBearbeiten

 
Fassade Klosterkirche
  • 1 EDEKA Habath, Krummwiese 2, 63916 Amorbach. Tel.: +49 (0)9373 980271. Geöffnet: Mo – Sa 8.00 – 20.00 Uhr.
  • 2 Spezialitäten & Edelobstbrennerei Bauer, Beuchen 70-72, 63916 Amorbach. Tel.: +49 9373 1716. Die Schnäpse werden auch in verschiedenen Geschäften im Ort verkauft. Ab 12 Personen werden Brennerei-Führungen angeboten. Geöffnet: Verkauf direkt in der Brennerei nach telefonischer Vereinbarung.

KücheBearbeiten

  • 2 Zur Schmelzpfanne, Schenkgasse 14, 63916 Amorbach. Tel.: +49 9373 646. Geöffnet: Di-So 11-14:30 Uhr und ab 17 Uhr, Mo Ruhetag.
  • 4 Schloßmühle (Café Konditorei Bäckerei) (Schlossplatz 4, 63916 Amorbach). Tel.: +49 9373 1254. Geöffnet: Café: Mo-Sa 9-18 Uhr, So 13-18 Uhr.
  • 5 Colo-Grill, Debonstraße 3C, 63916 Amorbach. Tel.: +49 9373 593812. Cocktailbar und Pizzeria. Geöffnet: Mo – Fr 11.00 – 20.00 Uhr, Sa + So geschlossen.
  • 6 Korfu, Hintere G. 5, 63916 Amorbach. Tel.: +49 (0)9373 1354. Griechisches Restaurant. Geöffnet: Di – So 11.00 – 14.30 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Mo ist Ruhetag.
  • 7 Eiscafé Dolomiti, Marktplatz 7, 63916 Amorbach. Tel.: +49 (0)9373 8518. Geöffnet: täglich 10.00 – 20.00 Uhr.
  • 8 Bistro Colosseo, Kellereigasse 22, 63916 Amorbach. Tel.: +49 (0)9373 203672. Geöffnet: Di – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa + So 17.00 – 23.00 Uhr, Mo geschlossen.
  • 9 Apostelstüble, Schenkgasse 1, 63916 Amorbach. Tel.: +49 (0)9373 1508. Geöffnet: Do – Di 15.00 – 0.00 Uhr, Mi geschlossen.

NachtlebenBearbeiten

 
Detail am Treppenaufgang zur Klosterkirche
  • 1 Zehntscheuer, Kellereigasse 12, 63916 Amorbach. Tel.: +49 (0)9373 99810. Kleinkunstbühne mit wechselndem Programm.

UnterkunftBearbeiten

 
Kath. Kirche St. Gangolf
  • 1 Gleis 1 Amorbach – Erlebnisbahnhof, Bahnhofstraße 1, 63916 Amorbach. Tel.: (0)9373 2064267, Fax: (0)9373 2064268, E-Mail: . Hotel (Übernachten im Eisenbahn-Schlafwagen!), Restaurant, Café, Museum, Biergarten. Geöffnet: Gastronomie: täglich 11.00 – 0.00 Uhr. Preis: 38 € p.P. Einzelabteil, 35 € p.P. Doppelabteil.
  • 2 Schenk´s Landgasthof, Neudorf 7, 63916 Amorbach. Tel.: (0)9373 2065440, E-Mail: . Geöffnet: Gastronomie: Do – Sa ab 17.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 14.30 Uhr + 17.00 – 21.00 Uhr, Mo – Mi (nur nach telefonischer Vereinbarung, mind. 15 Personen!); warme Küche Do – Sa 17.00 – 20.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 20.00 Uhr. Preis: EZ ab 79 €, DZ ab 89 € (jeweils inklusive Frühstück).
  • 4 Bayerischer Hof Boxbrunn (Hotel Restaurant), Boxbrunn 8, 63916 Amorbach (Stadtteil Boxbrunn, ca. 10 km westlich des Stadtzentrums). Tel.: (0)9373 1435.

GesundheitBearbeiten

  • 2 Löwen-Apotheke, Löhrstr. 4, 63916 Amorbach. Tel.: (0)9373 1616, Fax: (0)9373 1663. Geöffnet: Mo, Di, Do, Fr 8.15 – 12.15 Uhr + 14.00 – 18.15 Uhr, Mi + Sa 8.15 – 12.15 Uhr.

Praktische HinweiseBearbeiten

  • Informationszentrum Bayerischer Odenwald, Schlossplatz 1, 63916 Amorbach. Tel.: (0)9373-200574, Fax: (0)9373-200585, E-Mail: . Geöffnet: Mo-Fr 10:00-16:00 Uhr, und von März bis Oktober auch Sa, So und Feiertag 11:30-15:30 Uhr.
  • Öffentliche Toiletten im alten Rathaus und am Schlossplatz gegenüber der Fürstl. Abteikirche

AusflügeBearbeiten

  • Wildenburg (oder auch Burg Wildenberg) - südlich von Amorbach gelegene Burgruine, wo Wolfram von Eschenbach Teile seines Parzivals verfasst haben soll. Die Ruine der im 15. Jahrhundert zerstörten Burg befindet sich etwa 3 km südlich des Weilers Buch bei Kirchzell. Von der Gaststätte Wildenburg zweigt ein schmaler asphaltierter Fahrweg ab, er geht bis zu einem Platz am Fuß des Burgbergs. Die Ruine ist nur zu Fuß oder zu Pferd zu erreichen.
  • Gotthardsruine, ca. 1 km nördlich von Amorbach auf einer Bergkuppe gelegene Ruine einer gotischen Pfeilerbasilika. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über den Talkessel bis zum Spessart, auch 7-Täler-Blick genannt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Odenwald Tourismus GmbH

 Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.