Via Pontica

Antike Römerstraße von Byzanz (Istanbul) zum Donaudelta

Die Via Pontica war eine antike römische Straßenverbindung am westlichen Ufer des Schwarzen Meeres (altgriechisch Pontos Euxeinos) und führte von Byzanz (Istanbul) an das Donau-Delta. Sie verband Byzanz über den Donauweg (Via Istrum) und der Via Militaris mit Rom.

Routen auf dem Balkan in der Spätantike (6.Jh.)

HintergrundBearbeiten

Heute ist die Via Pontica aus touristischer Sicht ein Teil einer Balkanrundreise, wenn man z.B. von Belgrad aus die Donau, bzw. die Via Istrum entlang fährt und dann die Via Pontica Richtung Istanbul nimmt und für den Rückweg entweder der Via Egnatia oder der Via Militaris folgt. Auf dieser Rundreise läßt sich Kultur und Badeurlaub gut verbinden und ist hervorragend für Wohnmobilfahrer geeignet. Die Via Pontica führt an den besten und bekanntesten Stränden und Badeorten von Bulgarien und Rumänien (Schwarzes Meer) vorbei .

Heute trägt auch ein Nord-Süd-Migrationsweg der Zugvögel, der entlang der antiken Straße führt, den Namen Via Pontica.

VorbereitungBearbeiten

Wegen der vielen Grenzübertritte ist es wichtig sich über Zoll- und Verkehrsvorschriften vorab zu informieren, wenn man mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs ist. Ein paar Grundkenntnisse der kyrillischen Schrift erleichtern vieles vor Ort, da nicht immer alle Schilder auch in lateinischer Schrift vorhanden sind, besonders abseits der Hauptverkehrsstraßen.

AnreiseBearbeiten

  • PKW/Wohnmobil: Es empfiehlt sich diese Tour mit dem eigenen Wagen zu fahren. Wegen der vielen Grenzübertritte ist es mit einem Mietwagen sehr problematisch, da wenige Vermieter Grenzübertritte erlauben.
  • Bus/Bahn: Alternativ kann man mit der Bahn-Bus die größeren Orte anfahren und von dort mit einem Mietwagen zu den ausserhalb gelegenen Attraktionen und Naturparks fahren. Überlandbusse verbinden in Bulgarien alle größeren Orte und fahren auch entlang der Küste.

Fahren/Los geht's/...Bearbeiten

Orte entlang der Via Pontica
 
Hagia Sophia Istanbul - Türkei
 
Karte von Via Pontica

Türkei  Bearbeiten

  • 1 Istanbul   (Истанбул, Byzanz, Konstantinopel).       . Byzanz war der Ausgangs- oder Endpunkt des Weges über die Via Pontica nach Rom. Istanbul ist eine der interessantesten Städte Europas und man sollte mehrere Tage für den Besuch einplanen.
  • 2 Rumelifeneri.     . Direkt an der Mündung des Bosporus in das Schwarze Meer bietet das Dorf bemerkenswerte Ruinen einer Festung, einen Leuchtturm (nach dem das moderne Dorf benannt ist) und einen herrlichen Blick auf den Bosporus. Nach den antiken griechischen Mythen befanden sich an diesem Ort die Symplegaden, "The Clashing Rocks", ein Paar Steine, die ständig ihren Platz wechseln und jedes Schiff zertrümmern und zerschmettern, das das Pech hat, hier durch zu müssen. Laut dem Mythos gelang es Jason und den Argonauten als ersten Seeleuten, auf der Suche nach dem Goldenen Vlies ins Schwarze Meer vorzudringen. Die steile felsige Insel gleich neben dem Dorf, die jetzt durch den Hafensteg mit dem Festland verbunden ist, wird oft als die europäische der beiden angesehen.
  • 3 Kilyos/Kumköy.      . Römisch: Kilios. Kilyos (oder: Kumköy) ist ein kleiner ruhiger Badeort. Er verfügt über gute Bademöglichkeiten und wurde in den 2010er Jahren unter den Einwohnern von Istanbul als Ausflugsort populär. Im Dorf befindet sich eine genuesische Burg aus dem 14. Jahrhundert, die zu Zeiten des osmanischen Sultans Mahmud II. Restauriert wurde. Sie ist jedoch nicht öffentlich zugänglich, da sie sich in der Militärzone befindet.
  • 4 Karaburun (Карабурун).   . Römisch: Philea. Badeort mit vielen guten Stränden, aber ohne wirkliche Sehenswürdigkeiten.
  • 5 Yalıköy (Ялъкьой (Вилает Истанбул)).     . Römisch: Podima. Ca. 8 km östlich am Strand von Evcik Plajı kann man noch Reste der Anastasius-Sperrmauer sehen, die zum Schutz der Hauptstadt Konstantinopel diente. Sie erstreckte sich vom Marmarameer bis zum Schwarzen Meer. Yalıköy selber ist ein netter Badeort ohne sonstige Sehenswürdigkeiten.
  • 6 Kıyıköy (Мидия (Турция)).       . Römisch: Medeia. Es ist ein kleines Dorf im an der waldigen Schwarzmeerküste mit guter Marina und passablen Stränden. Im Dorf sieht man noch Tore und Mauern der byzantinischen Befestigungen. In der Umgebung kann man die alten sehr interessante byzantinischen Klosterhöhlen Aya Nikola mit ungewöhnlichen Steinmöbeln besichtigen. Sie ist die Hauptattraktion des Dorfes.
  • 7 İğneada (Инеада).       . Römisch: Staniera. Badeort mit ausgedehnten Stränden. Das Schwarze Meer ist wegen seiner starken Strömungen hier etwas gefährlich.

Bulgarien  Bearbeiten

  • 8 Achtopol (Ахтопол).     . , das antike Agatopolis. Überreste der Stadtfestung, das Kloster St. Yani aus dem 12. Jahrhundert und ein Brunnen mit einem geschnitzten Reiter sind die einzigen Überreste aus der Antike. Ein weiteres Wahrzeichen ist die Himmelfahrtskirche aus dem Jahr 1796. Heute ist Achtopol ein beliebter Badeort mit schönen Stränden und einer Marina.
  • 9 Sosopol   (Созопол).      . das antike Apollonia Pontica. Heute ist es einer der wichtigsten Badeorte des Landes, bekannt für das Apollonia Kunst- und Filmfestival. Von besonderem touristischen Interesse ist die Altstadt. Die antike und die mittelalterliche Stadt lagen, wie die heutige Altstadt von Sosopol, auf der Halbinsel Skamnij. Die Altstadt ist geprägt durch enge, steile Gassen mit Kopfsteinpflaster und den charakteristischen Häusern und wurde 1974 zu einem Freilichtmuseum erklärt mit ihreren sehr sehenswerten Wohnhäusern, dem Ethnographische Museum, der Kunstgalerie, mehrere Kirchen und Kapellen sowie die Reste der ehemaligen Stadtklöster und der Stadtmauer. Sehenswert auch die vor der Altstadt liegenden die drei kleinen Inseln: Sweti Iwan, Sweti Petar und Sweti Kirik. Die bergige Region um Sosopol ist mit über 1500 thrakischen Dolmen, Nekropolen und kleineren Hügelgräbern übersät. Diese sind jedoch noch unerforscht, im Gegensatz zu den Nekropolen des antiken Apollonia, die seit dem 19. Jahrhundert archäologisch untersucht werden.
  • 10 Debelt (Деултум).     . das antike Deultum. (auch Debeltos, Debeltus, Debeltum, Develtum, Develtus, Dibaltum), Der Ort war zunächst eine am westlichen Ufer des Mandra-Sees an der Mündung des Flusses Sredezka gelegene thrakische Siedlung. 70 n. Chr. wurde in ihrer Nähe von Kaiser Vespasian unter dem Namen Colonia Flavia Pacis Deultensium eine Veteranenkolonie gegründet. Sie wird ca. 10 km westlich der heutigen bulgarischen Hafenstadt Burgas in der Nähe des Dorfes Debelt lokalisiert. Auf dem Gebiet der späteren römischen Kolonie Deultum fanden sich Siedlungsspuren seit der Spätbronzezeit, danach eine hallstattzeitliche thrakische Siedlung. Deultum war im Altertum über den sich damals weiter nach Süden erstreckenden Mandra-See mit dem Meer verbunden. Die Ausgrabungsstätte und das Museum liegen am östlichen Rand des heutigen Dorfes.
  • 11 Aquae Calidae (Акве Калиде).     . heute Mineralbäder von Burgas. Seit der Jungsteinzeit wurden die warmen Quellen genutzt und von den Römern zu einer großen Badeanlage ausgebaut, die auch zur byzantinischen und osmanischen Zeit genutzt und umgestaltet wurden. Die Ruinenstätte lohnt einen Besuch. Die heutigen Bäder liegen inmitten eines großräumigen Landschaftsparks. Es gibt die Klinik für Physiotherapie, die Kurortklinik, Trinkwasserquellen, ein Freibad mit hydrothermalem Bassin, Sanatorien und Erholungsheime.
  • 12 Burgas   (Бургас).     . das antike Pirgos. Die heutige Stadt hat einen thrakisch-römischen Ursprung und kann auf eine über 3000-jährige Geschichte zurückblicken. Die heutige Stadt entwickelte sich aus mehreren in der Umgebung gelegenen Orten, die wichtigsten davon waren Deultum, Poros und Aquae Calidae. Burgas ist eine touristisch überregional bekannte Stadt. Die geographische Lage zwischen mehreren unter Naturschutz stehenden Seen, das Schwarze Meer, die antiken und mittelalterlichen archäologischen Stätten und die Festivals ziehen viele Besucher an.
  • 13 Pomorie   (Поморие).     . das antike Anchialos. Das heutige Pomorie kann auf eine jahrtausendelange sehr wechselvolle Geschichte zurückblicken. Pomorie ist heute umgeben von Weinbergen und Obstgärten und zählt zu den bekanntesten Moor- und Seebädern Bulgariens. Das Stadtzentrum befindet sich auf der Halbinsel. In der Altstadt existieren immer noch die typischen Gassen mit Kopfsteinpflaster und die charakteristischen Schwarzmeerhäuser aus dem 19. Jahrhundert im Stil der Bulgarischen Wiedergeburt – meist ungefähr quadratische, zweistöckige Häuser mit Walmdächern, deren untere Etage aus hellem Stein, die obere aber aus dunkel gestrichenem Holz errichtet ist.
  • 14 Nessebar (Altstadt von Nessebar).   . Das antike Mesambria. Die Stadt liegt an der Nordseite der Bucht von Burgas auf einer kleinen felsigen Halbinsel und hat, wie alle Städte der Schwarzmeerküste, eine lange und wechselvolle Geschichte. Heute ist sie ein sehr stark besuchter Badeort am Sonnenstrand. Seit 1983 gehört die Altstadt von Nessebar mit ihren Befestigungsanlagen, den Kirchenbauten und den historischen Wohnbauten zum UNESCO-Welterbe. Die bergige Region nördlich und westlich von Nessebar war prädestiniert für den Bau von Festungen und Schutzwälle welche die Küstenstraße Via Pontica und die Region vor Eindringlinge aus dem Norden schützen. Neben der Stadtbefestigung von Nessebar sind in der Region die Reste von 20 weiteren Festungen, 5 Wach- und Schutztürme sowie drei Erdwälle vorhanden.  
  • 15 Dewnja (Девня).     . Römisch: Marcianopolis. Sie war in der Antike Hauptstadt der römischen Provinz Moesia inferior (Niedermösien) und zeitweilig die zweite Hauptstadt des Oströmischen Reiches. Der Ort biete touristisch wenig, interessant ist aber der Stein-Wald (Dikilitash) ca. 15 km östlich der Stadt. Säulenartige Gesteinsformationen bedecken ein Sandgebiet.
  • 16 Warna   (Варна).      . Das antike Odessos. Warna ist der wichtigste Verkehrsknoten für den Nordosten des Landes und hat einiges an Sehenswürdigkeiten und Unterhaltung zu bieten. Es ist die interessanteste Stadt an der bulgarischen Küste. Die Nähe zu mehreren Sommerkurorten verwandelt Warna in den Sommermonaten in ein belebtes Tourismuszentrum. Die Hafenstadt ist das kulturelle Zentrum Nordostbulgariens und für seine Festivals bekannt. Im Archäologischen Museum der Stadt wird zudem der älteste Goldschatz der Welt aufbewahrt.
  • 17 Silistra   (Силистра).      . Römisch: Dorostorum. Sie gehört mit ihrer langen Geschichte zu den ältesten bulgarischen Städten. Die grosse Befestigungsanlage (Medzhidi Tabia) aus türkischer Zeit lohnt einen Besuch. Hier war ein Hauptabzweig über die Via Istrum entlang der Donau nach Belgrad zur Via Militaris.
  • 18 Kawarna (Каварна).     . das antike Byzone. Kawarna wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Kolonisten gegründet, die aus Mesambria (heute Nessebar) kamen – ebenfalls eine griechische Kolonie. Sie gründeten die Kolonie Bisone (auch Byzone oder Bizone geschrieben). Die Stadt setzt ihre Hoffnung auf die Entwicklung des Tourismus, da sie unmittelbar am Schwarzen Meer liegt. Gegenwärtig besteht allerdings der Strand von Kawarna nur aus einem schmalen, künstlich aufgeschütteten Sandstreifen. Die Konkurrenz gegen die etablierten „Bettenburgen“ von Albena (30 km südwestlich), Goldstrand (40 km südwestlich) und Sweti Konstantin und Elena (43 km südwestlich) ist jedoch schwer. Diese haben einen wesentlich schöneren Strand zu bieten, liegen dichter zum Internationalen Flughafen Warna und haben seit 1960/70 eine ausgebaute touristische Infrastruktur.
  • 19 Kaliakra (Калиакра).     . Seit der Antike befand sich hier, entlang der Via Pontica eine Festung. Sie trug bei den Thrakern den Namen Tirisis, unter den Römern Akra und unter den Byzantinern Akres Kastelum. Im Mittelalter trug die strategisch wichtige Festung den Namen Kaliakra. Die Region war schon immer Zankapfel der Anlieger wie auch der am Schwarzen Meer interessierten großen Mächte. So wurde auch Kap Kaliakra wiederholt befestigt: Die ältesten Wehrbauten stammen von den Thrakern und datieren etwa aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Zu späterer Zeit übernahmen die Griechen die Region und über 200 Jahre lang, die Römer. Heute ist das zerklüftete Kap mit dn Festungsruinen ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen.

Rumänien  Bearbeiten

 
Antike Küstenstädte im heutigen Rumänien
  • 20 Mangalia (Мангалия).       . Das antike Kallatis. Die Stadt wurde im späten 6. Jahrhundert v. Chr. als Kolonie von dorischen Griechen gegründet. Sie war aus historischer Sicht einer der wichtigsten Häfen an der Westküste des Schwarzen Meeres. Heute ist Mangalia ein Kurort und Ziel für Meeresurlauber. In der Stadt befindet sich zudem die älteste erhalten gebliebene Moschee Rumäniens und ein archäologisches Museum. Im neuerbauten Hotel President kann man im Keller sehenswerte Ausgrabungen der antiken Stadt besichtigen.
  • 21 Constanta   (Кюстенджа).      . das antike Tomoi oder Tomis. Constanța wurde vor fast 2600 Jahren als Stadt gegründet und ist mit 400.000 Einwohnern die älteste attestierte Stadt Rumäniens, der größte Hafen am Schwarzen Meer (drittgrößter in Europa) und auch die viertgrößte Stadt Rumäniens. Constanța wurde von den Griechen als Hafen an der Schwarzmeerküste für den Handel mit Binnenvölkern gegründet und Tomis (6. Jh. V. Chr.) genannt. Die Stadt wurde später nach Constantina, Nichte von Constantine the Great (274-337) umbenannt. Noch im 10. und 11. Jahrhundert war es eine blühende Hafenstadt, die mit dem Byzantinischen Reich und der Stadt Genua Handel trieb. 1420 fiel sie an das Osmanische Reich. Im 2. Weltkrieg war Constanta Ziel schwerer Bombenangriffe der Alliierten, wo viel der alten Bausubstanz zerstört wurde. Von touristischem Interesse sind einige noch erhaltene sehenswerten Gebäude und einige Museen.
  • 22 Histria (Истрия, Istria).     . das antike Istros. Das geschichtsträchtige Dorf hat heute nur die sehr sehenswerten Ruinenstätten und seine Nähe zum Wolf's Hill Nationalpark zu bieten.
  • 23 Troesmis (Троезмис).     . Troesmis war eine antike römische Stadt und Militärlager am rechten Ufer der unteren Donau, wo man heute die antike Stätte besuchen kann.

SicherheitBearbeiten

siehe entsprechende Länderartikel: Türkei, Bulgarien, Rumänien.

AusflügeBearbeiten

Natur und Kultur
 
Blaue Moschee Istanbul

Etwas Abseits der Route der Via Pontica liegen einige sehr bekannte Sehenswürdigkeiten oder Naturschutzgebiete.

TÜRKEIBearbeiten

  • 1 Yoros Castle (Burgruine Yoros).     . Yoros Castle ist eine byzantinische Burgruine am Zusammenfluss von Bosporus und Schwarzem Meer nördlich von Joshuas Hügel. Es wird auch allgemein als die Genueser Burg bezeichnet, da Genua es Mitte des 15. Jahrhunderts besaß.
  • 1 Çilingoz Nature Park.     . Die Region wurde 2005 wegen ihrer reichen Flora und Fauna zum Naturschutzgebiet erklärt. Der Naturpark ist eine Kombination aus Strand, Wald, See und Schilf.
  • 2 İğneada Swamp National Park.     . Das Land ist hauptsächlich von Eichenwäldern bedeckt, [2] die typische Flora des Yıldız-Gebirges. Es beherbergt einen der wenigen verbliebenen großen Auenwälder in ganz Europa, in dem viele verschiedene Vogelarten beheimatet sind.

BULGARIENBearbeiten

  • 3 Strandzha Nature Park (Странджа (природен парк)).     . Er ist das größte Schutzgebiet in Bulgarien mit einer Fläche von 1.161 Quadratkilometern im Strandzha-Gebirge im äußersten Südosten des Landes an der Grenze zur Türkei. Es wurde am 25. Januar 1995 gegründet, um die Ökosysteme und die biologische Vielfalt von europäischer Bedeutung sowie das traditionelle kulturelle, historische und folkloristische Erbe der Region zu schützen. 80% der Parkfläche sind mit Wäldern bedeckt, 30% davon sind Urwälder. Diese Wälder sind die letzten verbliebenen gemäßigten Wälder mit immergrünem Lorbeerwuchs in Europa. Der Park hat die höchste Anzahl von Wirbeltierarten aller Schutzgebiete in Bulgarien.
  • 2 Mishkova niva (Мишкова нива).     . Das Heiligtum ist Teil eines großen Thrakischen Komplexes, der aus einer Festung auf dem Golyamo Gradishte-Gipfel, Bergwerken im Vorgebirge, einer Hügel-Nekropole, befestigten Gebäuden und Überresten von Wohnstätten besteht. Die Überreste einer großen, runden thrakischen Festung befinden sich auf dem höchsten Punkt des bulgarischen Strandzha-Gebirges - dem Golyamo Gradishte-Gipfel (710 m über dem Meeresspiegel), neben dem Mishkova-Niva-Gebiet.
  • 3 Beglik Tash (Бегликташ).     . Beglik Tash ist ein prähistorisches Felsheiligtum und wurde von den thrakischen Stämmen in der Eisenzeit wiederverwendet. Die meisten Megalithen haben Spuren von Felszeichnungen für thrakische Rituale. Überreste eines Labyrinths, durch das Besucher gehen können und eine thrakische Sonnenuhr, bestehend aus riesigen Steinen, einen 150 Tonnen schweren Felsen, der nur an zwei Stellen auf dem Boden ruht und eine "Gebärmutterhöhle" sind weitere Attraktionen. Jeden Tag um die Mittagszeit tritt ein Sonnenstrahl in den engen Eingang der Höhle ein und strahlt auf die Rückseite der Höhle und galt den Thrakern als symbolische Befruchtung des Mutterleibs oder der Muttergöttin durch den Sonnenphallus des Sonnengottes. Beglik Tash befindet sich in der Nähe von zwei anderen thrakischen Stätten: der Stadt Ranuli und der Festung Pharmakida im Strandhza-Gebirge. In ca. 3 km Entfernung liegt die Felsformation Lion head, die einem Löwenkopf ähnelt. Der Löwenkopf sieht man am besten vom Ropotamo Fluss aus. Es ist ein Ort, an dem die Thraker ihre Festung namens Ranuli hatten. Wer hinaufwandern will, folgt am Parkplatz vor Beglik Tas dem Wanderweg mit blauen Markierungen. Etwa 1,5 km entfernt von Beglik Tash liegt Dolmen Dragon House, eine vollständig erhaltene, von Plünderern unberührte zehn Meter hohe Megalithkonstruktion der alten Thraker aus dem 13. Jh. v. Chr. Das eigentümliche Mausoleum wurde aus perfekt aufeinander abgestimmten Felsblöcken gebaut.
  • 4 Thrakische Propada-Heiligtum (Пропада).     . Die thrakische Nekropole in Propada liegt 3 km nordwestlich der Stadt Malko Turnovo. Es ist ein typisches Beispiel thrakischer Kultarchitektur. Der Komplex kombiniert 4 verschiedene Arten von Gräbern, die aus dem II - IV Jahrhundert n. Chr. Stammen. Die Architektur des gesamten Komplexes zeigt den Übergang von Dolmen zu Steingräbern.
  • 5 Castle of Ravadinovo (Равадиново).     . Sehenswertes Schloss mit Parkanlage
  • 4 Nature Conservation Center Poda (Пода).     . Das Naturschutzgebiet Poda ist Teil des Feuchtgebietes Burgas und man kann den Vogelreichtum das ganze Jahr über bewundern. Während der Zeit des Vogelzugs sind Schwärme von Pelikanen und Greifvögeln zu sehen. Auch Nutrias finden dann reichlich Futter und können beobachtet werden. Während der Brutperiode hat der Beobachter die Möglichkeit, gemischte Kolonien von Löffelenten, Ibissen, Graureihern, Kleinen, Weißen, Roten und Abend-Reihern zu beobachten. Bekannt ist Burgas zudem als Schauplatz für den Storchen- und Greifvogelzug. Über der Stadt Burgas kreuzen sich acht Zugrouten. Während der Zugzeiten lassen sich riesige Schwärme von Weiß- und Schwarzstörchen, Rosa- und Krauskopfpelikanen, Schreiadlern, Wespenbussarden, Limikolen-, Möwen- und Seeschwalbenarten und vielen weiteren Vogelarten beobachten. Die beste Zeit für die Vogelzüge ist: Frühjahrszug: Ende März bis Mitte Mai. Herbstzug: Ende August bis Mitte Oktober. Allein während des Herbstzuges überfliegen bis zu 300.000 Weißstörche und 30 Greifvogelarten die Stadt und ihr Umland.
  • 6 Aladja-Kloster (Аладжа манастир).     . Sehenswertes Höhlenkloster

RUMÄNIENBearbeiten

  • 5 Wolf's Hill National Park  
  • 6 Periteașca-Leahova National Reserve  
  • 7 Babadag Forest Nature Reserve (Babadag Wald Naturschutzgebiet)  
  • 7 Enisala-Festung (Enisala Festung).   . Burgruine aus dem 14. Jahrhundert, auf einer Anhöhe situiert, umgeben von zwei Seen.
  • 8 Adamclisi (Civitas Tropaensium).     . römische Siedlung, berühmt ist der Ort wegen seines Denkmals, des Tropaeum Traiani
  • 8 Donaudelta (Делта на Дунав).     . Großartige Naturlandschaft  

LiteraturBearbeiten

  • The Byzantine Road system in Eastern Thrace: Some Remarks, Andreas Kuelzer, 2011.
 Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.