Isla Margarita

Insel in Venezuela

Isla Margarita ist eine Insel in der Karibik. Sie liegt ca. 40 km von der Küste Venezuelas entfernt und bildet den Großteil der Provinz Nueva Esparta.

Guaiqueri als Perlentaucher

RegionenBearbeiten

Lage
Isla Margarita

Die Insel ist deutlich gegliedert in zwei Halbinseln, die in der Mitte durch eine Landenge verbunden sind.

  • Paraguachoa nennt sich der größere östliche Teil, der Name geht zurück auf die Guaiqueri und bedeutet reiche Fischgründe. In dieser dicht besiedelten Region liegen fast alle Städte der Insel. Sie wird durchzogen von Nord nach Süd von einer bis zu 900 m hohen Hügelkette.
  • Macanao ist der westliche kleinere Teil, er ist relativ trocken und daher nur wenig landwirtschaftlich nutzbar. Die im Inneren der Halbinsel von Ost nach West verlaufende Hügelkette erreicht bis zu 760 m Höhe.
  • Die Landenge La Restinga verbindet die beiden Halbinseln, auf ihr befinden sich zwei 75 m hohe Hügel, genannt Tetas de Maria Guevara (Brüste von Maria Guevara), sie sind seit 1974 ein Naturdenkmal. Entlang dieser Landenge erstreckt sich eine Lagune, sie wurde im Jahr 2002 zum Nationalpark Parque Nacional Laguna de la Restinga erklärt.

OrteBearbeiten

 
Übersichtskarte
  • La Asunción - Hauptstadt der Insel und des Bezirks Arismendi
  • Porlamar, größte Stadt der Insel
  • Pampatar, Fischerort im Südosten
  • El Valle del Espíritu Santo, Wallfahrtsort im Inneren der Insel
  • Manzanillo, Fischerdorf im äußersten Norden der Insel nahe Punta Cabo Negro
  • La Guardia, Dorf an der Nordküste unweit des Parque Nacional Laguna de la Restinga
  • Juangriego, Fischerdorf an der Nordküste
  • Boca del Río, Ort auf der Halbinsel Macanao

Weitere ZieleBearbeiten

  • Die Inselgruppe Los Frailes ist ein beliebtes Ziel zum Schnorcheln oder Tauchen. Sie besteht aus 7 kleineren nur wenig besiedelten Inseln, die zu den Dependencias Federales gehören. Sie liegen nahe der Ostküste der Isla Margarita und sind von den Stränden Playa el Agua, Playa Parguito und Playa el Tirano mit Booten leicht zu erreichen.

HintergrundBearbeiten

 
Tillandsien wachsen auch an Elektrokabeln

Die Insel wurde am 15. August 1498 von Kolumbus während seiner dritten Reise zur Neuen Welt entdeckt. Er benannte sie in Isla de Margarita nach der Prinzessin Margarete von Österreich. Eine zweite Deutung des Namens ergibt sich aus dem Lateinischen, dort steht margarita für Perle, und in der Tat gab es ein reiches Vorkommen von Perlen auf der kleinen Nachbarinsel Cubagua, das damals von den Ureinwohnern genutzt wurde. Dies weckte bei den Spaniern Begehrlichkeiten, die sowohl die Perlengründe als auch die Guaiqueri ausbeuteten.

Die Insel ist eine Freihandelszone. Da beim Einkaufen keine Steuern anfallen, ist sie bei den Venezolanern als Ferienziel recht beliebt und daher über Weihnachten und Ostern regelmäßig überlaufen. Besonders preisgünstig ist Benzin, 1 l kostet zur Zeit (Stand 2011) umgerechnet weniger als 10 Cent. Der Benzinverbrauch spielt daher in Venezuela nur eine sehr geringe Rolle, wohl deshalb sieht man im Straßenbild ähnlich wie in Kuba noch eine große Zahl von Straßenkreuzern, teils in technisch ähnlich schlechtem Zustand. Lebensmittel sind jedoch teurer als auf dem Festland.

Auf der Isla Margarita gilt als Währung der venezolanische Bolivar VEF (ISO 4217), manchmal wird der US-$ akzeptiert, es ist jedoch günstiger, Geld zu tauschen. Geldautomaten sind in größeren Städten und Einkaufszentren vorhanden.

Auf der Insel gilt die gleiche Zeit wie auf dem venezolanischen Festland: UTC - 4:30 und nicht wie auf den anderen Karibikinseln UTC - 4. Kreuzfahrtschiffe stellen ihre Borduhr wegen dieser Insel oft nicht um, dies gilt es bei Landausflügen zu beachten.

 
Gelbschulteramazone

Isla Margarita ist Heimat zahlreicher seltener und exotischer Tierarten, z.B. die Spitzschwanzsittich-Art Aratinga acuticaudata neoxena („Venezolanischer Blaustirnsittich“), die nur auf dieser Insel lebt, oder die Gelbschulteramazone, eine bedrohte Papageienart, die nur auf den Karabikinseln und kleinen Gebieten an der Nordküste Venezuelas vorkommt. Insbesondere die Trockenwälder auf dem Westteil der Insel sind Schutzgebiete für bedrohte Tiere. So ist etwa die Lagune von La Restinga als Nationalpark geschützt. In ihren Mangroven leben u.a. Braunpelikane und Sanderlinge. Ebenfalls endemisch (das heißt nur auf Isla Margarita vorkommend) ist eine Subspezies der Gehaubten Kapuzineraffen. Diese sind vom Rest ihrer Art, die eigentlich im amazonischen Regenwald heimisch ist, isoliert und vom Aussterben bedroht.

SpracheBearbeiten

Auf Isla Margarita wird spanisch gesprochen

AnreiseBearbeiten

 
Aeropuerto "Santiago Mariño"
 
Im Hafen El Guamache

Mit dem FlugzeugBearbeiten

Der Aeropuerto Internacional del Caribe "Santiago Mariño", (IATA CodePMV, ICAO CodeSVMG) liegt auf der Isla Margarita rund 25 km westlich von Porlamar. Er wird auch saisonal von europäischen Chartermaschinen angeflogen.

Mit dem SchiffBearbeiten

  • Fährverbindungen: zwischen Punta de Piedras auf der Isla Margarita und Puerto la Cruz auf dem Festland von Venezuela gibt es Fährverbindungen. Fahrtdauer ca. 2 Stunden.
  • Der Kreuzfahrthafen Puerto El Guamache in der Bahia Guamache ist rund 5 km von Punta de Piedras entfernt. Am Hafen ist ein Passagierterminal mit Duty-Free-Shop, es gibt auf dem Weg zu den Taxi-Ständen bzw. Busparkplätzen eine Reihe von Buden, die bei Ankunft eines Schiffes öffnen. Direkt am Hafen ist auch ein kleiner Strand, der allerdings künstlich angelegt wurde und wohl keinen Preis für Sauberkeit verdient hat.

MobilitätBearbeiten

Benzin ist extrem billig, daher sind auch Taxis recht preiswert. Busse verkehren auch, aber man sollte etwas Zeit mitbringen.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Meeresmuseum, in Boca del Rio.
  • Pampatar
  • Halbinsel Macanao. Kakteenland und ockerfarbene Erde.

AktivitätenBearbeiten

 
Strand von El Guamache
  • Baden und Sonnenbaden kann man an über 80 Stränden der Insel. Der bekannteste ist der Playa del Agua an der Ostküste zwischen Paraguachí und Manzanillo. Auch an der Nordküste zwischen La Guardia, Juangriego und Manzanillo sind schöne Badestrände. Ein Ausflugsziel ist sicher auch der lange Strand Playa Paraiso am westlichsten Punkt der Halbinsel Macanao.
  • Kite-Surfen und Windsurfen: der Playa el Yaque im Süden der Insel in der Nähe des Flughafens ist dafür eine der weltbesten Adressen.
  • Wandern im Nationalpark Cerro Copey bei El Valle
  • Reiten auf der Halbinsel Macanao rund um die Cabatucan-Ranch
  • Einkaufen in Porlamar

KücheBearbeiten

NachtlebenBearbeiten

SicherheitBearbeiten

  • Besonders in den Einkaufszentren und den bekannten Stränden (Playa del Agua) ist Vorsicht geboten.
  • Die Insekten der Insel, insbesondere Moskitos, kümmern sich recht wenig um mitteleuropäische Repellents. Örtlich angebotene Mittel sind zuverlässiger. Malaria kommt aber hier nicht vor.

KlimaBearbeiten

Inseln unter dem Wind nennt man die Gruppe der kleinen Antillen, die nicht völlig im Bereich des Nordost-Passats liegen. Daher liegen diese Inseln auch nicht im Hurrikan-Gürtel. Ihr Klima ist auch trockener als das der weiter nördlich liegenden Inseln über dem Wind. Einmal im Jahr erreichen die Passatwinde allerdings doch diese Inseln, und zwar in der Regenzeit zwischen Dezember und Februar.

Das Klima ist ganzjährig mild mit Lufttemperaturen im Mittel um 27°C, auch nachts wird es wenig kühler, lediglich im Februar sinkt die Temperatur mal auf 23°C. Die Wassertemperaturen liegen ganzjährig bei 27°C - 29°C.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.