Nachrichten:2008-09-22: Touristen in Ägypten entführt

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Unter den Verschleppten befinden sich je fünf Deutsche und Italiener.

Assuan (Ägypten), 22. September 2008. – Die verschleppte Gruppe mit fünf Deutschen, fünf Italienern, einem Rumänen und vier Ägyptern wird seit Freitag vermisst. Die Touristen waren mit Geländewagen auf einer Tour zum Gilf Kebir und zum Gebel el-ʿUweināt in der Libyschen Wüste unterwegs. Die Touristen wurden wohl von Gebirgsnomaden in den Sudan verschleppt.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, fordern die Entführer 15 Millionen Dollar Lösegeld. Über die Hintergründe der Entführung ist bisher nichts bekannt. Es gibt Stimmen, die nicht daran glauben, dass die Entführung einen islamistischen Hintergrund gehabt habe.

Das Auswärtige Amt teilt mit, dass „gerade auch deutsche Staatsangehörige, ... einem wachsenden Anschlags- und Entführungsrisiko ausgesetzt“ sind.

Update 24. September 2008Bearbeiten

Nach Behördenangaben ist nun bekannt, an welcher Stelle im Sudan sich die entführten Touristen aufhalten. Man zögert aber mit der Befreiung, da die Entführer für diesen Fall mit der Ermordung der Touristen gedroht haben.

Da die Sicherheitsbestimmungen für derartige Reisen eingehalten wurden und das Gebiet als relativ sicher galt, kann man den Touristen kaum Vorwürfe machen. Mittlerweile wurde bekannt, dass es bereits mehrere ähnliche Vorfälle gegeben hat, die aber geheim gehalten wurden.

Über die Herkunft der Entführer gibt es bisher nur Spekulationen wie Stammesmitglieder der aus dem Tschad stammenden Tubu oder Angehörige der Sudanesischen Befreiungsarmee.

Seit dem 23. September 2008 rät das Auswärtige Amt von Reisen in den Südwesten der Libyschen Wüste ab.

Update 29. September 2008Bearbeiten

Die entführten Geiseln wurden nach 10 Tagen frei gelassen.

QuellenBearbeiten