Stamsund ist eine Stadt auf den Lofoten.

Stamsund
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HintergrundBearbeiten

 
Brennendes Stamsund am 4. März 1941 beim Verlassen der Briten
 
Der Hafen von Stamsund (2005)
 
Die Seebrücke Skjærbrygga
 
Aussicht von Steinetinden bei Stamsund
 
Trocknende Stockfische

Stamsund ist Teil der Inselgemeinde Vestvågøy. Der verhältnismäßig junge Ort zählt rd. 1000 Einwohner, die hauptsächlich vom Fischfang und der Verarbeitung leben. Der Ort liegt etwa 2 km vom Hafen entfernt in den Bergen. Seine Entstehungsgeschichte ist ungewöhnlich: Auf Hellskjæret, im heutigen Zentrum des Ortes, entstand 1845 das erste Gebäude auf der Seebrücke Skjærbrygga, wo es vorher nur Trockenfischgestelle gab. Ein Mann namens Julius M. Johansen gründete den Ort, indem er 1876 eine Trockenfischfabrik ins Leben rief. Anfang des 20. Jahrhunderts machte er durch Sprengungen in die steilen Felsen Platz für eine Fischerdorfansiedlung. Gleichzeitig brachte er gesamten Handel des Ortes unter seine Kontrolle, indem er die Fänge der Fischer aufkaufte und Ihnen alles verkaufte, was sie in ihrem Alltag brauchten. So entstanden unter seiner Ägide Tranfabriken, Geschäfte, Rorbuer (Fischerhütten), eine Kirche und eine moderne Kaianlage. Sein Unternehmen wurde zum größten Trockenfisch- und Guanoproduzent in Norwegen. Die Kaianlagen machten auch ein Anlaufen durch die Hurtigruten ab 1929 möglich, was den Aufstieg des Ortes zum wirtschaftlichen Zentrum der Westlofoten brachte.

Stamsund ereilte im Zweiten Weltkrieg allerdings das gleiche Schicksal wie Svolvær: Der Ort war im Jahre 1941 ein Ziel des ersten großen Kommandounternehmens (Operation Claymore) der Alliierten in Norwegen. Am Morgen des 4. März 1941 besetzten 350 britische und 52 norwegische Soldaten die Städte Henningsvær, Brettesnes, Stamsund and Svolvær sechs Stunden lang. Kurz vor dem Eintreffen der Schiffe im Hafen wurden sie von einigen Fischer erkannt und freudig mit der norwegischen Fahne begrüßt. Ein Trawler, der sich mit bewaffneten deutschen Soldaten im Hafen befand, wurde ohne Vorwarnung versenkt. Von den Norwegern wurde kein Widerstand geleistet, waren die Briten doch ihre Befreier. Die Ölfabriken waren wie in den anderen Orten das Hauptziel der Angriffe, weil die Deutschen aus dem Fischöl Glyzerin für die Wehrmacht herstellten. Alle Herings- und Fischölfabriken einschließlich der für Deutschland bestimmten Produktion wurden gesprengt. Gegen Mittag zogen die Briten nach getaner Arbeit wieder ab.

Heute hat der Ort ein jährliches Theaterfestival mit vielen Künstlern, die sich hier angesiedelt haben.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Es gibt Linienflüge von Bodø bis Leknes. Von dort geht es mit dem Bus weiter. Diese Art der Anreise ist leider sehr teuer.

Günstiger ist die Anreise mit dem Billigflieger der Fluggesellschaft Norwegian bis Bodø oder Harstad/Narvik. Von Bodø geht es weiter mit der Fähre. Von Harstad/Narvik verkehrt der Bus (Lofotenexpress) bis Leknes. Dort steigt man um in den Bus nach Stamsund.

Mit der BahnBearbeiten

Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Narvik und Bodø. Von Narvik geht es weiter mit dem Bus (Lofotenexpress) bis Leknes und von dort bis Stamsund. Von Bodø benutzt man die Hurtigruten.

Mit dem BusBearbeiten

Von Narvik verkehrt der Lofotenexpress bis Leknes. Dort steigt man um in den Bus nach Stamsund. Eine Fahrt von Narvik bis Stamsund dauert etwa 7-8 Stunden.

Auf der StraßeBearbeiten

Leknes wird von der   tangiert. Dort zweigt die 815 ab, von der wiederum etwa 5 km vor Stamsund die 817 nach Stamsund abzweigt. Die Entfernung Stamsund - Leknes-Flughafen beträgt über die genannten Straßen 15 km. Es gibt auch eine Alternative über Buøya, bei der man ab Elvhaugen die nach Süden abzweigende 840 nimmt. Diese Strecke ist 20 km lang.

Mit dem SchiffBearbeiten

Der Hafen von Stamsund wird täglich von den Schiffen der Hurtigruten angelaufen, nordgehend abends um 19 Uhr/ Abfahrt 19.30 Uhr nach Svolvær. Auf der südgehenden Route wird Stamsund um 21 Uhr angelaufen, Abfahrt ist 21.30 Uhr nach Bodø (Stand 2013). Wer mit dem Auto kommt, sollte einen Stellplatz reservieren:

  • 1 Hurtigruten-Kontakt: Stamsund Skipsekspedisjon AS, J.M. Johansens vei 11, 8340 Stamsund. Tel.: +47 76 08 35 70.

MobilitätBearbeiten

Busse der Linie Stamsund-Ure-Mortsund-Leknes fahren vom Hurtigrutenkai ab. Bezahlt wird direkt beim Fahrer. Von Leknes aus sind die meisten Orte auf den Lofoten zu erreichen. Aktuelle Fahrpläne gibt es hier

Nach Svolvær kann man die Hurtigruten benutzen. Wer zu Fuß unterwegs ist, kann das Schiff ohne Reservierung wie den Bus nutzen. Bezahlt wird an Bord.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • 1 Vestvågøy-Museum Fygle, Idrettsgata 120, Leknes. Tel.: +47 76 08 49 00, Fax: +47 76 08 49 10, E-Mail: . Freilichtmuseum in einer ehem. Schule von 1898 und einem Schuppen von 1950, diverse Ausstellungen, Ausstellungen und Führungen. Ein Klassenzimmer von damals und die Wohnung des Lehrers. Versammlungssaal, wo der Gemeinderat und andere Gremien tagten. Fischerhütte zur Illustrierung des Fischereialltags. Ca. 12 km entfernt
  • 2 Vestvågøy-Museum Skaftnes, Ureveien 105, Sennesvik. Tel.: +47 76 08 49 00, Fax: +47 76 08 49 10, E-Mail: . Freilichtmuseum mit altem Fischerhof (u.a. Wohnhaus, Speicher, Viehstall, Bootshaus und Schmiede), und Handelsplatz, ca. 13 km entfernt

AktivitätenBearbeiten

Wanderung:

EinkaufenBearbeiten

KücheBearbeiten

NachtlebenBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

LernenBearbeiten

ArbeitenBearbeiten

SicherheitBearbeiten

GesundheitBearbeiten

Praktische HinweiseBearbeiten

AusflügeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

 Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.