Mit Kindern in den USA unterwegs

Die USA sind eines der familienfreundlichsten Reiseländer der Erde. Nirgendwo sonst findet man so problemlos bezahlbare Hotelzimmer mit Betten für bis zu 4 Gäste, sodass Kinder weder auf unbequemen Klappsofas oder Notbetten schlafen noch in ein teures zweites Zimmer ausgelagert werden müssen. Statt Duschen (welches Kind duscht gern?) haben amerikanische Hotelzimmer fast immer Badewannen. Für die Zubereitung eines Gute-Nacht-Kakaos findet man in vielen Hotelzimmern ein Mikrowellengerät und für die Aufbewahrung der Milch einen Kühlschrank. Für schmutzige Kleidung gibt es im Haus meist eine Münzwaschmaschine. Auch geräumige Mietwagen, in denen nicht nur vier oder fünf Personen, sondern auch mehrere große Koffer Platz finden, sind in den USA kein Problem.

In kaum einem anderen Reiseland sind Restaurants so sehr auf Familien mit Kindern eingestellt. Kinder bestellen entweder nach einer Kinderspeisekarte oder wählen ‒ im Büfett-Restaurant ‒ aus, was gut aussieht. Für einen mäkeligen Esser, der sich ausschließlich von Kartoffelpüree oder weißem Reis ohne Sauce ernährt, bekommt man im Service-Land USA auch das, selbst wenn es gar nicht auf der Speisekarte steht.

Die Sehenswürdigkeiten, die Familien mit Kindern in den USA besuchen können, sind vom Feinsten und umfassen nicht nur kommerzielle Amüsierbetriebe wie Disneyland und Disney World, sondern auch spektakuläre Naturparks (wie den Yellowstone National Park), einige der besten Museen der Welt (wie das American Museum of Natural History in New York City) und sogar Kombinationen aus beidem (wie das Dinosaur Park National Monument in Utah).

Fortbewegung

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Mit dem Flugzeug

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Das Fliegen mit einer amerikanischen Airline unterscheidet sich für Familien mit Kindern kaum von dem mit irgendeiner anderen Linie. Wie überall auf der Welt fliegen Kinder am sichersten im mitgebrachten Kinder-Autositz, der allerdings nur benutzt werden darf, wenn die Bauart den Bestimmungen der Airline entspricht. Das muss vorab genau geprüft werden. Insbesondere Sitze für Dreipunktgurt-Befestigung sind im Flieger unbrauchbar. Spezielle Babygurte, die die Stewardessen in Europa manchmal für Schoßkinder ausgeben und die am Gurt der Mutter bzw. des Vaters befestigt werden, gibt es in amerikanischen Flugzeugen nicht. Da Gurterweiterungen, die die spezielle Anatomie des Kleinkindes nicht berücksichtigen, Kindern im Unglücksfall eher lebensbedrohliche innere Verletzungen zufügen als das Leben retten, ist ihr Fehlen aber auch nicht wirklich bedauerlich. Eine vernünftig befestigte Babyschale mit gut sitzendem eigenen Rückhaltesystem ist auf jeden Fall die bessere Alternative.

Elternteile, die ohne weiteren Erwachsenen mit mehreren kleinen Kindern reisen, halten im Flugzeug am besten rechtzeitig Ausschau nach der nächsten Behindertentoilette, da früher oder später alle Kinder gleichzeitig zur Toilette müssen und reguläre Flugzeugtoiletten dafür wirklich keinen Platz bieten. Babywickelplätze findet man in amerikanischen Behindertentoiletten aber leider ebenso wenig wie irgendwo sonst auf der Welt (auch in den USA sind Rollstuhlfahrer mit kleinen Kindern nicht vorgesehen).

Mit dem Zug

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Der Zug ist in den USA eines der für Familien angenehmsten Verkehrsmittel. Man kann sich Zeit füreinander nehmen, reist komfortabler und weniger beengt als im Flugzeug und wird auch nicht luftkrank. Das Bahnunternehmen Amtrak betreibt ein Liniennetz, das weitaus gröber gespannt ist als die öffentlichen Verkehrssysteme in Mitteleuropa, aber doch immerhin 46 aller 50 Bundesstaaten irgendwie miteinander verbindet. Da die Entfernungen gewaltig sind, lohnt sich auf vielen Strecken die Buchung eines Family Bedroom (für bis zu 4 Personen; Toilette und Dusche müssen mit anderen Reisenden geteilt werden) oder einer Bedroom Suite (für bis zu 6 Personen; mit eigenem Bad). Die Verpflegung aus der Bordküche ist bei Amtrak im Preis inbegriffen.

Mit dem Bus

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Es gibt in den USA eine ganze Reihe von Fernbusunternehmen. Selbst wo das Liniennetz von Greyhound nicht hinreicht, findet man wahrscheinlich andere Anbieter. Amerikanische Fernbusse sind meist recht komfortabel und haben oft sogar Toiletten an Bord. Verpflegung muss mitgebracht werden.

Für Reisende, die mit Kindern unterwegs sind, hat der Fernbus Vor- und Nachteile, die man individuell abwägen muss. Man sitzt nicht selbst am Steuer, kann sich füreinander Zeit nehmen, und preiswert ist dieses Verkehrsmittel auch, insbesondere für ganz kleine Familien, die nur zwei Tickets brauchen.

Für Familien, die aus drei und mehr Personen bestehen, ist ein Mietwagen aber auf jeden Fall billiger. Anders als mit dem Bus kann man mit dem Mietwagen auch beliebig anhalten, zum Beispiel an Spielplätzen.

Mit dem Auto

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Ein Mietwagen ist für Familien in der Regel das preiswerteste Verkehrsmittel. Kindersitze sind fast überall vorgeschrieben ‒ die rechtlichen Bestimmungen unterscheiden sich von Bundesstaat zu Bundesstaat und sollten vorab recherchiert werden ‒ und können meist mitgemietet werden. Wer keinen Ärger mit einem schlecht passenden oder schäbigen Miet-Kindersitz riskieren will, bringt aber besser seinen eigenen mit. Kinderautositze kann man am Flughafen unverpackt als Check-Gepäck aufgeben.

Wenn eine lange Fahrt geplant ist, fährt man mit Kindern in einem Minivan oder SUV auf jeden Fall komfortabler als in einer kleinen Sparlimousine.

Es ist in den meisten Bundesstaaten gesetzlich verboten, Kinder unbeaufsichtigt im Auto zu lassen. Erheblichen Ärger riskiert man auch, wenn man Kinder an Bord hat und als Fahrer Alkohol getrunken hat; in New York State z. B. wird man in diesem Fall schon bei einem Blutalkoholspiegel von 0,8 Promille den Führerschein los.

Mit dem Schiff

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Eine Anreise in die USA mit dem Schiff, z. B. der Queen Mary 2, empfiehlt sich für Familien nur, wenn man erstens das nötige Kleingeld und zweitens kein Problem damit hat, getrennt zu wohnen, denn selbst die teuersten Kabinen bieten jeweils nur zwei Schlafplätze.

Wenn man erst einmal in den USA ist, kann man von dort aus eine Vielzahl von Kreuzfahrten unternehmen, z. B. nach Bermuda, zu den Bahamas, in die Karibik, nach Hawaii oder Alaska. Eine erste Übersicht bieten Webseiten wie www.cruises.com oder www.vacationstogo.com. Viele Kreuzfahrtangebote sind ausgesprochen familienfreundlich und bieten nicht nur Kinderbelustigungsprogramme, sondern auch Babysitting, damit selbst die Eltern einmal auf ihre Kosten kommen können.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

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Zu den frustrierenden Erfahrungen, die Erwachsene machen, wenn sie mit Kindern in den USA unterwegs sind, zählt es, dass die Sprösslinge für den Zauber der spektakulären Landschaften z. B. des Südwestens noch überhaupt keine spezielle Hirnwindung besitzen. Selbst Kinder aus bildungsorientierten Familien, die sich bereitwillig von der Schönheit eines Balletts oder eines Bach-Concerto überzeugen lassen, finden touristische Höhepunkte wie den Grand Canyon oder die Mondlandschaften der Wüste von Utah meist langweilig, verfallen aber über jeden Touristenbums ‒ mit Candy Shops und den üblichen Museumsketten (Ripley’s Believe It Or Not, Guinness World Records, Madame Tussaud’s) ‒ in glückselige Verzückung. Da hilft keine Erziehung und kein gutes Vorbild der Eltern. Kinder können das Große und Erhabene (das die Erwachsenen auf Reisen so begeistert) noch nicht schätzen, sie sind nämlich klein und daran gewöhnt, dass um sie herum immerzu alles groß ist. Die Niagarafälle sind also groß ‒ na und?!

Betroffenen Eltern empfiehlt sich Gelassenheit, Geduld, Pragmatismus und eine gesunde Portion Egoismus. Es ist nicht so, dass man der Kinderseele irreparablen Schaden zufügt, wenn man während eines Familienurlaubs in Kalifornien oder Florida Disneyland bzw. Disneyworld auslässt. Andererseits lassen sich immer Kompromisse finden, auf kleinerer Skala, zeitlich begrenzte Aktivitäten nämlich, die nicht nur Kindern Spaß machen, sondern auch Erwachsenen Vergnügen oder interessante kulturelle Erfahrungen bieten, wie z. B. der Besuch in einem kinderfreundlichen oder Themen-Restaurant (ChuckE.Cheese's), einem IMAX-Kino, einer Go-Kart-Bahn oder einem der unzähligen amerikanischen Hands-on-Kindermuseen. Schauen Sie einmal über den Tellerrand hinaus und suchen Sie in den USA systematisch nach Familienaktivitäten, die es im deutschsprachigen Raum vielleicht nicht gibt oder die Sie dort noch nie probiert haben.

Vergnügungsparks

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Siehe auch Freizeitparks in den USA

Naturparks

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Einkaufen

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Siehe auch Essen und Trinken in den USA

Viele Familien aus dem deutschsprachigen Raum haben, wenn sie die USA mit Kindern bereisen, eine Vorliebe für McDonald's, weil sie mit dieser Kette vertraut sind, weil man billiger in diesem Land kaum essen kann und weil viele der Niederlassungen eine Innen-Spielanlage haben. Flexibiliät und ein bisschen Mut, einmal etwas Neues auszuprobieren, wird in den USA aber schnell belohnt. Dort sind nämlich auch die meisten anderen Restaurants sehr kinderfreundlich. Von Lokalen der obersten Preisklasse abgesehen, haben fast alle Restaurants für ihre kleinen Gäste spezielle Menüs, und insbesondere in Restaurantketten sind Wachsmalstifte und irgendein Kinderbeschäftigungspapier, das damit bearbeitet oder ausgemalt werden kann, für die Überbrückung der (meist ohnehin sehr kurzen) Wartezeit Standard.

In Restaurants, in denen man nach Karte bestellt, sind Küche und Kellnerinnen fast immer sehr flexibel und gehen auf Sonderwünsche ihrer Kunden gern ein. Wenn die Optionen des Kindermenüs nicht ausreichen, kann man für Kinder auch einen Appetizer oder eine Beilage bestellen, zwei oder drei Kinder ein Hauptgericht teilen lassen oder fragen, ob auch halbe Portionen serviert werden können. Wer nicht gut englisch spricht, ist mit seiner Familie noch besser in einem der unzähligen Büfett-Restaurants aufgehoben, die oft mit dem Slogan all you can eat werben.

Besonders kommen in den USA Familien auf ihre Kosten, die neugierig auf Lebensmittel und Gerichte sind, die sie zu Hause noch nie probiert haben, zum Beispiel ethnische Küche. Das Land bietet ‒ auch Kindern ‒ aber auch viele echt amerikanische Spezialitäten. Hier eine Auswahl von Lebensmitteln und Süßigkeiten, die Kinder in den USA einfach probieren müssen (Insider-Empfehlungen eines deutschen Kindes, das in den USA lebt):

  • im Supermarkt
    • Keksabteilung: Milano Cookies (Mint flavor oder Original), Oreo Cookies
    • Knabbergebäckabteilung: Chex Mix (Traditional oder Dark Chocolate)
    • Kühlregal für Fruchtsäfte: Flavored Lemonade
    • Kühlregal für Milchprodukte: Egg Nog (nur in der Weihnachtszeit erhältlich)
    • Salatbar/Deli: Ambrosia Salad
    • Süßigkeitenbüfett: Boston Baked Beans, Gobstoppers, Jaw Breakers, Salt Water Taffy
    • Süßigkeitenregal (abgepackt): Almond Joy Candy Bar, Jelly Belly Jellybeans, Three Musketeers Candy Bar
    • Tiefkühlabteilung: Ben & Jerry’s Ice Cream (z. B. Cherry Garcia, Chubby Hubby, Mint Chocolate Chunk, Phish Food)
  • in der Bäckerei (nie abgepackt aus dem Regal): Bialy, Cheese Cake, Cranberry Walnut Muffins, Oatmeal Raisin Cookies, Red Velvet Cake, Pretzel Roll
  • im Restaurant
    • amerikanische Küche: Caesar Salad
    • chinesische Küche: General Tso’s Chicken
    • Tex-Mex-Küche: Chicken Fajitas (1 Portion reicht für 2-3 Kinder; um Extra-Tortillas bitten), Nachos, Tacos
  • in der Eisdiele: Slush, Snow Cone
  • auf dem Jahrmarkt: Funnel Cake

Unterkunft

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Siehe Unterkunft in den USA

Vorausgesetzt, man ist nicht auf ganz billige Motels angewiesen, gibt es kein Land auf der Erde, in dem man so einfach wie in den USA Hotelzimmer findet, in denen vier oder fünf Personen bequem auf (fast) richtigen Betten schlafen können. Amerikanische Gäste haben, auch wenn sie ohne Kinder reisen, ein enormes Bedürfnis nach viel Platz. Infolgedessen bieten sehr viele Mittelklasse- und Luxushotels Zimmer mit 2 Full- oder Queen-Size-Betten und/oder einem Sofabett an. Den Begriff „Familienzimmer“ kennt man in den USA darum gar nicht. Erst wenn man als Paar mit 4 oder mehr Kindern reist, muss man wahrscheinlich ein zweites Zimmer dazubuchen. Mit etwas Glück liegt dieses jedoch direkt neben dem ersten, und beide Zimmer sind durch eine Tür sogar direkt verbunden. Fragen lohnt sich.

Ein Insider-Tipp sind Apartmenthotels und Extended Stay Hotels wie z. B. die Homewood Suites der Hilton-Kette, in denen man für den Preis eines normalen Hotelzimmers der Mittelklasse echte Suiten mit Wohnzimmer, vollständiger Küche und separatem Schlafzimmer buchen kann.

Es ist in den meisten Bundesstaaten nicht erlaubt, Kinder alleine in einem Hotelzimmer zurückzulassen. Auskünfte zur Rechtslage gibt in der Regel die Rezeption.

Gesundheit

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Die gesundheitlichen Gefahren sind für Kinder in den USA grundsätzlich dieselben wie bei Reisen innerhalb von Europa. Wenn Sie defensiv Auto fahren, alle Passagiere richtig angeschnallt sind und Sie Ihre Kleinkinder weder ins Schwimmbecken fallen noch im Auto allein lassen, haben Sie von den statistisch signifikanten Risiken einen stattlichen Teil bereits vermieden.

Wenn man in der warmen Jahreszeit oder im Süden des Landes unterwegs ist, lässt man Kinder wegen der sehr hohen UV-Strahlung möglichst im Schatten bzw. achtet auf lückenlosen Sonnenschutz; an diesigen Tagen ist die Strahlung besonders gefährlich, weil man sie dann so leicht unterschätzt. Gute Schutzmittel (sun lotion, sunscreen) mit Faktor 50, 75 oder höher bekommt man für rund $10 in jedem Supermarkt (in der Drogerieabteilung bei den Hautpflegemitteln). Die einschlägige Marke heißt Coppertone. In wassernahen Regionen sollte man Kinder auch vor Mückenstichen schützen, denn Mücken übertragen in den USA gelegentlich den unter Umständen sehr gefährlichen West-Nil-Virus. Wirkungsvolle Schutzmittel mit DEET gibt es billig in jedem Supermarkt. Wo die Fenster mit Fliegengittern ausgestattet sind, benutzt man auch diese.

Kinderärztliche Notdienste gibt es in den USA nur in großen Städten. Wo ein Kinderkrankenhaus vorhanden ist, kann man sich an dessen Emergency Service wenden. Ansonsten gilt dasselbe wie bei medizinischen Notfällen bei Erwachsenen: 911 anrufen (dann kommt ein mit Sanitätern besetzter Rettungswagen) oder das Kind selbst in den Emergency Room des nächstgelegenen Krankenhauses fahren. Machen Sie sich im Emergency Room auf stundenlange Wartezeiten (besonders wenn der Zustand Ihres Kindes nicht lebensbedrohlich ist) und sehr viele Formulare gefasst. Notärzte, die ins Haus kommen, gibt es in den USA übrigens nicht.

Wenn die Lage nicht ganz so ernst ist, sucht man eine örtliche Kinderarztpraxis auf, und zwar vorzugsweise eine möglichst große Gemeinschaftspraxis. Das erhöht nämlich die Chance, dass dort ein Pediatrician (Kinderarzt) oder eine Certified Pediatric Nurse Practitioner (Kinderkrankenschwester, die selbstständig behandeln darf und dafür auch ausgebildet ist) Zeit hat, um einen Patienten außer der Reihe zu sehen. Kreditkarte mitbringen (Visa/Master). Bei zahnärztlichen Notfällen ist die einzige Lösung meist ein Besuch bei einem niedergelassenen Zahnarzt; in manchen Regionen findet man einen Kinderzahnarzt (pediatric dentist), darauf bauen darf man aber nicht. Ebenfalls Kreditkarte mitbringen. Da Arztkosten in den USA dramatisch hoch sind und von deutschen Krankenversicherungen meist nicht und schon gar nicht in voller Höhe gedeckt werden, empfiehlt es sich dringend, eine Reisekrankenversicherung mitzubringen, in der ausdrücklich auch USA-Reisen mitversichert sind.

Praktische Hinweise

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Jeder, der Kinder hat, weiß, dass die vorzugsweise dann zum Klo müssen, wenn keines in Sicht ist. Öffentliche Toiletten sind in den USA weniger verbreitet als im deutschsprachigen Raum, dafür gibt es umso mehr im privatwirtschaftlichen Raum. Wer im Zentrum einer Großstadt kein Restaurant oder Hotel anlaufen will (in ersteren sind Gäste, die nur zur Toilette wollen, oft ausdrücklich unerwünscht; in letzteren kann man sich meist als Gast oder Zimmerinteressent ausgeben), sucht am besten nach einem großen Kaufhaus, einer größeren Buchhandlung oder einem Einkaufszentrum mit Foodcourt. Je mehr Etagen, umso größer sind die Chancen, dass ein Laden Kundentoiletten hat. Auch Einrichtungen wie Bibliotheken und Krankenhäuser haben immer Besuchertoiletten, in denen man kaum gefragt wird, was man dort eigentlich will. In Museen, Aquarien usw. muss man dagegen fast immer erst durch die Kasse, um zu den bathrooms zu gelangen.

Noch einfacher ist die Lage, wenn man mit dem Auto unterwegs ist, und zwar keineswegs nur an Tankstellen. Die Faustregel lautet dann: wenn vor einem Geschäft ein Parkplatz für 20 und mehr Autos liegt, darf man drinnen Kundentoiletten erwarten. Das gilt für Supermärkte ebenso wie für Fachkaufhäuser und Dollar Stores. Wer mit Kindern unterwegs ist, braucht nicht einmal vorzuschützen, andere Gründe für den Besuch zu haben als den Besuch der customer restrooms. Oft sind die allerdings etwas versteckt, sodass man sich durchfragen muss.

Beim Reisen mit Kindern fällt meist viel schmutzige Wäsche an. Eine Alternative zum Waschen mit der Hotelwaschmaschine ist der gelegentliche Besuch eines Münzwaschsalons (Laundromat, Coin Laundry). Die gibt es in großen und kleinen Orten in sehr großer Zahl und man kann – anders als z. B. in Deutschland – fast immer mit dem Auto vorfahren und bequem parken. Anders als im Hotel, wo in der Regel nur 1 Maschine vorhanden ist, kann man im Waschsalon etliche Maschinen gleichzeitig befüllen und laufen lassen, was die ungeliebte Prozedur unter Umständen drastisch abkürzt. Besondes in kleinstädtischen Umgebungen ist es kein Problem, Waschmaschine und Trockner unbeaufsichtigt laufen zu lassen und die Wartezeit in einem benachbarten Café oder Restaurant zu verbringen. Waschmittel kann aus dem Supermarkt mitgebracht oder im Waschsalon aus dem Automaten gezogen werden. Für den Betrieb der Geräte ist meist ein Geldwechselautomat vorhanden. Wer ganz sichergehen will, kauft sich aber in der Bank für 10 Dollar vorab eine Rolle Quartermünzen.

Literatur

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  • Holly Hughes: Frommer's 500 Places to Take Your Kids Before They Grow Up, Frommers, 2009, ISBN 047047405X
  • Kurt Repanshek: Frommer's National Parks with Kids, Frommers, 2008, ISBN 047018406X
  • Laura Sutherland: Amazing Places to Take Your Kids: Hundreds of North American Adventures, Publications International, 2007, ISBN 141271320X
  • Laura Sutherland, Valerie W. Deutsch: Best Bargain Family Vacations, U. S. A.: More than 250 high-quality, low-cost destinations: Resorts, Dude Ranches, National State Parks, Family Camps, Beaches, Historical Sites, Learning Vacations, St. Martins's Griffin, 1997, ISBN 0312150628
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