Kafr Kana

Siedlung in Israel

Kafr Kana (auch Kafr Kanna, hebr. כַּפְר כַּנָּא‬, arab. كفر كنا‎) ist eine Ortschaft in Untergaliläa, die mit dem ersten von Jesus Christus gewirkten Wunder, der Verwandlung von Wasser in Wein anlässlich der Hochzeit von Kana, in Zusammenhang gebracht wird.

Kafr Kana
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Andere Ortschaften, die ihr den Ruhm als Ort des biblischen Wunders streitig machen, sind Karm er-Rasm (eine archäolog. Stätte nördlich des Orts gelegen), Khirbet Qana (Kenet-el-Jalil) 14 km nördlich von Nazareth, Ain Qana (ein Kilometer nördlich von Nazareth) oder das ebenfalls von den dortigen Pilgern verehrte Qana im Libanon.

HintergrundBearbeiten

 
Cana in Galilee, ca. 1920
 
Cana, Postkarte frühes 20. Jhdt.

Der Ort des ersten von Jesus Christus vollbrachten Wunders, der in Joh 2,2-11 EU beschriebenen Verwandlung von Wasser in Wein anlässlich der Hochzeit in Kana, war seit Jahrhunderten eine christliche Pilgerstätte.

Letztlich ist die exakte Lokalisation des Wunders nicht vollständig geklärt, in seinem Bericht führt der päpstliche Gesandte Francesco Quaresimo in der Mitte des sienzehnten Jahrhunderts zwei Ortschaften an, welchen die Ehre zukommen könnte, das biblische Kana zu sein. Er entschied sich für Kafr Kana, möglicherweise auch nur, weil hier bereits eine Kirche existierte und der Ort besser zugänglich war, als Khirbet Qana.

Der andere Kandidat, 1 Khirbet Qana ("Ruinen von Kana"), hatte von Alters her eher die besseren Karten gehabt: in einem Reisebericht erwähnt Theodosius im 6. Jhdt., man habe dortens eine Höhle mit einem Gestell für sechs Steinkrüge gefunden, von denen zwei noch am Ort vorhanden waren, was dafür spricht, dass hier zumindest eine lebhafte Erinnerung an das Weinwunder aufrechterhalten wurde und Pilger diesen Ort aufsuchten. Auch in Berichten aus der Kreuzfahrerzeit wurde Khirbet Kana als Ort des Wunders angesehen. Archäologen legten hier Reste eines hellenistisch - jüdischen Dorfs mit Mikweh - Tauchbecken frei.

Mit dem Bau der Hochzeitskirche in Kafr Kana ging der Ruhm als Pilgerstätte definitiv an die heutige arabische Stadt über: auch hier legten Archäologen Reste aus der steinzeitlich - bronzezeitlichen Periode bis in die Mamluckenzeit frei. In Berichten aus dem 11. Jhdt. wird in Cana eine Klosteranlage beschrieben, auf deren Gebiet auch der Maqam, der Schrein oder die Grabstätte des Yunis (Jonas) liege. Unter der osmanischen Herrschaft entwickelte sich der Ort zu einem lokalen Handelszentrum mit muslimisch - jüdischer Bevölkerung, zu Beginn des 20. Jhdt. hatte der Ort 1200 - 1400 Einwohner, etwa zwei Drittel davon uslimischen Glaubens. Nach dem Unabhängigkeitskrieg 1948 wurde der Ort von Truppen der Haganah im Rahmen der Operation Dekel besetzt, unter dem katholischen und orthodoxen Priester ergaben sich die Einwohner den israelischen Truppen und ihnen wurde der Verleib im Ort zugesichert. Heute leben noch 30% Christen vornehmlich im alten Ortskern von Kafr Kana.

AnreiseBearbeiten

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Die meisten ausländischen Reisenden werden auf dem Luftweg über den Flughafen Ben Gurion Tel Aviv anreisen.

Mit dem BusBearbeiten

Die Ortschaft in Untergaliläa ist nicht ans Schienennetz der israelischen Eisenbahn angeschlossen ist, benutzt man zur Anreise am einfachsten den Bus. Der Ort wird von lokalen Busgesellschaften aus Nazareth (Nazareth Transport & Tourism, Nazareth UNBS) angefahren, auf Google Maps sind die Positionen der Haltestellen einsehbar.

Auf der StraßeBearbeiten

Von Haifa herkommend nimmt man die Straße 75, die die Stadt Nazareth von Süden umrundet und sich mit der von Afula kommenden Strasse 60 vereinigt und das Stadtzentrum im Osten umrundet. Sie setzt sich in die Strasse 754 fort, die durch Kafr Kana führt.
Vom Norden von Haifa oder vom See Genezareth resp. von Tiberias herkommend fährt man auf der Straße 77 und biegt auf die Straße 754, die durch Kafr Kana und weiter nach Nazareth führt.

MobilitätBearbeiten

Vor Ort bewegt man sich zu Fuss.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
römisch-kathol.Hochzeitskirche
 
orthodoxe Hochzeitskirche
 
Grab von Rabbi Samuel ben Gamliel
  • 1 Griechisch Orthodoxe Kirche Hochzeit zu Kana. Der Komplex der griechisch - orthodoxen Hochzeitskirche in Kana kann von einer Seitengasse aus betreten werden.
  • 2 römisch-katholische Hochzeitskirche. die "Wedding Church" erinnert an das erste Wunder Christi, sie wurde 1883 auf den Ruinen einer verfallenen Moschee errichtet, unter deren Ruinen sich Reste eine Mosaikfussbodens aus einer Synagoge aus dem 5. Jhdt. fanden.
  • 3 Kapelle des Nathanel Bartholomäus. Kapelle aus dem 19. Jhdt., Schlüssel bei den Franziskanermönchen erbitten.
  • 4 Sonnenuhr. Neuzeitlich
  • ausserhalb des Ortskernsv liegt das Grab von Rabbi Simeon ben Gamliel, das Grab eines ehem. Vorsitzenden des Sanhedrin wird seit Jahrhunderten von jüdischen Pilgern besucht.

AktivitätenBearbeiten

EinkaufenBearbeiten

 
Durchgangsstrasse von Kafr Kana
  • vor Ort werden Gegenstände des täglichen Gebrauchs in verschiedenen Geschäften und Souvenirs und Devotionalien verkauft.

KücheBearbeiten

NachtlebenBearbeiten

UnterkunftBearbeiten

GesundheitBearbeiten

Praktische HinweiseBearbeiten

AusflügeBearbeiten

  • gern wird der Besuch von Kana mit dem von Nazareth verbunden, das lediglich ca. 15 Autominuten entfernt liegt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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