Buren

Stadt in der gleichnamigen Gemeinde in der Provinz Gelderland
Buren
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Buren ist eine Stadt in der gleichnamigen Gemeinde (25.667 Einw.) in der Provinz Gelderland. Der Ortsname wird ausgesprochen wie "Bühren".

HintergrundBearbeiten

Entstanden ist Buren im 12. Jh an dem Flüsschen Korne um das Schloss Buren herum. Der Turm aus Riffstein war rund 18 m hoch. Die Herrlichkeit Buren lag an einer strategisch wichtigen Stelle. Die Herren von Buren lassen die Be- und Entwässerung in Ordnung bringen und stiften 1367 eine Kapelle, aus der später die heutige Pfarrkirche St. Lambertus enstand. Der Herr Alard verleiht Buren 1395 sogar die Stadtrechte. Im 13. und zu Beginn des 14. Jhs. wird der tuffsteinerne Turm zu einem rechteckigen Schloss ausgebaut. Es umschließt einen Innenhof mit zwei Wohnflügeln, einer Wehrmauer und einem großen rechteckigen Torturm.

Der Herzog von Gelre - Arnold van Egmond - setzt zu Beginn des 15. Jhs. die Herren von Buren an die Luft und schenkt Schloss, Stadt und Herrlichkeit seinem Neffen Frederik van Egmond. Die Egmonds gehören im 15. Jh. zu den wichtigsten Adligen der Niederlande und bekleiden hohe Posten in Militär und Politik. Sie sind Befehlshaber und Berater von Kaisern, Vögte von Erbprinzen und Statthalter in weiten Teilen der Niederlande. 1498 werden sie in den Grafenstand erhoben.

Das Schloss wird immer mal wieder niedergebrannt und geplündert (die Stadt Buren auch), doch es wird stets wieder aufgebaut und wächst in Umfang und Pracht. So wird 1537 Alessandro Pasqualini aus Bologna (Italien) nach Buren geholt. Dieser vielseitige Architekt wird bis 1548 für die Grafen von Buren wirken. Vor allem baute er die Burg aus dem 12. Jh. zu einem Luxusschloss in florentinischem Renaissance-Stil mit vier Ecktürmen und 176 Zimmern um. Dabei bleibt es nicht. Pasqualini entwirft neue Tore in den Stadtmauern (wovon nur noch das Huizer- oder Culemborger Tor über ist). Auch die Festungswerke verbessert er. Die senkrecht zueinander verlaufenden Straßen, die alle auf dem Stadtwall auskommen, geben Buren bis zum heutigen Tag die Form einer italienisch-französischen Bastide.

1545 kommmt hoher Besuch nach Buren: Kaiser Karl V., begleitet von seinem vielversprechenden Pagen, dem 12jährigen Prinzen Willem van Oranje Nassau. Das einzige Kind des Grafen von Buren ist die ebenfalls 12jährige Anna. Der junge Nassau-Graf, der im Jahr zuvor das französische Fürstentum Orange und reiche Besitzungen in den Niederlanden geerbt hattem würde in der Zukunft mit Sicherheit eine sehr gute Partie für sie sein. Wahrscheinlich schließen der Kaiser und der Graf schon bei dieser Gelegenheit ein Abkommen. 1551 segnet der Kölner Erzbischof in der Schlosskapelle von Buren die Ehe zwischen Prinz Willem van Oranje und der Gräfin Anna van Egmond-Buren. Beide sind dann 18 Jahre alt. Das junge Paar wohnt abwechselnd im Schloss Buren und im Schloss Breda. Anna stirbt bereit nach sieben Jahren. Das Schloss erbt ihr ältester Sohn, Prinz Philips Willem van Oranje-Nassau. Dieser wird allerdings nach Spanien verschleppt und ist für den größten Teil seines Lebens weit ab vom Schuss. Die Verwaltung der Grafschaft wird von seinem Halbbruder Maurits van Oranje-Nassau übernommen. Dieser steht an der Spitze des niederländischen Freiheitskampfes und hat deshalb nur wenig Zeit für Buren. Von seiner Hand sind jedoch Zeichnungen für 2 Renaissance-Gärten an der Vorburg.

Realisiert werden diese holländischen Stilgärten unter Maurits' Bruder Frederik Hendrik.Sie snd die ersten Beispiele für echte hölländische Gärten mit rein geometrischer Struktur, basierend auf Quadrat und Kreis und ausgeführt mit Hecken und Laubengängen. Auch wird eine kleeblattförmige Struktur der Alleen angelegt. Diese für die Niederlande einzigartigen Alleen bestehen noch stets unter dem Namen "De Toeren". Zusammen mit seiner recht prunkbedürftigen Gattin Amalia von Solms kümmert sich der Statthakter um den Ausbau des Interieurs des Schlosses. Schloss Buren soll schließlich Eindruck schinden.

Nach Frederik Hendriks Tod (1647) geht es allerdings bergab mit dem Schloss. Keiner der späteren Statthalter nimmt es als Domizil. Teile der Inneneinrichtung werden in andre herrschaftliche Domizile gebracht Nach der Flucht des letzten Oranje-Statthalters nach England übernimmt die der Französichen Revolution nahestehende Batavische Republik die Macht (1795), einige Jahre später die Franzosen (von 1806 bis 1810 indirekt, dann bis 1815 direkt). Buren ist nicht länger Grafschaft Das Schloss wird zur Kaserne umfunktioniert und gerät in Verfall. Bis ins letzte Viertel des 19. Jhs. dauert sein Abbruch. Heute sind keine überirdischen Reste mehr sichtbar.

Die Verbindung zwischen Buren und Oranje hat zwar gar nicht so lange gedauert, wird aber auch heute noch sehr in Ehren gehalten.

1999 ist die heutige Gemeinde Buren aus der Zusammenlegung der früheren Gemeinde Buren mit den Gemeinden Maurik und Lienden entstanden. Das Rathaus ist in Maurik, obwohl die alte Gemeinde Buren ein eigenes Rathaus in ihren Grenzen hatte.

AnreiseBearbeiten

Mit der BahnBearbeiten

  • von Utrecht oder 's-Hertogenbosch mit dem stoptrein bis Culemborg. Von dort verkehrt mo-fr stündlich um ('24) sowie sa stündlich um ('21) die Buslinie 46 von Arriva nach Tiel. Ausstieg für die Innenstadt ist Plantsoen (Aussprache: Plantßuhn).
  • von Arnheim mit dem stoptrein nach Tiel. Von dort verkehrt mo-sa stündlich (13') die Buslinie 46 von Arriva nach Culemborg. Ausstieg für die Innenstadt ist Plantsoen (Aussprache: Plantßuhn).
  • An Sonntagen verkehrt die Buslinie nicht. Man kann dann mit dem Regiotaxi Rivierenland fahren, das man mindestens 60 Minuten vorher unter Tel: 0900-0276 (€ 0.10 pro Minute) bestellen muss. Das Taxi fährt natürlich auch an anderen Tagen, ist aber teurer als der Bus.

Auf der StraßeBearbeiten

Von Nimwegen über die   bis zur Abfahrt (32) Tiel-West. Dort auf die   nach Buren.

MobilitätBearbeiten

  • Die Buslinie 46 von Arriva verbindet mo-sa Buren mit den Städten Culemborg und Tiel. Von dort kann man auf die Eisenbahnlinien in den Rest der Welt umsteigen.
  • An Sonntagen verkehrt die Buslinie nicht. Man kann dann mit dem Regiotaxi Rivierenland fahren, das man mindestens 60 Minuten vorher unter Tel: 0900-0276 (€ 0.10 pro Minute) bestellen muss. Das Taxi fährt natürlich auch an anderen Tagen, ist aber teurer als der Bus.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Kirche und SynagogeBearbeiten

  • Lambertuskerk, Markt 4. Tel.: +31 (0)344 572519. Was im 13. Jh. mit einer einfachen Backsteinkapelle (7 x 12 m) anfing, wuchs zu der großen prachtvollen Kirche von heute. Der Unterteil des Turms stammt aus dem 13. Jh., zwischen 1540 und 1665 wurde der barocke Oberbau errichtet. Zu Beginn des 15. Jhs. wurde der Doppelchor gebaut. Der Seitenchor wurde 1733 abgerissen, doch das Seitenschiff ist noch erhalten, dort ist jetzt der Eingang. 1895 wurde an der Turmseite ein gräflicher Grabkeller entdeckt. Darüber hinaus gibt es viel Heraldik auf den Grabplatten und einen weiteren Grabkeller für Maria, Prinzessin von Oranje-Nassau, in dem erhaltenen Chor. In der Lambertuskirche wird eine kleine, aber informative Ausstellung über das verschwundene Schloss der Oranier gezeigt. Geöffnet: Mai – September Di – Sa. Preis: Der Eintritt ist frei.
  • Synagoge, Kniphoek 14. Schon im Mittelalter betrieben Juden in dieser Umgebung einen regen Handel mit Pferden. Bis zum Ende des 19. Jhs. bestand in Buren eine recht große jüdische Gemeinschaft, die 1804 zwei Mauerhäuser zu einer Synagoge umbauten. Bis 1880 diente das Gebäude als Synagoge. Heute finden hier unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen statt. Geöffnet: Fr – So 13.00 – 17.00 Uhr.

BauwerkeBearbeiten

  • Culemborgse oder Huizenpoort, Voorstraat. Einziges verbliebenes Stadttor des historischen Buren. Ihren zweiten Namen hat es nach dem früheren Schloss oder "Huijs Buren". Das Tor wurde um 1400 gebaut, nachdem Buren 1395 Stadtrechte erhalten hatte.
  • Het Koninklijk Weeshuis, Weeshuiswal 9. Das Königliche Waisenhaus ist ein gutes Beispiel für die reine holländische Rebaissance. Vorher stand an dieser Stelle das St. Barbarakloster, 1420 von Willem van Buren gestiftet, das nach dem Stadtbrand nicht mehr wieder aufgebaut wurde. Prinzessin Maria van Oranje-Nassau beauftragte 1612 dem Architekten Adriaen Frederickszoon-van Oudendijk mit dem Bau eines neuen Waisenhauses. Waisen wurden bis 1953 kostenlos aufgenommen. Geute ist das → Museum der Königlichen Marechaussee darin untergebracht.
  • Oud stadhuis, Markt 1. Seit 1554 war in diesem Gebäude das Rathaus untergebracht. Bei der Zusammenlegung mit der Nachbargemeinde Maurik zogen Rat und Stadtverwaltung nach Maurik in ein neu erbautes Rathaus auf der grünen Wiese um. Seitdem ist das → Museum "Buren en Oranje" in dem Gebäude untergebracht.
  • Waag. Gegen die Lambertuskerk ist die Stadtwaage gebaut. Bis 1948 wurde hier das offizielle Gewicht von Vieh und Gütern gewogen.

MühleBearbeiten

  • De Prins van Oranje, Molenwal 6. Tel.: +31 (0)344 618318, (0)344 610115. Runder steinerner Galerieholländer. Die Kornmühle von 1716 ist in Betrieb und kann Di, Do und Sa besichtigt werden.

MuseenBearbeiten

  • Museum der Koninklijke Marechaussee, Weeshuiswal 9. Tel.: +31 344 571256, Fax: +31 344 572009. Die Koninklijkw Marechaussee gilt als vierte Waffe der niederländischen Armee. Sie tritt als Militär- und Grenzpolizei, als Bewacher des Königshauses sowie als Unterstützung der normalen Polizei auf. Seit 1973 ist das Museum zu dieser seit 1814 bestehenden Truppe im "Königlichen Waisenhaus" untergebracht. Es zeigt in vielen Dioramen die Geschichte von Marechausse aber auch anderer Polzeieinheiten. Geöffnet: täglich 12.30 – 16.30 Uhrh. Geschlossen: 25.12., 31.12., 1.1. Preis: Eintrittspreise: Erwachsene 4,50 €; Senioren (65+) 3,50 €; Kinder (6-12) 2,50 €; Kinder (-6) gratis; MJK.
  • Museum Buren & Oranje, Markt 1. Tel.: +31 344 570700. Im historischen Rathaus wird die Verbindung zwischen der Oranierstadt Buren und dem niederländischen Fürstenhaus dargestellt. Geöffnet: 31.3. – 1.11.: Mo – Sa 10.00 - 16.30 Uhr; 2.11. – 30.3.: Di 11.00 – 15.00 Uhr, Sa 13.00 – 16.00 Uhr. Geschlossen: 25.12., 31.12., 1.1. Preis: Eintrittspreise: Erwachsene 4 €; Senioren (65+) 3 €; Jugendliche (12-18) 3,50 €; Kinder (6-12) 3 €; Kinder (-6) gratis; MJK.

AktivitätenBearbeiten

EinkaufenBearbeiten

KücheBearbeiten

  • Restaurant De Swaen, Voorstraat 10. Tel.: +31 344 571470. In der Region ist dieses Restaurant, das gleich neben dem Stadttor liegt, sehr bekannt. Egal, ob Kaffee mit Kuchen, Lunch, Diner, koffietafel oder Buffets, De Swaen hat eine umfamgreiche Karte.

UnterkunftBearbeiten

CampingBearbeiten

  • Naturzeltplatz De Karekiet, Erichemsekade 8. Tel.: +31 344-572222, +31 344-570330. Nahe des Flüsschens De Linge. Sehr rustikal gelegen inmitten von Obstbäumen. Vom Gelände aus gibt es eine Möglichkeit zum Kanufahren. Mietkanus stehen verfügbar. Teil eines größeren Campingplatzes. Geöffnet: 1.4. – 1.10. Preis: Erwachsene 5,15 €; Kind (-2) gratis; Kind (3-12) 4,15 €; Auto 1,50 €; Zelt 3,50 €; Wohnwagen/Kleinzelt 3,50 €; Wohnmobil 5,50 €; Haustier 2 €; Elektrizität je Tag 2,50 €; Dusche 0,50 €; Warmwasser 0,20 €; Touristensteuer 1 €; Umweltzuschlag 0,70 €.

Bed & BreakfastBearbeiten

  • De Paardestal, Hulsterstraat 2. Tel.: +31 344-572376.
  • bb van buren, Rodeheldenstraat 24. Tel.: +31 344 572753. Im ehemaligen Postamt von Buren ist dieses Gästequartier untergebracht, das aus einem Appartement mit 2 großzügigen Räumen besteht. Das Appartement ist rauchfrei. Haustiere sind nicht gestattet. Preis: Je Nacht ab 2 Nächten: 1 Person 65 €, 2 Personen 72 €, Zuschlag für nur eine Nacht 10 €; Kinderbett 10 €, Zusatzbett (max. 2) 23 € (je Bett).

Weitere Campingplätze und Bed & Breakfasts stehen unter Betuwse Fietsvierdaagse.

GesundheitBearbeiten

In der Stadt Buren gibt es eine Hausarztpraxis, erste Anlaufstelle für alle Erkrankten: Dreef 7, Tel: 0344-572541. Diese Praxis dient auch als Apotheke.

Praktische HinweiseBearbeiten

Auf der Graafschapsstraat 2B befindet sich ein Servicepunkt von TNT Post. (Tel: 0344-571287).

AusflügeBearbeiten

Stadtspaziergang durch Buren (NL)

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.